DIE FREUDE DER SELIGEN
TEIL – I
Der Tod auf Erden ist für jeden Menschen ein unausweichlicher Wendepunkt auf seinem Lebensweg.
Es ist eine unumstößliche Tatsache, dass dieser Wandel jeden Bewohner dieser grobstofflichen Ebene irgendwann ereilt.
Dies geschieht genau deshalb, damit er, indem er seinen irdischen Körper ablegt, seine weitere Entwicklung fortsetzen kann.
Um alles, was mit dem Ende des irdischen Lebens zusammenhängt, richtig zu verstehen, muss der Mensch zunächst die gelassene Erkenntnis und Akzeptanz der Vergänglichkeit alles dessen, was seinen Ursprung in dieser grobstofflichen Welt hat, verinnerlichen und gleichzeitig klar erkennen, dass sein geistiges Wesen auch nach dem irdischen Tod weiterbesteht.
Nichts währt ewig in der Materie – dies gilt insbesondere für all jene, die hartnäckig an ihrem weltlichen Dasein festhalten und all ihre Kraft darauf konzentrieren, oft sogar gegen die innere Stimme des Gewissens.
Was für den Menschen wirklich ist, ist mit den feineren Nuancen der Sensibilität verbunden und zugleich das Wichtigste, was die weitere Entwicklung auf Ebenen jenseits der grobstofflichen Materie bestimmt.
Es ist daher nicht nur die äußere Erscheinung, sondern vor allem der innere emotionale Wille, der die Wege des menschlichen Geistes bestimmt.
Je weiter entwickelt und reifer ein Mensch innerlich ist, desto harmonischer ist natürlich sein innerer Wille und die äußere Erscheinung des irdischen Körpers zum Zeitpunkt seines Wirkens auf Erden.
Der grobstoffliche Körper ist schließlich zu diesem Zeitpunkt die notwendige äußere Stütze für das innere geistige Fundament des Menschen.
In unserer Wahrnehmung ist das grobstoffliche Leben eng mit dieser Erde verbunden.
Die Erde ist ein wahres Geschenk der göttlichen Güte und, als das ursprüngliche Werk derjenigen, die treu dem Willen Gottes dienen, wird sie als kleines Juwel im fernen Raum eines leblosen interstellaren Gebildes betrachtet, das in sich die Bedingungen für die Entwicklung des materiellen Lebens birgt.
Gleichzeitig haben die Menschen die wahren Werte, die die Erde zur Unterstützung ihrer geistigen Reife bietet, noch nicht erkannt.
Diese Werte der Erde eröffnen den Weg zu einem tieferen Verständnis dessen, was den vollen Wert des irdischen Lebens ausmacht, nach dem viele streben.
Dazu gehört unter anderem die bereits erwähnte Fähigkeit, jederzeit eine harmonische Einheit zwischen Geist und der materiellen Hülle des Körpers zu erreichen, also die Übereinstimmung von innerem Willen und äußerem Handeln.
Dies besteht vor allem in der vollständigen Ausgewogenheit des richtigen Verhältnisses zwischen innerer emotionaler Empfänglichkeit und intellektueller Arbeit.
Damit dies gelingt, verfügt der menschliche Körper über ein Nervensystem, das, wenn es richtig eingestellt ist, diese Einheit und Harmonie auf allen Ebenen des Seins – im Empfinden, Denken und Handeln – bewirkt.
Dies kann und sollte in allen Augenblicken des Alltags der Fall sein, denn genau dieser Zustand schenkt Ausgeglichenheit, inneren Frieden, Ruhe und die daraus resultierende dauerhafte Freude.
Heute ist dieses Verhältnis instabil, was bei den meisten Menschen lediglich zu Ambivalenz führt.
Daraus resultieren Fehlentscheidungen und schlechte, oft sogar direkt böse Taten, aus der Sicht der Schicksalsfäden, die von den Vanen/Nornen im Dienste des göttlichen Willens gesponnen werden.
Dies schadet dem menschlichen Geist bereits auf Erden und umso mehr in den folgenden Lebensebenen, wenn sein feinster Teil die Erde mit dem Abkühlen des Körpers verlassen muss.
Es beraubt die meisten Menschen zudem der Aufrichtigkeit und Herzlichkeit in ihrem Handeln, die stets eine notwendige Grundlage für die Fähigkeit zum Mitgefühl darstellt.
Es gibt verschiedene Wege auf Erden, dieses Ungleichgewicht wiederherzustellen, wodurch dann der Mensch inneres Gleichgewicht, Frieden und Glück erfahren kann.
Auch wenn dieses Wissen vielleicht in naher Zukunft erlangt wird und das lang ersehnte Zeitalter der Erleuchtung durch die weise Anwendung all dieses Wissens über das Leben auf Erden anbricht, bleibt die irdische Existenz für den Menschen stets nur ein vorübergehender Ort, solange ihm diese Zeit vergönnt ist.
Denn sie kann ihm nicht alles bieten, was sein geistiger Kern für ein umfassendes Verständnis des Schöpfungswerkes und des Schöpfers benötigt.
DIE GROSSE WEISHEIT GOTTES HAT DAHER DURCH DIE GESETZE DES SCHÖPFUNGSWERKES FÜR DEN MENSCHLICHEN GEIST ANDERE, WEITAUS WERTVOLLERE UND GÜTIGERE ORTE BEREITET.
Dort kann er seine Fähigkeiten und Talente für eine bestimmte Zeit seines Daseins unter den Bedingungen einsetzen, die der Schöpfer ihm aufgrund seines eigenen Willens und seiner bisherigen Wege geschaffen hat.
Jeder dieser Orte hat seine eigenen Bedingungen und ermöglicht es allem menschlich-geistigen, unter diesen Bedingungen zu wachsen und sich zu stärken, bis es seine vollkommene Vollkommenheit erreicht.
Die genannten Orte befinden sich auf den Ebenen der feineren Materie des Werkes der Nachschöpfung.
Alles, was wir im weiteren Sinne als Universum bezeichnen, ist hermetisch, d. h. eine Art erkaltete Masse, die im Werke der Nachschöpfung zu einem temporären Raum für das Wirken des Wesenhaften und Spirituellen geworden ist.
UND ES IST DIE ERDE, DIE AUS DEM WILLEN DES LICHTS ALS GESEGNETER ANKERPUNKT ERSCHAFFEN WURDE, WO SICH DURCH VIELE NATÜRLICHE EREIGNISSE DAS SICH ENTWICKELNDE MENSCHLICH-GEISTIGE WESEN IN ENGER ZUSAMMENARBEIT MIT DEM SICH ENTWICKELNDEN ANTEIL DES WESENHAFTEN BEGEGNEN KANN UND SOLL, SODASS BEIDE, IN HARMONISCHEM ZUSAMMENWIRKEN, ZUR VOLLKOMMENHEIT REIFEN.
Die geistige Spezies soll im Haus des Ersten Schöpfungswerks, d. h. im Paradies, zum geistigen Ziel freudvoller Kreativität reifen, und das Wesenhafte reift dann in seiner Aktivität für alle ihm zugewiesenen Bereiche der Nachschöpfung.
Darüber hinaus gibt es im Hermetismus viele Orte, an denen aufgrund des Kräftegleichgewichts nur das Wesenhafte wirkt.
Dieses ist den rauen Bedingungen der grobstofflichen Materie viel besser angepasst und bewohnt daher Sterne, die empfindlicheren Spezies wie irdischen Organismen, zu denen auch der menschliche Körper gehört, keinen Raum bieten.
So finden wir viele Lebensformen, die in ihrer Vielfalt sogar etwas Höherem, das von oben kommt und in der geformten materiellen Hülle Halt benötigt, einen Ankerpunkt bieten können.
Die irdische Welt ist in ihrer Materiedichte einer dieser Orte, die der Entwicklung der geistigen Spezies einen Ankerpunkt bieten.
Hier finden sich jene idealen Bedingungen für das Leben eines Menschen, der in seiner Unwissenheit diese Bedingungen das Leben selbst nennt, ohne zu ahnen, dass sie in Wirklichkeit nur die Belebung der materiellen Hülle sind und dass das Leben selbst aus etwas anderem besteht als seinem vorübergehenden physischen Zustand.
Bislang haben die Menschen diese außergewöhnlichen Gegebenheiten unzureichend erkannt und nutzen die ihnen gegebene Zeit nicht ausreichend, um den irdischen Körper für ihre gesunde innere Entwicklung richtig zu bewohnen.
Die grobstofflich materielle Welt ist für den menschlichen Geist mit ihren Existenzbedingungen von großem Wert.
Sie ist weitaus wertvoller, als die Menschen bisher erkannt und vor allem richtig genutzt haben.
Sie ist jedoch nicht der einzige Raum des Seins, wie leider noch immer ein Großteil der Menschen auf der Erde annimmt.
Diese irdische Welt ist nur einer der Orte, der dem menschlichen Geist auf seinen Reisen einen vorübergehenden kleinen Ausschnitt einer ganz eigenen Lebensweise bietet.
Aufgrund ihrer Dichte ist sie begrenzt, insbesondere in ihrer Dauer.
Wie bereits erwähnt, hat alles in der irdischen Welt seine eigene, bestimmte Dauer, das heißt, es hat seinen Anfang und sein Ende.
Daher kann jeder Mensch sicher sein, dass das Ende seines materiellen Lebens hier eines Tages kommen wird.
Und gerade dieser Augenblick des Abschieds von der irdischen Welt verändert, ungeachtet seiner gegebenen Natur, die vorübergehenden irdischen Existenzbedingungen grundlegend.
Er führt den Menschen in Erfahrungen, mit denen sich das menschliche geistige Wesen verbinden muss, ebenso wie mit der fortwährenden Umwelt des bewussten Lebens, die nun jedoch auf feineren Ebenen der Materie als auf der Erde Halt findet.
Trotz dieser Natur, die sich unter anderem nicht wesentlich vom Gegenteil unterscheidet, also der Ankunft auf der Erde oder der vorherigen Geburt in die grobstoffliche Welt, ist der Moment des irdischen Todes für viele Menschen dennoch ein großer Einschnitt.
Wir wollen über diese Augenblicke und auch über das weitere Dasein hier und jetzt sprechen, denn dies ist ein notwendiger Bestandteil des Wissens, um richtig zu verstehen, wer ein Mensch wirklich ist und welche Wege seine Entwicklung zur Reife führt, die ihm allein ermöglicht, eine dauerhafte Heimat in den geistigen Ebenen des Schöpfungswerkes zu finden.
Lasst uns daher die Transformation verfolgen, die in diesen Augenblicken im Menschen stattfindet.
Im Augenblick des irdischen Todes stellt das Herz seine Arbeit ein, und mit ihm hört auch der Blutkreislauf auf zu zirkulieren.
Bis dahin hatte das Blut eine magnetische Brücke zwischen dem irdischen Körper und den inneren, subtileren geistigen Ebenen des Geistes gebildet, deren Ausstrahlung über Blut und Nervenkreislauf wirkte.
Mit dem Stillstand des Blutkreislaufs im Körper setzt unmittelbar der erste Schritt des Bewusstseinswandels ein, der auch mit dem Erlöschen der Aktivität des grobstofflichen Gehirns verbunden ist.
Alles, was dem Menschen noch vor Kurzem durch seine irdischen Sinne und Wahrnehmungen in seiner materiellen Form als gewiss erschien, gehört plötzlich der Vergangenheit an.
Dieser Zustand verändert die Wahrnehmung des Irdischen zu einem Zustand, der nur noch einem Echo gleicht, das aus immer größerer Ferne seltsam anklingt.
Der feinere Körper, der die Brücke zwischen dem grobstofflichen Körper und den subtilen geistigen Schleiern bildet, behält vorübergehend die Fähigkeit, Vergangenes wahrzunehmen, eröffnet aber gleichzeitig einen neuen Weg, der nach einer Antwort verlangt.
Es liegt im Ermessen jedes einzelnen menschlichen Geistes, wie lange er sich in diesem Zwischenreich der Welten aufhält, wohin er sich gewöhnlich aus dem Wunsch nach Nähe zur irdischen Welt hingezogen fühlt.
Doch im Raum um ihn herum sind bereits viele raschelnde Fäden zu hören, gelenkt von geschickten Verwaltern, den Alfars die in den Schwingungen des Göttlichen Willens wirken, und alles, was die Seele für ihre weitere Führung benötigt, vorbereiten.
Eine Gestalt erscheint in der Nähe, die als gesandter Führer für einen bestimmten Abschnitt der nächsten Reise gilt.
In diesem Moment nähert sich eine der wichtigsten Dienerinnen der edlen Styx dem Verstorbenen, um für einen Augenblick einen schützenden Raum für die erwachende Seele zu schaffen, die sich noch immer von den Fäden löst, die sie mit dem irdischen Körper verbinden.
Für eine Seele, die dies in seiner ganzen Fülle erlebt, erscheint es plötzlich völlig natürlich.
Es ist, als täte sie alles ganz selbstverständlich, als müsse sie nicht einmal innehalten und darüber nachdenken.
Alles fällt ihr leicht, und mehr noch, sie spürt dabei eine gewisse Befreiung, die ihr in ihrem physischen Körper zuvor so sehr gefehlt hatte.
Als wäre alles Belastende, vielleicht sogar Schmerzhafte, von ihr abgefallen, je nachdem, wie der Moment der Trennung vom Körper nahte.
Plötzlich gehört all dies der Vergangenheit an, und nun erscheinen die ersten jener, die von ihrem Übergang hierher wussten und ihr auf ihrem weiteren Weg eilends entgegengeeilt waren, vor der Seele, die noch mit dem Astralkörper verbunden ist.
Es sind manchmal einige ihrer ehemaligen Lieben, die bereits in die andere Welt gegangen sind, oder Freunde noch uralter Art, die in einem Teil des Werkes der Nachschöpfung verweilen.
Sie hört ihre Stimmen, sie kann sie vielleicht durch ihre geistigen Schleier erahnen, doch alles ist noch wie ein Traum, der Ausdruck finden muss, um vollständig erlebt zu werden.
Vieles erscheint neu, doch nur für einen Augenblick, denn mit zunehmender Reife der Seele wird es immer klarer und gewisser, als hätte die Seele erst vor Kurzem etwas Ähnliches erfahren.
Die Ebene, die sich für das Fortbestehen der Existenz öffnet, ruft die Erinnerung an die Vergangenheit wach, die schon einmal da war.
Es ist nun wieder so weit, als sich die Seele vom irdischen Körper trennte, und sie verkündet sich als Fortsetzung des früheren Daseins, das vor der irdischen Geburt existierte, als die Seele sich zuvor durch die Strahlungsfäden mit dem heranwachsenden Körper des Kindes im Mutterleib verbunden hatte.
Alles, wie lange vergessen, wird wieder in Erinnerung gerufen und hinterlässt zugleich einen viel tieferen Eindruck als alles, was die irdische Welt eben noch bot.
Diese subtile Welt, die aus irdischer Perspektive dem rationalen Denken als unzuverlässig, vielleicht sogar dem rein materiellen Denken als nicht existent erschien, weil im irdischen Leben, in dem alles bis ins kleinste Detail hinterfragt wurde, weil Unsicherheit und Misstrauen herrschten, zu wenig über sie gesprochen wurde, wird plötzlich viel realer als die irdische Welt selbst, die im Gegenteil nun verblasst und nur noch ein fernes Echo der Vergangenheit ist.
Ein weiterer Teil ihres Wesens erschließt sich der Seele in ihrer Intimität, in der alles seinen festen Platz hat und alles von einer größeren, selbstverständlichen Fürsorge durchdrungen ist, als die irdische Welt je zuvor geboten hat – jeder erkennt sie sehr wohl, es sei denn, er hat sich ihr in innerer Sturheit und Ablehnung völlig verschlossen.
Er ist kein Neuling in etwas Neuem und daher Unbekanntem, sondern vielmehr jemand, der zu den subtileren Sphären zurückgekehrt ist, aus denen er sich nur für eine gewisse Zeit hinter dem Schleier des irdischen Körpers zurückgezogen hatte, um die ihm durch seine Inkarnation auf Erden zuteilgewordenen Wahrnehmungs – und Ausdrucksmöglichkeiten zu erfahren.
Für viele Menschen ist allein dies eine Notwendigkeit, ihr Wissen zu erweitern, denn kein Mensch auf Erden kennt die Welt der subtileren Sphären nicht bereits.
Dass so wenig über diese Sphären bekannt ist, liegt an dem Vergessen, das ihnen während des irdischen Lebens durch die konzentrierte Kraft des Gehirns auf alles Materielle in der irdischen Welt aufgezwungen wurde.
In Wirklichkeit ist niemand ein Fremder in diesen Sphären, sobald er die Stufe der subtilen Ebene erreicht, die ihn erwartet, nachdem er sich zuvor von der engen magnetischen Verbindung mit dem irdischen Körper befreit hat.
Diese Verbindung hatte ihm während seines grobstofflichen Lebens den Eindruck einer untrennbaren Verbindung seines Bewusstseins mit dem irdischen Gehirn vermittelt.
WENN DAS GEHIRN UND DER ABKÜHLENDE KÖRPER INAKTIV BLEIBEN, ENTSTEHT IM GEIST EIN NEUES BEWUSSTSEIN, DAS NICHT MEHR AUF DAS IRDISCHE ANGEWIESEN IST, SONDERN DIREKT MIT SEINER SENSIBILITÄT FÜR DIE SUBTILERE UMGEBUNG VERBUNDEN IST.
ES IST DAHER EIN GANZ NATÜRLICHER PROZESS, ÜBER DEN MAN NICHT WEITER NACHDENKEN MUSS, AUCH WENN ER IN DER IRDISCHEN WELT ETWAS AUSSERGEWÖHNLICHES BEDEUTEN WÜRDE.
ES IST VERGLEICHBAR MIT EINEM NEUGEBORENEN, DAS IN DEN ERSTEN STUNDEN UND TAGEN NACH DER GEBURT HUNGER VERSPÜRT UND DADURCH EIN GEFÜHL FÜR NAHRUNGSAUFNAHME ENTWICKELT.
GENAUSO GESCHIEHT ALLES AUTOMATISCH FÜR DIE SEELE, WENN SIE SICH FREIWILLIG UND UNGEHINDERT ALL DER HILFE HINGIBT, DIE IHR BEI IHRER RÜCKKEHR IN DIE SUBTILEREN SPHÄREN NACH DEM ENDE IHRES IRDISCHEN LEBENS BEREITET IST.
DAS ERSTAUNEN, DAS SIE EMPFINDET, WENN SIE MIT ALLEM, WAS SIE PLÖTZLICH UMGIBT, VERTRAUT WIRD, BESTEHT OFT NUR DARIN, DASS SIE NICHT GLAUBEN WILL, WIE SIE ALL DIES AUF ERDEN VERGESSEN KONNTE.
ALLE MÄNGEL DES IRDISCHEN KÖRPERS SIND VERSCHWUNDEN, UND DURCH DEN FEINEREN SCHLEIER STRÖMT NUN SPÜRBAR MEHR FRISCHE KRAFT.
DAS INBRÜNSTIGE, REINE STREBEN, DAS DER GEIST AUF ERDEN NUR SCHWER DURCH DIE HINDERLICHEN FRAGEN DES VERSTANDES HINDURCHBRINGEN KONNTE, WIRD NUN ZUNEHMEND ZUR TREIBENDEN KRAFT FÜR WEITERES WACHSTUM.
UND INDEM SIE SICH ALLEM WIEDERERINNERT, WIRKT SIE ABSORBIEREND UND ZIEHT DIE SEELE KRAFTVOLL EMPOR, GENAU DORTHIN, WO SIE MIT IHRER INNEREN REIFE UND REINHEIT HINGEHÖRT.
DIE FÄDEN SIND DARAUF VORBEREITET; ALLES, WAS ES BRAUCHT, IST DER INNIGE WUNSCH, DEM LICHT, DAS ÜBER DEM FERNEN HORIZONT SCHWEBT, NÄHER ZU SEIN UND SICH VON IHM FÜHREN ZU LASSEN.
DIE SPONTANEITÄT ALLER EREIGNISSE, DIE ZUGLEICH HÖCHSTE GÜTE UND WÄRME IN SICH OFFENBART, DIE ALLE IRDISCHEN SORGEN ÜBERSTEIGT, IST OFT DER ERSTAUNLICHSTE MOMENT, IN DEM DIE SEELE ERKENNT, WIE SEHR SICH IN ALL DEM DIE WELT DER MENSCHEN AUF ERDEN VON DEN EBENEN DER HELLEREN SPHÄREN DER FEINSTOFFLICH-MATERIELLEN WELT UNTERSCHEIDET.
AUCH DIE ALLES ÜBERWÄLTIGENDE, UNMITTELBARE ERFÜLLUNG ALLER INNEREN SCHWINGUNGEN IST GRUND FÜR DAS FREUDIGE ERSTAUNEN DER NEUANKÖMMLINGE, DIE SICH IN IHRER INNEREN REINHEIT VON HILFSSTRÖMEN ZU ORTEN ANGENEHMEN LICHTS FÜHREN LASSEN.
SO MANCHE SEELE ERRÖTET ANGESICHTS DER MOMENTE, DIE SIE NOCH AUF ERDEN ERLEBT HAT, ALS IHRE GEDANKEN SICH MIT BLICK AUF DEN TOD UND ALLES, WAS DAMIT EINHERGEHT, DEM NAHENDEN AUGENBLICK ZUWENDETE.
DIE FURCHT, DIE ÜBER ALLEM SCHWEBTE, VERSCHWAND IN DEM MOMENT, ALS DIESE AUGENBLICKE TATSÄCHLICH EINTRAFEN.
ALLES RINGSUM WAR VON EINEM FEINEN NEBELSCHLEIER UMHÜLLT, DER ES DEN HÄNDEN DER ALFARS ERMÖGLICHTE, DIE ALTEN FÄDEN ZU LÖSEN, WELCHE SIE AN DEN IRDISCHEN SCHLEIER BANDEN, UND ALLES WAS KOMMEN SOLLTE ZUGLEICH WIRKLICHKEIT WURDE.
Der Nebel war jedoch nicht undurchdringlich, sondern alles konnte mit höchster Selbstwahrnehmung erfasst werden, sobald sich das Innere eines Menschen in einem entspannten Zustand von den Geschehnissen um sich herum leiten ließ.
Es war, als ob ein bis dahin permanent komprimierter Raum für alle klareren und frischeren Wahrnehmungen durchlässig wurde.
Das Lösen von den magnetischen Verbindungen zum irdischen Körper, so lange es auch dauern mag, schwächt die Empfindung für die Vorgänge im Körper lediglich ab oder lässt sie sogar ganz verschwinden, da sich die Seele löst, sobald der Energiefluss im Nervensystem des Körpers aufhört.
Und schon einige Zeit zuvor schien alles gedämpft, wenn man den Schmerz dieser Momente bedenkt.
Wenn kein Grund besteht, dass etwas vom irdischen Körper zurück in die Astralhülle – die in diesem Moment eine vorübergehende Brücke für den Übergang vom grobstofflichen zum feinstofflichen Körper darstellt – übertragen wird, ist dort alles geschützt, und es besteht keine Empfindung mehr für die Vorgänge im irdischen Körper.
Die Reinheit und innere Inbrunst des Sterbenden, sofern er bereits auf Erden für das Licht gelebt hat, dienen als beste Vorbereitung auf diese Übergangszeit von der irdischen Welt in die Welt der subtileren Sphären.
Es ist ein Weg zu höherer Glückseligkeit, der für ihn so Wirklichkeit wird.
Diesen Weg bereiten die Alfars ihm als natürliche Folge seines Bestrebens, bereits während seines irdischen Lebens alles Geistige zu erkennen.
Und dies ist erst der Anfang all dessen, was für ihn vorbereitet ist, während er auf seine Ankunft an den Orten wartet, an denen die Fäden des Schicksals seiner beständigen Einstimmung schwebten.
Der Eintritt in diese Ebenen erscheint wie ein wahres Erwachen zum Leben.
Und dies, obwohl es sich hierbei lediglich um Teile der Ebenen der Materie des Werkes der Nachschöpfung handelt.
Schon hier kann die Seele so viel Licht und Glückseligkeit erfahren.
So groß ist der Unterschied zwischen den Vorstellungen der Menschen von der Welt jenseits der irdischen Materie und der Realität, die von Anbeginn an in alle feineren Ebenen der Nachschöpfung eingebettet ist, in die dank ihrer Durchlässigkeit ein höherer Anteil der Lichtstrahlung eindringen kann.
Man kann sagen, dass die Sorgen und die Angst vor dem Unbekannten, die so viele Menschen hinsichtlich ihres irdischen Endes verunsichern, lediglich auf Unwissenheit hier auf Erden über alles andere Leben im Schöpfungswerk beruhen.
Im Gegensatz zu dieser Unwissenheit und dem daraus resultierenden geistigen Tasten ist jedoch alles um diese Trennlinie herum etwas zutiefst Natürliches, so wie alles andere im gesamten Schöpfungswerk.
Es ist daher ein Ereignis, das niemals Unsicherheit in einem Menschen aufgrund des Unbekannten oder Angst vor Schmerz und unbegründeter Furcht vor dem unausweichlich nahenden Ende hervorrufen sollte.
Es ist keineswegs das Ende, sondern nur ein weiterer Schritt in neue und viel transparentere Bereiche voller Schönheit und gütiger Hilfe, sofern ein Mensch mit reiner innerer Harmonie danach strebt, die Tugenden und Werte des Geistes zu leben.
Über die Stufen, die jene erwarten, die dieses edle Bestreben verraten und so die Richtung ihres Weges verloren haben, soll heute nicht gesprochen werden.
Ein wenig davon soll als Warnung an jene dienen, die sich von schlechten Gewohnheiten und bösen Taten beeinflussen lassen.
Doch hauptsächlich wollen wir uns mit den strahlenden und schönen Perspektiven befassen, denn sie sind das Ergebnis, das jene erwarten können, die den Willen zum Guten in sich tragen und versuchen, bereits hier auf Erden ein schöpferisches und harmonisches Leben zu führen.
Ihnen soll die Abfolge der folgenden Texte Ermutigung und Kraft spenden, denn sie haben es verdient.
Hoffentlich werden die nachfolgend beschriebenen Perspektiven all jenen, die nach Antworten auf ernsthafte Fragen über den Sinn ihrer Existenz hier auf Erden suchen, mehr Trost und Frieden bringen, insbesondere später an den Orten, an denen sie sich nach dem Ende des irdischen Lebens wiederfinden werden.
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