DIE LEBENDIGKEIT DER EMPFINDUNG IST DIE GRUNDLAGE DER GEISTIGEN ERLEUCHTUNG

Um den Schöpfer und sein Schöpfungswerk zu erkennen, bedarf es für niemanden einer außergewöhnlichen Bildung weltlicher Art.

 

Der Wille Gottes ist dem Menschen in jedem Augenblick zugänglich, selbst im kleinsten Teil seines Werkes.

 

Es gibt keine Bedingungen und keine besonderen Fertigkeiten, welche der Mensch zusätzlich zu seiner natürlichen Gabe erwerben müßte, um Gottes Allweisen Willen zu erkennen.

 

Daher sind alle Ausreden völlig haltlos, wenn einige Menschen behaupten, ihnen fehle die nötige Fähigkeit und dies sei nur etwas für diejenigen, die in den geistigen Wissenschaften gebildet sind.

 

Solche Ausreden sind nichts weiter als ein ungeschickter Versuch, Bequemlichkeit zu verschleiern.

 

Bequemlichkeit führt zu Rückständigkeit und zur Verrohung aller Werte des menschlichen Verhaltens.

 

Wer sich zu Unhöflichkeit herabläßt, verläßt den rechten Weg zur geistigen Reife.

 

Er läuft Gefahr, zu einer Karikatur seiner ursprünglichen geistigen Persönlichkeit zu verkommen.

 

Das Werk der Schöpfung kann solche Zerrbilder der menschlichen geistigen Art nicht auf Dauer beherbergen und daher sind alle, die langfristig in ihrer inneren Trägheit verharren, vom Aussterben bedroht.

 

In Wirklichkeit sollte sich jeder Mensch damit befassen, Gott und seinen Willen in der Schöpfung zu erkennen, und zwar in jedem Augenblick seines Lebens.

 

Die dafür notwendige Ausrüstung liegt im Menschen selbst, entspringend seinem geistigen Wesen.

 

Der Urgrund findet sich im geistigen Funken, der sich durch rein geistige Sinne offenbart.

Man kann auch von den ideal angelegten Bedingungen sprechen, die der Schöpfer im Inneren der Menschen eingerichtet hat.

 

Niemandem ist dies verwehrt, und daher ist zugleich niemand von der Forderung ausgenommen, daß jeder menschliche Geist ein bewußter Bewohner des Werkes der Schöpfung werden soll.

 

Diese Bedingungen befähigen jeden von uns zu einer umfassenden und empfindsamen Auseinandersetzung mit allem, was er durch seine geistigen Sinne wahrnimmt.

 

Obwohl es weitgehend selbstverständlich ist, sei darauf hingewiesen, daß geistige Sinne sich grundlegend von den uns bekannten Sinnen des irdischen Körpers unterscheiden.

 

Sie besitzen ein völlig anderes Spektrum an Empfindungen und Fähigkeiten.

 

Sie dürfen nicht mit den Eigenschaften der grobstofflichen Sinne verwechselt oder gar gleichgesetzt werden.

 

Alle geistigen Sinne sind in einer umfassenden geistigen Fähigkeit konzentriert, die wir als Empfindungsfähigkeit bezeichnen.

 

Zu den geistigen Sinnen, die jedem geistigen Funken innewohnen, gehört beispielsweise die empfängliche Sensibilität für alles Überirdische.

 

Doch sie umfaßt noch vieles mehr als das, wenn beispielsweise die Empfindungsfähigkeit in der Lage ist, den Pfaden der weiteren Entwicklung zu folgen und Vorgänge zu erahnen, welche noch in der Verborgenheit des Ablaufes zukünftiger Entwicklungsgänge ruhen.

 

Die Empfindungsfähigkeit kann durch die in sie eingeprägten Sinne auch richtig erkennen, wann und wie ein Eingreifen des Lichtes gegen alles erfolgen wird, was den Gesetzen der Schöpfung widerspricht.

 

Sie kann unterscheiden, was in diesen Gesetzen derart der Vergebung würdig ist, daß es nur symbolisch erfahren zu werden braucht.

 

Mithilfe dieser Sensibilität der Sinne können wir desgleichen erkennen, was neuerdings und umfänglich in seiner ganzen Schmerzhaftigkeit erlebt werden muß.

 

All dies gilt jedoch hier auf Erden nur unter den Bedingungen der inneren Reinheit und nur für jene, die sich, um ein richtiges Empfinden in einer bestimmten Sache zu entwickeln, vollständig von persönlicher Sympathie oder umgekehrt von jeglicher Form von Groll oder Feindseligkeit befreien können.

 

Die geistigen Sinne hätten gerade in dem Erleben des hiesigen irdischen Lebensganges durch eine ständige Beweglichkeit, was nur unter den Bedingungen einer lebendigen und rechten Anwendung möglich ist, bis aufs Höchste verfeinert werden sollen.

 

Diese hätten stets weiter entwickelt werden müssen, denn genau hier liegt die Möglichkeit der höchsten Stufe der Anwendung für den Menschen, bis hin zur einer menschlichen Meisterschaft.

 

Wenn ein Mensch von Anbeginn an eine Veranlagung für etwas so Außerordentliches wie die Erkenntnis des Schöpfers und seines Schöpfungswerkes inne hat, dann ist es seine Pflicht, diese Gabe zu nutzen und zu entfalten.

 

Durch ein entwickeltes Empfinden kann ein Mensch Antworten auf alle Fragen erhalten, die ihm auf seinen Wegen entgegentreten.

 

Auch alle Antworten, wenn der Begriff Gottes ausgesprochen wird.

 

Dieses umfassende Mosaik des Wissens über Gott und sein Schöpfungswerk hätte stetig und immerwährend vervollständigt werden sollen.

 

Die größten wie die kleinsten Dinge zeugen überall und allgegenwärtig von der Weisheit Gottes, sofern sie vom Menschen durch klares Empfinden richtig erfaßt werden.

 

Alles, was dafür nötig ist, ist im inneren Herzen eines jeden Menschen angelegt.

 

Darin ist niemand benachteiligt oder zurückgesetzt, es sei denn, daß er seine Gaben selbst vergraben hat.

 

Für das richtige Erfassen von Gottes Schöpfungswerk ist keine besondere gesellschaftliche Stellung, also weder irdischer Reichtum noch Gelehrsamkeit, wirklich notwendig.

 

Letztlich bedarf es nicht einmal der Kenntnis des Lesens oder Schreibens.

 

Obwohl die heute von den meisten Menschen erworbenen Kenntnisse des Lesens oder Schreibens hilfreich für den Menschen sind, waren sie in Wirklichkeit niemals Voraussetzung für die Erkenntnis und die Verehrung des Schöpfers.

 

Jahrtausendelang haben die Menschen das Werk der Schöpfung anders wahrgenommen, als es heute durch den Verstand geschieht.

 

Um alles in uns und um uns herum richtig zu erfassen, müssen wir die Fähigkeit der Empfindung wieder in ihre volle Lebendigkeit versetzen.

 

Durch diese Regsamkeit im Empfinden muß jeder Mensch mit einer Empfänglichkeit für alle jene Zeichen, die nicht in Worte zu fassen sind, durchs Leben gehen.

 

Und genau darin liegt der Schlüssel zur geistigen Erleuchtung.

 

Geistige Erleuchtung beruht also auf dem Erwachen und der Entfaltung der wahrnehmenden Empfindsamkeit, welche alle die einzelnen Zusammenhänge so zu einem Ganzen verwebt, daß erst daraus die Vollkommenheit des Göttlichen Willens in ihrer Gesamtheit als Bild erscheint, welcher all die Wege sämtlicher Entwicklung im Werke der Schöpfung so und nicht anders vorbestimmt hat.

 

In dieser Verknüpfung liegt das Verständnis des gesamten Werkes der Schöpfung, denn es gibt nichts in dieser Schöpfung, was keinen natürlichen Anfang hat.

 

Ohne Anfang gibt es nichts Weiteres; dies gilt ausnahmslos für alles, was wir im Werke der Schöpfung vorfinden können.

 

Dem stimmt auch die Mehrheit der Menschen zu.

 

Dennoch gibt es nur sehr wenige Menschen, welche auf diesem natürlichen Pfad des Verstehens immer weiter vordringen würden, bis zum Urgrund des Universums, und desweiteren nicht nur des Universums, sondern noch viel weiter, bis zum Ursprung aller Kräfte, die das Universum formten.

 

Und diesen Entwicklungspfaden, welchen die Ausgangsbasis für den Ursprung und die Fortdauer der Sphären und Weltteile der Stofflichkeiten im Werke der Nachschöpfung entspringt, gehören untrennbar die WESENHAFTEN DIENER WALHALLAS an.

 

OHNE DIE ERKENNTNIS UND DAS VERSTEHEN ALLER DIMENSIONEN IHRES ALLUMFASSENDEN WESENHAFTEN WIRKENS IST EIN RECHTES VERSTÄNDNIS DES WILLENS GOTTES NICHT MÖGLICH.

 

DIESE SIND UNTRENNBAR MITEINANDER VERBUNDEN.

 

HIER, IM WERKE DER NACHSCHÖPFUNG, SIND DIE WESENHAFTEN DIENER DIE VOLLENDER DES WILLENS GOTTES DURCH DEN LEBENDIGEN FLUß ALLER GESCHEHEN, DIE DIE GESETZE ERFÜLLEN, DEREN AUSGANGSPUNKT EINZIG UND ALLEIN DER WILLE GOTTES IST.

 

Und ein innerlich erwachter Mensch vermag all dies zu erkennen, es mit seinen Empfindungen zu durchdringen und mit höchster Fertigkeit in den einzelnen Teilgeschehen stets das große Ganze zu erschauen.

 

Jeder, der Gottes Willen in seiner wahren Anwendung für Entfaltung in dieser Welt erkennt, jubelt in kindlicher Freude in seinem Inneren, wo ihm dann selbsttätig Frieden und Frohsinn erblüht.

 

Er wird zu einem wahren Kenner des Lebens, da ihm das lebendige Erleben aller Begebenheiten in sich selbst und in der Welt um ihn herum zum wertvollsten Lehrbuch wird.

 

So vermag sein geistiges Inneres immer mehr zu wachsen, zu gedeihen und zu erstarken, denn in dem Verstehen der Gesetze Gottes werden ihm auch Möglichkeit und Kraft gegeben, auf die rechte und stimmigste Art und Weise in seinem Leben zu erblühen.

 

Dies liegt daran, daß der allgegenwärtige Wille des Schöpfers durch die Wahrnehmung mit dem Inneren erkannt werden kann.

 

Es ist gerade das Innere des Menschen in seiner natürlichen feinfühligen Empfänglichkeit, das den Göttlichen Willen erkennen kann, der in den Wirkungen der Schöpfungsgesetze enthalten ist, welche die Urheber aller Vorgänge sind, nicht nur in der Natur, sondern auch in der Welt der Menschen.

 

Das Innere führt zur Wahrnehmung der Welt durch das einfache und kindliche Erleben aller Vorgänge.

 

Daher benötigt der Mensch nichts weiter als ein geöffnetes herzliches Empfinden, das in sich durch die Regsamkeit im Inneren die feinere Wahrnehmung für alles birgt, was sich um ihn herum entfaltet.

 

Um die Gegenwart des Göttlichen Willens in der Umgebung wirklich zu erfassen, ist es notwendig, etwas völlig anderes zu entwickeln als das, was die Menschen heutzutage als Werkzeuge gewöhnlich zur Hand haben.

 

Bislang haben die Menschen lediglich eine materialistische Denkweise entwickelt, also eine Denkweise, welche lediglich als Aneignung fremder Erfahrungen bezeichnen werden kann.

 

Was andere erreicht haben, wird übernommen und in das Gebäude der eigenen Ansichten eingefügt.

 

Fremde Erlebnisse und Erfahrungen werden demzufolge anstatt eigener akzeptiert, ungeachtet dessen, wie sehr diese fremden Erfahrungen den Betroffenen in seinem Leben entwurzeln, da sie ihn von seinen eigenen Erfahrungen trennen.

 

Der geistige Funke in einem Menschen trägt seine eigenen Erfahrungen von allen Wegen der Entwicklung in sich, welche er bereits auf diesen zurückgelegten Wegen selbst erworben hat.

 

Hier auf der Erde ist es jedoch immer noch üblich, diese eigenen inneren erlebten Erfahrungen nicht liebevoll zu unterstützen, sondern alles von außen her aufzuzwingen, wovon wir glauben, daß dies die beste Rüstung sei, um hier auf Erden Erfolg zu haben.

 

Infolgedessen bleiben viele Menschen wie Fremde in ihrem eigenen Leben, weil sie versuchen, nach den Erfahrungen und Meinungen anderer zu leben.

 

Jene Ansichten, die sich über die Jahrhunderte oft als verhängnisvoll erwiesen haben, werden trotzdem immer weiter mit nur geringfügigen äußerlichen Abänderungen angewendet.

 

Diese Ansichten machen in vielen Fällen das edlere geistige Wesen des Menschen hier auf Erden zu einem triebgesteuerten Herdentier, das den Gesetzen des Kampfes und der Fortpflanzung unterliegt.

 

Obwohl dies alles in scheinbar zivilisierte Formen gehüllt ist, bleibt die Grundlage stets dieselbe:

 

DER DRUCK, SICH DER MEHRHEITSMEINUNG ZU UNTERWERFEN, DIE VÖLLIG LOSGELÖST IST VOM URSPRÜNGLICHEN SINN DES MENSCHLICHEN DASEINS AUF ERDEN.

 

Jegliches Wissen und Erkennen über alles, was höher angesiedelt ist, wird durch den Druck der Gedankenwelt, die eine Quelle vorgefertigter dogmatischer Ansichten ist, verdrängt, herabgezogen oder verzerrt.

 

Dabei trägt jeder Mensch das Gespür seiner Empfindung in sich, womit er durch das Aufnehmen lebendiger Bilder in seiner Vorstellungskraft die gesamte Kette aller Zusammenhänge selbständig erfassen kann, sofern er diese Fähigkeit richtig zu gebrauchen gelernt hat.

 

Doch die Kinder werden schon seit langer Zeit nicht mehr zu dieser lebendigen Arbeit angeleitet.

 

Alles basiert auf der Übernahme dessen, was bereits von Menschen geformt und geprägt wurde, die ihre Erfahrungen hier entsprechend ihrer oft eingeschränkten Reife und geistigen Lauheit gestaltet haben.

 

Und diese Denkmuster werden immer weiter beibehalten, obwohl sie sehr viele Irrtümer enthalten.

 

Ein empfindsames Gespür jedoch wäre stets imstande, diese Irrtümer zu erkennen und allen überlieferten Dogmen daraufhin zu widerstehen.

 

Dies wäre jedoch nur dann der Fall, sobald die Empfindung lebendig wäre und durch die richtige Inspiration aus der Umgebung auch ihrer Lebendigkeit weiterhin gefördert würde.

 

Dieses geschieht jedoch nicht.

 

Im Gegenteil, die äußere Umgebung selbst ist bereits zu sehr in die Zähigkeit der Erstarrung dogmatischer Auslegungen hineingezogen, obwohl dies den meisten Menschen in ihrem Inneren eigentlich widerstreben muß.

 

Dadurch ist großer Schaden entstanden, der alle Generationen, insbesondere die der letzten Jahrhunderte, tiefgehend geprägt hat.

 

Entwickelt wurden vor allem die Fertigkeiten jenes Teils des Gehirns, den wir als Verstandesgehirn bezeichnen und dieses konzentriert sich somit durch seine ihm zugeordneten Sinne und Gefühle ausschließlich auf diese materielle Welt hier in der Stofflichkeit.

 

Für die Mehrheit ist daraus jedoch primär eine Übernahme vorgefertigter Ansichten geworden, welche sich aus einer langfristig festgefahrenen Gedankenwelt ergeben.

 

Dadurch wurde zwangsläufig jener besondere Teil in unserem Gehirn grob vernachlässigt, welcher die Fähigkeit besitzt, durch Inspiration und Intuition mit höheren Wahrnehmungen in Verbindung zu treten.

 

In der Feinheit dieser Fähigkeiten liegt neben der reinen empfänglichen Wahrnehmung auch ein reines geistiges Empfinden.

 

Gottes Schöpfungswerk ist wie ein großes Buch, welches uns stets zugänglich und geöffnet ist und uns ermöglicht, höchste Weisheit zu erlangen.

 

Der Beginn der Entwicklung unserer lebendigen Empfindung liegt in der Umkehrung von der bisherigen menschlichen Sicht auf die Welt und vor allem das Erringen des echten Verständnisses des wahren Sinnes des menschlichen Lebens auf der Erde.

 

Denn das menschliche Leben ist in erster Linie eng mit einer geistigen Art des Begreifens von dem Sinn unseres Daseins hier verbunden.

 

Dafür muß das Verstehen, daß alles, was direkt aus dem Willen Gottes hervorgeht, in der vollkommenen Harmonie und im Lichte schwingt, im Empfinden und Denken der Menschen lebendig werden.

 

Ein Mensch, welcher nach einem festen Bezugspunkt für sein Verständnis der Welt und all ihrer Geschehnisse sucht, kann sich stets an diesem Fundament festhalten, das ihn niemals im Zweifel lassen wird:

 

Die Entstehung und die Erhaltung der Welten gingen allein aus dem Geschenk der liebenden Gnade an alles Leben durch den Schöpfer selbst hervor.

 

In allem schwingen immerwährend Harmonie und die Vollkommenheit, worauf der Erdenmensch auch die Aufmerksamkeit seines Empfindens richten mag.

 

Auf diesem Fundament kann er dann die Unterstützung in den allgegenwärtigen Gesetzen dieser Schöpfung finden, die in jedem Augenblick durch die Hände der Wesenhaften Alfars, der kunstvollen Erbauer der gesamten Umgebung, in der sich der menschliche Geist zur Entfaltung seiner geistigen Vervollkommnung befindet, lebendig werden.

 

Der Mensch ist umgeben von tausendfachen Beweisen, welche von der Gnade Gottes zeugen, die ihn durch sein Erleben dann immer weiter vorantreiben und es ihm so ermöglichen, neue Erfahrungen zu sammeln.

 

Selbst ein einziges in voller Empfindungsempfänglichkeit erfaßtes Bild aus dem täglichen Erleben vermag es, einem Menschen Antworten auf alle seine Fragen zu vermitteln.

 

In jedem so erfaßten Augenblick seines Daseins kann ein aufmerksamer lebendig wahrnehmender Mensch Äußerungen der Schöpfungsgesetze erkennen, die restlos alles durchdringen – von den sichtbaren Formen, die vom Äußeren zum Inneren reichen, bis hin zu den Atomen oder auch den feinsten Schwingungen von Gedanken und Empfindungen, und die allen diesen verschiedenen Vorgängen stets innewohnen.

 

All dies geschieht unter dem einheitlichen Einfluß der Schöpfungsgesetze, die alles in einem unaufhaltsamen Fließen der Entwicklung vorantreiben.

 

So kann der Mensch in jedem Augenblick durch sein Wollen gemeinsam mit der ihn umgebenden Entwicklung des gesamten Schöpfungswerkes in dem vollkommensten harmonischen Einklang fortschreiten und zusammenwirken.

 

Es ist so einfach, und doch haben die Menschen es nie richtig verstanden.

 

Sie könnten sich von ihrem eigenen Wollen zu dem Wohle aller leiten lassen, und ihre Wege würden sich somit ausschließlich dem Guten zuwenden, ungeachtet der anfänglichen Vielfalt an Persönlichkeiten und Reifegraden der Individuen auf der Erde.

 

Alles hätte hier wie die Räder eines vollendeten Getriebes ineinandergreifen können.

 

Doch heute ist dieses ursprüngliche mühelose Voranschreiten auf dem Lebensweg von einer Vielzahl von Gedanken überwuchert, wobei sich der Mensch dabei nach den erstarrten Ansichten ausrichtet, welche er unbewußt von anderen übernommen hat.

 

Daher deutet und erklärt er sich nun neun von zehn seiner Wahrnehmungen und seines Verständnisses vom Leben falsch.

 

Er zieht falsche Schlüsse, die ihn zu weiteren falschen Entscheidungen und Irrtümern führen, deren Folgen er in seiner weiteren Entwicklung zwangsläufig erkennen und erleben muß.

 

Dadurch, daß der Mensch nicht klar und deutlich wahrnimmt, was in der Gegenwart seines Daseins wirklich vorgeht, verstrickt er sich immer tiefer in die daraus entstehenden Folgen seiner falschen Entscheidungen.

 

Er trifft deshalb falsche Entscheidungen, weil er sich dabei nicht auf seine eigene, lebendige Wahrnehmung und sein Empfinden stützt, sondern auf die Erfahrungen anderer Menschen, die ihm falsche Vorstellungen vom Sinn des Lebens und allem, was die Menschen darin als wertvoll und bedeutsam erachten, vermittelt haben.

 

Daher ist die gegenwärtige Voraussetzung für die kommende Geistige Erleuchtung auf der Erde die vollständige Befreiung von allen Dogmen und Irrtümern, die noch immer darnach streben, ihre Überlegenheit über alles Fortgeschrittenere zu behaupten.

 

Das bedeutet, viele derart eingefleischte Dogmen aufzugeben, die so lange die Ansichten über den Sinn des menschlichen Lebens hier auf der Erde eingesperrt gehalten haben.

 

Damit das Alte überwunden werden kann, muß die Fähigkeit des eigenen unabhängigen Empfindens in den Menschen voll zum Durchbruch kommen.

 

Die Wiederauferstehung einer lebendigen Empfindung ist Teil der Geistigen Erleuchtung.

 

Die Fähigkeit, das Werk der Schöpfung selbstständig wahrzunehmen und zu erfassen, ist das Kostbarste, was ein Mensch sich auf seinem geistigen Weg und bei dem Erreichen von eigener Weisheit und Reife erringen kann.

 

Das unabhängige Wahrnehmen durch selbständiges Empfinden ist auch eine Notwendigkeit für diejenigen, die in der Neuen Welt des Denkens bestehen wollen, die mit dem Anbruch der angekündigten Geistigen Erleuchtung einem grundlegenden Wandel unterzogen wird.

 

Und da viele Menschen überhaupt nicht verstehen, was es bedeutet, wenn gesagt wird, daß die Wahrnehmung mit dem eigenen lebendigen Empfinden notwendig ist, steht uns eine Zeit großer umwälzender Ereignisse bevor.

 

Diese werden vor allem all jene aus dem Sattel werfen, welche nur vermeinen, in ihrem eigenen Empfinden unabhängig und beweglich zu sein, obwohl sie in Wirklichkeit eigentlich immer noch von dem abhängig sind, was ihnen gesagt wird oder was sie irgendwo als eine vorgefertigte Einschätzung eines Fremden gelesen, erfahren und übernommen haben.

 

Und solche Menschen gibt es heute überall.

 

Daher ist zu erwarten, daß in den kommenden Ereignissen die größten Umwälzungen im menschlichen Empfinden und Denken stattfinden werden.

 

Diese werden zu einer allmählichen Lockerung und Lösung der Fesseln und einer Neuentfaltung der Tätigkeiten jener Hirnregionen führen, welche durch die alles überwuchernde Verstandestätigkeit des vorderen Großhirns seit langen Zeiten unterjocht waren.

 

Für jene Menschen, die sich innerlich nach einer Wandlung zu mehr geistiger Reife sehnen, wird dies einen Segen in Form einer Klärung ihrer sensiblen Wahrnehmungsfähigkeit bringen, die sie in jeder Hinsicht bereichern wird.

 

Für die Mehrheit jedoch wird es Verwirrung und Entrüstung über sich selbst mit sich bringen.

 

Bereiche, welchen sie lange Zeit große Bedeutung und Wichtigkeit beigemessen haben, werden in kurzer Zeit zusammenbrechen wie ein Bauwerk, welches schwächlich auf Treibsand erbaut wurde.

 

Plötzlich wird nicht mehr die erlernte Ausübung des Beipflichtens und der blinden Zustimmung, welche leicht in Unterwürfigkeit umschlägt, höher geschätzt werden, sondern es wird die echte Unabhängigkeit und die Fähigkeit zur eigenen freien Entscheidung sein, verbunden mit der Übernahme der vollen Verantwortung für das eigene Handeln.

 

All dies auch um den Preis dessen, daß man sich irren kann und damit Fehler machen wird.

 

Durch Fehler, die erkannt und mit voller Verantwortung akzeptiert werden, reift der menschliche Geist und schreitet in seinem Werte voran.

 

Und dies wird die Erneuerungskraft des Geistes beständig fördern und ermutigen.

 

Es ist eine Kraft, die nur dann wächst, wenn sie in einer reinen Ausrichtung der Empfindung in der Umgebung durch den bewußten Gebrauch der eigenen emotionalen Wahrnehmung gehalten wird.

 

Flexible Regsamkeit der Empfindung wird für all jene, die sich voll bewußt auf das Kommende Zeitalter der Geistigen Erleuchtung auf der Erde vorbereiten, allmählich zur Selbstverständlichkeit werden.

 

Für alle jene, die den Willen in sich tragen, die oben genannten Bilder zu entwickeln und ihnen die nötige Lebendigkeit und Dynamik zu verleihen, um darin höchste Kunst und Meisterschaft zu erringen, naht gerade die angekündigte Zeit der Geistigen Erleuchtung.

 

Es wird eine entscheidende Zeit sein, um all das nachzuholen, was in der wichtigen inneren Entwicklung des Einzelnen wie auch der Menschheit als Ganzes verabsäumt wurde.

 

Es wird eine gesegnete Zeit großer, weltbewegender Wandlungen sein.

 

Es wird jedoch zugleich auch eine Epoche sein, die von den Menschen eines Tages als die große Blütezeit der Geistigen Kräfte bezeichnet werden wird.

 

Wir gehen dieser Zeit entgegen, und es liegt nicht in der Macht der Menschen, diese Entwicklung aufzuhalten.

 

 

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