DEN KREISLAUF DES GEBENS UND NEHMENS AUFRECHTERHALTEN

Empfangen und Geben sind zwei untrennbare Bestandteile des großen Lebensflusses im Werk der Schöpfung.

Gemeinsam bilden sie das harmonische Zusammenleben aller Bewohner von Gottes Schöpfung.

Das Ganze kann sich nur dann in schöpferischer Entwicklung entfalten, wenn das Gleichgewicht zwischen den beiden Teilen sorgsam gewahrt bleibt.

Empfangen und Geben müssen daher stets im Gleichgewicht sein.

Für den Menschen als geistigen Bewohner des Werkes der Schöpfung erfordert dies einen ständigen Einsatz höchster Empfindungskraft.

Jeder wird beständig dazu angeleitet, die ganzheitliche Wahrnehmung all dessen zu entwickeln, was er/sie zur Vollkommenheit eines gesegneten Lebens beitragen kann.

Jeder Tag bietet unzählige Momente, in denen es möglich und notwendig ist, gütig zu geben, aber auch richtig zu empfangen.

Es hört nie auf, denn es ist Teil des Lebens.

Es gibt einen unsichtbaren Drang zu ständiger Dynamik in der Wahrnehmung.

Es ist nichts für Träage.

Wer aber den Fluss der gesegneten Kräfte mit seinen Empfindungen in Einklang bringt, wird erleichtert erkennen, dass es in Wirklichkeit gar nicht so schwer ist und sogar ein unermesslicher Segen für ihn darstellt.

Gottes Weisheit verlangt von den Bewohnern der Schöpfung nichts Unnatürliches, wozu ihre Kraft nicht ausreichen würde.

Letztendlich kann daher jedes Geschöpf mit Freude erfahren, wie viel die Erkenntnis seines eigenen Wertes ihm bringt, insbesondere ihm selbst, wenn es sich dem harmonischen Fluss des Gebens und Empfangens hingibt.

Das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen ist stets ein Ansporn, die in jedem Menschen angelegten inneren Fähigkeiten zu verfeinern und weiterzuentwickeln.

Leider wird auf Erden nur wenig an diesen wertvollen geistigen Qualitäten gearbeitet.

Obwohl es auf den ersten Blick nicht so scheinen mag, haben die meisten Menschen die Fähigkeit verloren, dieses Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen in ihrem Leben zu bewahren.

Viele Menschen haben ihre Sensibilität nur auf das Empfangen ausgerichtet.

Sie konzentrieren sich zu sehr darauf, ihre Wünsche zu erfüllen, ohne zu erkennen, ob dies auch dem Ganzen zugutekommt.

Daher ist ihre Fähigkeit, rein und frei zu geben, eingeschränkt, da ihr Ziel darin besteht, alles zu sehen, was sie haben könnten und ihrer Meinung nach auch haben sollten.

Sie haben zu viel Egoismus und eine übermäßige Empfindlichkeit gegenüber dem Eindruck entwickelt, dass ihnen etwas fehlt, wenn sie im Vergleich zu anderen benachteiligt sind.

Infolgedessen haben sie das Bewusstsein, dass sie selbst erst lernen müssen zu geben, um die Fülle des Lebens zu erfahren völlig verloren.

Andere Menschen hingegen haben es geschafft, das Geben zu meistern und empfinden Freude, wenn sie selbst anderen etwas geben können.

Sie haben jedoch eine tiefsitzende Schwäche im Empfangen, da sie es als Zeichen ihrer eigenen Schwäche empfinden, wenn sie selbst beschenkt werden.

In ihrer verschlossenen Akzeptanz halten sie sich fälschlicherweise für stark.

Daher leben sie in der Überzeugung, dass sie etwas, das ihnen selbstverständlich gegeben wird, nicht brauchen und betrachten unbewusst jedes Geschenk als eine versteckte Verpflichtung gegenüber dem Schenkenden.

Als Kinder wurde ihnen beigebracht, dass es nicht richtig sei, etwas zu besitzen, das man nicht selbst durch eigene Kraft im täglichen Kampf und Einsatz erworben hat.

Obwohl dies von den Erziehern gut gemeint war, führte es zu einem falschen Verständnis des Prinzips, wie die große Harmonie im Werk der Schöpfung wirkt.

Ihr Verstand lehrte sie, hinter allem auf Erden mehr oder weniger nur Geschäftliches zu sehen.

So gibt es Menschen, die ohne Hemmungen nehmen, aber ihren Willen zum Geben geschwächt haben, und dann gibt es Menschen, die geben können, aber Hemmungen und ein Gefühl der Schwäche verspüren, wenn ihnen etwas gegeben wird.

Es gibt also zwei Pole, zwischen denen die Menschen schwanken.

Entweder neigen sie zur einen Seite, was sie zu Egoismus führt, oder zur anderen Seite, wo sie nicht in der Lage sind, Gottes Gaben die sie im Werk der Schöpfung empfangen, anzunehmen.

Beide Auffassungen beruhen auf einem fehlerhaften Verständnis der großen Liebe Gottes, die im Schöpfungswerk wirkt.

SOBALD IM LEBEN EINES MENSCHEN EINE ABWEICHUNG VOM HARMONISCHEN FLUSS AUFTRITT, ENTSTEHT ZWANGSLÄUFIG EINE SPANNUNG IN DEN GESETZEN DER SCHÖPFUNG.
HÄLT DIESE SPANNUNG ÜBER EINEN LÄNGEREN ZEITRAUM AN ODER VERSTÄRKT SIE SICH GAR, SO KOMMT ES ZU ERSCHÜTTERUNGEN DES GANZEN.

Die Menschen auf der Erde haben dies schon oft erfahren dürfen.

Seit Jahrtausenden erleben Generationen seit der Antike immer wieder Zeiten des Segens und Zeiten des Leids.

Doch die Menschen haben nicht gelernt, das darin enthaltene Gesetz zu erkennen.

Sie haben das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen, das beständig erhalten werden muss, nicht erkannt.

Das tiefe Wissen, die Voraussetzung für ein dauerhaftes harmonisches Zusammenfließen, wurde nie erlangt.

Dieses Wissen ist eng mit dem Sinn des menschlichen Daseins in der Schöpfung verbunden.

Es steht daher in engem Zusammenhang mit dem geistigen Wesen des Menschen.

Der Mensch ist nicht nur ein irdischer Körper und muss daher dringend das Prinzip des Gleichgewichts zwischen Geben und Nehmen auf der Ebene seiner geistigen Rolle im Schöpfungswerk verstehen.

Die Voraussetzung dafür ist, sich mit der wahren Rolle des menschlichen Geistes auseinanderzusetzen:

ZU LERNEN, IN VOLLKOMMENER HARMONIE MIT DEN ANDEREN STRÖMUNGEN DER SCHÖPFUNG ZU SCHWINGEN, IN DER DER GÖTTLICHE, URSPRÜNGLICHE, GEISTIGE UND WESENHAFTE ENERGIEFLUSS SEINEN URSPRUNG HAT.

DIESE KRÄFTE DURCHSTRÖMEN DIE SCHÖPFUNG STETIG ALS NÄHRENDE, LEBENSSPENDENDE STRÖME, IN DENEN SEGEN ODER AUCH ZERSTÖRUNG LIEGT, JE NACHDEM, WIE SIE ERKANNT, ANGENOMMEN UND GENUTZT WERDEN.

Daher können wir von einer hohen geistigen Kunst sprechen, das Gesetz des Gebens und Nehmens zu befolgen.

Leider hat die Mehrheit diese Stufe noch nicht erreicht.

Gerade deshalb stehen wir heute kurz vor dem Zusammenbruch der Gesellschaft.

Aus diesem Grund hat sich die Menschheit lange gegen die gesunde Erfüllung und den Erhalt des großen Gesetzes des Gebens und Nehmens auf allen Ebenen gewehrt, die sie mit dem gesamten Schöpfungswerk verbinden.

Auf den ersten Blick scheint es, als ob die meisten Menschen nur nehmen wollen.

Sie gelten als Urheber aller Ungleichgewichte, Widersprüche in der Gesellschaft, Umbrüche und des Zusammenbruchs ganzer Nationen.

Doch niemand kümmert sich darum, dass das Ganze auch durch jene aus dem Gleichgewicht gerät, die nicht zu empfangen wissen.

Sie sind jedoch die immer wiederkehrende Ursache für Ungleichgewicht und Elend.

Und seltsamerweise gibt es tatsächlich viele, die ihren Weg mit der Annahme belasten, sie bräuchten Gottes Segen nicht, weil ihr Verstand dies ablehnt.

Sie wollen auf eigenen Beinen stehen und sich in keiner Weise GOTT FÜR SEINE GABEN verpflichtet fühlen.

So lehrt es sie ihr Verstand, denn der Verstand lehnt alles ab, was über das menschliche Bewusstsein hinausgeht.

Deshalb lehnt sie Gottes Liebe ab, die sie als bindend betrachtet.

Verstandesmenschen lehnen alles Höhere mit großer Vehemenz ab, ohne zu erkennen, dass sie sich willkürlich dem Fluss des großen Kreislaufs in den Weg stellen.

Die Ablehnung von Gottes Segen ist ebenso schädlich wie das unstillbare Verlangen nach einem Leben in Bequemlichkeit, nach dem leichten Erwerb aller angebotenen Vergnügungen und Güter.

Es ist ein Missverständnis des großen Kräfteflusses des Werk der Schöpfung.

Der Mensch, als geistiges Wesen, kann der zuvor erwähnten Harmonie nicht entfliehen, aus deren Schoß er im Moment des Erwachens des geistigen Funkens, der die Grundlage seines Wesens bildet, zu seinem ursprünglichen Bewusstsein gelangte.

DURCH DAS ERWACHEN WURDE ER EIN GEISTIGER BEWOHNER UND EMPFÄNGT DADURCH TAUSENDFACHE SEGNUNGEN, ZUGLEICH ABER AUCH EINE BESTIMMTE AUFGABE, DIE SICH AUS SEINER ART ERGIBT.

DIESE AUFGABE BESTEHT UNTER ANDEREM DARIN, DASS ER AUF DEN EBENEN DES WERKES DER NACHSCHÖPFUNG ALS VERMITTLER HOHER GEISTIGER KRÄFTE AUS DENEN ER SCHÖPFEN DARF, FÜR ALLE ANDEREN GESCHÖPFE UM IHN HERUM FUNGIEREN SOLL.

ER SOLL VERMITTLER EINES WUNDERBAREN KRAFTSTROMS VOM GRAL SEIN, DEN ER AB EINEM GEWISSEN REIFEGRAD ERKENNEN UND ANNEHMEN MUSS, UM IHN AN ALLE WESENHAFTE WESEN WEITERZUGEBEN, DIE MIT DEN MATERIEN HIER VERBUNDEN SIND.

Doch die Menschen verschlossen sich und weigerten sich willkürlich, Mittler der hohen Kräfte zu sein, die aus dem Gral stammen, obwohl sie dafür reif und bereit für diesen Dienst hätten sein sollen.

Vor langer Zeit hätte die Menschheit auf Erden rein und klar hohe geistige Kräfte empfangen und diese zum Wohle aller Geschöpfe weitergeben und transformieren sollen.

Die Welt der Natur, die mit dem Auftreten neuer Pflanzen – und Tierarten fortgesetzt werden sollte, kam durch den Menschen in ihrer Entwicklung zum Stillstand

Auch in den Fähigkeiten entwickelterer Tierseelen hätte sich eine höhere Zusammenarbeit mit den Menschen gerade durch die Umformung geistiger Kräfte durch den Menschen hin zum Wesenhaften entwickeln sollen.

Der Grund für diese Verschliessung waren die vielen Verzerrungen, denen die Menschen unterliegen.

Verzerrungen führen zu den unterschiedlichsten Formen der Abweichung.

Dazu gehört auch die völlige Verengung des Bewusstseins durch die Ansicht, dass nichts anderes als die grobstoffliche Materie real sei.

So denken Materialisten.

Darüber hinaus gibt es Menschen mit religiöser Voreingenommenheit, die alles Materielle ablehnen, da sie es als unrein betrachten.

Und hier liegt erneut die Falle vieler, die, obwohl sie sich nach dem Licht sehnen, nicht einfach und natürlich leben und arbeiten wollen, weil sie sich für etwas Besonderes halten.

Diese Menschen wiederum weigern sich, die Gaben des Lebens aus den höchsten Sphären der Schöpfung anzunehmen, da sie den Eindruck gewonnen haben, ein erfülltes und gesegnetes Leben in der grobstofflichen Welt müsse verkürzt werden.

Sie tun dies, um ihre vermeintliche geistige Größe zu demonstrieren, obwohl sie dadurch den Weg des Leidens und der Entsagung hier auf Erden beschreiten müssen.

Letztendlich lehnen sie alle kleinen und großen Gaben ab, die ihnen im Sein durch die Hilfe des Lichts angeboten werden, in der Erwartung, durch Gottes Gnade verherrlicht zu werden, gerade weil sie so viel gelitten haben, indem sie alle Gaben ablehnten.

Sie halten sich für überaus wertvoll oder gar heilig, wenn sie für das höchste Wohl leiden und dabei auf viele Gaben verzichten, die ihnen sonst wie allen anderen zuteil würden.

Sie glauben, etwas Besonderes zu sein, wenn sie leiden wie jene, die sich Gott opferten, indem sie alles ablehnten, was weniger als die Heiligung ihres Aufstiegs ins Paradies bedeutete, von dem sie überzeugt sind, dass es ihnen bereits im Voraus zusteht.

Oft sind sie fest davon überzeugt, dass ihnen für dieses Opfer im Jenseits außergewöhnliche Feierlichkeiten zuteilwerden werden.

Doch so etwas findet in Gottes Gesetzen niemals Anerkennung, denn in ihnen sind Unterstützung und Freude für jeden auf seinem gesamten geistigen Weg vorgesehen.

Der Schöpfer will nicht, dass irgendjemand aus Liebe leidet.

Es ist ein menschliches Missverständnis der Lebensbedingungen auf Erden, wenn Menschen etwas von der Natur ablehnen, das ihnen wie allen anderen gegeben ist.

Im Gegenteil, sie schaffen nur neue Hindernisse im Kreislauf des Schicksals, für deren Verschmähen sie die gerechte Strafe erhalten, die ihnen durch die Verachtung der Gaben Gottes zuteilwurde, die sie in ihrem Leben – und gewiss nicht nur einmal – empfangen haben.

Der Mensch empfängt durch die Ausstrahlung des Universums stets zahlreiche Gelegenheiten, die Gaben anzunehmen, die ihm durch das Wirken der Alfars zuteilwerden.

Nutzt er sie nicht, kann er sich nicht als wertvoll betrachten;

dies ist lediglich ein Zeichen seiner trägen Gefühllosigkeit.

Wenn ein Mensch die ihm zufließenden Gelegenheiten nicht ergreift und die ihm in Form vielfältiger Hilfen zuteil werdenden Gaben nicht annimmt, wird er selbst zur Opferrolle degradiert, die ihm jedoch niemand auferlegt hat.

Er steht dann dem großen, schönen Kreislauf des Gebens und Nehmens im Wege und ist durch seine Verblendung vom Fluss der Kräfte ausgeschlossen.

LETZTLICH SIND SOLCHE MENSCHEN SELBST DANN GELÄHMT, WENN SIE DIE FREUDE AN DEN WAHRHAFT HOHEN GABEN GENIEẞEN WOLLEN, DIE DURCH DIE REINE ERFAHRUNG VON EREIGNISSEN WIE DEM EINSTRÖMEN VON GOTTES KRAFT IN DIE SCHÖPFUNG WÄHREND DER FEIER DER AUSGIEẞUNG DES HEILIGEN GEISTES ZUTEILWERDEN.

DIE INNERE BITTERKEIT HINDERT SIE DARAN, SICH RICHTIG ZU ÖFFNEN UND ZU EMPFANGEN.

NIEMAND WIRD JEDOCH DES ZUSTROMS ERFRISCHENDER KRÄFTE BERAUBT, DIE WÄHREND DER GROẞEN ZEIT DER AUSGIEẞUNG DES HEILIGEN GEISTES DURCH DAS WERK DER SCHÖPFUNG FLIEẞEN.

DURCH DIESE KRAFT BIETET SICH DEM MENSCHEN DIE MÖGLICHKEIT ZU TIEFGREIFENDEN VERÄNDERUNGEN, SOFERN ER BEREIT IST, DIESE ZU ERKENNEN.

IN DIESER ZEIT EMPFÄNGT ER VIELE ERMUTIGENDE GEISTIGE STRÖMUNGEN.

SO ETWAS DARF NICHT VERNACHLÄSSIGT WERDEN, SONST ERLEIDET DER MENSCH DEN SCHADEN, DEN ER SICH SELBST ZUFÜGT.

IM FALLE DER MENSCHHEIT WÄCHST DADURCH DIE DISHARMONIE, DIE ALLES ZERREIẞT, WAS DIE SPANNUNGEN BIS ZUM VÖLLIGEN ZUSAMMENBRUCH FÜHREN KANN.

DIE URSACHE LIEGT IN DER BLOCKADE DES NOTWENDIGEN KREISLAUFS DURCH DIE MENSCHHEIT, IN DEM DER MENSCHLICHE GEIST ALS URWESEN DURCH SEINE EINSTIMMUNG DEN WESENHAFTEN KRÄFTEN DER NATUR AUF ERDEN GROẞE KRAFT VERLEIHEN SOLLTE.

MAN KANN SAGEN, DASS JEDER, DER SICH ZUR ZEIT DER FEIER DER HEILIGEN TAUBE IM GRAL NICHT INNERLICH ÖFFNET, GEMÄẞ DEN SCHÖPFUNGSGESETZEN SICH SELBST UND ANDEREM LEBEN IM WERKE DER NACHSCHÖPFUNG SCHADEN ZUFÜGT, WEIL ER SEINE ROLLE ALS GEISTIGER MITTLER NICHT ERFÜLLT.

Dadurch beweist er, dass er die Gaben der Schöpfung nicht anzunehmen weiß und wirkt somit zwangsläufig als Bremse im großen Kreislauf lebensspendender Strahlung.

Seine ihm von Anbeginn anvertraute Aufgabe, unter anderem die Kräfte der höheren geistigen Wesen in der Materialität zu verstärken, wird dadurch mit Füßen getreten, und der Mensch kennzeichnet sich dadurch nur als derjenige, der in einem Teil seiner Aufgabe in der Schöpfung versagt.

Dieses Versagen kann er durch Nichtannahme nicht vollständig kompensieren.

Selbst wenn er dann nach den größten Werken in der grobstofflichen Welt strebt, trägt er doch das Zeichen eines Menschen, der aus der Sicht der Schöpfungsgesetze immer wieder enttäuscht.

Und wenn er dann keine weiteren Gaben empfängt, die ihm zuteilwerden könnten, kann er niemand anderem als sich selbst die Schuld für seine Mängel und Leiden geben.

Er selbst ist das größte Hindernis zwischen ihm und dem Zufluss aller großen und kleinen Gaben.

Wer nicht aus eigener Kraft die natürlichste Gabe der Liebe und Gerechtigkeit Gottes annehmen kann, die im Ausgießen der Kraft des Heiligen Geistes im Gral liegt, ist noch nicht imstande, die notwendige Reife zu erlangen, die die vollkommene Verbindung mit der allgegenwärtigen Macht Gottes ermöglicht.

Die Teilnahme an den erhabenen Ereignissen, die sich im Gral erfüllen, erfordert von einem Menschen innere Reinheit und die einfache Freude über die Möglichkeit, bewusst an so etwas teilhaben zu dürfen.

Ein Vermittler, gerade weil die in das Innere des Menschen aufgenommene Strahlung als schönste Erfüllung des Gesetzes des Empfangens und Gebens weitergegeben werden soll.

Es ist das Heilige Gesetz, das in ihm mit höchster Lebendigkeit pulsiert, die die Göttliche Kraft durch die Schöpfung begleitet.

Und genau deshalb soll das Innere frei und ungehindert sein, damit mit der reinen, strahlenden Helligkeit des geistigen Funkens das Licht durch den Menschen in die Schöpfung fließen kann.

Es ist etwas Großartiges, das viele Menschen noch nicht kennen, und nur sehr wenige wissen etwas davon, und noch weniger tun es in der einfachsten Form ihrer Mission.

Doch das wird sich bald ändern.

Die Zeit wird kommen, da die Menschen hier auf Erden dem Moment der höchsten Erfüllung des Grals mit Gottes Liebe und der alles erneuernder Kraft entgegenfiebern werden.

Diese Zeit ist nicht mehr fern, auch wenn heute nichts darauf hindeutet.

Nur die echten Pionierleistungen einiger Weniger dringen vor, sodass darin Formen gestaltet werden können, die letztendlich ein untrennbarer Bestandteil des Lebens der Menschen auf der Erde im neuen Zeitalter werden.

Es ist ein Vordringen durch ein dichtes Geflecht von Gedanken, die allem Geistigen entgegenstehen.

Gleichzeitig ist es aber das Wertvollste, was der menschliche Geist hier auf Erden im Dienst am Licht vollbringen kann.

DIE VOLLE TEILNAHME AM HÖCHSTEN EREIGNIS IM WERK DER SCHÖPFUNG.

DIES IST EIN ZEICHEN EINES HOHEN GEISTIGEN NIVEAUS, DAS MAN ALS DIE REIFE DES GEISTES BEZEICHNEN KANN, FÜR DIE SICH DAS TOR ZUR GEISTIGEN HEIMAT ÖFFNET.

Dies setzt jedoch die reine Natürlichkeit des Erlebens in freier und ungehinderter innerer Öffnung voraus.

Alles sollte völlig frei von jeglichem Übermaß sein, das stets zur Abweichung führt und allem Gesunden schadet.

So sollte auch hier auf Erden die Teilnahme an der GRALSFEIER in erster Linie eine innere Einstimmung sein.

Erst im Zusammenhang mit dieser innigen, bewussten Einstimmung sollte alles Äußere und Irdische folgen, das ebenfalls freudig angenommen werden sollte, da es mit der Arbeit der Schicksalsweber verbunden ist, die dadurch Gaben natürlichster Art vermitteln.

Und darin haben alle Menschen noch viel zu lernen.

Heute wirkt fast alles Geistige unnatürlich.

Das liegt daran, dass sich die Menschen bereits so weit von wahrhaft geistiger Erfahrung entfernt haben, dass sie nicht mehr wissen, wie diese sich im irdischen Leben manifestieren soll.

Deshalb ist es von Anfang an notwendig, die vielen Fehler, die dabei noch gemacht werden, mit Geduld zu betrachten.

Auch bei der Teilnahme an diesem höchsten Ereignis gibt es viele verschiedene Arten, die Kraft zu empfangen.

Vor uns liegt eine großartige Zeit des Lebens und Lernens darüber, was wirklich natürlich, was rein und was den inneren Menschen wahrhaftig zu den Lichtverbindungen mit den Geschehnissen jenseits der materiellen Ebenen des Werkes der Nachschöpfung erhebt.

Doch trotz vieler Stolpersteine ​​wird diese Zeit vor allem deshalb wunderschön sein, weil immer mehr Menschen aufrichtig versuchen werden, ihren reinsten Willen auf den Empfang der Kräfte des Grals auszurichten.

Auch dies wird vom Licht wertgeschätzt und belohnt.

Die vollständige Öffnung des menschlichen Geistes für den Strom der Kräfte des Grals ist die Voraussetzung für die Erfüllung.

DER JÄHRLICH WIEDERKEHRENDE PFINGSTTAG IST DAHER DER WERTVOLLSTE MOMENT IM LEBEN DER MENSCHHEIT AUF ERDEN.

Er darf daher nicht länger in Oberflächlichkeit oder betäubter Unbewusstheit vergeudet werden.

Jedes Versäumnis, sich dem Inneren zu öffnen, um die hohe Kraft zu empfangen, die durch die Schöpfung fließt, bedeutet, die Rolle des menschlichen Geistes im Werke der Nachschöpfung nicht zu erfüllen.

Dieses Versäumnis, die edle Rolle des menschlichen Geistes zu erfüllen, wird zu einem Gefühl der Sinnlosigkeit führen.

Durch das Anzapfen der Kraft durch den Menschen können und sollen die späteren Welten der Materie mit anderen Teilen von Gottes Schöpfungswerk verbunden werden.

Die Zeit für die integrale Verbindung aller Teile des wunderbaren Werkes von Gottes Liebe ist gekommen.

Eine neue Erkenntnis naht, die Pfingsten zum grundlegenden Ausgangspunkt für alle anderen menschlichen Aktivitäten auf Erden machen wird.

DAS FEST DER AUSGIEẞUNG DER KRAFT DES HEILIGEN GEISTES WIRD SOMIT DER ERSTE TAG IM GESAMTEN JAHRESZYKLUS AUF ERDEN SEIN.

Die Menschen sollten sich innerlich darauf vorbereiten, damit sie es im Wandel der neuen Entwicklung richtig erkennen und als Teil ihrer Wahrnehmung des irdischen Lebens annehmen.

Reine und kindliche Einfachheit des Wissens wird für sie das Wertvollste sein, um Gottes Liebe in der Schöpfung zu empfangen.

Alles Weitere wird dann viel besser und leichter gelingen, sobald die Menschen lernen, diese Kraft des Göttlichen richtig zu empfangen.

Sie wird ein wesentlicher Bestandteil der kommenden geistigen Erleuchtung und der Neubegurt allen Lebens auf Erden sein.

Das Wesen des Lebens wird dann die reinste Form annehmen, die es von jeher als natürlicher Bestandteil menschlichen Handelns hätte sein sollen.

Alles wird durch die richtige Pflege und Aufrechterhaltung des Kreislaufs des Empfangens und Gebens auf allen Ebenen menschlichen Handelns veredelt werden.

Es ist eine Freude zu wissen, dass diese Zeit rasch naht.

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