GEHEIMGEHALTENE
OFFENBARUNGEN
AUS DEN EBENEN
DES LICHTES – TEIL IIII
Während die lichten Ebenen in jedem Augenblick der Gegenwart wieder die Herrlichkeit erlebten, kamen aus den Niederungen der Nachschöpfung immer mehr beunruhigende Botschaften.
Diejenigen aus der Schöpfung und Urschöpfung, die es noch wagten, in die Tiefen hinabzusteigen, um Helfer auf dem Entwicklungsweg der Menschengeister zu sein, kehrten zurück und wiesen auf das sich immer stärker manifestierende Prinzip der Versuchung hin, daß in den Welten der Materie unter dem Einfluß des Gefallenen Erzengel gewachsen war.
Sein Zorn, der durch den Schlag des Erzengels Michael geweckt worden war, richtete sich gegen das schwächste Glied der Schöpfung, gegen die unreifen, sich entwickelnden Funken des menschlichen Geistes, die ohnehin in der Stofflichkeit einen schweren Kampf um ihr Sein oder Nichtsein führten.
Wissend, daß der Schwertstreich Michaels seine Flügel verkrüppelt hatte und er nicht mehr in die göttliche Sphäre zurückkehren konnte, richtete der Gefallene Erzengel seine ganze Rache gegen die Nachschöpfung.
Statt diesen Schwachen liebevoll beizustehen, gestaltete er den Lauf der Dinge so um, daß das, was unter dieser Umgestaltung zu geschehen begann, in seiner Rückwirkung immer mehr mit den Gesetzen des göttlichen Willens kollidieren mußte.
Sein Wissen um die Wirkungsweise der Schöpfungsgesetze ermöglichte es ihm, in das feine Gewebe einzudringen und durch gezielte Maßnahmen den Willen und die Ziele der Menschenseelen zu verändern.
Alles wurde so abgelenkt, daß schließlich die ganze Nachschöpfung gefährdet war, durch die Rückwirkung der göttlichen Gesetze vernichtet zu werden, bevor die natürliche, allmähliche Folge der Erschöpfung des großen kreislaufes der Stofflichkeit eintreten konnte.
Die menschlichen Geistesgfunken begannen sich auf ihrem Wege mit der seelischen Hülle zu verfangen, und ihr Strom in die Materie zum Zwecke der Entwicklung blieb größtenteils auf dem Grund stehen und hatte keine Kraft, zum Ausgangspunkt zurückzukehren.
Nur die stärksten Funken konnten sich behaupten und aufsteigen.
Die grobstofflichen Gemeinden der Welten begannen sich in Ebenen der Gesetzlosigkeit und des Leidens zu verwandeln, und dieses Prinzip drang wie Fäulnis und Schimmel nach oben.
Diejenigen, die in Erfüllung ihres helfenden Dienstes in diese Teile der Ebenen hinabstiegen, kehrten erschöpft in die Reiche des Lichtes zurück und berichteten von einem offenen Kampf zwischen Licht und Finsternis in den Stofflichkeiten.
Nicht selten konnten sie ihre Aufgaben gar nicht mehr erfüllen, da sie immer mehr zu Opfern von Taten wurden, bei denen die dunklen Diener des Gefallenen die Hände derer führten, die jeden beseitigen sollten, der Wissen über das Schöpfungswerk und seinen Schöpfer mitbrachte.
Alles reine und wahre Wissen über Gott und Sein Schöpfungswerk versank in Verwirrung, und diejenigen, die dem Gefallenen dienten, versuchten an allen Orten, das wahre Wissen vor den Suchenden zu verbergen, die von Zeit zu Zeit mit dem inneren Drang erwachten, Antworten auf die Fragen nach dem Sinn des Lebens zu finden.
Viele, die als Geschöpfe von dem Gefallenen durch den Sturz seines Strahles mitgerissen wurden, sind in ihrer Verdunkelung zu Knechten des falschen Prinzips der Versuchung geworden, weil der Gefallene in ihnen den Neid auf alles Reine geweckt und dadurch ihren Haß auf alles, was in seinem Glanz heller war als sie, gesteigert hat.
AN IHRER SPITZE STAND SATAN ALS MÄCHTIGER FÜHRER, DER DIE ENTWICKLUNG ALS GESCHAFFENER GEIST IN SICH SCHON VOLLENDET HATTE UND SICH DENNOCH IN DEN DIENST LUZIFERS STELLTE.
SEINE REISE BEGANN IN DEN LICHTEN EBENEN, WO ER ZUM LEBEN ERWACHTE UND VON WO AUS ER SEINE KRAFT FÜR DIE ARBEIT IN DEN MATERIELLEN EBENEN SCHÖPFTE, VON WO AUS ER SICH AUFMACHTE, UM BEI DER LICHTEN ARBEIT ZU HELFEN, DIE MENSCHLICHEN GEISTER IN IHRER REIFUNG ZU UNTERSTÜTZEN.
ABER ER SELBST ERLAG ALLMÄHLICH SEINEN SCHWÄCHEN UND ERKANNTE IN SICH EINE KRAFT, DIE IHN ÜBER DAS ENTWICKELTE ERHOB.
SEINE GEBURTSZAHL WAR EINDEUTIG STARK UND ERHEBEND, UND ER SOLLTE IN DER SCHÖPFUNG IMMER NUR NACH DEM PRINZIP DER LIEBENDEN HILFE WIRKEN.
DOCH IN EINER BESTIMMTEN PHASE SEINER HERRSCHAFT ÜBER DIE MENSCHEN VERSAGTE DIESER DIENER UND GAB DEM WUNSCH NACH MEHR MACHT ÜBER DIE SCHWACHEN NACH.
Dieses Versagen lenkte ihn vom Weg nach oben zu den lichten Ebenen seiner Heimat ab, und er verlor den Kontakt mit der liebenden Güte der rein geistigen Ebenen.
Luzifer fand ihn in seiner Verwandlung und machte ihn inmitten seiner eigenen Abweichung von den göttlich bestimmten Wegen zu seinem mächtigsten Diener.
Satan, der ursprünglich ein Diener des Lichtes war und den Namen Samael trug, fiel auf die Verlockungen Luzifers herein, der ihm große Macht und Stärke über die entwickelten Geister im Werke der Nachschöpfung versprach, und um seine Begierden zu befriedigen, machte er ihn bekannt und sichtbar für alle, die Luzifers Fallen zum Opfer fielen.
So trat Satan aus dem Schatten des Einflusses Luzifers heraus, und da er wußte, daß alle, die sich in seinen Schlingen verfangen hatten, ihm schließlich dienen würden, machte er sich auf die Jagd nach den schwachen Seelen in den materiellen Welten.
Luzifer selbst zog sich in die Tiefe zurück und wirkte dort im Halbdunkel der Welten als Verbreiter einer unerbittlichen, erbarmungslosen Kälte, die sich in den Gesetzen der Schöpfung mit verheerender Wirkung für alle erfüllte, die sich von der Versuchung mitreißen ließen, die sein Diener Satan nun unter seinen dunklen Gefährten verbreitete.
SATAN WAR FÜR DIE MENSCHHEIT VERSTÄNDLICHER, WEIL ER IN SEINER GEISTIG GESCHAFFENEN ART FÜR DAS IN DER NACHSCHÖPFUNG ENTWICKELTE GEISTIGE MEHR GLEICHART IN SICH TRUG ALS DER GEFALLENE ERZENGEL SELBST, DEN DER MENSCHENGEIST WEGEN DER MACHT SEINES GÖTTLICH-WESENHAFTEN URSPRUNGS FÜRCHTETE.
Satan und seine Verbündeten woben Unsicherheit und Mißtrauen gegenüber der göttlichen Gerechtigkeit und Güte in die Fäden der Menschen und verbreiteten in ihnen durch ihre Schwächen die Sucht nach fleischlichen Genüssen.
Er weckte im Mann ein unstillbares Verlangen nach der Frau, und in der Frau selbst verfälschte er den Einfluß der irdischen Liebe, die in unreinen Händen zur Sünde wurde.
Zu diesem Zweck verwirrte er die Fäden, die vom erhabenen Wesen Aphrodite zu den Stofflichkeiten herabsteigen, so daß der mit der Liebe zusammenhängende Trieb alles Höhere überwältigen würde, was in diesen Fäden der erhabenen Dienerin beinhaltet ist.
DIE VON IHM GEFÜHRTEN WESENHEITEN, DIE SICH VON LUZIFER AUS DEN HALLEN VON WALHALLA MITREISSEN LIESSEN, HANDELTEN OFT ALS FALSCHE WESENHAFTE GÖTTER UND FÜHRTEN DIE MENSCHEN ZU EINER ZÜGELLOSEN FREIHEIT UND WILLKÜR, VON DER SIE SELBST SPRACHEN, UM SIE IN IHRER MORAL UND IHREN REINEN WERTEN ZU ERSCHÜTTERN.
So erschienen Götter, die der Niedertracht huldigten und den Menschen Sinnlichkeit, Trunksucht, Untreue und vieles mehr vor Augen führten.
Diese dunklen Wesen, die den alten Völkern der Erde als Faune, Satyren, Kentauren, Nyktelios, Nymphen, Bacchantinnen und viele andere bekannt waren, wurden in das Leben der Menschen hineingezogen, als diejenigen, die behaupteten, dass dieses freizügige Leben das wahre Dasein der hohen, wesenhaften Diener sei.
Sie erzählten den staunenden Menschen alles und behaupteten, dies sei das wahre Wissen von Walhalla, wie es die Menschen noch nie zuvor gekannt hätten.
Die wesenhaften Nymphen, die sich in den Dienst des Fauns stellten, der sie anführte, ermutigten die Künstler, Geschichten über die wesenhaften Anführer zu schreiben, in denen ihre Launenhaftigkeit und ihr Eigensinn zum Ausdruck kamen.
Als sich die echten Wesen mit Nachdruck gegen dieses falsche Handeln der Menschen wandten, die den verführerischen Verlockungen erlegen waren, erschien sogleich Satan, um den Glauben des Volkes an die Reinheit und den treuen Dienst der hohen Diener von Walhalla weiter zu erschüttern, indem er Zweifel daran weckte, daß diese edlen Diener, die vom Volk verehrt wurden, sich in Wirklichkeit selbst an dem erfreuten, was sie den Schwachen versagten und sie dafür bestraften.
Auf diese Weise verwirrte er die Empfindungen vieler Menschen, die die Erhabenen respektiert und sie immer als weise Helfer betrachtet hatten, die dem großen und edlen O-dio-nar treu dienten.
“Sie vergnügen sich und bestrafen die Menschen, die ihnen auf denselben Lebenswegen folgen wollen”, flüsterte Satan, und das hat viele getroffen und ihre reine Empfänglichkeit für Walhalla erschüttert.
So wurde das einstige wahre Wissen überdeckt von Mythen und Sagen, in denen die wesenhaften Diener als unberechenbare Herrscher erscheinen, die willkürlich in die Geschicke der Menschen eingreifen.
Auch das ursprünglich klare Wissen um den großen Kreislauf des Geistigen in der Nachschöpfung ging mehr und mehr verloren in den verworrenen Phantasien, die von denen verbreitet wurden, die von dem ausgesandt und mit geschickten Kräften ausgestattet wurden, der nun die menschlich-geistige Gattung möglichst vom Wege abbringen wollte, um dann auf ihre eigene Unfähigkeit, in der Schöpfung zu stehen, hinweisen zu können.
Indem Satan die Menschengeister durch die Mühlen der Schöpfungsgesetze in die Tiefe stürzte, gewann er immer mehr Helfer, die sich den Trabanten der Finsternis neu anschlossen.
Besonders wertvoll waren all jene, die schon eine gewisse Reife und Erkenntnis in sich trugen und doch letztlich an ihren Schwächen scheiterten und versagten, durch die Satan sie geschickt auf seine Seite zog.
Sie waren es, die ihm die größte Freude bereiteten, weil sie durch ihr Wanken und Fallen seinen eigenen Sturz entschuldigten.
“SEHT, ICH BIN NICHT DER EINZIGE, DER SICH ENTSCHIEDEN HAT, MEINEM JETZIGEN MEISTER LUZIFER ZU FOLGEN”,
lächelte er denen zu, die sich ihm angeschlossen hatten, um alles zu verfolgen, was in der Stofflichkeit reiner war.
Diese Abgesandten des Gefallenen verwirrten alles, was ihnen in die Hände fiel.
Durch die besondere Hilfe ihres Führers besaßen sie die Gabe, das verworrene Wissen, das sie vermittelten, immer so fremd klingen zu lassen, daß die Menschen mehr davon angezogen wurden als von der Klarheit der Wahrheit selbst.
Giftkörner wurden von ihren Händen in alles Reine gesät, um es schließlich zu vergiften und die reinen Sucher in Verwirrung und Erschöpfung zu stürzen.
All dies geschah oft zu ihrer eigenen Selbstverherrlichung und Eitelkeit, um bei der Masse des Volkes Aufmerksamkeit und Ruhm zu erlangen.
So verstrickten sie sich immer mehr in sich selbst, bis sich ihr Inneres so veränderte, daß sie statt des Guten das Böse wollten.
Nur wenige schafften es, sich wieder zu läutern und in einem mühsamen Kampf um sich selbst dem Licht näher zu kommen.
Aber es gab sie, und ihre Rückkehr wurde als die der verlorenen Söhne und Töchter des Lichts gefeiert.
Ihre Befreiung gab all denen Hoffnung, die fürchteten, in der Dichte der materiellen Welten dem Dunkel nicht widerstehen zu können, weil sie unter der Herrschaft des Gefallenen standen und deshalb sein Wille in ihnen stärker war als der der erschaffenen oder gar entwickelten Geister.
Jede solche siegreiche Heimkehr eines Sohnes war ein Schlag des Lichtes gegen das falsche Prinzip, das unter dem Einfluß des Gefallenen entstanden war, denn sie zeigte, daß das Licht noch stärker war als sein eigener Einfluss auf das Werk der Nachschöpfung, das er sich anzueignen suchte.
Bei diesem Sieg der Wenigen wurde auch den Entwickelten jede Hilfe zuteil, um sie vor dem Einfluß des falschen Prinzips des gefallenen Erzengels zu bewahren.
Aber der Gefallene schlug zurück und richtete seinen Angriff in den grobstofflichen Welten gegen die Frau.
ER RIEF SATAN ZU SICH UND BEFAHL IHM, SICH IN SEINEM NAMEN GESCHICKT BEI DER FRAU EINZUSCHMEICHELN UND IM AUGENBLICK IHRES ERWACHENS AUF DEN SAITEN IHRER EITELKEIT ZU SPIELEN, MIT DER SIE DEN WUNSCH IN SICH TRUG, BEWUNDERT ZU WERDEN, UND AUF DIESE WEISE ALLE ZU BEHERRSCHEN, DIE SIE IN BEWUNDERUNG IHRER SCHÖNHEIT ANZUBETEN SUCHTEN.
DAS EINGREIFEN DES GEFALLENEN LICHTWÄCHTERS WAR KLUG, DENN MIT SEINEM WISSEN ZIELTE ER AUF DEN SCHWÄCHSTEN PUNKT DER FRAU
UM DER SCHMEICHELEI UND BEWUNDERUNG WILLEN WAR DIE FRAU BEREIT, IMMER MEHR ZU TUN, JA, SIE WAR BEREIT, ALLES ZU TUN, UM DIESEN PLATZ ZU BEHALTEN UND DADURCH IMMER MEHR EINFLUSS ZU GEWINNEN.
DAS ZWEITSCHWÄCHSTE GLIED IM PRÄZISEN PLAN DES VERSUCHERS WAR DER IRDISCHE MANN, DER NACH UND NACH VÖLLIG VON DER LUST DER FRAU ABHÄNGIG WURDE.
AUFGRUND DIESER ABHÄNGIGKEIT WAR ER BEREIT, ALLES ZU TUN, WAS SATAN IHM VERLOCKEND ANBOT.
Der Versucher brauchte nur die Wegweiser in den Lebenszielen der Geister in der Grobstofflichkeit leicht zu verschieben, und alles andere ergab sich von selbst als notwendige Folge der Abirrung der Geister vom Wege.
Das unvermeidliche Wirken begann sich zu entfalten, genau den Gesetzen folgend, den Umstellungen entsprechend, die zu einer immer stärkeren Verstrickung des menschlichen Geistes in die Schicksalsfäden der Rückwirkung führten.
Es wurde ein Netz gewebt, aus dem niemand entkommen konnte, der in die grobstofflichen Welten eingetaucht war und sich in seiner Schwäche und Lauheit des Inneren zu sehr von diesen Ebenen in ihrer luziferischen Umgebung einhüllen ließ.
Die menschlichen Geister stolperten in ihrer Unreife über die vorgegebenen Fäden und gerieten in die verwickelten Fäden der Rückwirkungen ihrer eigenen Verfehlungen.
Der Fortschritt auf dem Weg zur Reife geriet ins Stocken, und die meisten Menschen drehten sich in einem Teufelskreis, der sich aus der Notwendigkeit ergab, immer neue Verfehlungen zu sühnen.
Einige aber waren nicht bereit, sich den äußeren Bedingungen zu beugen, und führten einen gewaltigen Kampf um ihren Geist.
Die Inspiration und die Offenbarung der wahren Bestimmung des menschlichen Geistes kamen zu ihnen als Stärkung durch das Licht.
Sie wurden auch mit Bildern konfrontiert, um die ganze Inszenierung des Verführers besser zu verstehen, auf die notwendigerweise Niedergang und Zerstörung folgten.
Die offenen Geister empfingen Botschaften aus den Lichtebenen der Schöpfung.
Doch wann immer eine solche Botschaft erschien, richtete der Gefallene sofort seine Macht direkt auf einen solchen Ort.
Er sandte Satan, um sofort die Ereignisse in Gang zu setzen, die die Zerstörung des neuen Aufbaus des Lichts in den Stofflichkeiten herbeiführen würden.
Mit einem Zischen legte sich die Finsternis um diese Menschen und versuchte, sie von ihrem frei gewählten Weg abzubringen.
Die Diener des Versuchers, angeführt von Satan, starteten sofort große Angriffe gegen die Menschen, die sich und andere zum Licht erheben wollten.
Soweit es möglich war, wurden solche Menschen beeinflußt, eingeschüchtert und an ihren Schwachstellen angegriffen, damit kein Wissen der Lichtebenen in der grobstofflichen Materie Fuß fassen und so dem Aufstieg der reinen, aufstrebenden Menschengeister einen festeren Boden bereiten konnte.
Scharen verblendeter Geister, die in ihren Schwächen in grobstofflichen Körpern gefangen waren, wurden zu leichten Werkzeugen der Finsternis, um diejenigen aufzusuchen und zu verfolgen, die stärker mit den Helfern des Lichtes verbunden waren, denn das Lichte und die Reinheit der Wenigen reizte sie wie Salz in den Wunden.
Die Herrschaft der Finsternis breitete sich über die Gemeinden der Welten aus.
AM SCHLIMMSTEN TRAF ES DIE GEMEINSCHAFTEN, DIE BEREITS DIE LAUEN GEISTFUNKEN IN SICH TRUGEN.
DIESE SANKEN HERAB UND ZOGEN UNWEIGERLICH GANZE UNIVERSEN MIT SICH, DENN DIE GEISTIGE LAUHEIT UND TRÄGHEIT ZOG DIE MATERIE IN IMMER ENGERE KREISE, AUS DENEN NUR NOCH MEHR KÄLTE UND TRÄGHEIT HERVORGING.
Diese Erstarrung wurde von niemandem bemerkt, der sich in ihnen aufhielt, denn alles wurde nach und nach hinabgezogen, zusammen mit allen materiellen Gedanken und Wahrnehmungen der Geister in ihnen.
In der Erstarrung litt alles Geistige, aber umgekehrt wurde dieser kalte Boden ein fruchtbarer Boden für die Ausbreitung des Verstandes, der das geistige Empfinden in der Entscheidungsfindung ersetzte.
UM DEN VERSTAND ZU ENTWICKELN, STELLTE LUZIFER SEINE GANZE KUNST ZUR VERFÜGUNG, DENN DAS WAR DER GRUND, WESHALB ER DEN MENSCHLICHEN GEISTESFUNKEN IN DER MATERIE ZU HILFE KAM.
Die Entfaltung des Wissens über die Materie durch die einzelnen Teile ihrer Bestandteile, das war es, was nun die Verbindung mit den Dienern des Hohen Wesenhafte ersetzte, die allmählich, mit wenigen Ausnahmen, die Zusammenarbeit mit den Menschen ganz aufgaben.
An die Stelle der früheren kindlich reinen Verbindung der Geister mit der Schöpfung ist nun durch den gefallenen Erzengel im Menschen eine rationale Erforschung und zugleich ein nie gekannter Stolz auf diese neue Art der Weltwahrnehmung getreten.
Das von dem Gefallenen gesetzte Prinzip setzte sich im Menschen fest und brachte durch die Wirkung der unwandelbaren Gesetze Gottes alles beschleunigt zu seinem Ende.
VOR ALLEM DIE VIER UNTERSTEN GEMEINDEN WURDEN IMMER DICHTER UND GINGEN IMMER SCHNELLER DER ÜBERREIFE UND DAMIT DEM NOTWENDIGEN UNTERGANG ENTGEGEN.
SARDES, PERGAMUS, LAODIZEA, EINST GLORREICHE, LEUCHTENDE KRISTALLE IM KRANZ DER GEMEINDEN DES WERKES DER NACHSCHÖPFUNG, WAREN AUF DEM WEG IN DEN UNTERGANG.
Die Engel dieser Gemeinden versuchten als ihre Treuhänder die letzten Funken der Hoffnung in den wenigen Seelen zu entzünden, die sich in der Stofflichkeit befanden.
Wenige, wenige Funken flammten auf und stiegen mit größter Anstrengung an die Spitze der feinstofflichen Sphären dieser Gemeinden.
Hier wurden ihnen die helfenden Hände vieler heller Geister geliehen, damit sie emporgehoben werden konnten, bevor Aries mit seinen Dienern aus dem mächtigen Walhalla zu diesen Gemeinschaften gesandt wurde, um sie durch die Schläge seiner Instrumente für die Zerstörung vorzubereiten.
Und Aries kam und vollbrachte mit der ihm eigenen Grimmigkeit das furchtbare Werk der Zerstörung.
Unter den größten Schmerzen der hohen wesenhaften Diener wurde ein scharfer Schnitt des Endes gemacht, und wie am Anfang von den göttlichen Engelssphären aus gesehen, wurden diese Gemeinden abgebrochen und getrennt, damit sie die ganze Nachschöpfung nicht mehr belasten konnten.
Der Gefallene feierte den Triumph seiner verführerischen falschen Wege.
Er selbst blieb vom Werk der Zerstörung verschont, und auch seine Heere hielten sich an den Schutz, den er ihnen durch seine Macht göttlicher Art gewährte.
Aber die unzähligen Seelenströme, die in diesen Gemeinschaften wohnten, in denen die Funken bereits vollständig erloschen waren, wurden in einen Strudel hineingezogen, der wie eine mächtige Mühle alles verschlang, was existierte.
Planeten, Galaxien, Universen und ganze Grade feinstofflicher Sphären wurden allmählich in den gewaltigen Strudel hineingezogen, der auf der einen Seite ganze Teile von Universen in sich aufnahm und an seinem anderen Ende eine von allem Vergangenen befreite Urmaterie ausstieß.
Alles wurde in seine kleinsten Teilchen zerlegt und kehrte, frei von der Vergangenheit, an seine Ausgangspunkte zurück.
Und hier kamen Hathmes und mit ihm Hermetes hervor, um neue Welten zu formen und zu gestalten, die sich jedoch noch entwickeln und reifen mussten, so wie Brot, das aus dem Ofen genommen wird, abkühlen und atmen darf.
Aber alles ging viel schneller, denn es gab das Wissen um den ursprünglichen Aufbau der vorherigen Welten.
DIE ENGEL DER GEMEINSCHAFTEN FREUTEN SICH ÜBER DIE VORBEREITUNG DES NEUEN WERKES, UND IHRE TRÄNEN DES SCHMERZES VERWANDELTEN SICH IN TRÄNEN DES FREUDIGEN LOBES DES SCHÖPFERS, DER IMMER NEUE WEGE DER ENTWICKLUNG IN ALLEM FINDET.
Aber die geistigen Funken waren nirgends zu finden.
Die Alten waren dem Untergang und dem Verlust ihres geistigen Bewußtseins geweiht, als sie in den Strudel hineingezogen und zu einzelnen Stücken geistigen Pulvers zermahlen wurden, die durch magnetische Anziehungskraft nach oben gezogen wurden, dorthin, wo sich die Nebel des geistig Unbewußten in der Schöpfung befinden.
Neue geistige Funken waren noch nicht geboren, als die Zeit der Reinigung begann.
Aber die genannten Ereignisse geschahen nicht auf einmal und auch nicht ohne viele wichtige Zwischenschritte, die später noch erwähnt werden.
Man muß sich nun vorstellen, daß drei der untersten Gemeinden in einen Zustand der Erstarrung gefallen waren, aus dem nur eines hervorgehen konnte, nämlich die Auslöschung.
Etwas oberhalb dieser drei Gemeinden liegt die vierte, die den Namen Ephesus trägt.
Von dem verführerischen Prinzip des gefallenen Erzengels schwer in Mitleidenschaft gezogen, kämpfte es um sich selbst und um die menschlichen Geister, die in seinen Sphären wohnten.
Keiner von ihnen erkannte, wie diese Gemeinde zusammen mit ganzen Welten am äußersten Rand kreiste, jenseits dessen es nur eine Richtung gab – den Absturz in die Tiefe der Zerstörung.
Die Menschen glaubten, daß die Lebensweise, die sie für das Leben auf der Erde angenommen hatten, von Generation zu Generation ausreichen würde.
Wann immer sich der Lauf der Dinge gegen sie wandte, wandten sie sich an ihren Schöpfer, um sich zu beschweren, oder sie erwarteten mürrisch und kindisch, daß ihnen trotz ihres hartnäckigen Festhaltens an ihren Fehlern sofort geholfen würde.
Nationen und Individuen bewegten sich ständig an der Grenze zwischen Sein und Nichtsein, während die gesamte Materie der Gemeinde von Ephesus ins Wanken geriet.
Dieses Treiben der menschlichen Geister wurde von vielen Urgeschaffenen und Geschaffenen, denen die Fortsetzung der Nachschöpfung am Herzen lag, mit Sorge beobachtet.
Sie erkannten, daß die Bedrohung des Weltenteiles Ephesus eine Bedrohung des gesamten Nachschöpfungswerkes bedeutete, denn die Festlegung seiner Dauer war ursprünglich anders geplant.
Man hatte nicht damit gerechnet, daß so viele Teile der Welt in so kurzer Zeit in den Strudel der zerfallenden Stofflichkeit geraten würden.
Es hätte die Kräfte von Walhalla, die notwendig waren, um die lichteren Teile zu erhalten, zu sehr beansprucht.
Es würde das ganze Werk der Nachschöpfung in eine Störung des Gleichgewichts stürzen und die ganzen übrigen Weltengemeinden zu vernichten drohen.
Das Werk der Nachschöpfung schwankte in seinem Kreisen wie eine aus dem Gleichgewicht geratene Achse des großen rotierenden Anhängers der Urschöpfung.
Der große siebenzackige Stern verlor seinen Glanz und verlor sich in der Tiefe der Finsternis.
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