
Demut ist eine Tugend, Opfermentalität hingegen ein Laster. Wie die Anmaßenden sich überschätzen, so unterschätzen die Selbstmitleidigen ihre wahre Kraft. Auch hier entsteht eine verzerrte Sicht der Realität, die Traurigkeit hervorruft und die Möglichkeit eines erfüllten und dankbaren Lebens verdrängt.
Lasst uns danach streben, die Realität über uns selbst so zu erkennen, wie sie wirklich ist, und nicht so, wie uns die ungezügelte Fantasie mitunter glauben machen will. Nur mit einer korrekten Einschätzung unseres Handelns im Alltag sind wir in der Lage, gegebenenfalls Kurskorrekturen vorzunehmen und so unser Ziel der spirituellen Entwicklung zu erreichen.

„Wenn wir uns selbst bemitleiden, sehen wir nur uns selbst. Wenn wir Probleme haben, sehen wir nur unsere Probleme, und darüber reden wir am liebsten. Wir sehen die schönen Dinge in unserem Leben nicht.“
Ann Marie Aguilar Irische Schriftstellerin

„Selbstmitleid ist die Mutter des Elends. Es bringt zunächst einen kleinen Schmerz hervor, wächst dann aber so weit, dass es all die Freude verschlingt, die wir hätten erleben können.“
Marnie Swedberg Amerikanische Schriftstellerin.

„Wir leiden nur dann unter dem Leben, wenn wir die Ursache unseres Leids nicht erforschen. Das Loslassen destruktiver Illusionen und die Befreiung vom Egoismus und Selbstmitleid ermöglichen es dem Menschen, die reiche Vielschichtigkeit
seiner inneren Welt zu erfassen – jenen einzigen Aspekt der Wirklichkeit, über den wir uneingeschränkt herrschen und den wir kontrollieren können.“
Kilroy J. Oldster Amerikanischer Schriftsteller.

Für jeden, der sich weiterentwickeln und spirituell wachsen möchte, gibt es eine grundlegende Voraussetzung: Demut. Mit Demut wird man kaum scheitern. Ohne Demut wird man niemals Erfolg haben.