Seit Jahrhunderten suchen die Menschen nach Glück. Dafür beschreiten sie verschiedene Wege – geistige, philosophische und entwicklungspsychologische. Das Bedürfnis nach Erfüllung und innerer Harmonie wird heute immer dringlicher. Die Menschen sehnen sich nach wahrem Frieden, nach Sinn und Ausgeglichenheit. Glück… Wie viele Gesichter hat es? Wie viele Menschen weltweit versuchen, es zu begreifen? Auf dieser Welle der Sehnsucht reiten „Spezialisten“ wie Pilze aus dem Boden und behaupten, das Geheimnis des Glücks zu kennen. Man muss nur bezahlen, und schon bringen sie das Leben wieder auf den richtigen Weg.

Das Versprechen von Überfluss, einem Traumpartner oder materiellem Wohlstand ist heute zu einem wirksamen Lockmittel geworden, eine Antwort auf das wachsende Bedürfnis, Wünsche sofort zu befriedigen. Es ist nichts anderes als Gier, das Streben nach Bequemlichkeit und die Sehnsucht nach schnellem Erfolg, die die Suche vieler Menschen bestimmen. Sie treiben sie zu „spezialisierten“ Coaches, Mentoren oder selbsternannten geistigen Lehrern – den modernen Verkäufern von Träumen. „Nur noch ein Kurs, noch ein Workshop, noch eine Sitzung, und endlich! Ich werde endlich erreichen, wonach ich so lange gesucht habe …“

Ist das nicht Wahnsinn? Denken Sie einmal darüber nach: Ist das wirklich der Weg zum Glück? Können uns Praktiken, die heute so eifrig propagiert werden, wie die Macht der Manifestation, das Gesetz der Anziehung oder diverse Affirmationen, wirklich dauerhaft zufriedenstellen? Ist das wirklich der Sinn des Lebens? Der Schlüssel zur Beantwortung dieser Fragen liegt im Verständnis der Schöpfungsgesetze und in der Entdeckung der inneren Fähigkeiten, die jeder Mensch besitzt.

Der Mensch besitzt einen eigenen Willen, der sich in seinem Willensvermögen ausdrückt. Dies ist eine Eigenschaft des Geistes, die auf seiner Anziehungskraft beruht. Durch unser Willensvermögen ziehen wir stets das an, was in jedem Augenblick mit uns im Einklang steht. Diese geistige Fähigkeit lässt sich nicht täuschen, und durch ihr Wirken ziehen wir immer das an, was unserem inneren Wesen entspricht.

Genau aus der Beobachtung dieser Fähigkeit entstanden die zuvor erwähnten Praktiken. Hier und da behaupten Menschen angeblich, dadurch „Erfolg“ erzielt zu haben. Doch wie oft sind sie an ihren materiellen Zielen gescheitert? Wie oft haben sie Enttäuschungen erlebt und nicht das erhalten, was sie sich so sehr wünschten? Der erwähnte materielle Erfolg oder dessen Ausbleiben wird nicht durch die Wirksamkeit einer bestimmten Praxis bestimmt, sondern in jedem Fall durch Gottes Gesetze, die in die Schöpfung eingewoben sind. Der Erfolg wird hier nicht allein durch das Gesetz der Anziehung homogener Arten bestimmt, dessen Wirkungsweise in Bezug auf den menschlichen Geist ich bereits erwähnt habe, sondern auch durch andere Gesetze, darunter das Gesetz des Karmas oder das Gesetz der Wechselwirkung.

Die genannten Praktiken sind ein Versuch, einen einfachen Weg zu finden, ein Bemühen, den eigenen Willen im Sinne des Eigennutzes zu befriedigen. Solches „Glück“, sofern es überhaupt möglich ist, wird niemals der wahre Schatz sein, nach dem wir suchen. Selbst wenn wir bekommen, was wir uns ursprünglich gewünscht haben, werden wir nicht vollkommen zufrieden sein; irgendetwas wird immer fehlen.

Nicht bestimmte Praktiken sind das Geheimnis des Glücks, sondern ein Leben im Einklang mit dem Willen Gottes. Auf dem wahren geistigen Weg geht es nicht darum, unseren Willen auf Geld oder einen idealen Partner auszurichten, sondern ihn mit dem Willen des Allmächtigen in Einklang zu bringen. Der Wille Gottes weist uns stets das, was in jedem Augenblick das Beste für uns ist. Selbst in Zeiten vorübergehender Unzufriedenheit können wir Vorteile ernten, die wir vielleicht erst nach vielen Jahren erkennen.

Um im Einklang mit dem Willen des Schöpfers und somit mit den Naturgesetzen zu leben, müssen wir uns bemühen, uns selbst zu verbessern und darauf achten, dass unser Wille gut und unsere Gedanken rein sind. In Wahrheit braucht ein Mensch nichts weiter zu tun, als in Einfachheit zu leben, darauf zu achten, seinen Mitmenschen niemals zu schaden und im Einklang mit den Naturgesetzen zu bleiben.

Wähle nicht den einfachen Weg. Der geistige Weg, der zur Ewigkeit führt, ist der von Gottes Gesetzen vorgezeichnete Weg. Wenn du lernst, nach ihnen zu leben, wird dein Leben nach und nach mit wahrem, nicht-materiellem Glück erfüllt sein. Nicht darauf zu zielen, Reichtum, Geld oder den Traumpartner anzuziehen, sondern dein Leben im Einklang mit dem Willen des Höchsten zu führen, ist der Weg zur Erfüllung und das Geheimnis wahren Glücks.

Bartosz Mikołaj Ryszka

Der Traum vom Glück

Fast jeder Erdenmensch sucht ein Glück, oder etwas, was er sich unter Glück oder glücklichem Leben vorstellt. Sehnsüchtig träumt er und verlangt nach etwas, was ihm nach seiner Meinung das erhoffte Glück und damit auch den Frieden bringen kann. Sei es nun, daß er durch eine Liebe das Glück zu finden hofft oder sich dies von Reichtum, Anerkennung oder sonstigen Dingen verspricht. Es kann auch sein, daß er zu den Massen gehört, die in der Gleichstellung aller Menschen ein Ziel und Erfüllung sehen.

Die Vorstellungen jedes einzelnen sind verschiedentlicher Art, doch allen ist etwas gemeinsam: sie führen nur in eine Richtung, der irdischen. Aus diesem Grunde kommt es auch, daß diese Wunschträume, selbst wenn sie erfüllt werden, nicht das ersehnte Glück und den erwünschten Frieden mit sich bringen. Der Mensch blieb der gleiche, und gleich ist auch die Sehnsucht in ihm geblieben. Er kann bei Erfüllung seiner Wünsche Freude, Genugtuung und ein gewisses Hochgefühl verspüren, doch nach einiger Zeit wird er bestimmt merken, daß die Erfüllung nicht das Ersehnte in sich barg.

Mancher kann nun einwenden, daß jeder in der Liebe bestimmt das Glück finden kann. Das ist richtig! Aber auch nur dann, wenn die Liebe zwischen zwei Menschen so wahr und rein ist, daß sie Verbindung mit den göttlichen Liebesstrahlen erhält, welche die gesamte Schöpfung durchströmen. Ohne diese Verbindung wird die anscheinend größte Liebe nach einiger Zeit leer und schal, und oft wissen die zwei Betreffenden nicht, warum sie eigentlich zusammenkamen. Das Glück durch die Liebe war ein Scheinglück oder auch nur, wie es heute meistens ist, eine Bindung früherer Erdenleben, die durch das Zusammensein gelöst werden konnte.

Dann gibt es wieder Menschen, die vermeinen, daß ihnen bestimmt der Friede und das Glück blühen würde, wenn sie reich wären und keine Sorgen mehr hätten. Auch das ist ein Irrtum.

Wieviele reiche Menschen gibt es heute auf der Erde, die mit sich nichts anzufangen wissen, ja, die mürrisch und unzufrieden ständig auf der Jagd nach irgend etwas Unbekanntem sind, nur um der Leere ihres so viel beneideten Daseins zu entrinnen. Es gibt kein Gold, das inneren Frieden oder auch nur einen Schimmer von Glück spenden könnte. Es könnten die mannigfaltigsten Beispiele aufgezählt werden, doch der Schluß würde überall derselbe sein: Der Mensch hat nicht gefunden, was er sich erhoffte oder ersehnte, da er es nur auf Erden suchte. Nun kann man sich fragen, ob es überhaupt Glück und Frieden auf Erden gibt. Oder jagt der Mensch sein ganzes Leben nur einem Phantom nach?

Das Glück und den Frieden gibt es! Der Schöpfer hat ja beides in seiner Schöpfung verankert. Glück und Frieden liegen einzig und allein in der wahren Gotterkenntnis und der Befolgung SEINER Gesetze!

Das Glück ist da; wenn der Mensch es einmal gefunden hat, so überdauert es jeden Erdentod! Jeder Mensch, dessen Geist noch nicht ganz umnachtet ist, kann es finden! Doch zuerst muß er sich wieder mit den Gottgesetzen der Schöpfung vertraut machen, die klar und eindeutig in der Gralsbotschaft niedergeschrieben sind! Sie zeigen den Weg zum Glück und zum Frieden. Befolgt der Mensch diese Gesetze, so hat er den verlorenen Anschluß mit den Paradieswelten wieder gefunden! Arm und friedlos ist die Menschheit geworden, seit ihr der Weg verlorengegangen ist.

Nur jener Mensch, der die Wahrheit gefunden hat, kann in der heutigen Zeit der Endabrechnungen unbeschwert und froh die Erdengaben benützen, die für ihn bereit stehen, unbeschwert und frei! Denn er wird nicht mehr unzufrieden sein mit dem, was er hat, er wird auch nicht mehr seinen Nächsten beneiden, sondern er wird dankbar und demütig das genießen, was ihm durch die Auswirkung der Schöpfungsgesetze zufällt.

So ein erwachter Menschengeist kann auch nie mehr an der unbestechlichen Gerechtigkeit Gottes zweifeln. Ganz gleich, was ihn auch treffen mag, denn er ist wissend geworden!

Wissend durch die Botschaft des Heiligen Grales, die als letzte Gnade und als letzte Offenbarung von Gott zu den Menschen kam!

Jeder Mensch bestimmt sein Schicksal selbst

Wenn der Mensch heute von Glück spricht, meint er den Erwerb greifbarer und sichtbarer irdischer Güter. Sein Glück ist nur oberflächlich, an Raum und Zeit gebunden – und hat keinerlei Ähnlichkeit mit der tiefen spirituellen Glückseligkeit.

Das Buch des Gerichtes

„Glück ist nichts, was man eines Tages in ferner Zukunft auf wundersame Weise findet. Glück entwickelt sich mit der Zeit, durch unsere Handlungen, Gedanken, Gefühle, Beziehungen und

Erfahrungen – jeden Tag. Warte nicht auf die Zukunft, um auf Glück zu hoffen und es zu finden, denn die Zukunft ist ungewiss. Du kannst schon heute damit beginnen, dein eigenes Glück zu erschaffen – jeden Tag!“

David Paul Vosburg Amerikanischer Schriftsteller