Nicht nur zu Beginn des neuen Jahres ist es notwendig, über die Segnung von Häusern und Orten zu sprechen, in denen sich Menschen, aber auch Tiere aufhalten. Es gibt viele Arten von Wohnungen, meist handelt es sich jedoch um Häuser, Wohnungen, Hütten, Werkstätten, Ställe oder Unterstände oder andere Arten von Wohnungen.

Diese Gnade und ihre Empfangnahme durch die Menschen ist noch mit der Zeit verbunden, als sich die Menschen des hohen Wertes der Worte noch viel bewußter waren, weil sie noch in einer intensiveren Verbindung mit der Natur, mit ihrem inneren Selbst und spirituellen Helfern standen. Am Anfang war es eine innige Bitte an den Herrn Jesus – „Christus, beschütze unsere Wohnung“! Die gesprochenen Worte entsprangen einem offenen Geist und wurden in tiefer Ehrfurcht und Betroffenheit vor ihrem Herrn erlebt. Deshalb fanden sie in den Höhen schnell Anschluß und Verankerung. Gleichzeitig schwebten auf dem Rückweg nach unten der Segen und die Erhörung der Bitte. Wie weit die Bitte eindrang und woher der Segen kam, hing von der Empfindung der Bitte der jeweiligen bestimmten Person ab. Da die Menschen damals eben noch den Wert der Worte kannten und sie tief empfinden und erleben konnten, sagten diese wenigen Worte alles, was der Geist von seinem Gott und Herrn erhalten wollte.

Später wurden diese Worte auch sichtbar über den Eingang von Wohnungen geschrieben und mit heiliger Kreide verankert: C+M+B+ und am Ende das Jahr, für das eine Person um Bereitstellung  des Schutzes bittet. Manchmal wird der Anfangsbuchstabe des lateinischen C – Christus durch das einheimische Äquivalent Christus mit dem Anfangsbuchstaben K ersetzt. Dabei kommt es nicht darauf an, mit welchen Buchstaben und auf welche Weise jemand das Gesagte schreibt, sondern es kommt auf die damit verbundene innere lebendige sehnsüchtige Empfindsamkeit und Teilnahme des Geistes an. Wie es sich im Laufe der Jahre leider bewährt hat, versuchte der Verstand auch hier, die emotionale Lebenskraft zu schwächen, den Kraftfluß anderswohin umzuleiten und so den Menschen von der Hilfe vom Licht abzuschneiden. Anstatt also Jesus und Gott zu fragen, kam er auf die Idee, daß diese Buchstaben die  Anfangsbuchstaben C+M+B+ der Namen der drei Könige bedeuten, die kamen, um sich vor dem kleinen Jesus zu verneigen. Bis heute ist diese Inschrift und der Segen für viele Laien mit der Dreikönigstradition verbunden.

Die wahre Bedeutung dieser Buchstaben beinhaltet eine tiefe und innige Bitte, die in den Worten zum Ausdruck kommt: „Christus, beschütze unsere Wohnung.“ Später wurde in dieser Stimmung eine Bitte hinzugefügt: „Christus segne dieses Haus“. Drei + bedeuten kein Plus oder ein christliches Kreuz, sie sind eine Erinnerung an das uralte Wissen um das gleichschenklige Kreuz der Wahrheit und sprechen von der Dreieinigkeit und Dreifaltigkeit Gottes, deren integrales Wissen, insbesondere des Heiligen Geistes, im Deckmantel der Unwissenheit und des Mißverständnisses der Menschen noch immer verborgen ist. Doch die Zeit verlangt und fordert den menschlichen Geist auf, dieses Gewand abzulegen und fordert ihn direkt zur Erkenntnis der vollen Wahrheit heraus!

Aber niemand soll denken, daß es genüge, leichtfertig und ohne inneres Interesse mit Kreide ein hohes Schild über den Eingang seiner Wohnung oder seines Hauses zu schreiben und dann zu denken, daß dadurch seine Wohnung von oben herab geschützt und geheiligt werde! Das Zeichen der Heiligung und des Schutzes setzt die innere Teilnahme des Menschen und seine richtige Ausrichtung auf die Quelle des Seins und des Lichtes und der Kraft voraus! Es reicht auch nicht aus, nur in dem einen Moment nach innen zu partizipieren und sich nach oben zu verbinden, wenn das Schild über der Wohnungstür steht. Ständiges inneres Empfinden und menschliches Verlangen nach dem Höheren jenseits dieser Welt verleihen diesem Zeichen das ganze Jahr über seine Strahlkraft! Auch wenn die Inschrift zunächst wunderschön leuchtete und für alle Lebewesen sichtbar ist, kann es vorkommen, daß diese Inschrift im Laufe des Jahres aufgrund von Lauheit, negativen Emotionen oder einer Abweichung von lichten Werten verblaßt, bis sie ihre Helligkeit vollständig verliert. Wehe dem, der seine Richtung völlig der Dunkelheit zuwendet! Wenn er weiterhin in einer solchen Haltung verharrt, würde er zum Meineidigen werden und der Schlag der wesenhaften Diener an diesem Ort würde sich höchstwahrscheinlich gegen seinen Wohnsitz richten!

Segen und Hilfe kommen von oben. Die eigene Wohnung so zu heiligen, daß sie des Segens des Allerhöchsten würdig ist, ist eine Aufgabe, die dem einzelnen menschlichen Geist anvertraut wird, indem er die höchste Achtung vor seinem Herrn empfindet und sich ihm öffnet!

Das bedeutet nicht, daß wir vor allen negativen Auswirkungen unserer Sünden bewahrt werden, aber es kann dann erheblich geholfen werden. Zum Beispiel in Form einer Warnung, wenn die Rückwirkungen einen Ort treffen, oder wenn es möglich ist, daß eine höhere Absicht auf andere Weise erfüllt werden kann, indem es die Wohnung oder den Aufenthaltsort einer mit Licht erfüllten Person verschont. Denken wir daran, daß alles, was voller Licht ist und dem Allerhöchsten Respekt zollt, normalerweise von seinen Dienern beschützt oder so weit wie möglich verschont wird. Die wesenhaften Diener nehmen alles als Strahlung wahr und nehmen auch das Schild über dem Eingang oder der Tür als Strahlung wahr. Wenn eine Person respektvoll und flehentlich eine Bitte um Hilfe an den Allerhöchsten aussendet und über seine Tür zu der Wohnung schreibt: – ein gleichschenkliches Kreuz zeichnet – und eine Bitte um Schutz und Segen an Gott den Vater, Gott den Sohn Jesus und Gott den Heiligen Geist richtet, sehen die Wesenhaften eine starke Strahlung. Solange die Menschen, die an diesen Orten leben, einer solchen Bitte zustimmen und sich derer bewußt bleiben, stärken sie dieses Zeichen täglich. Wenn es unter ihnen jemanden gibt, der dies nicht respektiert und entgegen dieser Richtung handelt, schwächt eine solche Person direkt oder indirekt dieses Zeichen. Durch die starke Aktion einer hohen Kraft kann eine solche Person von diesem Aufenthaltsort weggeführt werden, um in Übereinstimmung mit den höheren Gesetzen an einem anderen Ort zu leben. Auch darin liegt die Gerechtigkeit der mächtigen Gesetze der Schöpfung.

Deshalb möge jeder sorgfältig die Möglichkeit großer Hilfe durchempfinden, die von oben für jeden bereitsteht. Es ist kein Zeichen einer engen Personengruppe oder Kirche, es kann nicht vereinnahmt werden. Es ermöglicht jedoch, das innere Verlangen dem Allerhöchsten zu weihen und nach außen hin sichtbar zu machen.

Tragen wir sein Ebenbild in uns und sprechen wir, zumindest als kleines Dankeschön für diese Hilfe, über diese Hilfe und diesen Schutz, mit denjenigen, bei denen wir innerliche Offenheit und Bereitschaft zum Zuhören wahrnehmen.

Wer von diesen Worten innerlich ergriffen ist, der möge in aller Ernsthaftigkeit mit seinen Nächsten über diesen Segen sprechen und das Anbringen desselben, nach gegenseitigem Einvernehmen und Einverständnis über der Türe seiner Behausung – Wohnung, Stall, oder auch eine Scheune, wo sie Tiere haben, die sie mit Liebe und Ehrlichkeit pflegen, wo sie ihren Schöpfer demütig um Seinen Schutz und seine Hilfe bitten.

Lassen Sie uns mit Kreide über die Wohnung schreiben:

C+M+B+ und das angegebene Jahr.

Wichtig ist die innere Lebendigkeit der gesamten Handlung und ihr Erfassen mit dem Geist.

Niemand soll darauf achten, was und auf welche Weise mit der Kreide geschrieben wurde. Es ist die innere Haltung und Absicht der Beteiligten, die der Inschrift den eigentlichen Glanz und den Halt bis in die Höhen verleiht, der weit über die Anordnung der Zeichen und Zahlen hinausgeht.

Möge der Schutz des Herrn auf so vielen Wohnungen wie möglich ruhen, und diese Führung sich wie eine helle Welle über die Welt ausbreiten und Hilfe und Erlösung bringen.



CESTA GRÁLU / GRALSWEG