
Nie zuvor war unsere Erde von so vielen Lichthelfern umgeben wie heute. Sie sind bereit, jedem beizustehen, der sich ihnen mit vollem Vertrauen zuwendet. Doch sie können erst helfen, wenn ein Mensch innerlich erwacht ist. So lautet das Gebot Gottes des Vaters!
Deshalb fühlen sich unzählige Menschen in der kommenden Zeit der Verwirrung auf Erden vom Lichte und vom Schöpfer verlassen. Und sie sind wahrhaftig verlassen, denn das Gebot des Herrn stellt für alle Menschen die Bedingung, daß sie zuerst erwachen und sich durch ihre Empfindung erheben müssen, damit allein der allumfassende Wille zu dem Guten und zum reinen Handeln in ihrem Willen die Oberhand gewinnt.
Jeder von uns steht heute vor dieser Herausforderung, denn die Zeit beginnt, in der nur die volle, bewußte Verantwortung eines Menschen für seinen Willen Bestand haben wird. Diese Bedingung des persönlichen inneren Erwachens ist unüberwindbar für jede Hilfe des Lichtes!
Die Zeit der lauen Gläubigen ist vorbei, und jeder muß dringend erwachen, wenn er nicht mit dem Alten untergehen will. Denn genau das Alte hat das Licht verlassen! Alle irdische und geistige Trägheit, wie sie die Menschen aus der Vergangenheit kannten, ist überwunden. Deshalb herrscht so viel innere Unsicherheit und Entwurzelung unter den Menschen, denn ihr Verstand kann nichts anderes erkennen als das Ende der Gegenwart. Die Menschheit ist vom Licht in all ihren alten Lebensweisen wahrhaft verlassen, und niemand kann dies mit Geld oder Waffengewalt ändern.
Doch gleichzeitig ist das Licht bereits überall gegenwärtig, um jedem Menschen mit beispielloser Güte in seinem Streben nach Kreativität und dem Aufbau eines neuen Lebens auf Erden beizustehen. Es hilft all jenen, die in harmonische Übereinstimmung mit den Gesetzen des Schöpfers treten möchten. Dieses Geschehen schreitet voran und wird von Tag zu Tag sichtbarer.
Daß ein Großteil der Menschen dies nicht erkennt und sich der Realität des Heiligen Gerichtes Gottes nicht einmal bewußt ist, bedeutet nicht, daß dieses Gericht nicht für sie gilt. Es bedeutet, daß sie selbst, in ihrer Lähmung innerer Empfindungen, nichts davon wahrnehmen.
Daher rührt der Widerspruch: Fragt man Menschen, ob sie etwas davon bemerken, schütteln sie den Kopf und behaupten, alles sei in bester Ordnung. Sie geben zwar zu, daß die heutigen Ereignisse ungewöhnlich sind, wollen aber niemals zugeben, daß sie mit den höheren Geschehen des Lichtes über unserer Erde zusammenhängen.
Dies ist jedoch das Zeugnis eines schlafenden Geistes, dessen Wahrnehmung völlig gelähmt ist. In ihrer Lähmung erkennt der Großteil der Menschen nicht, daß sie von Ereignissen erfaßt werden, die sie – nach der Gerechtigkeit des Herrn – weit von den Lichtebenen der Schöpfung entfernen.
„Wer Augen hat, der schaue! Wer Ohren hat, der höre!“
So lautet der Ruf der Helfer des Lichtes.
Doch niemand wird zum Erwachen gezwungen. Viele werden nicht erwachen, selbst wenn ein Engel aus dem Reich des Allerhöchsten zu ihnen spricht. Für sie wird unsere Zeit zu einer Zeit, in der sie alles Notwendige für ihr weiteres Dasein verpassen. Sie werden das Wirken des Lichtes in dieser Zeit niemals spüren, da ihr inneres Empfinden gegenüber dem Wirklichen und Geistigen Lebendigen emotional abgestumpft ist.
Daher ist es sinnlos, gegen ihren Willen für solche Menschen zu kämpfen, wenn sie selbst blind und taub bleiben wollen. Alle Kraft sollte jenen gewidmet sein, die geistig erwachen und nach dem wahren Sinn ihres Daseins suchen. Nur ihnen wendet sich das Licht in dieser Zeit zu, denn sie sind es, die in dieser Zeit nicht verlassen werden dürfen.
Diese Erwachenden werden die schrecklichen Folgen erkennen, die die Abkehr der Menschheit vom reinen und innersten Weg eines wachen Empfindens mit sich bringt. Dieser Weg wurde uns vom Lichte von Anbeginn an gezeigt, damit wir ihm folgen können und unser Leben zur Erfüllung der Gabe des Schöpfers, des bewußten Seins, werde.
Frieden und freudige Hoffnung sollten das innere geistige Empfinden erwachter Menschen durchdringen, denn sie sind es, die der Schöpfer auf dieser Erde haben möchte. Der Schutz des Lichtes umgibt jeden, der versucht, sein Leben immer bewußter nach dem Willen des Schöpfers zu gestalten. Es bedarf nur Mut und Geduld gegenüber dem, was sich noch nicht herausgebildet hat und was noch nicht auf Erden sichtbar geworden ist, selbst wenn es Widerstand bis hin zum Ekel hervorruft.
Dies sollte jedoch niemals Besorgnis oder gar Furcht in einem reinen Menschen hervorrufen, denn alles Gute und Reine steht unter dem Schutze des Lichts.
Unsere Zeit wird für eine gewisse Zeit ein einziger großer Zug des Bösen und der Unreinheit sein, denn alles, was in den Menschen ist, muß vollständig offenbart, sichtbar gemacht und dadurch verurteilt werden, um anschließend vernichtet werden zu können.
Doch Menschen, die nach dem Lichte streben, müssen innerlich und äußerlich unter den gegebenen Umständen so wirken, daß sie ihren eigenen Wert in sich stets verteidigen können. Und dies ist so weit, daß ein Mensch, der dies richtig versteht und in allen Lebenslagen entsprechend handelt, vom Licht so geleitet werden kann, anderen beizustehen und gleichzeitig seinen eigenen Kampf zu führen.
Daher sollte nichts Anlaß zum Klagen und Jammern über das Geschehen geben. Denn nichts geschieht ohne Grund, weder im Großen noch im Kleinen.
So sehr die heutigen Ereignisse auch eine Entwicklung in die falsche Richtung zu sein scheinen mögen, müssen wir wissen, daß wir sie mit jeder inneren Regung, jedem Gedanken und jeder Handlung beeinflussen können. Dies sollte uns zu größerer Hoffnung und Begeisterung führen, denn durch unsere geistigen Kräfte können wir unserer Welt jederzeit Harmonie und Frieden schenken und damit den Grundstein für eine bessere Zukunft legen.
Selbst das kleinste Wollen eines Einzelnen hat einen enormen Einfluß auf das Weltgeschehen und kann ihn zu dem Guten oder zum Schlechten beeinflussen. Mögen die Menschen dies in unserer ernsten Zeit erkennen, in der das Licht des Menschensohnes alles immer mehr durchdringt, damit es seine Früchte trägt und an diesen Früchten nun gemessen wird.