
Ja! Es gibt tatsächlich eine stetig wachsende Zahl von Menschen, die sich um den notwendigen Wandel des Lebens auf der Erde sorgen. Die überwiegende Mehrheit dieser Menschen knüpft diesen Wandel jedoch an das Eintreten eines vernichtenden Schlags. Die meisten Menschen betrachten den Wandel der menschlichen Gesellschaft auf der Erde als etwas, das zuerst durch die vernichtende Zerstörung alles Existierenden herbeigeführt werden muß.
So erwarten diese Menschen auch mit stiller Besorgnis jede neue Nachricht, die Anzeichen einer drohenden Gefahr ankündigt, sei sie natürlicher, kosmischer oder sozialer Natur.
All diese Menschen können jedoch aufgrund ihres Denkens als große Plage für die Zukunft der Erde bezeichnet werden. Diese nach außen hin guten und anständigen Menschen verstärken in ihren Gedanken nur die Erwartung schrecklichster Katastrophen. Gläubige der meisten Religionen denken auf diese eigentümliche Weise über die Zukunft dieser Welt nach. In ihrem gnädigen, demütigen Flüstern, daß der Schöpfer allem Bösen auf Erden ein Ende setzen wird, denken sie an Katastrophen und die Vernichtung anderer Menschen.
Sie malen sich Katastrophen und Unglücke aus und erwägen sogar Kriegsgedanken als Ausweg für die Zukunft! Sie erwarten einen vernichtenden Schlag, der die Welt retten soll. Doch lesen wir aufmerksam! Diese Menschen warten auf einen Schlag, der jene anderen, bösen und schlechten Menschen treffen soll, die ihrer Ansicht nach für den heutigen Zustand des Lebens verantwortlich sind! Diese bösen und schlechten Menschen sind dann in jedem Fall die Anderen. Aber niemals sie selbst. So stellen sie sich das vor!
In den Augen dieser Menschen wird der Schöpfer die Verantwortung für diesen Schlag tragen, der die Strafe für die Menschheit aufgrund ihres gezeigten bösen Willens längst festgelegt hat. Doch dies ist die größte Lüge, die gläubige Menschen je erschaffen können. Der Schöpfer erhält alles Leben in der Schöpfung. In seiner liebenden Güte ist niemals der Wunsch entstanden, zu strafen und zu zerstören!
Alles Böse und Gute liegt daher allein in der Hand des Menschen. Glaubt irgendjemand, daß der Schöpfer auch hinter den Kriegen und totalitären Systemen des letzten Jahrhunderts steht?
Nein! All dies wurde durch den Willen der Menschen verursacht! So gilt auch heute noch: Die Menschheit erntet, was sie sät. Daher muß sie weder Böses noch Leid ernten, wenn sie sich nur ein wenig mehr bemüht, anderen in beständiger Achtung der Schöpfung zu helfen.
Und genau in diesem Zusammenhang steht die Erkenntnis, daß unsere Gedanken auch einen bisher unbekannten Einfluß auf unsere Zukunft haben. Die Welt, über die wir nachdenken, formt sich in der feineren Welt um uns herum. Und diese Gedankenwelt ist heute die Ursache für den größten Teil all des Bösen, das sich letztlich auf Erden manifestiert.
Wenn bisher unsichtbare Veränderungen in Naturereignissen immer deutlicher zutage treten, wenn immer häufiger von der Gefahr globaler Spannungen die Rede ist, wenn es zu kriegerischen und haßerfüllten Äußerungen unter den Menschen kommt, dann ist all dies Energie aus der Welt unseres Denkens und Empfindens, all dies entspringt allein unserem Willen.
Der Schöpfer steht über all diesen Geschehen, und seine Gesetze lassen die Menschheit unerbittlich und gerecht in immer heftigeren Ereignissen das zurückbekommen, was sie selbst sät. So sind die eben erwähnten Menschen, die die Apokalypse als eine „erlösende“ Zukunft für die Menschheit betrachten, in Wirklichkeit mitschuldig an den Schrecken, die sich in der Welt der Ideen formen. Doch diese Schrecken werden sie unweigerlich treffen, denn verborgene Feindseligkeit, Heuchelei und auch ein gewisser Haß gegenüber anderen Menschen werden dies sodann mit einer Art von Homogenität zu ihnen zurück führen.
Wenn sie Güte und Frieden wollen, warum tun all diese religiösen Menschen dann nicht alles in ihrer Macht Stehende, um die Gesellschaft auf Erden zum gewünschten besseren, reineren Leben zu verändern?
Die Antwort ist einfach und zugleich bedauerlich!
Es ist ihr Komfort! Ja, es ist nichts anderes als die Bequemlichkeit, die Milliarden von Menschen im Alltag umgibt. Manche denken: Warum sollte ich besser sein, wenn ich mir nicht sicher bin, ob es etwas anderes als dieses Leben gibt? Schließlich werde ich vor anderen nicht als naiv gelten. Wenn ich leben soll, dann jetzt und mit allem, was mir geboten wird!
Andere verzweifeln in ihrer Sensibilität an der Welt, finden aber schnell einen Ausweg in einer Ersatzlösung. In der Offenbarung, in Harmagedon, in den Prophezeiungen alter Seher. Für sie wird der Schöpfer die Bösen verwandeln, der alles Böse bestrafen wird, und sie selbst werden, als Lohn für ihre Demut und ihren Glauben, mit glorreicher, seliger Freude in die Neue Welt eingehen. Warum sollten sie sich heute noch anstrengen, wenn alles so gut für sie vorbereitet ist? Es genügt, noch ein paar Jahre im Verborgenen zu warten und den herannahenden Katastrophen entgegenzusehen.
Doch was all diese Menschen von der Zukunft erwarten, ist nichts weiter als ihr eigenes irriges Denkmuster, das sie schließlich einholen und sie genau dort treffen wird, wo sie es am wenigsten erwarten.
Die Gerechtigkeit, die die Schöpfung durchdringt, ist unbestechlich und unfehlbar!
Wenn all diese Menschen ihre Gedanken, die sie ihrer täglichen Arbeit und Unterhaltung widmen, jetzt in mehr Mitgefühl und Reinheit in ihrem Handeln und im Umgang mit anderen umwandeln würden, könnte sich die Welt zum Besseren wenden, ohne daß so viel Leid und Katastrophen nötig wären. Wenn die Menschen nur ihren Willen dazu ändern würden, könnte vieles verändert, viel drohendes Leid abgewendet oder sogar in Harmonie und Segen verwandelt werden. All dies erfordert von einem Menschen nichts weiter, als sein Ego und seine träge Bequemlichkeit zu überwinden. Die Kraft, die dann mit den ersten, frischen und reinen Gedanken einhergeht, wird jedes weitere Zögern schnell hinwegfegen!
Es ist daher von größter Wichtigkeit, daß möglichst viele Menschen jetzt erkennen, daß die Kräfte, die in der Welt des Denkens wirken und von dort aus die Ereignisse mit größter Wucht prägen, von Reinheit, Freundlichkeit und dem Mut zum hilfreichen Handeln im Alltag erfüllt sein müssen.
Der gegenwärtige Zustand der Menschen droht, neue Konflikte zwischen den Kontinenten hervorzurufen, sei es auf zwischenmenschlicher Ebene oder im Bereich der Naturereignisse.
Gleichzeitig kann sich alles zum Besseren wenden. Vieles läßt sich durch die bewußte Entscheidung, im Alltag klar zu denken, verhindern. Die Anstrengungen jedes Einzelnen sind dabei von ungeahntem Wert. Dieser Wert übersteigt allen irdischen Reichtum und den Einfluß selbst der einflußreichsten Persönlichkeiten.
So ist selbst der ärmste Mensch auf Erden gemäß den Gesetzen der Schöpfung in seiner geistigen Entwicklung diesen Menschen ebenbürtig. Mehr noch! Mit seinen reinen Bemühungen kann er wesentlich stärker zur Verbesserung der gesamten menschlichen Gesellschaft beitragen, ungeachtet dessen, ob er in seiner Lebenssituation aus der Sicht der heutigen Menschen als der Geringste der Geringsten angesehen wird.