KREISE DES FRIEDENS I
DER UNBEKANNTE SEGEN DER MAGNETISCHEN ANZIEHUNG DES GESETZES DER GLEICHART
Die Auswirkungen des Gesetzes der Anziehung der gleichen Art sind gewaltig und von immenser Bedeutung.
In den Entfaltungen seiner Wirkungen liegen viele außerordentliche Segnungen für die Bemühungen des Menschen, sofern dieses Gesetz richtig erkannt und befolgt wird.
Doch genau darin liegt eine große Schwierigkeit:
DENN NUR WENIGE KÖNNEN HEUTE VON SICH BEHAUPTEN, WIRKLICH ZU VERSTEHEN, WAS DAS GESETZ DER ANZIEHUNG IN SICH BIRGT UND INSBESONDERE, WIE ES MIT ALL SEINEN AUSWIRKUNGEN AUF DIE MENSCHEN WIRKT.
Daher wird dieses Gesetz nur zögerlich uneinheitlich und inkonsequent angewendet, verglichen mit der Art und Weise, wie es bereits behandelt werden sollte, damit seine Wirkungen die darin liegenden guten Früchte tragen können.
Nur wenig wird erahnt von seinen im Gesetze verborgenen Auswirkungen, anstatt daß die Menschen diesem Gesetz beständig und dankbar folgen.
Man kann sagen, daß die Mehrheit der Menschenwelt eher gegen die Wohltaten dieses Gesetzes eingestellt ist, anstatt sich im Einklang mit ihm zu empfinden und auch so zu handeln, wodurch es den Menschen durch seine Wirkungen in der Folge nur Segen bringen würde.
Tatsächlich besteht, insbesondere heutzutage, ein großes Bestreben der Menschen, um dieses Gesetz als etwas abzutun und beiseite zu drängen, das nicht in die allgemeine gesellschaftliche Stimmung paßt.
Die Grenzen, innerhalb derer sich der Segen der Wirkung dieses Gesetzes wirksam entfaltet, werden von den Menschen bei jeder sich bietenden Gelegenheit überschritten.
Zur Verdeutlichung sei hinzugefügt, daß es hier um die Anerkennung und Anwendung der Wirkung dieses Gesetzes im täglichen Leben unter den Menschen und in der Gesellschaft geht, nicht um die Arbeit mit den äußeren Naturphänomenen, also im Rahmen der Physik, der Chemie oder anderer Zweige der Naturwissenschaften.
In dieser Hinsicht steht die Wissenschaft erstaunlicherweise diesem Gesetz viel näher als die Art und Weise, wie jene ebenso gesetzmäßigen Phänomene im tatsächlichen Leben der menschlichen Gesellschaft wahrgenommen werden.
Man muß anerkennen, daß die Naturwissenschaften hier als Vorbild dienen können, wie sie versuchen, die Schöpfungsgesetze in der materiellen Welt zu akzeptieren und anzuwenden.
Dies liegt unter anderem daran, daß der Erfolg in jedem materiellen Bereich nur durch die Akzeptanz der Naturgesetze, also der Schöpfungsgesetze, möglich ist.
Anders verhält es sich jedoch im gesellschaftlichen Geschehen, also in den zwischenmenschlichen Beziehungen.
Dort wird meist so gehandelt, als ob die Gesetze der Schöpfung hier keinerlei Bedeutung oder eine Gültigkeit hätten.
Ihre Auswirkungen werden übersehen, unterdrückt und oft sogar als anstößig empfunden, wenn das Gesetz der Anziehung der Gleichen Art untereinander mit Nachdruck zwischen den Menschen selbst zur Anwendung kommt.
Es wird mit großem Eifer versucht, dieses Gesetz als überholt abzutun, als etwas, das nur in der Vergangenheit galt und heute für niemanden mehr relevant oder passend sei.
Dabei ist dieses Gesetz unveränderlich und wird den Menschen stets Segen bringen, wenn es erkannt und befolgt wird.
Gleichzeitig verursacht es aber auch Spannungen, Unruhen und letztlich überall und in allem Versagen, wenn es vernachlässigt oder bewußt umgangen wird.
Das Gesetz, das von der Notwendigkeit der Einhaltung der Gleichartigkeit spricht, wird im gesellschaftlichen Leben ignoriert, im Bildungswesen, beim Militär, in Gefängnissen und auch in den Einrichtungen für Kinder und Jugendliche geleugnet, wo es sehr oft die Ursache für Ungerechtigkeit ist.
Die Verletzung des Gesetzes der Gleichart richtet stets großen Schaden an durch jene, die sich als grober und gefühlloser zeigen gegenüber den Menschen, die sich als feinfühliger erweisen und daher auf der Erde vorübergehend schwächer und verletzlicher sind.
Das Gesetz der Gleichart bringt Segen, wenn es auch im Hinblick auf die geistige Reife der Menschen verstanden wird.
Heutzutage wird jedoch jegliche Unterscheidung in der geistigen Reife von Einzelpersonen oder der Nationen völlig außer Acht gelassen.
Die Völkerwanderungen und ihre Bemühungen um Arbeitskräfte, bei denen die Unterschiede in der geistigen Reife völlig außer Acht gelassen werden, führen zu zunehmenden Spannungen weltweit.
Die unterschiedlichsten Versuche von Führungskräften, das Unvereinbare zu vereinheitlichen, enden daher stets mit bedrohlichen Erfahrungen.
In der Geschichte haben sich diese Schritte stets als großer Schaden erwiesen, selbst in ihren irdischen Folgen.
Die geistigen Folgen sind jedoch um ein Vielfaches zerstörerischer.
Wir befinden uns jedoch an einem Wendepunkt großer Veränderungen.
Die Gärung, die all dies begleitet, wird nur das wieder an die Oberfläche bringen, was gegenwärtig übersehen wird und was im Sinne von Reinheit und Klarheit der Wahrnehmung wahrhaft wichtig und wertvoll ist.
Der Höhepunkt der Veränderungen naht.
In dieser Zeit wird das Verständnis des Gesetzes der Gleichart und seine respektvolle Umsetzung zu einem untrennbaren Bestandteil der gesellschaftlichen Wiedergeburt werden.
Viele grundlegende Entscheidungen müssen in der Neuen Ära getroffen werden, um die notwendige Harmonie dort zu erreichen, wo sie heute noch ganz offensichtlich fehlt.
Doch es gibt hier etwas noch Schwerwiegenderes, das viel tiefer in das Verständnis der Gleichart im Sinne der Anerkennung geistiger Reife reicht.
Dieses Gesetz wird gegenwärtig selbst dort verletzt, wo es in vollem Bewußtsein bereits mit Gewißheit befolgt werden sollte.
LEIDER WURDE DAS ÜBERSCHREITEN DES GESETZES DER ANZIEHUNG DERSELBEN ART TEIL DER GEISTIGEN ARBEIT, DIE DARIN BESTAND, DAS WISSEN UM DIE WAHRHEIT ÜBER DAS WERK DER SCHÖPFUNG UND DEN SCHÖPFER ZU VERBREITEN.
DAS GROẞE GESETZ, DAS AUS GOTTES ALLWEISHEIT ERWÄCHST, WIRD VERNACHLÄSSIGT, UND ZWAR ALLZU OFT, INSBESONDERE IN DER ERNSTHAFTEN GEISTIGEN ARBEIT – BEI DER WEITERGABE DER WAHRHEIT AN ANDERE.
OBWOHL UNTER DENJENIGEN, DIE DIE WAHRHEIT KENNEN, ALSO JENEN, DIE SICH MIT DER GRALSBOTSCHAFT BEFASSEN, EIN KLARES VERSTÄNDNIS DIESES GESETZES VORAUSGESETZT WIRD, DA ES AUF DEN ERSTEN BLICK KLAR UND LEICHT VERSTÄNDLICH ERSCHEINT, WIRD SEINE WAHRE BEDEUTUNG DENNOCH NICHT AUSREICHEND ERKANNT UND NICHT UMFÄNGLICH BEACHTET UND SOMIT AUCH NICHT ANGEWENDET.
WÄRE DIES DER FALL, SÄHE DIE VERBREITUNG DER WAHRHEIT AUF ERDEN HEUTE VÖLLIG ANDERS AUS.
Es ist fast sicher, dass sich nun Stimmen erheben werden, die diese Worte ablehnen.
Viele, die die Gralsbotschaft kennen, sind stolz auf ihr eigenes Wissen über die Schöpfungsgesetze.
Leider neigen wir als Menschen, die vom irdischen Verstand geleitet werden, allzu oft dazu, anzunehmen, wir hätten alles verstanden und würden es auch richtig anwenden.
Viele wiederholen dies immer wieder, um sich und andere zu beruhigen.
Doch das ändert jedoch nichts an den Früchten, was bestätigt, daß dieses Gesetz nicht gut genug verstanden wird.
Die Früchte beweisen, wie sehr es bei der Wirkung nach außen übersehen wird, wenn es darum geht, Menschen zu helfen, die nach Antworten auf die ernsten Fragen des Lebens suchen.
Das ist in der Tat der Fall.
Nun stellt sich die Frage:
Wo liegt der schwerwiegende Fehler im Hinblick auf das Gesetz, das die Bedingung für die Einhaltung gleichartiger magnetischer Anziehung beschreibt?
Die Antwort ist nicht schwer.
DIES LIEGT DARAN, DAß DURCH DIE FEHLERHAFTE VORGEHENSWEISE DERJENIGEN, DIE DIE GRALSBOTSCHAFT IN IHREN HÄNDEN HALTEN UND ÖFFENTLICH VERBREITEN WOLLEN, HINDERNISSE FÜR ALLE SUCHENDEN GESCHAFFEN WERDEN, DA DEN FEINEN AUSPRÄGUNGEN DES WIRKENS DES GESETZES DER MAGNETISCHEN ANZIEHUNG NICHT GENÜGEND AUFMERKSAMKEIT GESCHENKT WIRD.
DIE INDIVIDUELLEN STUFEN DER REIFE GEISTIG ERWACHENDER MENSCHEN WERDEN ZU LEICHTFERTIG ÜBERSPRUNGEN.
VIELE HELFEN WOLLENDE WENDEN METHODEN AN, DIE DEN WISSENSSTAND DER SUCHENDEN IN BEZUG AUF DAS VERSTÄNDNIS HÖHERER BEGRIFFE NICHT BERÜCKSICHTIGEN.
ANSTATT VON GRUND AUF ZU BEGINNEN, WIRD IHNEN DAS HÖCHSTE WISSEN ANGEBOTEN.
AN DIESEN METHODEN WIRD OFT MIT UNVORSTELLBARER HARTNÄCKIGKEIT FESTGEHALTEN.
DAS PROBLEM BESTEHT DARIN, DAß BEGRIFFE UND WISSENSFRAGMENTE IN DIE ERSTE ANSPRACHE AN DIE SUCHENDEN EINGEFÜHRT WERDEN, DIE EINEM VIEL SPÄTEREN STAND ALS DEM DES NOCH GRUNDLEGENDEN WISSENS ÜBER DAS WERK DER SCHÖPFUNG UND SEINE BESTANDTEILE ANGEHÖREN.
OBWOHL DER VERFASSER DER GRALSBOTSCHAFT SELBST IN VIELEN VORTRÄGEN DARAUF HINGEWIESEN HAT, WERDEN DARIN IMMER NOCH VIELE FEHLER GEMACHT.
VIELE HINDERNISSE WERDEN ÜBERSPRUNGEN, UND DADURCH ENTSTEHEN VIELE NEUE DIESER BARRIEREN, DIE DIE SUCHENDEN NICHT LEBENDIG ANZIEHEN UND SIE NICHT STUFE FÜR STUFE BERGAN FÜHREN KÖNNEN.
SO BEWIRKT DASSELBE GESETZ, DAS MIT SEINER ANZIEHENDEN KRAFT UNTERSTÜTZEND WIRKEN SOLLTE, BEI EINEM GROẞTEIL DER SUCHENDEN ABSTOẞUNG.
Dies liegt daran, daß oft viel Wissen sofort mit den grundlegenden Lebensfragen vermischt wird, was weit über das Verständnis derer hinausgeht, die erst am Anfang ihrer Wissenssuche stehen.
Menschen sollten ihrem Reifegrad entsprechend in Gruppen eingeteilt werden.
Daher ist größte Sorgfalt geboten, ob man zu Menschen spricht, die die Gralsbotschaft bereits kennen, oder ob man versucht, neue Suchende zu der Gralsbotschaft zu führen.
Dies ist ein wichtiger Punkt:
Der Segen des Lichts kann darum jenen nicht zuteilwerden, die vieles zu einer Speise mischen, die letztlich ungenießbar sein muß.
Dies gilt insbesondere für die sorgfältige Prüfung aller Texte, die veröffentlicht werden, damit sie in erster Linie dazu beitragen, die Bereitschaft und Beweglichkeit derer zu erfrischen, die das Werk der Botschaft des Grals bereits kennen.
Genau diese Texte können jedoch Menschen, die erst am Anfang ihrer Suche nach Antworten auf die grundlegenden Fragen des Lebens stehen, niemals wirklich helfen.
Es handelt sich daher um zwei völlig unterschiedliche Herangehensweisen an die Mitmenschen.
„Der Weg des Grals“ stellt die im Abschnitt „Zusätzliche Texte“ aufgeführten Texte für jene Menschen bereit, die bereits in ihren Kenntnissen mit der Botschaft des Grals vertraut sind.
Diese Texte können sich also nicht ohne jegliche Änderung an diejenigen richten, die sich erst am Anfang ihrer Erkenntnis der Zusammenhänge befinden.
Dazu gehören beispielsweise die Suche nach der Wahrheit über das Leben nach dem irdischen Tode, die Frage nach der wahren Macht der Gedanken und Empfindungen, die Frage nach wundersamen Heilungen und vieles mehr.
Man sollte niemals versuchen, ganz Verschiedenartiges zu einem Ganzen zu vermischen.
Leider geschieht dies heutzutage allzu oft.
Deshalb gibt es so viel Ernüchterung und Enttäuschung über das Scheitern ansonsten aufrichtiger Bemühungen, anderen Menschen geistig zu helfen.
Der Schaden entsteht jedoch durch die mangelnde Bereitschaft, das Gesetz der Anziehung des Gleichartigen ebenso ernsthaft zu befolgen.
WENN MAN MIT MENSCHEN SPRICHT, DIE AM ANFANG IHRER GEISTIGEN ERKENNTNISREISE STEHEN, DARF MAN NIEMALS HOHE BEGRIFFE, DIE WISSEN UND EIN VORVERSTÄNDNIS MEHRERER ZWISCHENSTUFEN DER ERKENNTNIS VORAUSSETZEN, MIT IN DIE ANSPRACHE EINER ANDEREN UND PASSENDEREN ART HINEIN MISCHEN.
WIRD DIES ÜBERSEHEN, ENTSTEHT UNWEIGERLICH VERWIRRUNG, UND DIE KLARHEIT DES WISSENS WIRD GESCHWÄCHT, DA ZUTATEN FÜR EINE SPEISE, DIE BEREITS BEI EINEM GEWISSEN GRAD AN HEILUNG UND STÄRKUNG ANGEWENDET WIRD, NICHT DER LEBENSRETTENDEN REZEPTUR FÜR SCHWERKRANKE HINZUGEFÜGT WERDEN DÜRFEN.
MAN DARF NICHT ZU VIELE SCHRITTE VORAUSEILEN IN DER ANNAHME, DIE BETREFFENDE PERSON WERDE ES VIELLEICHT ANNEHMEN UND ES WERDE IHR LETZTLICH DOCH IN IRGENDEINER WEISE NÜTZEN.
WER WIRKLICH HEILEN WILL, MUß SEINE EIGENE STRENGE SELBSTBEHERRSCHUNG UND DISZIPLIN BEWAHREN UND WISSEN, WAS GESCHWÄCHTEN SEELEN WIRKLICH WOHLTUT UND SIE NÄHRT UND AUCH, WAS FÜR SIE BEREITS ZU KRÄFTIG IN DER NAHRUNG IST.
Natürlich ist es verständlich, daß viele Menschen schnell helfen wollen, doch dies muß im Einklang mit den Schöpfungsurgesetzen stehen, zu denen auch das Gesetz der Anziehung gleicher Arten gehört.
Schritt für Schritt muß man die Suchenden auf ihrem Weg nach oben geleiten und nicht vorzueilen suchen, denn dies würde die Anziehungskraft zu immer höherem Wissen, die stets in dem richtigen Maß gespannt bleiben sollte, schnell schwächen.
Daher ist es nicht hilfreich, Begriffe in die ersten Schritte der Erkenntnis einzufügen, die einer weitaus späteren Auslegung angehören.
WIE ES BEISPIELSWEISE GESCHIEHT, WENN DEN SUCHENDEN OHNE JEGLICHE VORSTUFE DER ERKENNTNIS VERMITTELT WIRD, DER MENSCHENSOHN SEI BEREITS AUF ERDEN GEWESEN UND HABE IM RAHMEN DER GRALSBOTSCHAFT DAS HEILIGE WORT DER WAHRHEIT FÜR DIE MENSCHHEIT AUF DIE ERDE GEBRACHT.
ES IST HIERIN BEREITS EIN GROẞER SCHADEN ANGERICHTET, WENN VERSUCHT WIRD, DEN SUCHENDEN AUF DIESE WEISE ZU HELFEN, OHNE DIE NOTWENDIGE REIFE DES MENSCHLICHEN HERZENS FÜR DAS VERSTÄNDNIS ZU BERÜCKSICHTIGEN, UM ETWAS SO ERHABENES WIE DEN BEGRIFF DES MENSCHENSOHNES ZU ERFASSEN.
Wo immer die Bezugnahme auf diesen Begriff die Reife der Suchenden übersteigt, wird sein falscher Gebrauch stets eher Schaden anstatt Segen bringen.
Es bedarf eines tiefen Verständnisses der Reife des menschlichen Geistes, um diesen Begriff richtig zu erkennen und anzunehmen.
Nichts darf hierbei übersprungen oder umgangen werden.
Das Überschreiten der erforderlichen Reife widerspricht dem Gesetz der Anziehung gleicher Arten und säet daher letztlich Schaden, anstatt dessen, was geschehen würde, wenn der Begriff des Menschensohnes – wie desgleichen der Begriff von Imanuel – mit Geduld, Zurückhaltung und Besonnenheit behandelt würde.
Indem diese erhabenen Begriffe gegenüber Suchenden offen angewendet werden, schafft das Gesetz über die Gleichartigkeit ein unüberwindliches Hindernis für diese gleich zu Anfang ihres Weges.
Es wird jederzeit in Geltung stehen, daß in dieser Hinsicht ein enormer Unterschied zwischen den Suchenden und jenen besteht, die das Werk der Botschaft des Grals kennen.
Menschen, die auf ganz natürliche Weise zu der Erkenntnis der Zusammenhänge um die Begriffe des Menschensohnes und Imanuel gereift sind, begegnen Suchenden nicht angemessen, indem sie sich dann nicht dem Verständnisniveau der Mehrheit derer anzupassen suchen, die sich mit den ernsten Fragen des Lebens auseinandersetzen.
Ebenso wenig ist der Verweis auf das Wesen des Autors des Werkes „Die Gralsbotschaft“ in der Erwartung, die Seele eines Menschen voranzubringen, ein unangebrachtes Voranstürmen, das nicht dem Ziel dient, Segen für das gesamte Geschehen des Aufbauens zu bringen.
So etwas zeugt stets von Ungeduld und ist ein Zeichen von Druck, der in einer so wichtigen Angelegenheit, die die Reifung eines Menschen betrifft, niemals angebracht ist.
Die allmähliche schrittweise Entwicklung der inneren Reifung des menschlichen Geistes wird nicht berücksichtigt, der selbst alles Vorangehende, insbesondere im Zusammenhang mit diesen hohen Begriffen, erkennen und annehmen muß.
Daher sollte dem richtigen Vorgehen im Umgang mit Menschen, die nach Antworten auf ihre Fragen nach dem Sinn des Lebens suchen, mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Dieser Schritt sollte nun die Arbeit der Kreise der Ruhe und des Friedens in die richtige Richtung lenken.
Die Kreise der Ruhe sollen eine völlig neue Grundlage bilden, die den Denk – und Wahrnehmungshorizont der Suchenden berücksichtigt.
Mit den Suchenden soll Schritt für Schritt von der Grundlage ihrer anfänglichen, selbst lebhaft gezeigten Auffassungsgabe aus voran gegangen werden.
Dies erfordert einen ruhigen und geduldigen Umgang mit allen, die am Anfang ihrer Erkenntnis stehen.
Dennoch wird heutzutage fast immer erwartet, daß diese plötzlich hohe Begriffe verstehen, die für die Mehrheit vorerst außerhalb ihres Erfassungsvermögens bleiben müssen.
Dadurch wird jedoch das Gesetz der Gleichart übertreten.
Und dieser Verstoß muß bei den Suchenden eher eine Abstoßung hervorrufen, anstatt die gewünschte Anziehung auszuüben.
Diese anziehende Kraft sollte daher die klare und edle Ausstrahlung bereits fortgeschrittener Leser sein.
Jene Ausstrahlung spiegelt sich in allen Erscheinungsformen des menschlichen Verhaltens wider.
Sie findet Eingang in die gesprochene und geschriebene Form sowie in alle Formen des Verhaltens und des Handelns in dem täglichen Leben.
Diese Ausstrahlung ist eine Arbeit, die vom menschlichen Geist persönlich vollbracht werden muß.
Nichts läßt sich hier vereinfachen, indem man die Suchenden mit dem höchsten Wissen der Wahrheit überhäuft.
Soll das Gesetz der Anziehung der Gleichart seine volle Wirkung entfalten, so muß sich die Ausstrahlung hohen Wissens in der langfristigen Lebensweise derer widerspiegeln, welche geistig erwachende Menschen unterstützen möchten.
Es handelt sich um eine Ausstrahlung, welche unter allen Umständen des Erlebens der Gegenwart Spuren hoher menschlicher Werte und einer edlen würdigen Gesinnung in sich tragen soll.
Jede Verwendung hoher Begriffe sollte mit größter Empfindsamkeit und höchstem Einfühlungsvermögen erfolgen, um das Verständnis der Suchenden zu gewährleisten.
Dies erfordert Anstrengung und Zurückhaltung.
Es darf niemals voreilig vorangestürmt sein, in der Annahme, daß die Menschen später sicherlich schon zu dem rechten Verständnis heranreifen werden, um in ihrem Inneren die zuvor übereilt empfangenen hohen Begriffe zu verstehen und zu verarbeiten.
Hohe Begriffe dürfen niemals als Schutzschild dienen, um ein äußeres Handeln zu vereinfachen.
Ein solches Bemühen führt oft dazu, daß all das zerstört wird, was im menschlichen Inneren als das Wertvollste bewahrt werden sollte.
So gut gemeint es auch von vielen Menschen sein mag, es werden dennoch Teile verwendet, aus denen kein Bauwerk errichtet werden kann, das in seiner Dauerhaftigkeit allen äußeren Stürmen standhält.
Ein Haus kann nicht vom Dach aus erbaut werden, sondern nur auf einem festen Fundament, das auf dem Boden steht.
Das Wissen um die Zusammenhänge einer hohen geistigen Ebene baut auf dem Wissen um den freien Willen und die Verantwortung des Menschen auf seinem Entwicklungsweg auf.
Dies schließt das Wissen um den Kreislauf der Inkarnation als Folge der kosmischen Gesetze ein.
Ebenso das Wissen über und um die dienenden Wesenhaften Begleiter des menschlichen Geistes auf allen Ebenen der Materie.
Daraufhin aufbauend kann Wissen höherer Art erlangt werden, das die Erkenntnis der Ebenen der Primären Schöpfung umfaßt bis zu den höchsten Gipfeln des Heilgen Gral.
Der menschliche Geist reift sein ganzes Leben lang, um diese höchsten Begriffe richtig zu verstehen.
Dennoch erwartet er dann, daß andere dieselbe Arbeit und Mühe, die er selbst über längere Zeit in das Verständnis hoher Begriffe investiert hat, sogleich beim ersten Hören bewältigen.
Dies geschieht jedoch nicht, und die seltenen Ausnahmen können nicht als Bestätigung gelten.
Nur wenige Geister haben das Wissen um höchste Weisheit und Erkenntnis bereits auf diese Erde mitgebracht, sodaß sie alles leicht annehmen und verstehen können.
Die meisten Menschen, welche zu den Suchenden gehören, befinden sich weit zurück und man kann von ihnen keine großen Fortschritte in Sprüngen erwarten.
Durch die hohen Begriffe wird ein starker Druck auf das sich allmählich entwickelnde Wissen der Neuankömmlinge auf diesem Gebiet ausgeübt.
Dies bildet immer wieder die falsche Grundlage für ein umfassenderes Handeln, wenn die Suchenden zu abrupt in Zusammenhänge eingeführt werden, mit denen viele von ihnen noch nicht vertraut sind.
Die Folge ist ein Unverständnis der Begriffe, das zu Verwirrung, Ablehnung oder gar Spott, vielleicht sogar heftiger Gegenwehr gegenüber dem gesamten Werk der Gralsbotschaft führt.
Der angerichtete Schaden geht zu Lasten derer, welche durch ihr Wirken zur Gralsbotschaft führen sollen.
Und dieser Fehler bestätigt das Unverständnis des großen Gesetzes der Gleichartigkeit.
Anstatt die magnetische Anziehungskraft auf die richtige Weise immer wieder zu intensivieren, wird durch die falsche Herangehensweise die abstoßende Kraft dieses Gesetzes stetig aufrechterhalten.
All dies geschieht genau aufgrund des unzureichenden Verständnisses der Auswirkungen des Gesetzes der Gleichart innerhalb dieser sehr wichtigen Zusammenhänge im Wirken nach außen.
Wo die Bedingungen günstig eingestellt sind, wirkt das Gesetz der Gleichartigkeit in der Anziehungskraft wie ein Segen.
Werden jedoch durch die Anwendung hoher Begriffe falsche ungeeignete Bedingungen geschaffen und dadurch ein übermäßiger Anspruch an das Verständnis der Menschen erhoben, welche gerade erst erwachen, und werden diese somit überfordert, wird anstelle der magnetischen Anziehung die Abstoßung verstärkt.
Deshalb stagniert die Entwicklung rund um die Gralsbotschaft seit so langer Zeit und bleibt gelähmt oder schwächt sich sogar zunehmend ab, während wiederum andere Richtungen an Anziehungskraft und damit an Stärke gewinnen.
Es bedarf daher einer viel intensiveren Auseinandersetzung damit, wie jene, die Wissen besitzen und daraus in jedem Augenblick ihres Seins Ermutigung und Kraft schöpfen dürfen, ihre Wirksamkeit in der äußeren Welt besser gestalten können.
Es ist wichtig zu erkennen, daß das Handeln rund um die Gralsbotschaft zwei grundlegende Aspekte umfaßt.
EIN TEIL besteht in der Verbindung und Unterstützung jener, die die Gralsbotschaft bereits kennen und die darüber hinaus die ihnen als Teil des Wissens vermittelten höheren Begriffe mehr oder weniger verstehen.
Diese Gruppe kann und sollte sich in ihren jeweiligen Kreisen gegenseitig unterstützen, damit das Gesetz der Anziehung der Gleichart auch hier wirken kann.
Das heißt, die einzelnen Kreise sollten sich entsprechend der Reife und den Interessen derjenigen bilden, die über eine gewisse Kenntnis der Wahrheit verfügen und daher das Bestreben haben, diese für ihre eigenen Bedürfnisse der Erkenntnisreise sowie zum Wohle für die anderen Menschen weiterzuentwickeln.
DER ZWEITE GRUNDLEGENDE TEIL betrifft das äußere Wirken, wie es sich beispielsweise aus dem Bestreben der Hilfe und Unterstützung aller jener ergibt, die in ihrem geistigen Bewußtsein zum Erwachen drängen.
Hierfür gilt die Voraussetzung einer schrittweisen Wissenserweiterung ohne große Sprünge für die einzelnen Suchenden.
In diesem Teilbereich sollte man besonders geduldig und gütig arbeiten, insbesondere durch das persönliche Beispiel derer, die helfen, denn dies ist der beste Weg, das Gesetz der magnetischen Anziehung zu verwirklichen.
Die beiden genannten Teile dürfen nicht miteinander vermengt oder vermischt werden, in der Annahme, dadurch etwas zu beschleunigen oder etwas Besseres zum Wohle der Welt zu erschaffen.
Sollte man dies annehmen, bleibt die segensreiche Wirkung des Gesetzes der gleichartigen Anziehung, die vor allem die Anziehungskraft aus dem Grad der Erkenntnis des menschlichen Inneren einschließt, ungenutzt.
Wird das Gesetz der Anziehung jedoch befolgt, führt dies zu einem Segen in Form eines stetigen Aufschwunges der aus dem Licht herabströmenden Kräfte.
Verschiedene Reifegrade der menschlichen Seelen sollten nicht mehr vermischt werden als es das Gesetz der Anziehung der Gleichart zuläßt.
Dies zeugt von großer Weisheit und ist Ausdruck des segensreichen Wirkens der GÖTTLICHEN LIEBE in der gesamten Schöpfung.
Alles hat seinen Platz und seine Zeit zu reifen.
Die Kreise des Friedens sollten dieses wertvolle Wissen mit der größten Sorgfalt und in der lebendigsten Weise anwenden.
Gerade wer seinen Mitmenschen wirklich helfen möchte, sollte stets bedenken, daß Geduld ein wesentlicher Bestandteil der geistigen Ausrüstung derjenigen ist, die sich entschlossen haben, andere auf ihrem Wege zur Geistigen Heimat zu begleiten.
Dies sollte das Herz eines jeden Menschen ganz erfüllen, der wirklich ein Streben hat, anderen aufrichtig zu helfen auf dem Weg zu dem Wertvollsten, was ihnen hier auf Erden zuteilwerden kann – nämlich bei der Vermittlung von dem WISSEN UM GOTT UND SEIN WERK.
Wenn jeder in einem reifen Gespür für das Verständnis des Gesetzes der Anziehung der Gleichart weise Fortschritte macht, werden sich die in diesem Gesetz liegenden Segnungen immer schneller zeigen.
Das Gesetz der Anziehung gleicher Arten wirkt für ihn, indem er sich bewußt in seinen Wirkungsbereich begibt.
So gelangt er Schritt für Schritt zu einem völlig neuen Verständnis der Auswirkungen aller GÖTTLICHEN GESETZE in der Schöpfung.
Die Menschen werden dafür einst von Herzen dankbar sein.
Und schließlich wird aus all dem der große Segen eines beispiellosen Erblühens der gesamten menschlichen Gesellschaft hervorgehen.
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