BIS ALLE WIDERSTÄNDE ÜBERWUNDEN SIND
Jeglicher Widerstand gegen das Licht und Gott auf Erden wird vergehen.
Die bisherige Feindseligkeit, das Chaos und der Wahnsinn werden gewiß vorübergehen.
Dieser Augenblick eines Wendepunktes rückt unaufhaltsam näher.
Die vorübergehende Herrschaft äußerer Kräfte, die aus der materialistischen Haltung der Menschheit entspringt und in der der Wille, sich gegen das Licht zu stellen, immer noch fortbesteht, wird gebrochen werden, und ihre einzelnen Teile werden in der letzten Phase der großen Umwälzungen zu Trümmern zerfallen.
Der Verstand, ebenso wie die aus ihm hervorgegangene, tote Intelligenz, die während ihrer kurzen Herrschaft über die Menschheit noch erstarkt, werden letztlich ihre Wirksamkeit verlieren und dorthin zurückkehren, wo alles Materielle von jeher hätte sein sollen – unter der Herrschaft reifer Geistigkeit.
Immer deutlicher werden die Stimmen der vielen Wesenhaften Weber der Fäden des Schicksals zu hören sein:
„NUR NOCH EIN WENIG GEDULD!
FÜR ALLES, WAS DEM GOTTGEWOLLTEN, TATKRÄFTIGEN UND FREUDEVOLLEN LEBEN IN DER STOFFLICHKEIT FREMD IST, WURDE DAS ENDE BEREITS GEFORMT.“
So wird es durch das Weltall getragen, und genau darnach werden die Fäden gewoben, die sich durch die Hände der Alfars rasch in die grobstoffliche Form herabsenken.
Aus menschlicher Sicht bewegt sich der Prozeß jedoch in der Größenordnung von irdischen Jahren, oft sogar Jahrzehnten.
Daher ist es für das menschliche Verständnis unerläßlich, neben der Kenntnis der göttlichen Gesetze stets die Fähigkeit zu besitzen, bei vielen Ereignissen zu erkennen, wie höhere Ereignisse sich unter den irdischen Bedingungen der Materie erfüllen.
Neben dieser Geduld bedarf es auch einer ausreichend geöffneten Empfänglichkeit des geistigen Inneren, damit ein Mensch in der irdischen Welt die sich allmählich vollziehende Entwicklung richtig erkennen und erschauen kann.
Doch gerade dies ist für viele Menschen bereits nahezu unerreichbar.
Teils aufgrund der einengenden begrenzten erdgebundenen Auffassungsgabe des Gehirns, teils aufgrund des tiefen Mißtrauens, das sich durch das Vergessen besserer Zeiten tief in der menschlichen Seele eingenistet hat.
Viele Menschen haben keine Ahnung, was um sie herum geschieht oder gar, was in ihnen selbst vorgeht.
Genau hier liegt der Ursprung dieses Mißtrauens, denn die innere Wahrnehmung ist getrübt durch die Zweifel des Verstandes, welche durch tief verwurzelte und verinnerlichte Muster aus der Welt der Gedankenformen von den Eltern auf die Kinder übertragen werden.
Man könnte es als eine unheilbare Erbkrankheit bezeichnen.
Doch das ändert sich nun.
Das Mißtrauen der massenhaften Scharen an Menschen spielt dabei keine entscheidende Rolle mehr, um die Entwicklung zu beeinflussen, die in den Fäden des Schicksals verankert ist und sich in unmittelbarem Zusammenhang mit der starken Strahlung des Strahl Parzivals erfüllt.
Wo Wissen um die weitere Entwicklung in der Erkenntnis bewußt angenommen wird, dort kann dieses Wissen bereits jetzt Hoffnung und Zuversicht spenden.
Für die Mehrheit jedoch, die nichts erwartet, werden die nächsten Tage leider nur eine beständige Zunahme der Spannungen bedeuten.
DIE MENSCHEN HÖREN DAS DONNERNDE GETÖSE DER GROẞEN VERÄNDERUNGEN ÜBER DER ERDE NICHT, GENAUSO WENIG WIE SIE DEN SICH BILDENDEN REGENBOGEN SCHAUEN KÖNNEN, DER DIE VERHEIẞUNG VERKÜNDET, DAß SICH IM VERKLINGEN DER STÜRME DIE ANKUNFT FÜR DAS ERNEUERTE STRAHLENDE LICHT DER WELT ANKÜNDIGT.
Und es ist gerade diese Unfähigkeit, all dies richtig zu erschauen und wahrzunehmen, die es vielen Menschen unmöglich macht, ihre Kraft richtig anzuspannen zur völligen Erhellung und Klärung ihrer Gedanken, um sie in eine neue Ordnung zu bringen.
Das fehlende Verständnis für die zukünftigen Entwicklungen auf der Erde raubt vielen Menschen die nötige Klarheit, um die Fortführung ihres eigenen Wegs zu erkennen.
Wo der aufwärts gerichtete Blick nach oben und in eine aufsteigende Richtung fehlt, verlieren sich der Wille und die Kraft zu dem Erreichen des Neuen und entschwinden so aus unserem Leben.
Und dennoch, in vielen Menschen schlummert ein gutes Fundament, und diese werden nach und nach zum Erwachen geführt werden.
Viele Menschen sehnen sich darnach, daß alles besser werde, friedvoller, schaffensfreudiger und fortschrittlicher.
All dies wird sich erfüllen!
Dies geschieht jedoch nicht auf dem Wege des bewegungslosen Nichtstuns, sondern durch wahrhaftiges Erleben, in dem nach und nach alles, was zuvor lange im Fokus der Aufmerksamkeit des menschlichen Verstandesgehirnes stand und so und auf diese Weise den geistigen Funken vom ursprünglichen, förderlichen Entwicklungspfad abgelenkt hat, allmählich verschwindet.
Und davon gibt es eine sehr ausufernd große Menge, ja tatsächlich ist fast alles, was es auf der Erde gibt und was die Menschen daher täglich in ihrer Welt der Gedanken verwenden, Ergebnis dieser Ablenkung vom wahren Wege.
Dies schließt die Bedeutung menschlicher Worte und Begriffe ein.
Begriffe, die eigentlich höheren Zielen auf dem Wege des Menschen dienen sollten, wurden vom überzüchteten Verstandesgehirn herab gerissen und sind Teil der materiellen Wahrnehmung der Gegenwart geworden.
Solcher Begriffe gibt es wirklich eine unermeßlich große Zahl, und fast niemand unter den Menschen bemerkt die Abweichung, welche ihnen durch den Verstand innewohnt.
Zum Beispiel ist selbst der Begriff der „Entwicklung“ in seiner auf das irdische bezogenen Bedeutung in seinem Wesen völlig von seinem ursprünglichen Inhalt abgewichen, welcher für den Menschen stets einen Anklang haben sollte, der im Empfinden einen Aufschwung bis hinauf in die geistige Dimension zu vermitteln vermag.
Nur so bliebe der ursprüngliche Inhalt erhalten, der allein dem Willen Gottes folgen wollte und welcher von Anbeginn an in die Begriffe hinein gelegt worden war.
Und gerade in diesem richtigen Verstehen läge der wahre Ausweg für alles, was sich heute auf der Erde im Zustand des Niederganges und Verfalls und des Widerstandes gegen Gott befindet.
Der Begriff der Entwicklung würde zu seinem wahren Platz zurückfinden.
In den Wirkungen von Gottes Gesetzen für alles Entstehende ist einzig jene Entwicklung enthalten, welche aus Geburt, Wachstum, Reife der Früchte und Vergehen besteht.
Dieser Prozeß gilt für alles, was jemals in den Stofflichkeiten entstanden ist oder auch entstehen wird.
Hätten sich die Menschen stets in dieser Höhe gehalten, wären sie heute schon um vieles weiter.
Allzu oft übersehen wir jedoch den Aspekt der Geburt, den wir in den allermeisten Fällen stets vernachlässigen.
Dies liegt daran, daß uns das ausreichende Bewußtsein für das Dasein der Weber des Schicksals und die von ihnen gewobenen Wege fehlt, welche jedoch untrennbar mit allen Welten im Werke der Nachschöpfung verbunden sind.
Daher entgehen uns stets der Anfang und die Geburt der Veränderungen.
Selbst die aufmerksamsten Menschen vermögen überhaupt erst nur das Wachstum der Anfangsstadien zu erfassen, die sich in ihrer Formung zu dem Sichtbaren aneinander reihen und bereits teilweise erkennbar sind.
Man kann es mit dem ersten Herannahen der Donnerklänge vor dem Heraufziehen eines Gewitters vergleichen, wenn es den Menschen an einem bestimmten Orte so erscheint, als stünden Wetter und Sturm kurz bevor, während diese doch längst aus dem Kern von Wasser und Luft an einem bestimmten Ort der Erde entstanden sind.
Das Gewitter entfaltet sich dann bereits in diesem Augenblick in seiner weiteren Wirkung, welche durch das Walten der Wesenhaften Diener mit den von ihnen zugrunde gelegten Kräften vorbestimmt ist.
Oft wird fälschlicherweise angenommen, daß die Anfangsstadien des Wachstums der Zeitpunkt der Geburt seien, doch dieser liegt weit zurück und hat bereits und schon vor langer Zeit stattgefunden.
Dennoch ist es angebracht, hier Wertschätzung auszudrücken, wenn manche Menschen zumindest eine gewisse empfindsame Sensibilität für diese Wahrnehmung in dem Erfassen der Wachstumsstadien zeigen.
Solche Menschen gelten als wissende Kenner auf einem höheren Niveau.
Sie genießen bei anderen Menschen auch eine gewisse Anerkennung ihrer Fähigkeit, das erste Herannahen zukünftiger Geschehen vorherzusehen, wiewohl dies immer nur ein schwacher Abglanz der wahren Fähigkeiten eines reifen Geistes ist.
Ein reifer Geist hat stets die Möglichkeit, zumindest einen Teil der Entwicklung zu erkennen, denn durch sein Wissen um die Richtung, in der sich die Fäden des Schicksals entrollen, kann er dank seiner Demut in die Werkstatt der Vanen und Alfars blicken.
Er weiß dann um vieles mehr als die anderen Menschen und wird daher oft als ein Seher betrachtet.
Man nennt ihn in der Menschenwelt dann Visionär oder Prophet.
In Wirklichkeit finden wir hier jedoch nichts Außergewöhnliches vor.
Es ist genau jener Teil der Fähigkeiten, der einem reifen Geist von Natur aus zukommt:
die Fähigkeit, aus einer höheren Ebene des Wissens in der Stofflichkeit zu schöpfen, das heißt, aus einem feineren Gewebe der Fäden, und die es ihm ermöglicht, teilweise auch zu erkennen, welche endgültige Form und Gestalt sich daraus in der grobstofflichen Erscheinung eines Einzelnen oder der Menschheit als Ganzes ergeben wird.
Eine große Klippe bietet sich in dem Moment, wenn die Geschehnisse in das sichtbare äußere irdische Erscheinungsbild eintreten, denn es zeigt sich dann, daß das äußere Erscheinungsbild der grobstofflichen Form, das in seiner irdischen Erscheinung oft ganz anders aussieht, und diese Veränderungen beeinflussen nun, ob die Menschen solchen vorhersehenden Ausblicken auch weiterhin vertrauen oder nicht.
Und es muß hier erwähnt werden, daß sich die grobstoffliche Form und Gestalt der Ereignisse und Geschehnisse fast immer völlig anders gestaltet, als die es Menschen erwarten.
Es tritt dabei ein wichtiger Bestandteil der Gestaltung aus den Händen der Alfars hinzu.
Dieses Element ist die Gewißheit, daß in die Fäden des Schicksals stets ein Teil der Liebe Gottes im Verbund mit Seiner allweisen liebenden Güte eingewoben ist, welche jedoch leider viele Menschen nicht erkennen oder gar anerkennen, geschweige denn sie anderen Menschen gönnen oder gar wünschen können.
Dadurch blicken dieMenschen inErwartungder weiteren Entwicklungen oft auf die nahenden.
Dadurch blicken die Menschen in Erwartung der weiteren Entwicklungen oft auf die nahenden Ereignisse wie auf etwas, das durch das Wirken von Gottes Willen und Gottes Gerechtigkeit in der grobstofflichen Welt der Erde überwiegend nur Bestrafung und Verdammnis der vielen fehlgehenden Menschen mit sich bringen wird.
Und daher nehmen sie für sich an, daß jene Geschehen und Ereignisse nur von Schrecken und Zerstörung, ja Vernichtung begleitet sein werden.
Sie gehen von den alten biblischen Schriften aus und stützen sich auf diese und erwarten aufgrund dieser rein geistigen Bilder eine gewaltige irdische grobstoffliche Apokalypse.
Auch Bücher, Filme und Zeitungen spielen dabei eine Rolle, in denen sich die wahnhafte Phantasie der Urheber zeigt, wobei des großen Interesses wegen im Zuge der Befriedigung einer großen Lüsternheit nach Sensation oft immer nur das Schlimmste in allen tragischen Nuancen wieder und wieder ausgestellt und zur Schau gestellt wird.
Im Streben nach den Sensationen werden die allerschrecklichsten Szenarien der Ereignisse angenommen und vorgestellt.
Und gerade dieses stete Wiederholen bedrohlicher Weltbilder haben viele Menschen bereits verinnerlicht.
Die von Gott für unsere Zeit gewollte und gewünschte Entwicklung stellen sich viele Menschen auf der Erde dann nur als nichts anderes als verheerende Schrecken vor, die rücksichtslos alles Bisherige und Vergangene hinwegfegen.
Sie denken so, ohne zu erkennen, daß sich stets nach dem Gebot von Gottes Weisheit an einem solchen Wendepunkt auch stets zeitgleich schon in jenem Augenblick das Neue auf der Erde entstehen muß, das in Verbindung mit der Gnade und der Barmherzigkeit Gottes an Stärke zunimmt und somit großen Segen mit sich bringt.
Viele Menschen berücksichtigen dieses besonders wichtige Element nicht als Notwendigkeit in der Entwicklung und konzentrieren sich daher nur auf jene Ideen, welche die Katastrophen mit sich bringen.
Aus diesen aufgepeitschten Phantasien leiten diese ihr Begreifen von der weiteren Entwicklung in der grobstofflichen Welt ab.
So ist das Denken derer, die auf Gottes Eingreifen hoffen, oftmals so beschaffen, daß dieses nur auf die Pfade von Katastrophen, Zerstörung und Tod führt.
Ihrer Überlegung nach ist dies der einzig gangbare Weg.
Zeigt sich die Entwicklung dann anders als erwartet, entsteht sofort der Eindruck, daß anstelle des Lichtes die Dunkelheit auf der Erde siege.
Hier liegt jedoch ein bemerkenswerter Widerspruch vor, welcher geradezu auffällig ist.
DAS LICHT BAUT IMMER AUF UND BESCHREITET DAHER WEGE, DIE BEIM ABSTERBEN UND VERGEHEN DES ALTEN ZUGLEICH AUCH SCHON DAS NEUE HERVORBRINGEN UND DARBIETEN.
Doch dies wollen jene Menschen, die die Entwicklung der Ereignisse als Erfüllung von Gottes Eingreifen auf Erden erwarten, in der Regel nicht sehen und diesem auch keine Beachtung schenken.
Es geht sogar so weit, daß selbst viele Anhänger der Gralsbotschaft ein langsames Voranschreiten der Weltereignisse als Zeichen einer falschen Entwicklung deuten.
Erscheint jedoch hier und da ein Hinweis auf mögliche schreckliche Geschehnisse, so ist dies nach Ansicht eben dieser Menschen sofort ein Zeichen für eine erfreuliche günstige Entwicklung.
Niemand zieht dabei in Betracht, daß die geistige Erleuchtung auch genauso gut sehr viele andere Formen annehmen kann als jene, welche ihrer Vorstellung nach mit einer allgegenwärtigen Zerstörung einhergehen.
Die Geistige Erleuchtung kann und wird auch durch förderliche stärkende Strömungen, welche die Vorgänge innerhalb des Denkens beeinflussen werden, entstehen.
Dies muß sich jedoch selbstverständlich auf allmählicheren Wegen der Entwicklungsprozesse erfüllen.
Dieses Vorgehen steht dabei voll und ganz im Einklang mit den Gottesgesetzen.
Die Gerechtigkeit Gottes wird dadurch nicht im geringsten auch nur einen Augenblick lang beeinträchtigt, denn sie erfüllt sich durch das Wirken Seiner Wesenhaften Diener völlig selbsttätig, ohne daß auch nur eine einzige Regung der Empfindung übergangen werden könnte oder auch nur ein winziger Hauch von einer Versäumnis einzutreten vermöchte.
Zugleich wirkt sie jedoch beständig segensreich mit der Verheißung einer symbolischen Sühne für jeden, welcher in seinem inneren Empfinden und Denken sowie auch in seinen Taten nach der Reinheit strebt.
DIE GERECHTIGKEIT GOTTES BEZIEHT NEBEN DEN GEBETEN UND WÜNSCHEN DER IRDISCHEN MENSCHEN AUCH NOCH TAUSENDE ANDERER GEBETE MIT EIN.
In den Ebenen des Lichtes wohnen viele starke Persönlichkeiten, welche kraftvolle reinste Schwingungen aus ihrem inneren Willen aussenden, um der materiellen Welt zu helfen.
Dies schließt ganze geistige Welten ein, welche Entwicklungsprozesse viel weiter voraussehen und überblicken können, als es der irdische Mensch vermag.
Und da es hier stets mehrere Wege der Entwicklung gibt, besteht jeden Tag die Möglichkeit von Veränderungen, welche vor einiger Zeit noch nicht erfüllt werden konnten, weil den Gestaltern und Webern der Fäden die Kenntnis über die Geschehen fehlte.
Leider haben die Menschen immer nur ein sehr eingeschränktes enges Begreifen und Verständnis davon, wie sich ihrer Meinung nach der Wille Gottes über der Menschheit zeigen soll.
Sie halten ihre eigenen Vorstellungen und Überlegungen für ausreichend, daß sich nach ihnen alles Geschehen im Weltall richten und formieren soll.
Dabei liegen hier nur ein sehr oberflächliches Verständnis und Erfassen von Gottes Gesetzen vor.
Es zeigt sich hier stets etwas Kindisches und vor allem geistig Unreifes, wenn ein Mensch selbst nach wiederholten Enttäuschungen, in denen sich seine Vorstellungen von einer Entwicklung nicht erfüllten, keine innere Wandlung durchläuft und sich nicht eingesteht, daß er bisher etwas nicht richtig erkannt hat und daher von vorn beginnen und einen völlig anderen Weg einschlagen muß.
Überraschenderweise halten jedoch gerade jene, welche nach geistiger Erkenntnis streben, gern an solch einem kindischen Zustand fest.
Auch finden wir es immer noch vor, daß Menschen zu großen Teilen von den Meinungen und Ansichten anderer ausgehen, ohne selbst durch eigene Anstrengung zu einer wirklich lebendigen Wahrnehmung in ihrem Erkenntnisstreben zu gelangen.
Wenn also jemand, der gemeinhin als hellseherisch oder sehend und wahrnehmend beschrieben wird, sagt, daß der gegenwärtig beschrittene Weg in eine bestimmte Richtung führt, dann klammern sich die Menschen mit beispielloser Starrheit an diese Richtung, obwohl sich diese oft schon kurze Zeit nach der Beschreibung einer bestimmten Entwicklungsrichtung aufgrund eines völlig neuen Wollens oder Wünschens ändern kann.
Dies gilt sowohl für die Schicksale der menschlichen Wege als auch für die bedeutenden Naturereignisse auf der ganzen Erde.
Wenn behauptet wird, dieser oder jener Kontinent oder diese Insel werde untergehen, so klammern sich dann oft viele daran, als sei dies ein notwendiger Beweis zur Bestätigung der richtigen Entwicklung.
Doch vieles könnte sich jedoch seither so verändert haben, daß die Ereignisse eine völlig neue Wendung nehmen, indem etwas ganz Neues, welches zuvor noch nicht vorhanden war, von den Alfars als neues Schicksal in die Fäden eingewoben werden muß.
Dies verändert jedoch unmittelbar die Bedingungen, und die Erfüllung eines grobstofflichen Geschehens kann nun völlig andere Formen annehmen.
Die Menschen sollten endlich lernen, alle Geschehnisse viel reifer und mit einem tieferen Verständnis dessen zu betrachten, was in der hiesigen Welt zu einem bestimmten Zeitpunkt der Gegenwart möglich und erfüllbar ist und was nicht.
Dies würde ihnen einen Ausblick auf Ereignisse und Geschehnisse eröffnen, die den wahren Stand der Entwicklung viel genauer widerspiegelt.
Es würde ihnen dann auch als notwendiger Bestandteil des Wissens jene Erkenntnis aufblühen, daß die Früchte jeglicher Art hier im Stofflichen andere äußere Formen annehmen als jene, die in ihren geistigen und feinstofflich-materiellen Vorläufern sichtbar sind, in denen sich stets ein bildhafterer und lebendigerer Ausdruck findet, als es die Materie selbst hier auf der Erde bieten kann.
Hier ist alles stets grauer, zugleich aber auch mehr von Dichte umhüllt, was mit wenigen Ausnahmen zu anderen Erscheinungsformen führt, als sie in dem lebendigen Schwingen der feinstofflichen Fäden der Urbilder enthalten sind.
Einerseits wirkt dies auf der einen Seite etwas einschläfernd, andererseits liegt darin jedoch auch ein gewisser Teil gütigen Schutzes vor vielen Ereignissen, die sich in der irdischen Welt nur symbolisch und nicht in der vollen Kraft der ursprünglichen Früchte äußern können.
Dies ist ein großes Geschenk der Göttlichen Barmherzigkeit, das von den Menschen bis heute noch zu wenig gewürdigt wird.
Dabei sollte aus den Herzen der Erdenmenschen jeden Tag ein Großer Dank zu Gott emporsteigen für die weise Ordnung und Gestaltung der Bedingungen des irdischen Lebens.
Die Dichte der Materie ist für die Entwicklung des menschlichen Geistes eine unermeßliche Hilfe, da sie ihn vor der Unmittelbarkeit der Rückwirkung bei jedem seiner Fehler schützt.
Wäre dem nicht so, würde der menschliche Geist im irdischen Körper jedes Mal schwer gequält, sooft er auch nur die geringste Übertretung der Gesetze Gottes beginge.
In der Dichte der Materie kann sich ein Mensch trotz vieler Fehltritte dennoch entwickeln und reifen und wie ein kleines Kind aus seinen Fehlern lernen.
Wiewohl so mancher Mensch glaubt, daß gerade er selbst vom Leben schwer verfolgt wird, ist dies jedoch nicht der Fall.
Er sollte stets bedenken, daß sich in den feineren Welten jede Übertretung der Gesetze Gottes in der Rückwirkung viel schärfer auswirken würde in einer bitteren Ernte sehr übler Früchte.
Auf der Erde ist die Zeit des Reifens der Früchte zwischen Geburt und Ernte um vieles länger, und dieses Warten ermöglicht Raum für Veränderung und Weiterentwicklung zu einer Verbesserung.
Dies macht es möglich, die Erde als einen einzigartigen Ort der Reifung zu betrachten, der, wenn er von den Menschen aus der Sicht des ganzheitlichen und umfassenden Sinns des Daseins verstanden und aus dieser Perspektive auch richtig genutzt würde, in kurzer Zeit enorme gewaltige aufstrebende Veränderungen in der geistigen Entwicklung ganzer Scharen von Menschenseelen bewirken kann.
Doch diese Scharen schlafen noch, weil die Dichte der Materie sich in ihnen mit ihrer einschläfernden Wirkung äußert.
Der größte Teil erkennt die Früchte erst in ihrer Reife, wenn sie den höchsten Grad in der Äußerung jener Art offenbaren, in der diese Früchte ihren Ursprung haben.
Die Früchte bergen jedoch, je nachdem, wie sie aufgenommen werden, oft in neuen Schwingungen des Inneren schon die Gelegenheiten zu einem neuen Entstehen in sich, und die Menschen bemerken dies wiederum nicht und achten nicht darauf.
So befinden wir uns ständig in einem Kreislauf von Aussaat, Wachstum, Ernte und Vergehen.
Ein Teil des Kreislaufs überlagert den anderen und bildet letztlich das, was wir das irdische Gären des Lebens nennen.
Mit jedem neuen Tag gelangt etwas Neues in die Fäden der Weber, das die Gesamtentwicklung zu stören vermag.
ES BLEIBT DABEI JEDOCH DIE VERHEIẞUNG DES SIEGES DES LICHTES AUF ERDEN UND IM GESAMTEN NACHFOLGENDEN WERK DER SCHÖPFUNG BESTEHEN.
In welcher Form sich diese erfüllen wird, entspringt dabei der höchsten Kunst, die den Webern des Schicksals anvertraut ist, welche sich ganz der beständigen Verwirklichung und Erfüllung des göttlichen Willens widmen.
Sie wirken unaufhörlich und in jedem Augenblick daran, daß die große Verheißung in der sichtbaren Welt auf Erden Gestalt annimmt.
Dabei greift sogar auch schon das Schicksal eines jeden einzelnen geistig reinen Menschen auf Erden in ihr Werk ein.
Die Anwesenheit solcher Menschen verändert unmittelbar und sofort die Bedingungen für den Lauf der Dinge in eine andere Richtung, als es ohne die Inkarnation dieser Menschen hier der Fall wäre.
Jeder Mensch auf Erden sollte daher von ganzem Herzen mit wahrer Innigkeit dankbar sein, daß die Erde noch immer Bedingungen gewährt, wo eine Wende und die Änderung der Richtung hinauf zu dem Lichte möglich ist.
Das ist bewundernswert.
Gleichzeitig ist es eine unerschütterliche Gewißheit, daß wir uns mit jedem Augenblick dem Wendepunkt nähern, an welchem jeglicher Widerstand gegen das Licht und gegen Gott schwinden wird.
Wer sich wünscht und dabei behilflich sein möchte, dies so schnell wie möglich zu erreichen, sollte all seine Anstrengungen darauf richten, nun im Einklang mit der großen Harmonie des Schöpfungswerkes hier zu leben – in seinem gesamten Leben hier und auch im Jenseits.
Er sollte lernen, stets nur Wege zu beschreiten, die Aufbau und die damit verbundene Verfeinerung und Veredelung alles dessen enthalten, was ihm in Form seiner Fähigkeiten gegeben ist, um alles ihm Gegebene zum Besseren zu verwandeln.
Er sollte also zuallererst sich selbst verändern.
Er wird in seiner Seele und seinem irdischen Körper, einschließlich seines Verstandes, immer genügend Bereiche finden, in denen ihm die Möglichkeit zur Läuterung und Veredelung geboten wird.
Er kann und sollte sich zudem beständig mit den Wirkungen der göttlichen Gesetze auseinandersetzen.
Diese sollten ihm in ihrer Wirkungsweise und ihren Erscheinungsformen kein Geheimnis bleiben, sondern vielmehr ein kinderleicht verständlicher Leitfaden für seine Entscheidungen und die Ausrichtung seines Willens sein.
Er kann lernen, in ihnen zu lesen, um richtig durch das Leben zu gehen und gleichzeitig allen zu helfen, die seiner Hilfe gegenüber geöffnet sind.
Er sollte schließlich ein Wissender und Experte für die meisten Geschehnisse werden, welche sich in der notwendigen Erfüllung durch die Hände der Weber der Fäden entrollen.
Gottes Allweisheit herrscht stets in allem, gleich einem fließenden Strom, der hier schneller, dort langsamer fließt, je nachdem, wie der Reifegrad der Geschehen in der stofflichen Welt es bedingt.
Die Fähigkeit zu erlangen, mit dem Strom der Ereignisse zu fließen, ist die höchste Kunst, welche ein Mensch hier auf Erden erwerben kann.
Er wird dann auch sehr schnell erkennen, daß die stärkste, ja die mächtigste Ausrüstung, welche er in der Schöpfung einsetzen darf, der Wille zu dem allumfassenden Guten ist.
Dadurch kann er auf die wirksamste Weise zur Wandlung seiner selbst sowie der ganzen Weltentwicklung beitragen.
Dann wird von ihm eine magnetische Anziehungskraft ausgehen, die, gemeinsam mit anderen geistig reifen Menschen, die Bildung der Kreise der Friedfertigen unterstützt.
Die Friedenskreise sind ein Vorbote der Zeit, in der jeglicher Widerstand gegen das Licht und Gott von dieser Erde weichen wird – als eine überholte und vergessene Richtung der heutigen Menschheit.
Wer sich nach der Nähe der friedvollen, schöpferischen Welt der Menschen sehnt, hat jetzt die größte Gelegenheit, sie durch sein eigenständiges und einzigartiges Bemühen um seinen Einklang mit der großen Harmonie Gottes sichtbar zu machen.
Er kann gewiß sein, daß er für dieses Werk überall von der besten und wirksamsten Unterstützung derjenigen umgeben ist, welche die Fäden des Lebens weben.
Es liegt allein an jedem Einzelnen allein, ob er Teil dieser Entwicklung werden möchte, welche eine Erhebung des Lebens auf Erden bringt.
Es sollte jetzt immer mehr solcher Menschen geben.
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