
Der Mensch hat gelernt, nur das zu schätzen, was er besitzen, messen und mit Händen greifen kann. Dabei hat er vergessen, daß alles Irdische vergänglich ist. Er mißt seinen Wert an Besitz, Erfolg, Aussehen oder sozialem Status und verliert so die Verbindung zur wahren Quelle des Lebens, zu dem Licht.
Was jedoch wirklich bleibt, ist allein der wahre Reichtum, den der Mensch in seinem Inneren geschaffen hat: reine Empfindungen, Taten der Liebe, Wahrhaftigkeit und Treue zum Licht.
Der wahre Sinn des Lebens liegt nicht im Anhäufen materieller Schätze, sondern in der Schaffung geistiger Werte, die das Siegel der Ewigkeit tragen. Dies sind die einzigen Schätze, die der Mensch über die Grenzen dieser Welt hinaus mitnehmen kann.
Jeder Tag bietet die Gelegenheit, diese Werte in Gedanken, Worten und Taten zu entwickeln.
Nicht um dafür gelobt zu werden, sondern weil wir dadurch die Gesetze der Schöpfung erfüllen und unserer wahren Heimat näherkommen, wo Reinheit, Gerechtigkeit und Liebe herrschen.
Wer dies erkennt, löst sich vom Vergänglichen und beginnt, das irdische Leben als geistige Schule zu begreifen.
Alle Prüfungen und Schmerzen erhalten dadurch einen Sinn, da sie dazu beitragen, die materiellen Ablagerungen abzuwerfen, die das innere Licht daran hindern, zu strahlen.
Erst wenn ein Mensch versteht, daß sein wahrer Reichtum im Geiste und nicht in der Materie liegt, wird er frei.
In dieser Freiheit liegt wahre Freude, Frieden und Glückseligkeit in Verbindung mit der Quelle des Lebens, die niemals versiegt.