BEFREIUNG VON DEN FESSELN, DIE DEN GEISTIGEN FUNKEN IM MENSCHEN UNTERDRÜCKEN
Es ist schon nah.
Es erklingt wie ein seliger Ruf an alle Geschöpfe, die heute leiden.
Wahrlich, mit jedem morgendlichen Sonnenaufgang nähert sich dem Leben hier die große Verheißung.
Aus den Fäden der feinstofflichen Sphären formt sich ein Wandel, der die Erlösung in sich trägt.
Obwohl die Menschheit dies durch Ereignisse und Geschehen vielfach unerwarteter Art erreichen wird, die durch den Gärprozeß der Wirren des gegenwärtigen Weltgeschehens ausgelöst werden, liegt darin für jeden innerlich reinen Menschen in den kommenden Jahren die Aussicht auf den Anbruch einer völlig neuen Welt.
Dies bringt die Befreiung von den Schwierigkeiten und Nöten mit sich, die der materielle Verstand auf lange Sicht geschaffen hat.
Mit dieser Befreiung geht die Möglichkeit zur geistigen Wiedergeburt einher.
Befreiung und Wiedergeburt.
Diese beiden Worte spenden Trost und Hoffnung für jeden, der in sich bereit ist, das darin innewohnende Licht zu empfangen.
Während die bestehende Welt rasch in ihren Grundfesten erschüttert wird, so wird ebenso schnell auch das Neue durch die Alfars in die Fäden eingewoben, welche die Welt mit der Klarheit der Erleuchtung erfüllen werden.
Und für dieses Neue sollten die Menschen auch schon heute die Formen mitgestalten, die gemäß den Schöpfungsgesetzen das Fundament einer menschlichen Gesellschaft bilden werden, die in völliger Befreiung von allem Vergangenen neu erstehen wird.
Dies sollen Gedankenformen sein, die ganz für das Neue in dem Leben bestimmt sind.
In ihnen sollte sich die bereits erwähnte Verheißung der Erfrischung und auch des Trostes für alle Menschen und Geschöpfe finden, die von der bisherigen gegenwärtigen Lebensweise erschöpft sind.
Es sollte eine Welle der Ermutigung sein, die alles Erdrückende und Tötende, was die Menschheit bisher in ihrer anerzogenen Denkweise übernommen hat, hinwegspült.
Von Anbeginn an sollte sich das Denken der Menschen grundlegend wandeln.
Damit dies geschehen kann, müssen jedoch zunächst die engen Grenzen starren Denkens überwunden werden, denn die neue, befreite Welt der Menschen paßt nicht in die alte.
Strahlendes, reines Denken ist in seiner Dimension stets um ein Vielfaches größer und umfassender.
Es ist umfassender im Hinblick auf den freien Willen des Menschen und auch im Hinblick auf die daraus resultierende Verantwortung für das Leben.
Sowohl der freie Wille als auch Verantwortung sind in Wirklichkeit in ihren Konsequenzen viel weitreichender und wertvoller, als die Menschen es zu ahnen vermöge.
Es gibt einen bedeutenden Unterschied in der Herangehensweise der Menschen an diese Begrifflichkeiten.
Leider wollen die Menschen ihre unbestreitbare Mitverantwortung für alles Geschehen nicht wahrhaben und auch nicht anerkennen, weil sie es bisher noch nicht gelernt haben, ihren freien Willen richtig zu verstehen und demzufolge auch anzuwenden.
Die Freiheit des Geistes ist untrennbar mit der Verantwortung verbunden.
In Gottes Werk ist es unmöglich, daß eines von beiden ausgeschlossen werden könnte.
Gottes Gerechtigkeit läßt so etwas nicht zu.
Die geistigen Wesen in der Schöpfung haben die Gabe der freien Entscheidungsfindung im Umgang und mit der Nutzung der von Gott kommenden Schöpferkraft erhalten.
Die Voraussetzung dafür, daß die geistigen Bewohner in der Schöpfung mit dieser Gabe umgehen können, ist die Verantwortung.
Die Verantwortung ist das Gegengewicht zu der Ausübung des freien Willens aller geistigen Wesen.
Denn wenn die geistigen Wesen keine Verantwortung für ihren Umgang mit der Göttlichen Kraft trügen, könnten sie, wenn sie diese falsch einsetzen, selbst zu denen werden, welche ohne Begrenzung Unheil, Schwächen und Störungen in den fortwährenden Kreislauf des Lebens im Schöpfungswerk einweben.
Sie würden zu einer Plage werden, welche, ohne Verantwortung zu tragen, in der Nachgiebigkeit gegenüber ihrer Verschwendungssucht und ihren Ausschweifungen und bis zum bitteren Ende der vollständigen Zerstörung des gesamten Raumes, in dem sie sich befinden, also der Zerstörung des gesamten Schöpfungswerkes, geduldet und ertragen werden müßten.
Gottes Gerechtigkeit wird solches jedoch niemals zulassen, denn anderes Leben, das stets im Einklang mit der Harmonie des Schöpfungswerks schwingt und daher in keiner Weise des Mißbrauchs der schöpferischen Kräfte schuldig ist, müßte unbegrenzt darunter leiden und letztlich vernichtet werden.
Gottes Allweisheit, die alle Entwicklungswege vorhergesehen hat, hat daher bereits im voraus das selbsttätige Wirken der Gesetze innerhalb der Schöpfung festgelegt.
Diese Gesetze beinhalten in sich die Verpflichtung, die Konsequenzen der Verantwortung für alles jenes zu tragen, was durch die Ursachen innerer Beweggründe und Impulse entsteht.
Ohne die Verantwortung für den Gebrauch der Lebenskraft könnte den geistigen Bewohnern ein Dasein in Gottes Schöpfungswerk nicht ermöglicht werden.
Denn darin liegt zugleich die Möglichkeit der Läuterung sowie auch Anregung und die Förderung zum Fortschreiten in der Entwicklung.
Somit tragen die Menschen als geistige Wesen stets die Verantwortung für jeden Impuls und jede Regung in ihrem Innersten und in ihren Gedanken, auch wenn sie sich dessen meist gar nicht bewußt sind, indem sie die Stimme ihres Gewissens wieder und wieder in sich unterdrücken.
Beides ist daher untrennbar mit dem Leben jedes einzelnen Menschen verbunden.
Die unermeßliche schöpferische Freiheit, die in der Entfaltung des Guten keine Grenzen kennt, trägt somit jedoch die höchste Verantwortung für ein jedes Erstrahlen auch nur der geringsten Äußerung des Willens des menschlichen Herzens.
Und genau darin liegt die Versäumnis:
DIE MENSCHEN HABEN BISHER NOCH NICHT GELERNT, SICH IN EINEM GANZHEITLICHEREN BEWUßTSEIN DER ERKENNTNIS ZU BEWEGEN, SODAß DER SEGEN DER GÖTTLICHEN LIEBE DAUERHAFT MIT IHNEN VERBUNDEN SEIN KÖNNTE.
IN EINEM ZUSTAND ANHALTENDER UNREIFE WIRD DER FREIE WILLE VON VIELEN MENSCHEN UNBEWUßT UND LEIDER MANCHMAL SOGAR AUCH BEWUßT MIßBRAUCHT, UM RÜCKSICHTSLOS TAUSENDFACHE WÜNSCHE DURCHZUSETZEN, DIE JEDOCH DANN AUFGRUND DER AUF SOLCHE ART HERVORGEBRACHTEN UMSTÄNDE LETZTLICH NUR DIE GR0ßE HARMONIE IN DER SCHÖPFUNG STÖREN.
Leider gibt es Menschen auf der Erde, die den Mißbrauch der Lebenskräfte schon zu einer ganzen Lebensweise derart verinnerlicht haben, daß diese nur noch zu Verderben und Zerstörung führt.
Diese Menschen sind zwar nicht zahlreich, sie richten aber großen Schaden an.
Denn neben ihnen gibt es eine große Schar von gleichgültigen und lauen Menschen, welche in ihrem Streben, den oben genannten Personen zu gehorchen, die Verantwortung für all ihr Denken und Handeln abwälzen wollen, indem sie behaupten, ihnen sei dieses oder jenes befohlen worden und sie hätten aus Gehorsam ihren Mitmenschen Schaden und Leid zufügen müssen.
Diese Menschen sind stets bestrebt, ihre Schuld auf andere abzuwälzen und sich weitgehend so zu verhalten, daß sie eigentlich keine Hemmungen kennen, das Leben ihrer Mitmenschen durch Einschränkungen und Beeinträchtigungen zu behindern und zu beeinflussen.
Daraus entstand eine Gesellschaftsordnung, in welcher die Überzeugung, daß dies völlig richtig sei, tief verwurzelt ist.
Dies nennt man die Welt der Menschen auf der Erde, man nennt es Politik oder auch öffentliches Interesse, obwohl es eigentlich fast immer direkt gegen Gottes Gebote verstößt.
Jeder, der hier auf die Erde kommt, ist bis zu einem gewissem Grad davon betroffen und darein verstrickt, er ist auf die eine oder andere Weise darin gefangen, ähnlich wie eine Fliege in einem kunstvoll gewebten Spinnennetz.
Und leider lassen sich Milliarden von Menschenseelen darauf ein, ohne sich jemals darüber Gedanken zu machen, wohin das alles führt.
Viele heißen diese gesellschaftliche Welt willkommen, weil sie darin für sich selbst eine Aufgabe finden können, selbst um den Preis ihres eigenen Untergangs.
Sie erfüllen hier entweder dieses oder jenes aus dem Streben heraus, auch etwas für sich selbst zu erlangen, oder einfach nur, weil sie sich kurz nach ihrer Verkörperung in ihrer Jugend in ihrer schon einsetzenden Erschöpfung davon mitreißen lassen.
Viele behaupten dann: „Die Welt sei nun einmal so und wird sich auch nicht ändern“.
Von dieser Unveränderlichkeit der Welt sprechen all jene jedoch nur, um vor anderen dennoch weise zu erscheinen.
Die Massen wollen doch nichts weiter als „Brot und Spiele“, lächeln sie überlegen.
So basiert das meiste, was für Geld angeboten oder was durch stumpfsinnige Unterwerfung unter die herrschenden Verhältnisse auf der Erde erkauft wird, auf den beobachteten Schwächen des Menschen.
Dies wurde so lange weitergegeben und fortgeführt, bis daraus ein Gefängnis für den Geist in der irdischen Welt durch unterdrückende Vorschriften und Regeln geworden ist, die eigentlich Befreiung schaffen sollten.
Die Überzeugung von einer irdischen Welt, die von der ewigen Fortdauer menschlich kleiner Selbstbezogenheit geprägt ist, hat sich eingebürgert und wurde übernommen, ohne vorher zu prüfen, ob dies auch vom Schöpfer so gewollt ist.
Auch von den Kirchen, welche an diesem System beteiligt sind, wird sogar erklärt, daß die Unterwerfung unter menschliche Regeln Demut vor Gottes Thron bedeute.
Eine bewußt vorsätzliche Lüge solcherart kann vor Gottes Gesetzen niemals bestehen.
Es ist eine Leugnung des Wesens der geistigen Fähigkeiten des Menschen.
Der menschliche Funke sehnt sich nach der freien Entfaltung seiner Kräfte und verlangt nach einem Raum des Vertrauens, um zu beweisen, daß er es wert ist, den Namen Mensch zu tragen.
Der Schöpfer verlangt dies von den Menschen nicht und hat sie auch niemals dazu aufgefordert, sich Verhaltensweisen zu unterwerfen, die in ihrer Wirkung letztlich Unfreiheit, Leid und Böses mit sich bringen.
All dies wurde allein durch den Verstand und durch jene erschaffen, die es in Verbindung mit dem gefallenen Erzengel stets verstanden, sich geschickt mit irdischer Macht zu wappnen, welche sie ohne zu zögern gegen ihre Mitmenschen einsetzten.
Damit aber mußte alles wahrhaft Reine verschwinden, die kindliche, innige Wahrnehmung mußte weichen, und nach und nach entstand eine Welt voller Verbote und Einschränkungen.
Obwohl diese Einschränkungen im Laufe der Jahrhunderte die vielfältigsten Formen und Ausprägungen angenommen haben, verfolgten sie stets ein einziges Ziel:
DIE FESSELUNG DER FREIHEIT DES GEISTIGEN FUNKENS IM MENSCHEN, INDEM ER SICH DEN IDEEN UND WÜNSCHEN DERER ANPASSEN SOLLTE, DIE MEHR EINFLUß HABEN ALS ANDERE.
Dies ist stets und ausschließlich Zweck und Ziel des Wirkens des menschlichen Verstandes, niemals jedoch eines reinen und reifen Geistes.
Der Verstand will immer alles unter seiner Herrschaft haben und, soweit es auch nur im geringsten möglich erscheint, aus dieser Herrschaft durch Privilegien und Vorteile eine Sonderstellung für sich selbst erlangen.
Daher wurden gewisse Einschränkungen des inneren geistigen Funkens immer schon listig und raffiniert von außen auferlegt und durchgesetzt, was sich in den verschiedenen Reifestadien stets unterschiedlich offenbart und stets das Bedürfnis nach einem besonders lebhaften Umgang der Menschen miteinander hervorruft.
Für viele Menschen wurden Einschränkungen geschaffen, die ihre Freiheit beschneiden und das Vertrauen in den Wert des Menschen selbst bei den alltäglichsten Entscheidungen untergraben.
Tatsächlich nimmt dies absurde Formen an, wo auf der einen Seite des Globus etwas verboten ist, was auf der anderen Hemisphäre erlaubt ist.
Oft wird sogar ein bestimmtes Verhalten gefördert, welches anderswo als schwerstes Vergehen gilt.
Überall auf der Welt finden sich zahlreiche Beispiele, wo innerhalb der Grenzen eines Staates etwas streng bestraft wird, worüber die Menschen, welche etwas weiter entfernt leben, nur schmunzeln können.
Ein großer Teil des menschlichen Lebens ist im voraus durch tausendfache Einschränkungen vorbestimmt und formt so einen engen, unfreien Pfad, welchen jene, die so etwas wie den richtigen irdischen Lebensweg erfinden, selbstsicher beschreiben.
Dies steht jedoch im Widerspruch zum Wesen der menschlich geistigen Art, die für ihre Entwicklung viele Erfahrungen benötigt.
Und Erfahrungen können nur im größten Bemühen um das lebendigste Erkennen im Erleben der vielfältigsten Unterschiede gesammelt werden, die mit dem Weg der geistigen Reifung verbunden sind.
Nur im Erleben der Vielfalt entwickeln sich die Empfindung, das Einfühlungsvermögen und das Mitgefühl, vorausgesetzt, daß stets und unter allen Umständen die Harmonie angestrebt wird.
Hierin liegt die Freiheit der Entscheidung und die Verantwortung zugleich.
Diese Betätigung darf niemals wegfallen, denn sie gehört zu der Entwicklung, der sich Menschen, welche nach der vollen Entfaltung und Vervollkommnung ihrer geistigen Flamme streben, freiwillig stellen.
Indem sie freiwillig in die Stofflichkeit eintauchen, nehmen alle geistigen Funken dieses Bedürfnis nach einem umfassenden Kosten und Erleben des Lebens an.
Doch der Verstand stellt sich hier als Hindernis in den Weg, denn in seinem Bestreben, Einfluß und Herrschaft auszuüben, schafft er Regeln, die dem menschlichen geistigen Funken nach und nach das Wertvollste geraubt und erstickt haben, was dieser zum rechten Erleben braucht: das Vertrauen.
Das Vertrauen wurde durch Regeln ersetzt, die größtenteils auf dem Prinzip des Mißtrauens gegenüber dem Einzelnen beruhen.
Dies ist das Ergebnis des ausschließlichen Verstandesmenschentums, wo in Panik und allgegenwärtigem Mißtrauen versucht wird, Maßnahmen gegen die geringsten Abweichungen vom Durchschnitt zu ergreifen.
Indem jedoch der Durchschnitt auf alles Irdische projeziert wird, entsteht eine Lähmung für alles dasjenige, was sich auch nur geringfügig in einer Sphäre darüber einordnet, einfach weil bereits ein vorgefaßtes Mißtrauen gegenüber jedem Menschen besteht, der sich nicht in den festgelegten Durchschnitt fügt.
Somit wird stets die von Gott gewollte, segensreiche Entwicklung ausgebremst, welche gerade auf der Grundlage der von Ihm gewährten Freiheit gedeihen kann.
Der schöpferische Geist wird daran gehindert, Neues zu gestalten, was stets einen freien Geist und das Vertrauen voraussetzt.
All dies beschneidet und fesselt der Verstand.
Letztlich ist daraus ein spinnenartiges Netz endloser Gesetze und Vorschriften entstanden, das jegliches menschliche Handeln von Anbeginn an erstickt, indem es in allem Handeln von vorn herein unlautere Absichten unterstellt.
Es erdrückt die Seele wie eine Zwangsjacke, die nicht einmal einen einzigen freien Atemzug gewährt.
Die Menschheit selbst hat, indem sie Luzifer folgte, den Weg der Unfreiheit und Unterdrückung gewählt.
Sie hat jegliche Würde ihrer eigenen freien Entscheidungsfindung über das Leben verloren und akzeptiert nun das Diktat als einen natürlichen Zustand.
So etwas muß erschreckende Folgen für die reine geistige Empfindsamkeit und Wahrnehmung haben, die im Menschen als kindlicher, einfacher Funke erhalten geblieben ist, der sich nach einem freudvollen Leben sehnt.
Es erstickt jeden freien Gedanken und unterbindet den Zustrom vieler höherer Gedanken durch Inspiration und lebenspendende Strömungen von Träumen von einer Welt voller Harmonie.
Die äußere materielle Welt steht im Widerspruch zu allem, was die natürliche Freude an Gottes Schöpfungswerk in sich trägt.
Deshalb brennt in vielen Menschen die Sehnsucht nach Befreiung umso stärker, wobei dann alles, was mit dem Mißtrauen gegenüber dem guten Wollen des Menschen verbunden ist, bald für immer wie das Trugbild einer verzweifelten Zeit der Hoffnungslosigkeit in der Ferne sichtbar bleibt.
Befreiung bedeutet jedoch nicht nur die Loslösung von dem äußeren Joch, das einem von anderen auferlegt wurde.
Befreiung besteht vor allem und in erster Linie darin, sich vollständig von den bisherigen dogmatischen Vorstellungen über den Sinn des irdischen Lebens zu lösen, welche die Welt der Gedanken wie ein Gefängnis einschließen, in das sich immer wieder Seelen inkarnieren, die dabei ein sehnsuchtsvolles Bestreben nach ihrer Weiterentwicklung haben.
Befreiung ist eng mit dem geistigen Erwachen des inneren Funkens im Menschen verbunden.
Die innere Kraft, die den Abdruck der uralten längst vergangenen Freude in sich trägt, welche sie in den Gärten der Kinderseelen hoch oben über der irdischen Welt empfing, muß wieder neu entflammt werden.
Und gerade in der Erinnerung an die erwähnten Gärten verbirgt sich etwas, was hier auf der Erde bereits völlig entwurzelt und ausgelöscht wurde, doch dort ist es ein natürlicher und selbstverständlicher Bestandteil der Glückseligkeit: Vertrauen.
Vertrauen, das auf der friedvollen Ruhe gründet, die aus dem Wissen um das Wirken von Gottes Gerechtigkeit für jeden und in allem erwächst.
Vertrauen, das Raum für die Entfaltung der Kräfte jedes einzelnen geistigen Funken bereithält, damit dieser an Stärke und Selbstvertrauen gewinnen kann.
Gottes Gesetze bergen das Versprechen von Frieden und Vertrauen in sich, wie sehr die Gerechtigkeit in den Auswirkungen des Gesetzes der Rückwirkung, das sich unerbittlich und konsequent erfüllt, stets auch in ihnen spürbar sein mag.
Daher ist im Wissen um die in der Schöpfung wirkenden Gesetze Gottes immer auch das Vertrauen enthalten, für jeden Bewohner den richtigen Weg und den richtigen Platz zu finden.
Auch für die geistige Entwicklung, also für das menschliche Wirken, gelten genau dieselben Bedingungen.
DIE GABE DES VERTRAUENS IST EIN UNTRENNBARER BESTANDTEIL VON GOTTES GERECHTIGKEIT, IN DER SICH AUCH STETS GOTTES GÜTE WIDERSPIEGELT.
Doch gerade hier auf Erden entsteht beständig die Spannung zwischen Vertrauen schenken und dem Ausdruck von Mißtrauen.
Im Vertrauen wächst und gedeiht alles Reine.
Gleichzeitig birgt Vertrauen die Möglichkeit von Schaden oder Beeinträchtigung durch jene, die vielleicht noch vom reinen Wollen abweichen.
Doch gerade hier sollen in der reinen Einstimmung der Mehrheit der Menschheit die beschleunigten und verstärkten Wirkungen der Gesetze Gottes auf alle Ereignisse und Geschehen Anwendung finden, welche durch die Rückwirkung ihrer Folgen stets den Willen zu einem höheren Bewußtsein der eigenen Verantwortung im menschlich geistigen Funken bestärken werden.
Und dieser Zustand soll sich heranbilden.
Mit der Klärung der Gedankenwelt wird sich der Lauf der Wirkungen der Schöpfungsgesetze beschleunigen.
Es wird selbst dort eintreten, wo es heute unmöglich erscheint.
Doch die Läuterung der Gedankenwelt kann nicht ohne die Wiederherstellung des Vertrauens zwischen den Menschen erreicht werden.
Wo Vertrauen auf die richtige Weise geschenkt wird, entzündet sich eine Flamme reiner Begeisterung für die jeweilige Sache, denn im Innersten des Menschen erklingt die uralte Melodie der Gärten der kindlichen Seelen, wo der Wunsch, das Vertrauen Gottes zu gewinnen, ein beständiges Verlangen in dem Bewußtsein erwachender Geistesfunken ist.
Und dieser Zustand wird nun zumindest in einer Art Abglanz auch auf der Erde Einzug halten.
Nach Jahrtausenden des ständigen Mißtrauens zwischen den Menschen und des Mißtrauens gegenüber sich selbst und den eigenen Fähigkeiten, welche die Innenwelt vieler Menschen prägen, wird sich eine Empfindungs – und Gedankenwelt formen, die vor allem die Entwicklung von Vertrauen in sich trägt.
Dies ist einer der schwierigsten Aspekte der Veränderungen, die nun auf die Erde kommen werden, denn von der Krankheit des Mißtrauens ist eigentlich jeder Mensch betroffen.
Neun von zehn Menschen hegen Mißtrauen in jeder Angelegenheit, in der ein Schritt der Freundschaft oder Zusammenarbeit mit anderen Menschen unternommen werden soll, insbesondere wenn fremde Menschen aufeinandertreffen.
Aber es ist nun sogar so weit gekommen, daß selbst in den engsten Beziehungen, in der Ehe oder zwischen Eltern und Kindern, Mißtrauen herrscht.
Aus Angst vor dem Mißbrauch von Offenheit und Aufrichtigkeit, oder vielleicht in Fragen einer beruflichen Verantwortung, steht bei den Menschen gegenüber ihren Mitmenschen immer das Mißtrauen an erster Stelle.
Und leider ist dies heute zum Teil gerechtfertigt, denn in der Verzerrung des Sinnes des menschlichen Lebens auf der Erde ist vieles zusammengebrochen, was stets als untrennbarer Bestandteil der menschlichen Existenz den Begriff der persönlichen Ehre hätte beinhalten sollen.
Persönliche Ehre, also das würdevolle Vertrauen in den eigenen Wert, in das eigene Wort, das gegebene Versprechen oder in die Lauterkeit des eigenen Namens ist zu einem längst verhallten Echo verlorener Ritterlichkeit sowie auch der verlorenen Tugenden der Weiblichkeit geworden.
Dies hat natürlich ebenso den Begriff des Vertrauens erschüttert, denn wo ein Versprechen gebrochen oder eine niederträchtige Tat begangen wurde, bleibt stets eine tiefe Wunde in der Seele des Betroffenen zurück.
Ebenso stellt aber auch das Aufkeimen und der Ausdruck von Mißtrauen ein Hindernis für den Aufstieg jedes einzelnen Menschen dar, wo der größte Teil der menschlichen Gesetze und Vorschriften auf der Annahme beruht, daß jeder Mensch verantwortungslos oder daß seine Absichten unredlich sind und daß er derjenige ist, welcher stets zu Unehrlichkeit, Betrug oder einer Lüge neigt.
In einem solchen Zustand der Vorstellungs – und Gedankenwelt ist eine gesunde und reine Entfaltung und Entwicklung der Seelen unmöglich, obwohl viele Seelen, welche auf die Erde kommen, den festen Willen oder sogar die Entschlossenheit mitbringen, an einer aufbauenden Veränderung zum Besseren in dieser Welt mitzuwirken.
Daher steht nun also die große Geistige Erleuchtung bevor, die die bisherige Denkweise der Menschenwelt von Grund auf und vollständig umstoßen und erneuern wird.
Und gleichzeitig mit diesem Umbruch des Alten sollte bereits jetzt und heute im voraus eine neue, freiere und reifere Lebensanschauung entwickelt werden, als dies bis heute der Fall ist.
Daran sollte bereits jetzt gearbeitet werden.
Jeder, der sich der Tragweite seiner Gedanken bewußt ist, sollte seinen Anteil an der Lebenskraft und an den Fähigkeiten in die Gestaltung dieser Neuen Welt einbringen.
Sie sollten bei sich selbst anfangen, in Ihrem eigenen Einflußbereich, in dem es Ihnen gegeben ist, auf natürliche Weise zu wirken.
Vieles läßt sich sofort ändern, ohne auf große Ereignisse oder Geschehen warten zu müssen.
Zum Beispiel ist da der Wert eines gegebenen Wortes oder Versprechens.
Auch die Gestaltung des Wertes des eigenen Namens als Ehrenschild durch Ehrlichkeit und einen aufrichtigen und getreuen Umgang mit allen anderen Geschöpfen.
Das ist im Grunde vorerst alles, was sich jetzt ändern sollte.
Und genau das ist der Begriff der Befreiung des Geistes, welcher im Menschen eine völlig neue Dimension annehmen muß, als es bisher der Fall war.
Es ist angebracht, bereits heute damit zu beginnen.
Jede Verzögerung und jeder Aufschub verlängern nur das bestehende Leid.
Letztlich gibt es wohl am Ende nur sehr wenige Menschen, die freiwillig in einem Zustand verharren wollen, den man als Lähmung der Vollwertigkeit des Daseins in seiner ganzen Fülle bezeichnen könnte.
Deshalb laßt uns zu einer vollkommen Neuen Ausrichtung aller Gedankenformen aufbrechen.
Nur in der Bewegung liegt die Verheißung der Veränderung.
PDF…….„🔗“ 📘
“🔗“CESTA GRÁLU / GRALSWEG“🔗“