Haben Sie sich jemals innerlich leer gefühlt, ohne die Kraft zum Weitermachen? Haben Sie sich jemals dabei ertappt, wie Sie zur Seite oder in den Spiegel blickten und in nichts einen Sinn fanden?

Erinnern Sie sich nun an jene Momente, in denen Sie sich energiegeladen, selbstbewusst und inspiriert fühlten und Ihr Herz voller Freude und Kraft war, bereit, die schönsten Augenblicke jedes Tages zu genießen. Das Leben schien wirklich so schön zu sein, nicht wahr?

Es steckt mehr dahinter, wenn wir sagen, etwas „nährt unsere Seele“. In Wahrheit müssen wir uns immer innerlich nähren, unser Innerstes stärken. Der Prozess ist ganz einfach: Manche Dinge wirken auf unser Innerstes, unser „Selbst“, wie wahre Nahrung, die innerhalb eines Tages, einer Woche oder auch über einen langen Zeitraum hinweg alles verändern kann.

Ein erschöpfter Körper regeneriert sich und reagiert auf eine gesunde, nährstoffreiche Ernährung, denn er braucht sie zum Leben. Ohne ausreichende Ernährung erkrankt der Körper und stirbt. Genauso verhält es sich mit der Seele: Sie zu vernachlässigen ist wie schlecht oder nur teilweise zu essen. Wir spüren, wie unsere innere Kraft schwindet, und eine Lebensmüdigkeit sich breit macht, eine Müdigkeit gegen das Leben selbst. Es fehlt uns an Energie für alles, und alles erscheint schwierig, fast unmöglich. Dann erscheint das so dringend benötigte Ziel der inneren Entwicklung wie ein schöner Wunsch, der in der Ferne widerhallt, kaum hörbar in diesen müden Ohren.

Wir übersehen oft den wahren Wert dessen, was uns als Nahrung für die Seele angeboten wird. Wissen wir, was uns wirklich guttut? Wissen wir, wie wir unsere innere Nahrung weise und bewusst auswählen?

Wenn wir das Leben als Reise begreifen, voller Möglichkeiten, Schönes zu empfangen und zu pflegen, und dabei stets unserer geistigen Intuition folgen, wird es uns leichtfallen, zu unterscheiden, was uns nährt und was nicht, was nutzlos ist und was uns guttut. Dann wird all jenen, die auf dieser Reise sind und nach all dem streben, klar werden, dass das, was uns nicht nur nicht nährt, auch unsere letzte Kraft und Energie aufzehrt, jede Herausforderung unmöglich macht und unser Verständnis vom Leben immer weiter in die Ferne rückt.

Den Erschöpften, den Entmutigten, den Suchenden ohne Hoffnung oder jenen, die die Suche bereits aufgegeben haben, gilt stets der Rat, wie die Worte eines gütigen und geduldigen Arztes: Kümmert euch um euch selbst, indem ihr eure Seele und euer Inneres, euren Geist nährt. Ein Leben voller Ballast und Nutzlosigkeit wird einem Geist, der sich nach dem Nützlichen und Wahren sehnt, keine Kraft verleihen.

Wir müssen uns geistig nähren mit dem, was unser Innerstes wirklich stärkt. Wir müssen das Leben erforschen und den roten Faden des Edlen verfolgen, mit einer ausgewogenen inneren Nahrung und einer persönlichen Transformation, die von einem tieferen Bewusstsein für das, was uns guttut und was nicht, getragen wird. Wir müssen unterscheiden zwischen dem, was unseren existenziellen Durst stillt, und dem, was uns nur in die Irre führt, unsere Zeit und Energie raubt und uns letztendlich nichts bringt. Prüfe jetzt dein Inneres und frage dich: Was sind die Steine ​​und was das Brot, das deine Seele nährt?

Caroline Derschner


Roberto C. P. Junior


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Der Tag Ohne Morgen