
Anfang Mai werden in unserem Land Maibäume aufgestellt. Was genau bedeutet dieses Fest, an dem viele Menschen, oft sogar ein ganzes Dorf, teilnehmen?
Betrachten wir zunächst das Wort Leuchtturm, das vom englischen Wort „may“ (Mai) abgeleitet ist. Ein Leuchtturm ist ein Licht – und Orientierungsturm an der Küste, der Seeleuten als Orientierungshilfe dient und auch als Lichtsignal für Fahrzeuge wie Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen genutzt wird. Ein Flugfunkfeuer ist ein Lichtmast, der zur Flugsicherung eingesetzt wird. Leuchttürme sind stets aus großer Entfernung sichtbar; sie leuchten und dienen der Orientierung oder als Warnung.
Aber was hat das mit dem Maibaum zu tun, den man aus einem hohen Pfahl baut und an dessen Spitze man einen immergrünen Baum, meist eine Fichte, mit Bändern schmückt?
Auch zu Weihnachten verwenden wir einen immergrünen Baum als Dekoration. Während wir zu Weihnachten einen Baum in unsere Häuser stellen, bauen wir den Maibaum so hoch wie möglich, weshalb er außerhalb des Hauses steht.
Sie fahren durch eine Stadt oder ein Dorf und sehen einen Maibaum. Sie richten Ihre Aufmerksamkeit auf diesen Maibaum. Sie schauen nach oben, und der Maibaum ist wunderschön geschmückt. Was will er uns sagen? Worauf sollen wir unsere Aufmerksamkeit richten?
Den ganzen Monat lang haben wir ihn vor Augen: majestätisch, wunderschön, schon von Weitem sichtbar.
Am 30. Mai ergießt sich die Kraft durch den Heiligen Geist in die Schöpfung. Dies ist das gewaltigste Geschehen in der gesamten Schöpfung.
Vom Rande der Schöpfung und des Göttlichen Reiches, aus dem Gralspalast, den der menschliche Geist aufgrund seiner Art niemals erblicken wird, strömt diese Kraft, um das Leben zu erhalten.
Und nicht nur zu unserer Erde herab, welche nur ein winziger Punkt im gewaltigen Werke Gottes ist, sondern zu der gesamten Schöpfung, einschließlich des Paradieses, zu dem wir eines Tages zurückkehren werden.
Wir alle sind von dieser Kraft abhängig; ohne sie könnten wir nicht existieren. Es ist wie beim Zirkulieren des Blutes durch das Herz und Körper. Ein Stillstand des Herzens würde den Tod bedeuten. Und auch dieses Kreisen erfolgt in einem strengen Rhythmus.
Die Ausgießung der Kraft des Heiligen Geistes ist kein einmaliges Ereignis, das nur einen Tag währt, sondern erstreckt sich über mehrere Tage oder Wochen und erreicht am 30. Mai ihren Höhepunkt, um dann für einige weitere Wochen abzuklingen.

Zu Weihnachten, wenn wir ebenfalls einen geschmückten Tannenbaum aufstellen, ergießt sich die Kraft der Liebe erneuernd in die Schöpfung. Die gesamte Schöpfung feiert dann das Fest der Liebe, das Fest der Rose.
Der 30. Mai ist jedoch insofern besonders, als die Kraft des Heiligen Geistes die gesamte Schöpfung für ihr neues Wirken durchdringt. Es ist ein unermeßliches Geschenk des Allmächtigen, dessen Ausmaß wir wohl nie ganz erfassen können.
Der Maibaum, den wir sehen und zu dem wir unseren Blick richten, und in wunderbarer Weise geschmückt für diesen Mai, soll uns an dieses Geschehen erinnern.
„Mensch, der Himmel ist geschmückt, alles in den höheren Sphären feiert. Die Menschen in den höheren Sphären feiern dieses Ereignis bewußt, so tue auch Du!“
So soll uns der Maibaum, indem wir an ihm empor in den Himmel sehen und unseren Blick darauf richten, an dieses nahende Geschehen erinnern.
„Mensch, der Himmel ist geschmückt, alles in den höheren Sphären feiert. Die Menschen in den höheren Sphären feiern dieses Ereignis bewußt, tuen wir es ihnen gleich!“
Der Mai ist eine Zeit der Verherrlichung und der Feier dieses Geschehens.
Wir schmücken den „Himmel“. Nicht mehr unsere Wohnungen wie zu Weihnachten, sondern etwas, das uns übersteigt, etwas Größeres, etwas Erhabeneres, welches uns zu den Höhen emporhebt.
Der Mai ist wahrlich eine wunderschöne Zeit. Der Schöpfer schenkt uns in ihr die lebenspendende Kraft.
Der Himmel ist nun offen. Daran sollten wir stets denken.
Es ist notwendig, diese Geschehen zu kennen, da wir Teil der Schöpfung sind.
Hinweise dazu finden sich in der Gralsbotschaft – „Im Lichte der Wahrheit von Abd-ru-shin, dem Menschensohn“ – den Jesus Christus der Menschheit zum Gericht verheißen hat und der uns in alle Wahrheit führen soll.
Ohne das Wissen der Gralsbotschaft, auf dem dieser kurze Artikel basiert, hätte ich ihn nicht verfaßt. Ich danke dem Allmächtigen für die Gnade, Zugang zu diesem Werk zu haben.
Martin Hruštínec