
Nirgendwo in der Schöpfung kann sich ein Mensch vor der göttlichen Gerechtigkeit verstecken. Es gibt kein mögliches Versteck. Perfekte Gerechtigkeit wird früher oder später immer zu ihm kommen. Selbst wenn er die „Flügel der Morgenröte“ hätte, würde die Hand des Herrn ihn schließlich erreichen, wie der Psalmist in der Sprache der Epoche berichtet: „Herr, Du prüfst mich und kennst mich. Wohin werde ich gehen, fern von Deinem Geist? Wohin werde ich vor Deiner Gegenwart fliehen? Wenn ich in den Himmel steige, bist Du da, wenn ich in den Abgrund steige, finde ich Dich. Wenn ich die Flügel der Morgenröte nutze, um in den Grenzen des Meeres zu leben, führt mich Deine Hand auch dort.“ (SI 139:1,7-10).
Der Ausdruck „Flügel der Morgenröte“ ist exquisit, um auf das unerbittliche Wirken der göttlichen Gerechtigkeit hinzuweisen. Nun, es ist immer irgendwo auf der Erde Licht der Morgenröte, also wenn jemand die Flügel der Morgenröte hätte, könnte er jeden Moment an einem anderen Ort sein. Aber selbst wenn das möglich wäre, würde die gerechte Hand des Herrn ihn erreichen, da das Gesetz der Wechselwirkung absolut unfehlbar ist und keiner irdischen Raum- und Zeitbegrenzung unterliegt.
Abdruschin verwendet den Ausdruck „Flügel der Morgenröte“ an zwei Stellen seiner Gralsbotschaft (https://de.gralsbotschaft.org ), um das Wirken der göttlichen Gerechtigkeit in der Schöpfung zu verdeutlichen:
„Alles wird Leben, Betätigung in dieser ganzen Schöpfung durch das neue Eindringen des Lichts! Das Licht zieht dabei machtvoll an … ob mit oder ob ohne Wollen des in dieser Schöpfung Ruhenden, sich vielleicht gar Versteckenden, und es kommt auch zuletzt mit diesem Lichte in Berührung, kann ihm nicht entrinnen, auch wenn es Flügel einer Morgenröte hätte, kein Ort in der gesamten Schöpfung kann ihm Schutz davor gewähren. Nichts bleibt unbeleuchtet.“ (Vortrag: ES SOLL ERWECKET WERDEN ALLES TOTE IN DER SCHÖPFUNG, DAMIT ES SICH RICHTE!)
„Wie ein Kind spielend an dem Schalter einen elektrischen Strom einzuschalten vermag, der ungeheuere Wirkungen ausübt, so ist es Euch geschenkt, durch Euere einfachen Gedanken göttliche Kraft zu lenken.
Ihr könnt Euch darüber freuen, könnt darauf stolz sein, sobald Ihr es benützt zum Guten!
Aber zittert, wenn Ihr es nutzlos vergeudet oder gar zu Unreinem verwendet! Denn den in der Schöpfung ruhenden Gesetzen der Wechselwirkung könnt Ihr nicht entgehen.
Und hättet Ihr Flügel der Morgenröte, die Hand des Herrn, dessen Kraft Ihr damit mißbrauchet, würde Euch durch diese selbsttätig arbeitende Wechselwirkung treffen, wo Ihr Euch auch verbergen wolltet.“ (Vortrag: VERANTWORTUNG)
Anstatt zu versuchen, die Gesetze der Schöpfung zu umgehen, was völlig unmöglich ist und nur unvorstellbare Ignoranz und Arroganz zeigen würde, müssen wir versuchen, sie gründlich zu kennen und uns eifrig darum bemühen, innerhalb ihrer Gebote zu leben. Auf diese Weise werden wir nie wieder die gerechte Hand des Herrn zu fürchten brauchen, sondern im Gegenteil nur Gedanken und Gefühle der tiefsten Dankbarkeit auf Ihn richten und Ihn ständig auf natürliche Weise für das Geschenk des Lebens preisen und schließlich auch für die wunderbare Erkennung, immer von seiner unermeßlichen Liebe umgeben zu sein.

„Jeder Mensch könnte ein König auf Erden sein, wenn er nur die Hand der göttlichen Gerechtigkeit in ihrer vollen Reichweite erkennen würde.“
Die sich bewegende Morgenröte in der Welt.