KELCH DER ERFRISCHENDEN

WAHRHEIT

Millionen von Seelen sterben aus Mangel an lebenspendendem Licht.

Milliarden verlieren die Hoffnung, weil ihnen kein Ausweg geboten wird.

Antworten findet die Erdenmenschheit in ihrer Suche nicht dort, wo sie mit Recht erfrischende Wahrheit erwartet, sondern wo ihr ständig nur Sand und Steine gegeben werden.

Weder die Wissenschaft noch die Religion geben noch die richtigen Antworten auf die ernstesten und dringendsten Fragen.

Versuche, Antworten zu geben, lassen alles notwendige vermissen.

Ihnen fehlt die Erfüllung von Herz und Geist, die mit dem weisen Wohlwollen der Wahrheit verbunden ist, die allein Vertrauen und Beruhigung in der klaren Erkenntnis der höheren Bedeutung des Menschen vermittelt.

Ganze Scharen von Suchenden werden von den heutigen Auslegern von Teilwahrheiten abseits des Weges geführt, weit weg von der eigentlichen Erfrischung, nach der ihr Herz als die kostbarste Erlösung ruft.

Das Herz der heutigen Menschen muß zuallererst mit Licht begabt sein, in dem erfrischende Wahrheit in den freudigen Schwingungen von leidenschaftlicher Ermutigung und Fröhlichkeit zu finden ist.

Wahrheit ist das Licht, das dem menschlichen Geist Erleuchtung bringt.

Wo das wahre Licht aus den Höhen der Schöpfung nicht in Güte und helfendem Wohlwollen zu den Menschen kommt, da werden nur Steine gegeben, da wird neuer Weißdorn all denen in den Weg geworfen, die die sanfte Berührung einer helfenden Hand suchen.

Daher kann man sagen: Wo kein wahres Wissen um die Wahrheit ist, gibt es keine Möglichkeit der Verbindung mit dem Licht, so sehr auch das Innere der helfenden Menschen vor Verlangen brennt, in ermutigender Weise zu helfen.

Gleichzeitig gilt aber auch: Wo die Wahrheit den Menschen schon nahe ist, diese jedoch dem Einfluß des leblosen Verstandes unterworfen bleiben, wird die Annäherung an andere Menschen immer ein Mißverständnis enthalten, weil der Verstand weit entfernt ist von der dringend benötigten Herzlichkeit und Wärme.

Wahrheit ohne Herz ist nicht genügend lebendig, um Erfrischungen für die Seelen zu bringen.

Dies schlägt eine Kluft zu allen Suchenden von der Seite der Menschen, denen es erlaubt wurde, die Wahrheit für sich selbst in Empfang zu nehmen.

Das Wissen um die Wahrheit nur in seinem Gedankenbewußtsein zu halten, bedeutet für den suchenden Geist nichts.

Diejenigen, die das Wissen um die Wahrheit haben, das ihnen in der schriftlichen Form des Werkes

„Im Lichte der Wahrheit“

zuteil geworden ist, sind daher entweder innerlich leblos darin, es weiterzugeben und anderen zu helfen, oder sie haben nicht genügend Kraft aus dem Lichte in sich selbst zum Leben erweckt, um wahrhaft zu wissen, wie sehr es nötig ist, andere Menschengeister

INBRÜNSTIG ZU ERQUICKEN.

So hungern sie oft selbst noch in ihrer ermatteten Haltung und tragen in ihrem Hungern auch noch eine weitere Schwäche der Trägheit in dem mangelnden Wollen in sich, ihren Mitmenschen wahrhaft Hilfe zu bringen.

Das Wesen des Geistes in seiner reinen freudigen Begeisterung muß in alles eindringen.

Der Mensch ist weder Gott noch Richter, sondern ein Geschöpf, das ständig von den Schwingungen der Unterstützung lebt, die ihm durch die höhere Hilfe des Lichtes zuteil werden, welche alle Bewohner des Schöpfungswerkes brauchen.

Wenn also ein Mensch in seiner hohen geistigen Art richtig handelnd in der Schöpfung stehen soll, muß er alle seine Anlagen von Wärme in sich sprießen lassen, um anderen zu helfen, sowie er auch mit der allgegenwärtigen Art der Wesenhaften zusammenzuarbeiten muß, welche seine Unterstützung in der Schöpfung sind.

Diese Voraussetzungen gleichzeitig mit der Inbrunst liegen in der Erleuchtung der inneren geistigen Ausstrahlung und sind in dieser Angelegenheit der einfachste Anfang und Ausgangspunkt für die Verbesserung der Welt.

Jedoch weiß heute fast niemand, was diese geistige Ausstrahlung ist.

Viele halten es für richtig, wenn sie im Sinne der Wahrheit in erster Linie andere in ihrer geistigen Sorglosigkeit und Lauheit scharf tadeln und sich somit als wahre Krieger des Lichts betrachten.

Andere hingegen sehen die Richtigkeit des Weges darin, Menschen alles tun zu lassen, was anderen nicht direkt schadet im Sinne der Worte „dem Reinen ist alles rein“, und wiederum andere führen in Unkenntnis wahrer Zusammenhänge ihre Unterstützer und Anhänger auf Wegen, die zu vollständigen Aufspaltungen führen, wenn auch in einem guten Bemühen in Erwartung der Ankunft der großen Erlösung der Welt.

Diese und tausend andere Wege, die auf den unterschiedlichsten menschlichen Meinungen beruhen, finden sich heute unter den Menschen als Bemühungen, Hilfe für diejenigen zu vermitteln, die in der Gegenwart einen festen Boden unter ihren Füßen suchen.

Als Ergebnis aber finden wir als sichtbaren und damit zugleich als unbestreitbaren Beweis für die Unrichtigkeit aller solcher Bemühungen nur eine immer größer werdende Verzweiflung, ohne die Hoffnung auf eine sichtbare Verbesserung im Hinblick des Erkennens des Lebenssinns, und zwar überall auf der Welt, egal wohin wir schauen.

All dies beweist immer wieder, daß wirksame Hilfe in eine andere Richtung gelenkt werden muß, als dies von den Menschen bisher allgemein getan wird.

Dem Verhalten der Mehrheit der Menschen auf der Erde fehlt es heute an der notwendigen aufrichtigen Inbrunst des Geistes, welche mit einer korrekten Erkenntnis der Wahrheit verbunden ist – bezüglich aller großer Ereignisse der Schöpfung, also auch in den feinstofflichen Geschehen rund um den menschlichen Geist.

Und nur gemeinsam hat man die Kraft, Hoffnung in den Herzen anderer zu entfachen.

Es fehlt also an einer klaren Verbindung mit dem lebendigen Fluß der wahren und lebendigen Erkenntnis der Wahrheit, die die Fähigkeit hat, Verstärkung von den lichteren Ebenen hoch oben im Schöpfungswerk auf diese Erde zu bringen.

Daß dieses überzeugende und innerlich unerschütterliche Wissen um alle gesetzmäßigen Erscheinungen im gesamten Schöpfungswerk fehlt, zeigt sich in der falschen Wortwahl in fast jedem Satz, den wahrheitskundige Menschen in den verschiedensten Augenblicken des Tages aussprechen.

Es zeigt sich gerade darin, daß durch ihre Worte und Taten diese hohe Kraft nicht ausreichend fließt, welche nur fließen kann, wenn der menschliche Geist in seiner reinen Offenheit und friedlicher Inbrunst vereint mit den lebendigen Formen wahrer erfrischender Erkenntnis des Schöpfungswerkes und der Gesetze Gottes ist, in denen dieses Werk schwingt.

Dies ist jedoch etwas, was den Menschen auf der Erde bisher noch nie in ausreichendem Maße gelungen ist, was allein die Kraft hätte, Veränderungen zu einem besseren Leben für die Menschheit herbeizuführen.

Das Erwachen eines lebendigen und freudigen geistigen Eifers im Menschen, verbunden mit der Erkenntnis der Wahrheit, ist daher das begehrte Heilmittel für alle bisherigen Leiden der Welt.

Die Welt muß auf diese einzig mögliche Weise erhoben werden – durch die reine Inbrunst des Geistes, in der das lebendige Wissen um die Wahrheit brennt.

Aber dafür muß der Mensch, der anderen helfen will, hier auf der Erde als ein Mensch stehen, der die ganze Menschheit liebt.

Er muß ein richtiger Seher des Elends und der Not in ihren Schmerzen anderer Menschen und Geschöpfe werden, anstatt andere in erster Linie in ihrer Unzulänglichkeit und Schwäche zu verurteilen, die er durch das Wissen um die Wahrheit, die er erhalten hat, sehen darf.

Er muß sich darüber erheben und sie trotz aller begleitenden Erscheinungen des Zustandes der jetzigen Menschheit lieben, mit einem inbrünstigen Wunsch, ihnen zu helfen, näher zum Licht aufzusteigen.

Es ist eine Bedingung, die auch alle Herolde der alten Zeiten durchlaufen haben, bevor sie vom Schöpfer mit Licht beschenkt wurden, um ihren Nächsten zu helfen.

Dies ist der notwendige Teil, um zu einem anderen Menschenbild als bisher zu gelangen.

Es ist oft eine komplette Umkehrung der bisherigen Denkweise.

So ist es schließlich nicht Reife, wie sie nach außen hin allgemein erscheint, sondern im Gegenteil eine Erscheinung der eigenen Unsicherheit und Ungeschicklichkeit im Verstehen der Ereignisse des eigenen Lebens unter den Menschen auf der Erde, wenn es sich um einen Menschen mit Wissen handelt.

In Wahrheit verurteilt er andere Menschen, lehnt ihre Anwesenheit hier aus Sorge um sich selbst ab oder meidet sie in dem Glauben, daß er sie nicht braucht, weil sie ihm geistig nichts Äquivalentes zu geben haben.

Es ist keine Stärke, sondern im Gegenteil eine Schwäche, die es nicht erlaubt, den Mitmenschen auf allen Ebenen des menschlichen Seelenschwingens Hilfe zu vermitteln.

Die Welt und die Menschen darin können und sollten auf eine inbrünstige, edle und geistige reife Weise geliebt werden, wie es für diejenigen offensichtlich ist, die in der Geistigen Heimat in den Lichten Höhen wohnen.

Weder die Welt noch die Menschen sind Feinde, sondern alles ist nur gekennzeichnet von einer Abweichung von der richtigen Entwicklungsrichtung, der auch der irdische Teil des Werkes der Nachschöpfung folgen sollte.

Dabei ist es selbstverständlich, daß niemand die ganze Welt umarmen und jedem persönlich helfen kann.

Jeder hat seine eigenen zuvor gewebten Pfade, die ihn dazu führen, das zu erreichen, was er in diesem Leben verwirklichen soll.

Aber es hängt alles von den internen Einstellungen ab.

Auch wenn man viele Menschen nicht persönlich trifft, kann man sie dennoch im Sinne der Lichtwünsche für ihre Reise annehmen und lieben.

Andere und ihre Fehler nicht im Sinne persönlicher Betroffenheit anzugreifen, wie es unter Menschen häufig vorkommt, ist der Anfang des Weges zu einer richtigen Rückkehr zu dieser ursprünglichen Art von Größe der Harmonie, die immer für alle da sein sollte.

Eines Tages gilt es schließlich, sich genau dort zu ändern, wo es einen Grund dafür gibt, der durch Gottes Hilfe immer den Weg zeigt, auf dem sich ein Mensch im Aufstieg seiner selbst und seiner Nächsten richtig nach oben bewegen sollte.

Viele Menschen fragen, wie sie die Welt verändern können, obwohl die Veränderung ständig vor ihnen liegt.

Würden sie nur alles, was sie umgibt, nutzen und mit Güte die Glut ihres Geistes hineinlegen, dann würde sich das wenige Störende allmählich erst auflösen und dann das Gute über sie hinaus treten, so daß es sich wie Wellen kreisend auf der Oberfläche ausbreiten würde, um schließlich sogar das entfernteste Ufer zu erreichen.

Das Ufer ist auch und sogar die höchste nationale und weltweite Politik, wo alles zu größerer Klarheit voranschreiten kann, wie auch immer die anfänglichen Pfade als die am besten geeignetsten erscheinen, um sich von allem wahren und gesetzmäßigen Tun in die aller entferntesten Winkel der Welten zu entfernen.

In der Begeisterung Einzelner, die nach Harmonie im Kleinsten streben, kann sich auch das Größte irgendwann ändern.

Es wird auch nie umgekehrt gehen, sondern immer nur vom Einzelnen zur gesamten Gesellschaft.

Wer darauf nicht vertraut, hat die Vollkommenheit von Gottes Werk, in dem alles wie in einem Gewebe wirksam miteinander verbunden ist, noch nicht richtig verstanden.

Und keiner von denen, die die Fähigkeit zu Größerem in sich tragen, wird von Gottes Helfern übersehen, sondern ihm wird immer der Weg gewiesen, der zur Erfüllung seiner Aufgabe hier auf Erden führt.

Wobei er in seiner Reife die hehre Stufe erreichen kann, ein Liebhaber dieser Welt im Sinne ihrer wahren Erkenntnis zu werden, durch all das Weben des Lichtes, das sich in ihr befindet.

Viele Menschen sind jedoch gerade hier in ihren Kräften gebunden, weil sie noch nicht in der Lage sind, andere so zu lieben und so anzunehmen, wie sie sind, um ihnen in inbrünstiger und reiner Stimmung Gottes Segen auf ihrem geistigen Wege zu wünschen.

Es ist keine Schwachheit oder verweichlichte Nachgiebigkeit, sondern es liegt viel innere Stärke darin, wenn der Geist bereit ist, darin die Fähigkeit seiner eigenen Verringerung zu finden, während er in vielen Ereignissen Raum läßt, damit sich Gottes Gesetze durch die festgelegten Wege durch die Hände der Alfars erfüllen können.

Geduld und auch der innere Glaube an den Sieg des Lichtes ohne jegliche Färbung durch den eigenen Willen und die eigenen Wünsche ist die wertvollste Manifestation der inneren Größe des Geistes.

Und wo immer ein Mensch unter Menschen wirken kann und soll, da soll in seinen Worten und Taten auf einfachste Weise und zugleich in einem Ausdruck voller warmer Würde eine lebendige Verbindung mit der Erkenntnis der lichten Wahrheit schwingen.

In den Worten, die den Mitmenschen Hilfe und Ermutigung vermitteln sollen, die im Inneren die Menschen bereits mit einer geistigen allumfassenden Liebe lieben, kann sich dann das Bild eines Baches widerspiegeln, in dem der erfrischende Wortlaut der Wahrheit schwingt und rauscht.

Nicht durch die äußere Kraft der Worte und ihr Bemühen, die Schwachstellen ihrer Mitmenschen aufgrund von Unreife und Unzulänglichkeit zu durchdringen, sondern in der wertvollsten Art des Handelns für das Licht, das darin besteht, daß hinter den gesprochenen oder geschriebenen Worten sich wahre intensiv empfundene Bilder der Wahrheit befinden, in denen sich das Ganze Schöpfungswerk und damit der Wille des Schöpfers widerspiegelt.

Die Worte sollen so schwingen, daß sie die Vermittlung einer höheren Ausstrahlung bringen, die die Wahrheit unmittelbar zur Wirkung bringt, wenn der Wille des Handelnden dafür in Reinheit geöffnet ist.

Die Wahrheit kommt durch die innere Größe und Harmonie in allem Tun, die im Menschen als vorbereiteter Boden herrscht, auf dem dann in Heiligkeit etwas Höheres und Umfassenderes getragen werden kann als das Wesen des menschlichen Geistes selbst.

Und diese Art von Handeln wird von der Menschheit hier auf der Erde gerade nicht in dem Maße aufgenommen, wie sie benötigt wird.

Die Kraft geht in der Kleinlichkeit alles Niederen verloren, die vielleicht schon von Einzelnen überwunden wurde, um die höhere Harmonie in dieser Welt zu erfüllen.

Und hier werden viele denken, daß sie ja bereit sind, aber daß andere Fehler machen, daß diese nicht bereit sind und noch zu weit zurückliegen.

Aber wenn er selbst schon bereit ist, warum kann er sie dann nicht immer noch alle lieben, das heißt, innerlich annehmen und ihnen reichen Segen wünschen?

Schließlich würde es ihn nichts kosten, wenn in ihm der Wunsch keimte, die Arbeit anderer bestmöglich gelingen zu sehen, auch wenn er selbst dies oder jenes anders machen würde.

Was für eine Erhabenheit wäre es, wenn eine solche Befreiung in ihm für sich selbst und für andere entstehen könnte.

Es würde viele Hindernisse für den allgemeinen Fluß der Austauschkräfte zwischen einzelnen Menschen beseitigen, die sich gleichzeitig hier auf der Erde nicht zu einer engen Zusammenarbeit treffen müssen, weil die vom Licht gebrachte Aufgabe für jeden zweifellos eine ganz andere ist.

Was heute am meisten gebraucht wird, ist Lebendigkeit und Begeisterung für das edle Weben der schicksalhaften Fäden des Lebens.

Dies erfordert von vielen ein solches Maß an Befreiung, daß es jedem von uns die höchste Fülle für die Nutzung jedes Augenblicks des irdischen Lebens vor Augen führt.

Es gibt nie einen Grund zu warten, sondern den ständigen Zustrom von Gelegenheiten zu nutzen, um sein Inneres mit all den Gelegenheiten zu erleuchten, die sich einem bieten.

Und daß es an der Strahlkraft des Inneren noch etwas zu veredeln gibt, das sieht jeder am besten selbst, wenn er es nur sehen will.

Niemand ist davon ausgenommen, denn das Ausmaß der Veredelung aller Arten des menschlichen Lebens ist grenzenlos.

Mit jedem erreichten Grad öffnen sich neue Ausblicke, was zu einer noch höheren Verbindung mit den Vorbildern führt, die auf die Erde kommen können, um dem Konzept des menschlichen Lebens eine gänzlich neue Bedeutung und Gültigkeit zu verleihen.

Und darum soll die Veredelung auch bei jedem auf seine Weise und genau folgend der Authentizität seines Inneren geschehen, damit niemand zur Nachahmung eines anderen wird, denn jeder Geist ist einzigartig in seiner Anpassung und in seinen Fähigkeiten.

Darin liegen die Lebendigkeit, Erfrischung und die Hoffnung, die für alle Perspektiven des menschlichen Lebens bringt, so viele es derzeit auf der Erde auch geben mag.

Kein Leben muß als leer und nutzlos angesehen werden, denn die Essenz im menschlichen Geist trägt tausend Arten der Erfüllung im klaren und edlen Gebrauch der Gaben des Einzelnen.

Es ist nur notwendig, sich vom Umherirren und Tasten zu befreien, das viele erschöpft und ihnen die Lebenskraft nimmt, der richtigen Richtung zu folgen, die in freudiger Mitschöpfung mit anderen und mit dem gesamten Schöpfungswerk besteht.

Das ist der Kelch der erfrischenden Wahrheit, wo von allem und für alle gegeben werden soll.
Darin liegt das Erwachen der Hoffnung für alle, denn niemand kommt gegenüber anderen auch nur um einen Bruchteil zu kurz.

Der Schöpfer würde niemals etwas so Halbherziges und Ungerechtes hervorbringen, so daß vielleicht einige gegenüber anderen im Vorteil wären, wenn es darum geht, menschliche geistige Fähigkeiten zu entwickeln.

Der Ausgangspunkt jedes Aufstiegsbeginns liegt in der Annahme und in der reinen Freude an den Fäden, die sich vielleicht noch um den Geist winden, ihn festzuhalten und ihm vorübergehend eine freie Bewegung unmöglich zu machen.

Geduld und Fröhlichkeit, die das Herz einer Person erfüllen, können alle unangenehmen Fäden auflösen, die eine Person von ihren vergangenen Wegen mit sich bringt.

Das gilt für absolut jeden menschlichen Geist, wenn er sich nicht für das Leben in der Schöpfung verworfen macht.

Aber wenn er noch hier sein darf, hat er sicher einen Weg vor sich, den er sofort betreten kann, wenn er den Willen dazu hat.

Wenn er den Mut hat, ein reiner Mensch zu werden, befreit von allen Irrwegen, dann gibt es auch für ihn einen Kelch, der die erfrischende Auferstehungskraft enthält.

Alles wird ihm dann auf dieser Wanderung hilfreich sein, wenn er mit Geduld und Mut nach und nach beseitigen kann, was er bisher als Hindernisse zwischen sich und dem Licht auf dem Wege angehäuft hat.

Bleibt er beharrlich auf diesem Weg, dann wird es ihm leichter und freudiger, bis er schließlich durch seine Reinheit und Klarheit der Ausstrahlung wieder in den Zustand der vollen Freiheit seines Geistes gelangt.

Dann wird er sicherlich selbst lernen, anderen aus seiner Inbrunst von der Wahrheit zu geben, die auch ihm an einem bestimmten Punkt auf seiner Wanderung zum Licht in Erfüllung der Verheißungsworte Christi zuteil geworden ist und die denen gegeben wird, die nach Gott streben.

In der kindlichen reinen Öffnung seines Inneren wird er dann die dauerhafte Freude erleben, die eigentlich in jedem Augenblick und an allen Orten des Schöpfungswerkes Gottes zu finden sind.

Sein Inneres wird dann für alle Ewigkeit aus dem Kelche der erfrischenden Wahrheit trinken dürfen, weil seiner Aufnahme in ihren Strom nichts mehr im Wege steht.

Er wird ewig jung und ewig glückselig sein in seinem ewig schöpferischen geistigen Wesen im Werke der Schöpfung.

 

 

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