MENSCHLICHES WOLLEN IM GEWEBE DER

FÄDEN DES SCHICKSALS

DURCH DIE VANEN / NORNEN

Ich möchte hier kurz erwähnen, daß wir Vanen aus der Mythologie eher mit dem Namen Nornen kennen. Es handelt sich um diese Wesenhaften Diener, die für das Weben unseres Schicksals zuständig sind, also jene, welche die Fäden unserer Schicksale weben, das mit dem Gesetz der Wechselwirkung, oder der Saat und Ernte einhergeht.

Der menschliche Geist ist sich noch immer nicht ausreichend der Macht bewußt, die er mit seiner Entscheidungsfindung ausübt, die seine Entwicklung lenkt und unzählige Ereignisse um ihn herum formt.

ER ERKENNT NICHT, WAS ALLES WIE VON SELBST IM SCHÖPFUNGSWERK GOTTES GETAN WIRD, UM DEN WEG ZU BEREITEN, DEN ER EINES TAGES GEHEN MUß, UM DIE ERNTE DESSEN EINZUBRINGEN, WAS ER GESÄT HAT.

Wenn wir von all den Menschen absehen, die sich nicht dafür interessieren und sich überhaupt nicht darum kümmern, was aus ihrem Wollen und Denken entsteht, dann werden auch die Übriggebliebenen, die manchmal darüber nachgedacht haben, sich die Lebendigkeit, die mit diesen Geschehnissen verbunden ist, größtenteils nicht vorstellen können.

Wissende ahnen, daß aus ihrem Wollen heraus die Fäden gebildet werden, deren weitere Entwicklung den Schöpfungsgesetzen unterliegt.

DIE AUS DEM MENSCHLICHEM WOLLEN ENTSTEHENDEN FÄDEN SIND GENAU DAS, WOVON DER GOTTESSOHN JESUS GESPROCHEN HAT, ALS ER KUNDTAT, DAß DIESE EINES TAGES BIS AUF DEN LETZTEN HELLER BEZAHLT WERDEN MÜSSEN.

UND ES SIND GENAU DIESE FÄDEN, HERVORGEHEND AUS DEM WEBEN DER EDLEN NORNEN, VON DENEN ES UM JEDEN MENSCHEN EINE GROßE ANZAHL GIBT, WELCHE IN DIE FERNE FÜHREN, UM SIE DANN AUCH WIEDER ZURÜCKZUBRINGEN.

Während die Wissenden um die Gesetze der Schöpfung, des Gesetzes der Wechselwirkung, des Saat – und Erntegesetzes wissen, bleibt ihre Arbeit in Wahrheit ein unergründliches Mysterium, zu dem selbst die weisesten Experten schweigen müssen.

Das Weben der Nornen/Vanen ist für die Erdenmenschen unverständlich, vor allem die Geschwindigkeit, mit der sie arbeiten, denn die Menschen können sich nicht vorstellen, daß es irgend jemanden gibt, der wirklich ihr vollständiges Wollen in seiner ganzen Vielfalt und Vielseitigkeit gänzlich auf einmal einfangen und daraus das ganze vollständige Gewebe des Schicksals herstellen kann.

Dennoch ist es so, und es ist diesen WESENHAFTEN DIENERN, DIE IM WILLEN GOTTES SCHWINGEN, nicht allzu schwer, alles durch ihre Hände zu führen bis zur letzten Faser, die aus dem Wollen des Menschen in den verschiedenen Ebenen entsteht.

Sie wirken anders als es in den Vorstellungen der Menschen vom Weben lebt.

Die Vanen/Nornen arbeiten immer mit Strahlung und lenken diese, sie führen sie gleichzeitig schon in dem Moment weiter, in dem ein Mensch kaum Zeit hat zu erkennen, daß sein Wollen in das irdische Bewußtsein eingegriffen hat.

Die Geschwindigkeit des materiellen Lichtes, wenn wir dies als Vergleichsmaßstab nehmen, wie Menschen Entfernungen im Raum messen, ist unvergleichlich dicht und langsam gegen das Weben der Vanen.

Gerade die Schnelligkeit macht die Arbeit dieser Wesenhaften Diener für einen Menschen zu einem unfaßbaren Bild, denn in einem einzigen Augenblick schießen aus einem Menschen tausend glühende Fäden ins All hinaus, die seine Gefühle, Empfindungen, Gedanken und auch deren Widerspiegelung in den äußeren Handlungen tragen.

Die Fäden strömen aus und fließen in einem beständigen Fluß, ohne daß dieser Fluß anhalten und bewegungslos bleiben kann, denn der Geist kann in seiner Art nicht ohne Schwung in seinem Willen bleiben.

Sein Wesen bewegt sich in der Ausstrahlung von Wünschen und Begierden, die sich seiner Reife entsprechend in ihm ausbilden bis hin zu der reinen Klarheit, in welcher er gereinigt in seinem geistigen Licht erstrahlt.

Daher ist jeder Mensch hier in der Materie ein Ausgangspunkt für das Aussenden von Strahlen, welche sich kreuzen, verflechten und einander verstärken, oder zu anderen Zeiten abschwächen und in einem schnellen Erlöschen abfallen können, um sofort durch das neue Strahlen eines anderen Wollens ersetzt zu werden.

Es ist möglich, es mit einer immerwährenden Quelle zu vergleichen, aus der ständig verschiedenfarbige helle und dunkle Strahlen in alle Richtungen schießen, um nach einiger Zeit zurückzukehren und mit neuen Arten von Strahlen zu kollidieren, welche wieder in alle Richtungen hinausschießen.

Diese Vorgänge verbinden alles zu einem einheitlichen Ganzen, in dessen Zentrum ein Geist steht, der ihnen durch seine Ausstrahlung Bewegung und Vielfalt verleiht.

Dieser ist der Ausgangspunkt und zugleich die empfangende Kraft, die in all dem Weben als sendender und empfangender Kern steht und der mit seiner Wahl immer neue Fäden in alle Richtungen aussendet, welche nach einer bestimmten Zeit wiederkehren werden.

Man muß es sich zumindest teilweise wie die Handlung eines Filmes vorstellen, in welchem die Hand des Künstlers ein Gesamtbild aus aufblitzenden Ereignissen erschafft, die sich ständig in Bewegung befinden und verändern, je nachdem, was ausstrahlt, was zurückkommt, und was sich aus ihrem Zusammentreffen ergibt.

Zum noch besseren Verständnis tut es dem Menschen vielleicht auch gut, sich die Formen vorzustellen, die sich daraus bilden und welche als Nebenprodukt der ausgesendeten Strahlen in einer gewissen Entschleunigung in den Raum hinaustreiben, in dem sie sich dann in ihrem eigenen Schwung und ihrer eigenen Kraft zu behaupten suchen, so wie ihnen der Mensch diese zu Beginn ihrer Entstehung eingeprägt hat.

Dieser Raum der einzelnen Sphären oder Ebenen der Denk – und Anschauungsformen ist voll von unterschiedlich schnellem Leben, in dem sich alles entwickelt, verbindet, verzahnt, sich intensiviert oder wieder verwelkt und zerfällt.

Aber wir schweifen schon ab, denn es sind die Wesenhaften, die diese Formen von den Vanen/Nornen übernehmen, um daraus ganze Szenen und Landschaften in den Welten von feinerer, durchlässigerer Dichte zu formen, als es diese Welt der grobstofflichen Materie darstellt.

Erwähnen wir nur ganz schnell das Bild, daß die kleinen Elementarwesen hier auf der Erde, so also die bekannten Elfen und Zwerge und Alfars, teilweise ebenso unter diesem Einfluß arbeiten müssen, welche dann, beeinflußt durch das Handeln der Menschen, das vorherrschende Wollen der Menschheit in die Welt des Lebens der Natur übertragen.

Auch hier finden wir somit die Bestätigung, daß viele Arten winziger Lebensformen in der Natur, die immer weiter verbreitet werden und die Mission haben, zu ärgern oder Krankheiten zu bringen, nur eine Widerspiegelung des geistigen Zustandes des größten Teiles der Menschen auf der Erde sind.

Wenn die Menschen in ihren Bemühungen eine Wendung nehmen und sich höher zum Licht erheben würden, würden viele dieser lästigen Formen aussterben, verschwinden und es würde keine mehr von ihnen geben.

Gleichzeitig würden sie sogar durch schönere, angenehmere und für den Menschen nützlichere Lebensformen verdrängt.

Daher ist die heutige Überwucherung von Arten, die den Menschen bedrängen und belästigen, wenn er ins Freie geht, nur eine wiederkehrende Offenbarung des inneren Denkens und des intuitiven Zustandes der Mehrheit der Menschen.

Dies ist jedoch nichts im Vergleich zu dem, was die Wesenhaften in den feinstofflichen Welten für die ankommenden Menschenseelen als Ergebnis ihres Strebens und Wollens während ihrer Zeit auf der Erde zu formen haben.

Aber kehren wir zu den Nornen und den Fäden zurück, die sie für das Schicksal eines jeden einzelnen Menschen gewebt haben.

Für ein besseres Verständnis ist es gut, als Grundlage zumindest ein Bewußtsein dafür zu entwickeln, daß alles um einen Menschen herum lebt und webt und arbeitet und Bedingungen bildet und formt, die seinen längerfristigen und stärksten Motiven entsprechen, die wir Wollen nennen.

Es ist für den Menschen notwendig, dies als eine Tatsache zu akzeptieren und innerlich zu verstehen, auch wenn es außerhalb seiner Macht liegt, die mit dem Weben der Nornen verbundene belebende Gestaltung zu begreifen.

Es gibt keinen Menschen, der alles ständig und in seiner Gesamtheit überblicken könnte, denn das Werk des von den Nornen verwalteten Räderwerkes läuft in alle Richtungen und ist so allumfassend und gleichzeitig so schnell, daß das menschliche Auge niemals all dieses Wesen der Strahlung erfassen könnte, das in Wirklichkeit alles ist, was in den Welten der Materie vor sich geht.

Hin und wieder kann ein Mensch Bilder davon wahrnehmen, die ihn entweder erschrecken oder in Hochstimmung versetzen.

Vor allem auch im Schlaf, wenn die Vereinigung des Körpers mit der Seele gelöst ist, kann die Seele einiges davon beobachten und miterleben.

Daraus ergeben sich dann jene Einblicke, die Träume genannt werden, welche all diese bekannten Verwirrungen und Unklarheiten enthalten für das Erfassen des Verstandes.

Oft ergeben sich diese als jener Moment, der einen Einblick in die von den Vanen/Nornen gewebten Bilder geben könnte, seien es nun Bilder aus der eigenen Weberei oder aus der Weberei von nahestehenden Menschen, mit denen man vielleicht gerade in Gedanken verbunden ist.

Das Wollen des Menschen, das sich aus seinem Entscheidungswillen ergibt, kann man als ständig pulsierende Strahlungsströme oder anders ausgedrückt als ein unaufhörliches Weben der Strahlungen beschreiben, das nicht einmal für einen Augenblick stillstehen oder angehalten werden kann, weil es sich aus dem Wesensmerkmal der herniedersinkenden Reise der Geistfunken in die Welten der Stofflichkeit ergibt.

Vom allerersten Moment des Wollens an, das sich als Bewegung in der Leuchtkraft des Geistesfunkens zeigt, folgt alles diesem Wollen, entfaltet sich wie ein endloses Fadengewebe, das ohne einmal anzuhalten läuft und später dann bis zur völligen Erschöpfung und Vergänglichkeit dahinschwindet, welche nur auf zwei Wegen eintreffen können.

Entweder erreicht der Geist dieses Aufhören des Strahlungswebens in den materiellen Sphären, indem er durch seine Aufhellung einen solchen Grad an Strahlkraft erlangt, daß seine Hüllen der Seele fein und durchsichtig werden, bis sie schließlich in den Höchsten Wesenhaften Gärten, die für die Einbettung und den Aufstieg des menschlichen Geistes auf seinem Entwicklungsweg durch die Stofflichkeiten bestimmt sind, zu goldenem Staub verbrennt, oder das Weben endet ganz am entgegengesetzten Ende der Materiellen Welten, wo die Dichte und Schwerkraft für den Geistesfunken unhaltbar werden und er unter dieser Schwere sein Bewußtsein verlieren muß.

In beiden Fällen hören die Hände der edlen Vanen/Nornen erst in diesem Moment auf, das Gewebe des Lebens des menschlichen Geistes zu weben, denn er wird dann in seiner Wegweisung aus dem Werke der Nachschöpfung verdrängt.

Entweder wird der Geist nach oben verdrängt, indem ihn seine Ausstrahlung in die Geistige Schöpfung versetzt, wo die hell leuchtende Flamme des Geistes in den Gärten Geistiger Höhen in seliger Tätigkeit weitere Anwendung findet, oder er wird nach unten verdrängt, wobei diese Richtung in dem Augenblick der Vertreibung einen Verlust seines sich erworbenen Selbstbewußtseins nach sich zieht, wobei hernach durch die Wirkungen der allgegenwärtigen Schöpfungsgesetze der Geistfunke dann wieder nach oben gezogen wird, und bei dieser Rückkehr an den Ort, von dem er ausgegangen ist, er zugleich sein Bewußtsein verlieren muß, denn Halbbewußtsein und Unreife können nicht im Druck des Lichtes bestehen bleiben und müssen daher in diesem Reinigungsprozeß verbrennen.

So hält also der Mensch buchstäblich sein Schicksal, den kommenden Segen oder auch die Vernichtung der erworbenen Seelenhüllen in seinen Händen.

Niemand sonst kann sich in seinen Weg einmischen, um ihn gegen seinen Willen an einen anderen Ort zu lenken.

Das Stärkste ist immer die Entscheidung im inneren Menschen, der entweder dem Licht zustrebt oder sich durch seinen Willen vom Licht entfernt.

WENN ALSO DIESES WOLLEN DIE GESTALT EINES VERZWEIFELTEN HILFESCHREIES ANNIMMT, SEI ES AUCH DIE FLEHENTLICHSTE BITTE UM EIN ERWACHEN DER ERKENNTNIS DES BÖSEN, AN DEM DER GEIST BETEILIGT WAR, KANN MAN SICH IMMER DARAUF VERLASSEN, DAß IN DIESEM MOMENT AUS SEINEM INNEREN HERAUS SOFORT FÄDEN NACH OBEN GEWOBEN WERDEN.

Ob diese Fäden, die aus dem inbrünstigen Hilferuf nach dem Lichte hervorsprudelten, ausreichen werden, den Geist in seinem Fall aufzufangen, ihn vor dem Untergang zu bewahren, wird immer und allein durch das Kräftegleichgewicht der Schicksalsfäden bestimmt.

Es ist und bleibt immer notwendig zu wissen, daß alle Schicksalsfäden, die von den Vanen/Nornen gewebt werden, eines Tages zu uns zurückkehren und durchlebt werden müssen.

Wobei sich die Menschen jedoch in dieser Hinsicht nicht für immer behäbig auf das grobstoffliche Universum verlassen können, das die Grundlage für die Möglichkeit bietet, viele wechselseitige Schicksalsfäden abzulösen, um dauerhaft hier zu weilen und daß dieses Universum auf sie wartet, bis sie sich endlich nach ihrer langen Zeit des Umherirrens entscheiden würden, wieder dem Lichte entgegenzustreben.

Die Dauer der Periode des Raumes zum Leben hier auf dieser Erde ist begrenzt und kann nicht als unendlich betrachtet werden, denn sicherlich wird der Moment kommen, wo die grobstoffliche Materie des Universums und die in ihr verwurzelten Wesenhaften Kräfte erschöpft sind, so daß der Stoff in eine Mühle gezogen werden muß, in einen Trichter, welcher die Elementarteilchen durch Zerfall und Auflösung einer Umwandlung zuführt, wo jene sodann in die Gärten von Asgard in die besagten Ozeane aufsteigen, um neu belebt und für den neuen Aufbau der grobstofflichen Welten wieder verwendet zu werden.

Und all dies ist den meisten Menschen unbekannt, obwohl darin die natürlichste Tatsächlichkeit und Folgerichtigkeit eingebettet ist, die für alles gilt, was in GOTTES SCHÖPFUNGSWERK entsteht.

DER MENSCHLICHE GEIST HÄLT DAS RUDER SEINER WANDERUNGEN DURCH DIE EBENEN DES WERKES DER NACHSCHÖPFUNG IN SEINER HAND, DIE ALS ORT SEINER REIFUNG VORGESEHEN IST.

UND WEIL DER WILLE GOTTES ÜBERAUS GERECHT IST, BEDEUTET DIESES SINNBILDLICHE RUDER IMMER NUR DAS GENAUESTE ERGEBNIS ALLER FÄDEN DES SCHICKSALS, DIE IN DER FORM DES WILLENS DES MENSCHEN AUFGEGANGEN SIND, WÄHREND ER DURCH DIE EBENEN DER MATERIELLEN WELTEN GEPILGERT IST.

AUS DIESER RESULTANTE KANN MAN DIE GERECHTIGKEIT GOTTES, DIE PARZIVAL ALS WÄCHTER DES SCHÖPFUNGSWERKES IN DER GRALSBURG IN SEINEN HÄNDEN HÄLT, WAHRHAFTIG IN EINEM EINZIGEN AUGENBLICK ERKENNEN, SO AUCH OB EIN MENSCHENGEIST AUF DEM WEGE ZUM LICHT IST ODER NOCH WEITER IN DAS VERDERBEN STÜRZT.

DIE FÄDEN DES SCHICKSALS, DIE DIE VANEN/NORNEN IMMER BEREIT SIND, IHM ZUM GERICHT ÜBER DEN JEWEILIGEN GEIST, DEN ER, ALS RICHTER IM HEILIGEN GERICHT GOTTES, RUFT, ZU BRINGEN, SEINEN GEISTIGEN NAMEN NENNEND, UNTER DEM JENER IM BUCHE DES LEBENS GESCHRIEBEN STEHT, HABEN DIE BESTE ERKLÄRUNGSKRAFT FÜR DIE LEBENDIGKEIT ODER LEBLOSIGKEIT, DAS GUTE ODER DAS BÖSE WOLLEN, DAS EINEN MENSCHEN KENNZEICHNET.

DAS ÜBERWIEGENDE WOLLEN, DAS SICH BEZÜGLICH DER WEITEREN ENTWICKLUNG DER STOFFLICHEN WELTEN IN DER NACHSCHÖPFUNG, SEI ES NACH OBEN WEISEND ODER NACH UNTEN, EINER GEWISSEN GRENZE GENÄHERT HAT, ZIEHT IN DIESEM AUGENBLICK DEN WEG DER NÄCHSTEN REISE DES GEISTES NACH SICH.

DIES GILT NICHT NUR FÜR DEN EINZELNEN, SONDERN DER RICHTER SIEHT IN EINEM EINZIGEN AUGENBLICK MIT SEINEN AUGEN DEN ZUSTAND DER GESAMTEN MENSCHHEIT, INDEM SEIN LEUCHTENDER STRAHL EINEN HÖHEREN DRUCK AUSÜBT, UM SO DIE FÄDEN DES SCHICKSALS ALLER MENSCHEN ZUM AUSDRUCK ZU BRINGEN.

IN EINEM EINZIGEN BLICK DES STRAHL PARZIVALS OFFENBART SICH DIE GANZE MENSCHHEIT IN IHRER REIFE, UNREIFE ODER ÜBERREIFE.

Die Schwingung des Strahl Parzivals bewirkt einen Druck, der wie Urteilsschläge wirkt, bei dem alles in den Fäden des Schicksals in beschleunigte Bewegung versetzt wird und so plötzlich klar wird, was einem Geiste nun weiterhin auf seinem Weg begegnet.

Dieses Geschehen ist kein Werk des Urteils über den einzelnen Willen eines Menschen in der kurzen Spanne seines jetzigen Erdenlebens, sondern es ist immer nur das Ergebnis der Art von Schicksalsfäden aus seinem ganzen langen Dasein wiederholter Leben, die alle durch das Weben der Vanen/Nornen zusammengeführt werden, wo alles sorgfältig eingefangen wird und auch mit größter Sorgfalt für jeden einzelnen Menschengeist zur weiteren Entwicklung verwaltet wird.

Das, was zu durchleben war, ist einem Menschen schon zugetragen worden, und er hat dann im Erleben des Wiederkehrenden abermals neue Schicksalsfäden gewoben, genau in der Art, wie er die wiederkehrenden Schicksalsfäden durch seine inneren Bewegungen aufgenommen hat.

So entsteht aus dem Wiederkehrenden immer wieder ein Neues, getreu der Art und Weise, wie der Geist das Alte, was zu ihm zurückkehrt, annimmt und erlebt.

Wie der Geist erlebt und annimmt, was zu ihm zurückkehrt, bildet für ihn sofort neue Ausblicke auf seinem weiteren Weg.

Gesegnet sind diejenigen, die das Wiederkehrende mit Demut und Geduld und ohne zu murren annehmen, auch nicht nach einer äußeren Ursache suchen und die Gründe für ihr Erleben nicht anderen oder einem widrigen Schicksal zuschreiben, sondern alleine sich selbst.

Es wird ihnen so viel leichter gelingen, die Fäden zu lösen, und aus diesen inneren Regungen, mit denen sie das, was zurückkehrt, empfangen, können sie neue lebendige Fäden des Schicksals weben, die sie hinauf zum Lichte führen.

So wirken sich große Geschehen rund um jeden einzelnen Menschen aus, ohne daß dieser vielleicht auch nur das Geringste davon ahnt.

Es bleibt den meisten Menschen verborgen, und so taumeln sie weiter durch ihr Leben wie Blinde auf verirrten Wegen.

In Wirklichkeit aber ist alles in Deutlichkeit und Offensichtlichkeit in der klarsten vollkommenen Gerechtigkeit gestaltet, die über allem herrscht und eine Ordnung vermittelt und somit nicht die geringste Zufälligkeit in der Wiederkehr der bereits gebildeten Schicksalsfäden zuläßt.

Außerdem kommt nichts aus diesen Schicksalsfäden jemals zu einer Person, ohne sie über die Rückkehr zu informieren.

Da sind die Geburtsbedingungen, die Richtung und Ziel eines bestimmten irdischen Daseins vorgeben, da ist das Wirken der Sterne, und da ist auch das kostbarste Geschenk der Möglichkeit einer symbolischen Sühne, welche als Gelegenheit vorausgeht, alles zu sühnen, was durch einen vor der Rückkehr erwachten reinen Willen eines Menschen dann gemildert zurückkehrt.

Dieses neu einsetzende reine, allumfassende Wollen eines Menschen bewirkt immer eine unmittelbare Abmilderung der Kraft der Schicksalsfäden, bevor das Erleben selbst in voller Wucht bei einem Menschen eintrifft.

Der Mensch ist von so vielen Hilfen umgeben, daß er gar nicht im geringsten ahnt, wie groß die Liebende Güte ist, die ihm ständig zuströmt, die ihn dabei unterstützt, alles durchzustehen und somit seine Erfahrungen der wiederkehrenden Schicksalsfäden für das Reifen seines Geistes sowie für seinen Aufstieg fruchtbringend zu nutzen.

So kann sich ein Mensch einen Fadenstrahl vorstellen, der aus etwas Gemeinem resultiert, was er einem seiner Mitmenschen angetan hat.

Hier geben wir ein Beispiel:

Angenommen, jemand hat einem anderen durch die Verleumdung, die er über diesen Mitmenschen verbreitet hat, Schwierigkeiten im Leben bereitet.

Der daraus gewobene Faden strömt genau nach der Stärke des in ihn gesetzten Wollens.

Er fließt weiter in die ätherische Sphäre, wo die Wesenhaften daraus eine Vorbereitung für die mögliche Wohnstätte der Seele weben, sollte sie die Erde verlassen, bevor sie eine Rückwirkung dieses Schicksalsfadens im physischen Körper erfahren konnte.

Von dort kehrt er natürlich, nachdem er von den Händen der Wesenhaften in jenseitiger Sphäre verankert ist, zurück und bietet die Möglichkeit des rückwirkenden Erlebens im gegebenen Erdenleben des Menschen.

Findet er ihn im irdischen Leib, so bietet er ihm zuvor mehr als einmal Gelegenheit, den Ekel über ein solches Verhalten zu empfinden, und die betreffende Person kann somit daran arbeiten, zum Beispiel die Verleumdung eines anderen, der falsch beschuldigt wird, wie er es einst selbst getan hat auf ähnliche Weise, wiedergutzumachen.

Wenn aber der wiederkehrende Schicksalsfaden nicht die genügende Zeit hatte, für das entsprechende Erlebnis die rechte Anordnung in Weisheit zu finden, und wenn somit die Seele des Betreffenden inzwischen ihren physischen Körper abgelegt hat, wartet auf ihn, sofern er sich nicht inzwischen zum Besseren verändert hat, oder, wenn er im Gegenteil noch mehr dem Schlechteren verfallen ist, ein von den Wesenhaften Dienern geformter Ort, zu dem er wandern und folgerichtig seine Häßlichkeit in Form einer sumpfigen Landschaft erleben muß, die keinen festen Boden hat und in der alles immer tiefer und tiefer in die Tiefe klebriger, stinkender Materie sinkt.

Wenn die Seele hier allerdings Fortschritte macht, wird ihr ein Weg zur Sühne angeboten, und sie wird in einem nächsten Leben wieder in ähnliche Erfahrungen gebracht, um zu beweisen, ob sie dem standhalten kann.

In der Zwischenzeit wird dieser Mensch sich auch an die andere verletzte Seele wenden können, um diese auf irgendeine Weise um Vergebung zu bitten, sofern diese die bittere Enttäuschung, die sie erfahren hat, noch nicht verzeihen konnte, damit sich beide Seelen wirklich weiter entwickeln können.

Es gibt aber auch noch viele andere Möglichkeiten, da hier die Einstellung des Ruders durch das Wollen des einzelnen Menschen ebenfalls eine große Rolle spielt.

Alles ist lebendig in den Fäden der Nornen, und mit jedem starken individuellen Wollen des Geistes richten sich die Schicksalsfäden sofort neu aus und warten dann pulsierend geduldig ihre Zeit ab, bis sie ein Erleben zur Wiedergutmachung hervorrufen.

Nicht alle Fäden lassen sich so aufstellen, daß alles schnell und ohne Verzögerung zum Menschen zurückkehrt, wie sich sicherlich viele wünschen würden, um schnellstmöglich befreit zu werden.

Es dauert oft lange, bis es in höchster Weisheit möglich ist, alles wieder zusammenzubringen, was für die nächste Erdenreise eines Menschen notwendig ist, damit er den Weg zur Befreiung weitergehen kann.

Auch entscheiden sich viele Seelen zu der Einstellung, daß Reichtum oder Schönheit aus ihrer Sicht in der feinstofflichen Welt auf der Erde dann keine Rolle spielen sollen, für ein schwieriges irdisches Leben, nur um die wichtigsten Schicksalsfäden ablegen zu können, die sie auf ihrem weiteren Weg zum Licht behindern.

Leider erinnern sie sich auf der Erde an nichts davon und lassen sich unter dem Einfluß anderer in zusätzliche dumme Dinge hineinziehen, die neue Sühnefäden entstehen lassen, anstatt das Wichtigste für ihren Fortschritt und Aufstieg zu erfüllen, wofür sie auf die Erde gekommen sind.

Davon könnte man endlos reden, denn jeder einzelne Mensch geht einen ganz eigenen Weg, der aus den von den Wesenhaften gewobenen Schicksalsfäden genau alles das in sich hat, was für das Erleben des Geistes notwendig ist, damit dieser immer und überall darnach streben kann, zum Lichte aufzusteigen.

Wir können hier nur wiederholen, daß das Bewahren des Herdes der eigenen Motive und Gedanken in Reinheit und freudevollem Streben die beste Ausrüstung ist, die ein Mensch hat, um alle Schicksalsfäden zu überwinden, die sich noch bilden müssen oder die sich bereits gebildet haben und noch zu ihm zurückkehren müssen.

Es gibt keinen stärkeren Herrscher über das eigene Schicksal als den Menschen selbst.

Die Gesetze der Schöpfung, die immer um ihn herum wirken, werden ihm immer nur das bringen, was er durch seinen eigenen Willen verursacht hat.

Die edlen Nornen werden ihn dabei durch ihre Arbeit unterstützen, für die sie zum bewußten Leben auf dem Gipfel der Wesenhaften Gärten von Asgard berufen wurden.

 

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