
Blickt man zurück in die Vergangenheit und auch in die Gegenwart, so lässt sich mit Gewissheit sagen, dass Boten des Lichts, ja sogar Menschen mit leuchtendem Handeln, Willen oder Absicht, auf seltsame Weise nicht als solche erkannt werden und Verwirrung stiften. Sie werden falsch beurteilt, missverstanden und angegriffen, nur weil sie auf eine zuvor unbekannte Weise handeln. Unbekannt? Ja!
Das liegt daran, dass die Menschheit seit Langem nicht mehr in der Lage ist, das wahre Leuchten zu erkennen. Ihr fehlt schlichtweg die Fähigkeit zur Unterscheidung, da ihr viele Anhaltspunkte fehlen. Licht ist ihr entweder unbekannt oder wird mit etwas anderem verwechselt. Dies ist vor allem auf die verhängnisvolle Annahme zurückzuführen, dass Leuchten stets gleichbedeutend mit Angenehmem, im Sinne von Sanftmütig, sei. Welch ein Irrtum!
Das Licht verrichtet seine Arbeit und versucht nicht, Menschen zu gefallen; das ist nicht sein Antrieb, sondern völlig zweitrangig. Es tut, was getan werden muss, und hilft, so wie es getan werden muss. Aber es hilft immer.
Die meisten Menschen sind jedoch nur darauf bedacht, gemocht zu werden, und sonst nichts. Tyrannei ist das passende Wort. Sie können nichts anderes ertragen und messen fast alles daran – auf eine engstirnige, subjektive und blinde Weise, wenn nicht gar auf Hass.
Nun, in dieser letzten Stunde, breitet sich die Dunkelheit aus und zwingt die Menschheit, durch die Schatten hindurch die Abwesenheit des Lichts zu erkennen und damit tragischerweise, was Licht wirklich ist. In einer solchen relativistischen Welt wird der Irrtum zum unbestreitbaren Bezugspunkt. Eine schreckliche Erkenntnis.
Schwierige Zeiten kollektiver Reifung sind bereits angebrochen, und diesmal wird kein Platz für endlose Diskussionen und derartige „intelligente“ Annahmen sein. Die Ära der langen Gespräche ist vorbei. Zum Glück für uns, zu unserem eigenen Wohl.
Caroline Derschner (instagram.com/caroline.derschner)