GEHEIMGEHALTENE

OFFENBARUNGEN

AUS DEN EBENEN DES LICHTES

 TEIL V

ZU EINER ZEIT, DA EIN HEILSPLAN DES LICHTES FÜR DIE NACHSCHÖPFUNG VON ZAHLLOSEN HELFERN IN DER SCHÖPFUNG INTENSIV VORBEREITET WURDE, GING AUS DEM GRAL DER STRAHL PARZIVALS AUF EINE REISE DURCH DAS WERK DES VATERS.

DER STRAHL, DER DEN WILLEN PARZIVALS IN SICH TRUG, TRAT AUS DEN PFORTEN DES GRALS UND STIEG HINAB DURCH DIE SPHÄREN DER SELIGEN EBENEN DER URSCHÖPFUNG UND DER SCHÖPFUNG.

Geschützt, begleitet von seinen Getreuen, stieg er in den Ihn schützenden Hüllen hinab bis an den Rand des Werkes der Nachschöpfung, und hier führte sein Weg von einer Weltgemeinschaft zur anderen.

Unerkannt drang dieser Lichtstrahl in die feineren Teile der damals noch bestehenden Gemeinschaften ein, von denen einige unter dem Druck Seiner Nähe schließlich ihren Kreislauf nicht mehr aufrechterhalten konnten und ins Verderben stürzten, denn das von Ihm ausgehende Licht beschleunigte den Aufstieg und Fall alles dessen, was in diesen Teilen in seiner Fehlerhaftigkeit von seiner gesunden Grundlage abgelenkt war.

In diesen fernen Reichen erlebte Parzival die Auswirkungen aller Geschehnisse und empfand Mitgefühl mit den Menschengeistern, deren Wege durch den Einfluß des Gefallenen abgelenkt wurden.

Mit Unverständnis sah er, wie sich die Menschengeister allzu leicht zur Bosheit verleiten ließen.

Mit Nachsicht aber sah er jedes ehrliche Ringen einzelner geistiger Funken auf dem Wege der Reifung, auch wenn ihr Ringen oft zu neuen und unbewußten Irrtümern führte.

Er freute sich über jede Aufrichtigkeit und jeden Mut, den die entwickelten Geister in ihrem Streben nach Weisheit und nach der höheren Ausstrahlung des reinen Willens, dem Lichte zu dienen, zeigten.

Er freute sich auch über jeden Sieg, über jeden Fortschritt, der im Wesen der einzelnen Geister und ganzer Teile der Stofflichkeiten, in denen sie wohnten, stattfand.

Aber mit Unverständnis betrachtete er die Trägheit und den Schlaf, welche sich unter den vielen Menschen ausbreiteten.

Die Rückwirkung der Schöpfungsgesetze, die sich aus dieser trägen Haltung zum Leben ergab, verstärkte sich überall, wo er sich aufhielt.

Hier wurde sein Ruf geboren: 

“ICH BIN DER FREUND ALLER MENSCHEN, ABER ICH BIN DER FEIND ALL IHRER GEISTIGEN TRÄGHEIT”.

“DARUM SCHLAGE ICH KÖRPER UND SEELE, UM DEN GEISTIGEN FUNKEN ZU RETTEN, DER SICH IN DEN TIEFEN DER MATERIE BEFINDET”.

“ÜBER ALLEM MATERIELLEN STEHT DAS GEISTIGE IM MENSCHEN, DARUM BEFEHLE ICH ALLEN MEINEN DIENERN, DEN MENSCHENGEISTERN NICHTS MATERIELLES ZU ÜBERLASSEN, DAS SIE IN IHRER RICHTIGEN ENTWICKLUNG AUF DEM WEG ZUM LICHT HINDERT.

BEI SEINEM EINTRITT IN DIE GEMEINDE VON EPHESUS ERFÜLLTE DER STRAHL PARZIVALS DEN WICHTIGSTEN HELFENDEN TEIL DES PLANES UND TRAT IM MYSTERIUM DER GESEGNETEN VEREINIGUNG DIREKT IN DEN MANTEL DER GROBSTOFFLICHEN MATERIE EIN, INDEM ER SEINE LEBENSPENDENDE AUSSTRAHLUNG IN DEN MANTEL EINES IRDISCHEN KÖRPERS AUF ERDEN FLIESSEN LIESS.

Hier begegnete Er auch dem Gefallenen, aber die Zeit seines direkten Kampfes war noch nicht gekommen.

Der Gefallene wich vor der Macht des Schutzes Gottes, des Vaters, zurück, der über dem anderen schwebte, im Bewußtsein, daß seine eigene Kraft göttlichen Ursprungs durch den vorhergehenden Schwertstreich Michaels geschwächt worden war.

Er wußte, daß er sich nicht einmal mehr über die Materie erheben konnte, um die höheren Teile der Schöpfung zu erreichen.

Er war stark gelähmt, konnte sich aber in der Nachschöpfung noch frei bewegen, denn seine Fesselung stand noch bevor.

ER WUSSTE AUCH, DASS DER JUNGE PRINZ ABD-RU-SHIN UNTER DEM IRDISCHEN SCHUTZ DES DIENERS DES LICHTS, ISMAEL, STAND, DESSEN NÄHE SELBST SEIN MÄCHTIGSTER DIENER, SATAN, FÜRCHTETE.

Tief in seinem Inneren ahnte Satan, daß es eines Tages Ismael sein würde, der ihn im Kampf besiegen und in den See der Bitterkeit und des Jammers stürzen würde.

Endlich aber fand dieser Widersacher Ismaels seinen Weg und stachelte still und listig unreine Menschengeister in irdischen Körpern an, die zu Vollstreckern seines Willens werden sollten.

So ersann der Gefallene durch Satan einen Plan, um die Hilfe für die Menschheit, die in der unmittelbaren Gegenwart Parzivals im irdischen Körper bestand, auf den geringstmöglichen Teil zu reduzieren.

Bei der Ausführung dieses finsteren Planes wurde der Strahl Parzivals gewaltsam aus dem Körper des jungen Herrschers eines kleinen Volkes gerissen, das den Verlust seines Anführers und geliebten Lehrers, der den Menschen dieses Volkes in jedem Augenblick seines irdischen Daseins gezeigt hatte, wie man in Übereinstimmung mit dem göttlichen Willen richtig lebt, schwer zu tragen hatte.

Der von den materiellen Fesseln befreite Strahl Parzivals kehrte in die Hallen des Grals zurück und übernahm als vom Licht gesegnete, verlängerte Hand Gottes des Vaters die Herrschaft über die Schöpfung.

Die Erfahrungen mit den entfernten Teilen der Schöpfung machten Parzival reif, seinen Entwicklungsprozeß in der Schöpfung fortzusetzen.

Aus dem Jüngling wurde der strahlende Gralskönig, der allwissend genannt werden darf, weil in Seiner Hand die Fäden aller Teile des Schöpfungswerkes zusammenlaufen und er für immer ihr gerechter Verwalter, Richter und Beschützer in einem ist.

DA BEGANN EIN NEUER ABSCHNITT IN DER GESCHICHTE DES URSPRÜNGLICHEN SCHÖPFUNGSWERKES, IN DER PARZIVAL VON DIESER GROSSEN STUNDE AN ALS STRAHLENDER GRALSKÖNIG IN VOLLER EINHEIT MIT DEM HEILIGEN GEIST, DEM WILLEN GOTTES DES VATERS, DAS SCHÖPFUNGSWERK REGIERTE UND FÜR IMMER REGIEREN WIRD.

ALLES, WAS VON DIESEM AUGENBLICK AN IM SCHÖPFUNGSWERK GESCHEHEN IST UND NOCH GESCHEHEN WIRD, WIRD VON PARZIVAL GEHALTEN, GERICHTET UND DURCH SEINEN WILLEN, DER UNTRENNBAR VERBUNDEN IST MIT DEM WILLEN SEINES VATERS, DES HEILIGEN GOTTES GESTÄRKT.

EINE WELLE DER GNADE DURCHDRANG DIE GESAMTE SCHÖPFUNG, UND DIE VERHERRLICHUNG DIESER STUNDE VON KÖNIG PARZIVAL WURDE VON ALLEN LICHTVOLLEN DIENERN DER SCHÖPFUNG DURCH ALLE SPHÄREN HINDURCH GETRAGEN.

UND ES WAR IN DIESER FÜR DIE SCHÖPFUNG SO BEDEUTSAMEN, SO HEILIGEN STUNDE, DASS GOTT VATER IN SEINER LIEBE AUS SICH SELBST DEN STRAHL DER LIEBE HERVORBRACHTE, DER ZUM LEIBE GOTTES WURDE.

DIE FLEISCHGEWORDENE LIEBE SANK HINAB IN DIE GRALSHALLEN DER SCHÖPFUNG, WO PARZIVAL IM GEBET FÜR DIE AUFGABE REIFTE, DIE IHM SEIN VATER ANVERTRAUT HATTE.

ELISABETH STAND BEI DEM JÜNGLING, DER IN TIEFER INNERLICHKEIT SEINER SELBST ARBEITETE, UND GAB IHM EINEN TEIL IHRER AUSSTRAHLUNG ALS HELFENDEN SEGEN FÜR SEIN KÖNIGLICHES WIRKEN IN DER SCHÖPFUNG.

Die Ewigen im Göttlichen beteten zum Schöpfer und teilten ihm auch ihr Wissen mit, von dem niemand in der Schöpfung hätte wissen können, denn ihr Wissen war das Wissen Gottes, der so mächtig ist, daß keiner von denen, die erst im Schöpfungswerk zum Bewußtsein kamen, dieses Wissen von Ihm hätten aufnehmen können.

Wer an den Raum des Schöpfungswerkes gebunden ist, kann das Göttliche in seinem Wesen niemals begreifen, denn es ist mit dem Werk nicht mehr verbunden als durch die Verleihung des Abglanzes seiner schöpferischen Kraft, in der sich der äußerste Rand der göttlichen Sphäre des Ewigen spiegelt.

Es war also etwas von der Unbegreiflichkeit der Größe Gottes, die in dem Liebesstrahl mitschwang, die von der geformten Lichtgestalt des Gottessohnes ausging.

DER LEUCHTENDE STRAHL DER LIEBE DRANG IN DIE GRALSHALLEN EIN UND BAHNTE SICH IN WISSENDER UMHÜLLUNG SEINEN WEG IN DIE TIEFEN DER NACHSCHÖPFUNG, UM DEN WELTENTEIL EPHESUS ZU RETTEN.

PARZIVAL FÜHLTE DIE NÄHE DER SELIGEN GÖTTLICHEN BRÜDERLICHEN AUSSTRAHLUNG, DIE IHM IN IHRER LEBENDIGEN VERBUNDENHEIT MIT DEM GÖTTLICHEN SO NAHE WAR.

DOCH IN SEINE AUFGABE VERTIEFT, LIESS ER DEN STRAHL DER LIEBE SCHWEIGEND AN SICH VORÜBERZIEHEN, DENN ER HÖRTE DIE STIMME DES VATERS SAGEN:

“DAS HEILIGE TRIGON WIRD BALD IN GANZHEITLICHER ERFÜLLUNG VEREINT SEIN”.

“DER STRAHL DER LIEBE KOMMT HERAB UND BEREITET DEN WEG FÜR DEN STRAHL DER GERECHTIGKEIT.

“DAS WORT DER LIEBE GOTTES TRIFFT AUF DAS WORT DER WAHRHEIT DES MENSCHENSOHNES”.

“EIN TEIL DER GÖTTLICHEN WESENLOSEN AUSSTRAHLUNG VERBINDET SICH MIT EINEM ANDEREN TEIL DER GÖTTLICHEN WESENLOSEN AUSSTRAHLUNG, UM DAS GUTE WERK ZU VOLLBRINGEN”.

“ALLES, WAS GETAN WERDEN SOLL, GESCHIEHT NACH DEM GESETZ MEINES WILLENS”.

“UND DAS LICHT WIRD ZUM LICHT FÜR ALLE, DIE SICH DARAN LABEN, DENN DAZU GEBE ICH MEINE KRAFT”.

EINE NEUE SCHÖPFUNG IN DEN ÄUSSERSTEN WELTEN WIRD BEGINNEN, WENN DIE NOCH ZU ERFÜLLENDEN PFADE VOLLENDET SIND.

“ES IST SCHON GESCHEHEN, ABER ES WIRD NOCH GESCHEHEN“.

“MEIN SOHN, DURCH MEINEN WILLEN WOHNE ICH IN DIR, DURCH DICH SCHAFFE ICH UND BRINGE ALLEN LEBEN.

MÄCHTIG WAR DER KREISLAUF DER KRÄFTE IN DIESER VERKÜNDIGUNG DER STIMME GOTTES.

Diejenigen, die als Geschöpfe in der Schöpfung entstanden sind, können ihrer Natur nach nicht wissen, was göttliche Weisheit ist und was die Beweggründe ihrer unbegreiflichen Allweisheit sind, die in einem einzigen Augenblick alles von Anfang bis Ende überblickt.

Schon damals, in der Zeit der Bitten der Urgeschaffenen und Geschaffenen um die Hilfe Gottes des Vaters, Wege für die Möglichkeit des Bewußtwerdens des schwächsten Geistigen zu bilden, schwang ein Strahl der Liebe Gottes zu Seinem Erwachen, denn Gott der Vater kannte die Entwicklung, durch die die Zukunft gestaltet werden sollte.

Alle Möglichkeiten und Entwicklungswege der Schöpfung waren in Seiner Weisheit enthalten.

Es gab unendlich viel mehr, als der menschliche Geist sich vorstellen könnte, und alle durften Träger der Entwicklung werden.

Gott der Vater kennt in Seiner Größe alle Wege der Entwicklung, und es ist Seine barmherzige Liebe, die stets die Entwicklung von allem leitet, vom Anfang des ersten Schwingens bis zu den anderen Manifestationen, die folgen, und die in sich den Ausgangspunkt für das Neue tragen, das noch zu entwickeln ist.

Alles Geschehen folgt gehorsam einer gesetzmäßigen Entwicklung, deren treibende Kraft der Heilige Wille Gottvaters ist.

Und in dieser Entwicklung der Ereignisse, die immer der vorhergehenden Richtung folgt, wurde Jesus zum Wort, das die Sphären durchdrang, um mit Seinem Strahlen alles zu beleben und zu unterstützen, was vom falschen Prinzip des Gefallenen getroffen wurde.

Die Liebe Gottes hat die Tiefen ausgelotet, um dort Hilfe zu bringen, wo alles noch Unreife der menschlich-geistigen Art im Werk der Nachschöpfung ausgeblutet ist.

Das Heil, als Ausgleich und Erlösung für das Versagen Luzifers, kam hinab in die Finsternis, um wenigstens für kurze Zeit die offene Wunde des geistigen Stromes in der Nachschöpfung zu schließen, bis der gesegnete Menschensohn als Richter und Sieger über Tod und Verderben vieler Seelen kommen sollte.

SO GESCHAH IN DEN GRALSHALLEN ZUR RECHTEN ZEIT DER REIFE DES SCHÖPFUNGSWERKES, ALS PARZIVAL DEN THRON DES KÖNIGS DER SCHÖPFUNGS BESTIEG, ALS DESSEN GOTTGEGEBENER UND FÜR DIE EWIGKEIT BESTIMMTER BESCHÜTZER UND STATTHALTER, DAS WUNDER DES WIRKENS DER GÖTTLICHEN LIEBE IN DER STOFFLICHKEIT DES UNBEDEUTENDEN TEILES VON EPHESUS, DAS DEN DROHENDEN UNTERGANG DER GANZEN WELT VERHINDERTE.

Die Zeit, in der die Liebe Gottes als das Wort verkörpert wurde, war kurz, so kurz wie die Zeit, in der der Strahl Parzivals während seiner Ausbildung in die materiellen Hüllen der Erde eintauchte.

JESUS BRACHTE DAS HEIL DURCH DAS WORT, DAS ALS LEBENDIGES LICHT IN DIE OFFENEN HERZEN DER MENSCHEN WIRKTE UND DIE WIEDERGEBURT UND DEN AUFSTIEG ZU DEN HÖHEN DER SCHÖPFUNG VERMITTELTE.

KURZ WAR SEINE ZEIT, DIE DIE IRDISCHEN DIENER DES GEFALLENEN ABGEMESSEN HATTEN, BEVOR SIE IHN MIT GROBEN HÄNDEN NACH GOLGATHA STIESSEN.

DOCH SEINE GNÄDIGE MENSCHWERDUNG BRACHTE HEIL UND ERLÖSUNG FÜR VIELE, DIE SICH FÜR DIE KOMMENDE ZEIT STÄRKEN DURFTEN, BEVOR PARZIVAL ALS RICHTER UND ERLÖSER, ALS DER VERHEISSENE MENSCHENSOHN, IN DIE STOFFLICHKEIT TRAT.

DER STRAHL DER GÖTTLICHEN LIEBE, EINGEBETTET IN EINEN GROBSTOFFLICHEN LEIB, DER DEN IRDISCHEN NAMEN JESUS VON NAZARETH TRUG, ERFÜLLTE SEINE TAGE UND TRIUMPHIERTE ÜBER DEN VERDERBLICHEN EINFLUSS LUZIFERS, DENN ER ZEIGTE DURCH SICH SELBST DEN WEG ZU SEINEM VATER, DEN WEG ZUM LICHT FÜR ALLE, DIE DAS LEBEN UND DIE WAHRHEIT IN DEN VON IHM GESPROCHENEN WORTEN RICHTIG ERKANNTEN.

Der gequälte Körper am Kreuz hauchte seine letzten Atemzüge aus.

Zuvor kam die Bitte “Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun” über seine Lippen.

Jesus wurde von der körperlichen Umhüllung befreit, und der mit seinem Bewußtsein erfüllte Strahl der Liebe wohnte in feineren Hüllen unter den Jüngern.

UND DAMALS, ALS DIE GOTTESKRAFT IN DEN HEILIGEN GRAL EINTRAT, ALS DIE HEILIGE TAUBE WIEDER AUF DEM GRALSGEFÄSS ERSCHIEN UND PARZIVAL ALS THRONENDER GRALSKÖNIG ES SEGNETE, DAMALS STIEG EIN STRAHL DER KRAFT AUS DEM GRAL IN DIE TIEFE DER NACHSCHÖPFUNG HINAB, UND DER GOTTESSOHN STIEG IN SEINEM LICHTE IN DIE GRALSBURG HINAUF.

HIER TRAF DIE LIEBE AUF DIE GERECHTIGKEIT UND GAB IHREN TEIL DES GESEGNETEN STRAHLES WEITER, DER SICH MIT MARIA VEREINIGTE, PARZIVALS ANTEIL AN DER LIEBE IM GRAL.

MARIA, TEIL DER AUSSTRAHLUNG PARZIVALS, WURDE SICH IN DEM AUGENBLICK BEWUSST, ALS DER STRAHL DER GÖTTLICHEN LIEBE IN DAS GÖTTLICHE REICH DES VATERS ZURÜCKKEHRTE.

NUR EINEN AUGENBLICK VERWEILTE DER GOTTESSOHN NEBEN DEM MENSCHENSOHN PARZIVAL IN DER GRALSHALLE, DENN DIE LIEBE, DIE IN IHM PULSIERTE, ZOG IHN UNWIDERSTEHLICH ZUM VATER ZURÜCK.

DIESER AUGENBLICK BRACHTE DER SCHÖPFUNG EIN UNBESCHREIBLICHES GESCHENK VON STRAHLKRAFT, DAS IHR FÜR IMMER ANGEHÖREN WIRD.

Urschöpfung und Schöpfung bewahren in Seligkeit jenen kostbaren Augenblick in sich, der sich in einem kurzen Augenblick in der Gerichtszeit Parzivals wiederholen durfte, als Sein Strahl den Mantel des irdischen Leibes wieder aufnahm, um der Menschheit liebevoll beizustehen und das heilige Wort zu bringen.

Damals stieg auch für einen kurzen Augenblick der Strahl der göttlichen Liebe herab, um das Lichtamt über die irdische Menschheit in die Hände des Menschensohnes auf diese Erde zu übertragen.

Ein Wunder nach dem anderen steigt herab durch das Werk der Schöpfung, in einem lebendigen Pulsieren von Ereignissen, deren Bedeutung weit über das Verständnis des Universums hier hinausgeht.

So mancher Menschengeist hat in der kurzen Zeit seines Daseins an so manchem bedeutsamen Augenblick teilhaben dürfen, ohne es in seinem irdischen Bewußtsein zu ahnen.

Viel Segen ist in die Schicksalsfäden der Geister eingewoben, so daß man sagen kann, daß jeder Mensch mehr als einmal die Größe Gottes erfahren durfte.

Niemand bleibt unberührt vom Widerhall der großen Taten Gottes, die die Schöpfung durchdringen und das formen, was wir mit begrenzten irdischen Worten die Geschichte der Schöpfung nennen könnte.

Daß die Menschen hier auf Erden sich dessen nicht bewußt sind, liegt zum einen an der Binde ihres inneren Bewußtseins während der Erdenzeit, zum anderen an dem geistigen Schlaf, in dem sich die meisten Menschen in irdischen Körpern befinden.

JEDES MAL, WENN SICH EINE DER VERHEISSUNGEN ERFÜLLT, VERSTÄRKT SICH DIE AUSSTRAHLUNG DES LICHTS IN DER STOFFLICHKEIT, WÄHREND ES IN DIE WELTEN HINABSTEIGT.

Dabei entsteht bei manchen Menschen eine Spannung und eine unbeschreibliche innere Unruhe, weil der Geist immer die Art des Lichtstrahls spürt, den er schon in der Nähe früherer Ereignisse erleben durfte.

Heute ist wieder eine Zeit großer Ereignisse in der Materie, denn nun nähert sich die Erfüllung aller angekündigten Ereignisse, die mit dem irdischen Übergang der Erde und des ganzen hiesigen Teils des Universums in ein neues Zeitalter verbunden sind.

Es ist eine Zeit, die Ismael erfassen durfte, als er durch das Licht in Ebenen erhoben wurde, in denen ihm aufeinanderfolgende Ereignisse gezeigt wurden, in denen sich Vergangenheit und Zukunft für ihn zu einem lebendigen Ganzen vermischten.

Sein begnadetes Auge durfte Bilder großer Geschehnisse sehen, und ergriffen von diesem Erleben nahm er alles in sich auf und gab es dann an den dafür vorbereiteten Erdenmenschen weiter, der es in der reinen Erhebung seines Geistes schlußendlich in irdischen Worten niederschreiben durfte.

Daß diese Bildübertragung eine Wandlung erfuhr und auch von den irdischen Bildern und Formen der Zeit, in der die Bilder aufgenommen wurden, geprägt war, führte schließlich zu dem Schriftwerk, das als Offenbarung des Johannes bekannt ist und das die Menschen heute kaum noch verstehen.

Das Mißverständnis liegt in der Verschiebung der Ereignisse, die sich im Licht in einer anderen Art von Abfolge entfalten, als es der rationale Verstand des Menschen hier auf Erden erfassen und beschreiben kann.

So auch in dieser bildlichen Darstellung der Ereignisse, die nun den Lesern zur Annahme übergeben wird, um vieles zu ergänzen, was bisher verborgen bleiben mußte, weil unter dem dunklen Einfluß des Gefallenen das Erfassen der erhabenen Bilder des Göttlichen von Parzival und den Gralshallen und des erhabenen Walhallas verstopft und zerstört worden ist, oder wenigstens so entstellt worden ist, daß es in den Herzen der Menschen Verwirrung und Mißverständnisse hervorruft, so daß bei dieser Wiedergabe sofort viele Fragen in den Köpfen der Menschen auftauchen, wo dies oder jenes ist, und wo diese oder jene Stelle, dieses oder jenes Zeichen ist, von dem man doch aus der Vergangenheit weiß.

Nicht alles soll durch dieses Werk geoffenbart werden, denn es ist nie möglich, alles in einer Abfolge von Ereignissen so zu erfassen, daß nicht am Ende für das irdische Verständnis des Menschen in seiner geistigen Begrenztheit eine scheinbare Undurchsichtigkeit und Verwirrung entsteht.

Diese Botschaft ist nur eine kleine Ergänzung zu der großen Erkenntnis des Schöpfungswerkes, und da sie nur einen Teil der Anschauung der erhabenen Wirkungen wiedergibt, überläßt sie es dem Leser, durch seine eigene Lebendigkeit das Werk zu fördern.

Es könnte noch so viel mehr vermittelt werden, wobei auch das, was dem ernsthaft Suchenden und Nachdenkenden jetzt zur Verfügung steht, so umfassend ist, daß es für die ganze Erdenzeit ausreicht, die er noch hier verbringen kann.

ALLES IST VOM LICHT ERFÜLLT, DENN DAS WORT DES GOTTESSOHNES UND DAS WORT DER WAHRHEIT DES MENSCHENSOHNES IST AUF ERDEN.

DAS LICHT HAT SEINE ERFÜLLUNG VOLLBRACHT, UND DER MENSCHENGEIST HAT NUN ALLES, WAS ER BRAUCHT, UM ZU ENTSCHEIDEN, IN WELCHER RICHTUNG ER DURCH DIE REICHE DER NACHSCHÖPFUNG REISEN WILL.

DIE FÜR IHN WICHTIGSTE ERLÖSUNG IST VOLLBRACHT, DIE KLUFT, DIE DIESE WELT VON DER ÜBRIGEN SCHÖPFUNG TRENNTE, IST ÜBERWUNDEN.

Es kommt die Zeit, in der die Mauer der Unwissenheit auf Erden gänzlich niedergerissen wird, und zusammen mit den anderen Werken, die während der Zeit des großen Werkes der Berufenen um den Herrn geschaffen wurden, der Mensch mehr zur Hand hat, als er bewältigen kann.

Die Botschaft aus den lichten Höhen ist nun vollständig und bildet die Grundlage, die zum Ausgangspunkt für den Aufstieg des Menschengeistes zu den Höhen des Schöpfungswerkes werden kann.

Alles, was in dieser Botschaft enthalten ist, führt unmittelbar zum Werk der Gralsbotschaft.

Es ist die Aufgabe dieser Botschaft, den Menschen an die einfache Klarheit des Weges zu erinnern, der sich vor ihm auftut, um ihn zu den lichten Ebenen der geistigen Heimat zu führen.

Bei der Erklärung des großen Geschehens im Schöpfungswerk wird vor allem die Rolle des Menschengeistes an den richtigen Platz gestellt.

Vorbei ist die Verwirrung da man die Bedeutung des menschlichen Geistesfunken überschätzte, der nur dann wunderbar und gesegnet ist, wenn er alle Anstrengungen unternommen hat, um in seiner Verfeinerung aufzusteigen.

Es sollte jedoch immer im Bewußtsein bleiben, daß der menschliche Geist der am weitesten entfernte Ausläufer alles Geistigen ist.

Aber er wird nicht im Geringsten um die Erfahrung der Herrlichkeit des Schöpfungswerkes gebracht, sobald die Flamme des menschlichen Geistes aufleuchtet und er in seine geistige Heimat aufsteigen darf.

In der Stadt der goldenen Gassen kann er dann in freudiger Gemeinschaft mit anderen zusammenkommen, die aus den höheren Sphären dorthin kommen, um die Kunde von der großen Bewegung zu bringen, in der das Schöpfungswerk noch schwingt.

In solchen Zeiten wird der Menschengeist in seinem seligen Erleben der Wahrnehmung der gewaltigen Erschütterungen nahe sein, die von den Höhen des Grales, der auf dem Gipfel der Schöpfung leuchtet, zu ihm herabsteigen werden.

Es wird für ihn nichts geben, was er nicht wissen kann, wenn sein Geist es in der Kraft des Lichtes erträgt, welcher immer mit den großen Ereignissen der Schöpfung verbunden ist.

Wenn in ihm der Wunsch brennt, dem Licht zu dienen, werden sich ihm stets Wege öffnen, die es ihm ermöglichen, immer neue Erkenntnisse über die Schöpfung und Ihren Schöpfer, GOTT VATER, zu gewinnen.

Vielleicht kann eines Tages sein Geist nach Patmos erhoben werden, um ein heiliges Gelübde abzulegen für einen neuen Dienst, der schon jetzt in der Aussicht auf die Fortsetzung des Schöpfungswerkes in seiner ständigen Erweiterung, Gestalt annimmt.

Immer wieder möge der menschliche Geist aus dem unerschöpflichen Quell der Wahrheit trinken, um erfrischt neue Erkenntnisse über die Herrlichkeit des Schöpfungswerkes zu gewinnen.

Auf dem Gipfel seiner Erkenntnis wird er dann immer wieder zu der Einsicht gelangen, daß für die höchste Erfahrung das Glück seines innersten Wesens in der Überzeugung besteht,

DAß GOTT IST!

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„🔗“CESTA GRÁLU / GRALSWEG„🔗