Wer nach geistigem Wachstum strebt, sollte Werte für seine Seele suchen und nicht bloß vergänglichen irdischen Reichtümern hinterherjagen, die ihm niemals wirklich gehören werden. Nur geistige Reichtümer sind beständig und werden zu persönlichem Besitz, sodass sie über das irdische Leben hinausgetragen werden können.

An materiellen Werten festzuhalten, so schön sie auch sein mögen, bedeutet, an Illusionen festzuhalten, die im Wind der Zeit verfliegen.

Der Tag Ohne Morgen

Jedes irdische Leben bedeutet Entwicklung und Transformation! Aus irdischer Materie entstand das Instrument, das der Geist auf Erden benötigt! Alles Irdische ist vergänglich. Kein Mensch sollte an materiellen und vergänglichen Dingen festhalten, damit er nicht vergisst, dass seine Heimat nicht auf Erden ist.

Das Buch des Gerichtes

„Hast du jemals bedacht, Jean, dass all der Reichtum, den ein Mensch anhäuft, letztendlich auf der Erde bleiben muss? Wir verlassen die Erde so, wie wir gekommen sind. Mit nichts. Völlig nackt.“ Tobias blickte nachdenklich in sein Weinglas. Das menschliche Leben war ihm daher ein unergründliches Rätsel.

„Für mich ist es ein tröstlicher Gedanke, dass alles hierbleiben muss. Unser Planet ist schon zu sehr entweiht worden!“, erwiderte Jean und stand auf.

Afrika und seine Mysterien

Die Menschen jener Zeit, selbst jene, die sich ausschließlich von dem Verstand leiten ließen, besaßen eine große Tugend. Irdische Besitztümer bedeuteten ihnen nichts. Sie hätten es lächerlich gefunden, an etwas festzuhalten, das auf der Erde verbleiben würde.

Dann kamen die ersten Menschen

Die Inkas waren wahrlich ein außergewöhnliches Volk. Sie betrachteten ihren irdischen Besitz nicht als ihr Eigentum, sondern als Teil der Erde. Sie sagten:

„Alle Steine, alles Gold und alle Nahrungsmittel stammen von der Erde und bleiben auf ihr. Nicht einmal das kleinste Goldkorn kann von der Erde hinausgetragen werden.“

Nur geistige Werte zählten, denn nur diese kann jeder Mensch mitnehmen, wenn er das Reich der Erde verließ.

Die Geschichte der Inkas

„Es gibt Illusionen, die dem Tageslicht gleichen; wenn sie enden, verschwindet alles, was mit ihnen war.“

Marguerite Duras (1914–1996), französische Schriftstellerin.

„Ich erinnere mich an die letzten Tage als die Zeit, in der ich die Bedeutungslosigkeit fast aller materiellen Dinge erkannte. Ich klammerte mich nie wieder an etwas, das keinen sentimentalen Wert hatte. Ich ließ die übertriebene Begeisterung für Dinge los, die nur

zum Benutzen, nicht aber zum Lieben da waren. Heute kann ich mich leicht von Gegenständen trennen, während es mir immer schwerer , mich von Menschen zu distanzieren, die wichtig sind oder waren, egal wie lange sie in meinem Leben präsent waren.“

Martha Medeiros Brasilianische Schriftstellerin

(Ein Platz am Fenster)

„Im Gegensatz zu den Tugenden der Seele mangelt es materiellen Besitztümern an Beständigkeit und Dauerhaftigkeit im wirklichen Leben.“

Roberto C. P. Junior Brasilianischer Schriftsteller.

„Du musst es haben! Du musst es kaufen! Du musst es erleben! Du musst es besitzen! Du brauchst alles, koste es, was es wolle! Leere Versprechungen, flüchtige Freuden, vergängliche Sinne; es ist das

Reich der Scheinwelt, die Vorherrschaft der Abgeschiedenheit in einer unersättlichen Suche nach einer Antwort jenseits des Konsumrausches. Süßer Honig, schreckliches Gift …“

Mario Sérgio Cortella Brasilianischer Philosoph (Wir sind nicht bereit geboren!)

„Was im Herzen geschrieben steht, braucht keine Pläne, denn wir vergessen es nicht. Was die Erinnerung liebt, wird ewig.“

Rubem Alves (1933–2014) Brasilianischer Schriftsteller.

„Ein Mensch kann sein ganzes Leben lang von Gold umgeben sein, und selbst nach dem Tod nimmt er nur das mit ins Jenseits, was er ist, nicht das, was er hatte.“

Roberto C. P. Junior Brasilianischer Schriftsteller

„Was du dem Körper gibst, verlierst du in wirglichkeit. Was du aber der Seele gibst, bleibt für immer.“

Epiktet (55–135 n. Chr.), griechischer Philosoph.

„Was wertvoll war, ist für die Ewigkeit bestimmt.“

Rubem Alves (1933–2014) Brasilianischer Schriftsteller.