
In der Schöpfung ist alles Evolution; alles ist von ständigem Fortschritt und Entwicklung geprägt. Evolution geschieht jedoch nur durch Bewegung. Wo keine Bewegung ist, entstehen Stagnation, Verfall und Rückschritt. Auch der Mensch bildet keine Ausnahme. Auch er unterliegt dieser Notwendigkeit nach ständiger Weiterentwicklung, die eintritt, wenn er sich auf natürliche Weise in das Gesetz der Bewegung integriert.
Der sich stetig entwickelnde menschliche Geist wird so immer schöner und strahlender und verbreitet Segen in seiner Umgebung, alles veredelnt was mit ihm in Kontakt kommt. Seine Klaubensvorstellungen sind ebenfalls Teil dieser fortlaufenden Entwicklung. Diese dürfen und können nicht stagnieren, gefangen in starren Konzepten, im Gegenteil, auch sie müssen sich mit ihm weiterentwickeln.
Als Christus seine Heilsbotschaft verkündete, verlangte er von den Menschen seiner Zeit zunächst nur Glauben und Vertrauen in seine Worte, denn ihre Unreife erlaubte ihnen kein tieferes Verständnis der Schöpfungsphänomene und der sie beherrschenden Gesetze. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie den Worten des Erlösers nur glauben sollten; vielmehr sollten sie im Laufe ihrer Entwicklung auch von ihnen überzeugt werden.
Überzeugung ist der nächste Schritt jenseits des Glaubens.
Ein Schritt, der nur durch Erfahrung erreicht werden kann, in der ständigen Bewegung des Geistes, der unaufhörlich nach Aufstieg strebt.
In seinem Werk „Im Lichte der Wahrheit, die Gralsbotschaft“ geht Abdruschin auf diesen sehr wichtigen Aspekt ein:
„Obwohl Christus von der noch unreifen Menschheit lediglich Glauben an sein Wort forderte, verlangte er von den menschen mit AufrichtigemWillen, dass sie diesen anfänglichen Glauben „LEBENDIG“ in sich bewahren.
Das heißt, aus Glauben musste Überzeugung werden. Denn wer seinen Worten vertrauensvoll folgte, förderte die fortschreitende Entwicklung seines Geistes und gelangte so allmählich vom Glauben zur Überzeugung von dem, was ER gesagt hatte“.
Wahre Überzeugung entspringt dem Glauben als natürlicher Folge geistiger Entwicklung. Diese Überzeugung lässt sich jedoch nicht durch intellektuelles Studium erlangen, sondern nur durch das wachsende Verständnis der Schöpfungsgesetze. Diese Lehre vermittelte Jesus in seinem Wort, insbesondere durch Gleichnisse, für die er Glauben forderte. Die notwendige Vertiefung der von ihm dargelegten Konzepte bis hin zur vollen Überzeugung ihrer Wahrheit liegt jedoch in der Verantwortung der Menschheit selbst.
Roberto C. P. Junior
(instagram.com/calvache/)

„Man sagt ja, Glaube versetzt Berge… Dieser biblische Ausdruck birgt viel Wahrheit, denn fester und reiner Glaube wird zur Überzeugung… zur Überzeugung, dass es eine leuchtende, helfende Kraft gibt, die den Menschen helfen kann.“

„Du musst sehen, hören, prüfen und dann selbst erkennen und entscheiden!“