
Heute ist alles Rückwirkung, alles ist eine Folge von Karma; nichts geschieht ohne einen klar definierten Grund. Menschen in Regierungs – oder Führungspositionen bewirken, ihrem Wesen nach und selbst unbewusst, die Rückwirkung der Wechselwirkung für eine Nation, ein Volk und sogar für die gesamte Menschheit. Sie besetzen diese Positionen nicht zufällig. Sie stoßen die entsprechenden Ereignisse an, die sich gemäß dem Gesetz der Wechselwirkung entfalten müssen. Sobald sie ihren Zweck nicht mehr erfüllen, werden sie aus wichtigen Positionen entfernt. Angesichts dessen sind menschliche Macht, menschlicher Wille, alle Abkommen, Initiativen, Verträge und Vereinbarungen wertlos. Nichts davon hat Bestand; sie alle zerfallen zu Staub.
Daher ist es ein großer Fehler, wenn jemand innerlich gegen bestimmte Handlungen und Einstellungen einer Führungsperson rebelliert, denn dasselbe Gesetz der Wechselwirkung wird alles, was er selbst mit seinen Gefühlen, Gedanken, Worten und Taten hervorgebracht hat, zu ihm – zu demjenigen, der es in Gang gesetzt hat – zurückbringen. Das Gesetz macht keinerlei Unterschiede hinsichtlich der Beweggründe, keinerlei Differenzierung. Es ist alles ganz einfach. Die göttliche Gerechtigkeit verzichtet in diesem Prozess auf die „Mitwirkung“ menschlicher Hände und ebenso auf die Kurzsichtigkeit der Menschen im Hinblick auf die Verflechtung der Fäden des kollektiven Karmas. Jeder Mensch ist allein für seine Taten verantwortlich, selbst jene, die aufgrund ihrer Natur hohe Positionen erreichen. Niemand braucht sich darüber Sorgen zu machen, denn die universellen Gesetze wirken automatisch und unfehlbar. Unerbittlich für alle. Jeder sollte sich nur um seine eigenen Taten und Gedanken kümmern, um nichts weiter.
Ja, es ist vollkommen verständlich, wenn ein integrer Mensch angesichts mancher unfassbarer Verhaltensweisen von Führungskräften fassungslos, bestürzt und sogar empört ist. Er darf jedoch niemals zulassen, dass sich dies in ihm in unkontrollierten Abscheu verwandelt, andernfalls wird es zu einem noch größeren Nährboden für hasserfüllte Gedanken und Gefühle und trägt zu vermehrtem Chaos in der Welt bei. Und die Folgen dieser ruchlosen Tat werden ihn mit Sicherheit ebenfalls treffen.
• Zum Einfluss von Menschen, die zu viel reden:
„Die Reife der Ernte bringt als natürliche Folge und zugleich als Beweis für die strenge Logik aller Ereignisse innerhalb der göttlichen Gesetze mit sich, dass die größten Scharlatane auch heute noch diejenigen sind, die den größten Einfluss und die größte Macht besitzen. Dies ist der Höhepunkt und die Frucht des ständigen Missbrauchs des Wortes, dessen geheimnisvolle Wirkungen die törichte Menschheit nicht mehr erkennen kann, da sie sich diesem Wissen lange verschlossen hat.“
• Bezüglich der Positionen, die von verabscheuungswürdigen Personen besetzt werden:
„Wenn sich die Menschen nun der wahren Liebe hingeben würden, wie Gott es beabsichtigt, wäre dies der entscheidende Faktor, der vieles unter ihnen verändern würde; ja, er würde alles verändern. Dann könnte niemand, dessen Inneres Verachtung verdient, auf Erden bestehen, geschweige denn Erfolg haben. Eine große Läuterung würde augenblicklich stattfinden.“
Menschen, die in ihrem innersten Wesen verabscheuungswürdig sind, würden weder irdische Ehren erlangen noch offizielle Ämter belegen, da intellektuelles Wissen allein nicht das Recht verleiht, ein öffentliches Amt zu besetzen“
• Bezüglich der Herrschaft der Lehrer unserer Sünden:
„Die Macht der Wechselwirkung erhebt die Herren eurer eigenen Sünden gegenwärtig zu einer solchen Höhe, dass ihr Gefahr lauft, von ihnen erdrückt zu werden, sodass ihr, sobald ihr euch all dessen bewusst werdet, entweder euch befreien könnt oder auf ihre Kosten zugrunde geht.“
Diese Agenten der Wechselwirkung bringen die Ernte des entsprechenden kollektiven Karmas in genau der Form zurück, und zwar genau in der Form, die die betroffene Gruppe einst durch ihre Handlungen, Gedanken und Intuitionen selbst gesät hat.
Der beste, wenn nicht gar einzige Weg, damit umzugehen, ist die vollständige Veränderung unseres inneren Zustands, sodass unser Wille und die daraus resultierenden Gedanken stets rein sind. Nur so kann jeder Mensch sich eine bessere Zukunft gestalten, selbst wenn viele um ihn herum durch ihr Wesen weiterhin Schreckliches bewirken – etwas, aus dem der Webstuhl der Schöpfung einen furchtbaren Schicksalsteppich weben muss.
So ist es. So entfaltet sich ein Teil des gegenwärtigen Prozesses des Endgerichts in seiner letzten Phase. Doch selbst mit diesem Wissen, mit der Erkenntnis der unerbittlichen Wirkung des Gesetzes der Wechselwirkung und der absoluten Gewissheit, dass neue, extrem schwere Wellen über die Menschheit hereinbrechen und sich ständig überlagern werden, weil die Menschheit dies mit ihrem uralten, böswilligen Willen selbst herbeigeführt hat, ist es dennoch verständlich, welches Gefühl der Erleichterung manche Menschen verspüren, welches Aufatmen sie ausstoßen, welche kurze Atempause sie suchen, wenn eine dieser besonders finsteren globalen Wellen endlich abebbt.
Roberto C. P. Junior
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