DER UNSCHÄTZBARE WERT
EINES JEDEN EINZELNEN TAGES
GEGENWÄRTIG BESITZT EIN JEDER TAG AUF ERDEN EINEN UNERMEßLICHEN WERT.
ER IST SO WERTVOLL WIE DAS GESAMTE EXISTENTIELLE SEIN DES MENSCHLICHEN GEISTES.
An einem einzigen Tag, oft sogar in nur einer Stunde, kann ein Mensch seinen Lebensweg völlig verändern und ihn entweder in ein erfülltes, glückliches Leben führen oder ihn in immer größere Schwierigkeiten oder gar ins Verderben stürzen.
Eine grundlegende Entscheidung fällt in einem einzigen Augenblick, wenn der Wille im Inneren des Menschen besonders stark erbebt.
Dies nehmen die Menschen jedoch oft nicht wahr.
In ihrer Unempfindlichkeit all den geistigen Vorgängen gegenüber sind sie zu abgestumpft, um solch einen damit einhergehenden Richtungswechsel unmittelbar wahrzunehmen.
Daher schenken viele ihrem inneren Wollen nicht die nötige Aufmerksamkeit.
Mit der Veränderung, die aus dieser inneren Entscheidung resultiert, schießt eine Strahlung in den Raum hinaus, aus der augenblicklich die Vaenen die Fäden des Schicksals weben.
Dieses ist ein Vorgang feinstofflich-materieller Art, so weit entfernt von der äußeren Welt, daß es für die Menschen nicht wahrnehmbar ist.
Dennoch birgt es eine revolutionäre Kraft in sich, die alles Weitere durch die Fäden des Schicksals formen kann, was jetzt kommen wird.
Dies gilt für den einzelnen menschlichen Geist sowie für die gesamte Menschheit.
Die Fäden, die die Erfüllung des weiteren Weges des Geistes in sich tragen, sind zwar anfangs auf Erden noch nicht vollendet, wirken aber dennoch von den ersten Augenblicken ihrer Entstehung an, ihrer Art entsprechend, rückwirkend auf das Innere des Menschen wie eine Art Erbeben.
Sie wecken entweder freudige Hoffnung oder Verzweiflung, Erschütterung, Anspannung oder vielleicht sogar Zorn.
Es ist ein innerer Zustand, der im Menschen beginnt zu wirken, sobald sich sein Wollen verändert hat.
Man nennt diesen Zustand gemeinhin Stimmung, da daraus notwendigerweise ein Zustand in der Umgebung entsteht, der auf den Menschen zurückwirkt.
Er gleicht einem feinen Nebel, der außerhalb des Menschen und doch in ihm selbst liegt.
Er wirkt genau entsprechend dem eingestellten Wollen.
Die Menschen achten jedoch nicht auf ihr Wollen, sondern nehmen nur die Stimmung wahr, welche aus dem Wollen entsteht.
Sie sagen dann, sie seien nicht in der richtigen Stimmung, sie hätten ihre gute Stimmung verloren, jemand anderes habe sie ihnen genommen.
Oder im Gegenteil, obwohl sie nicht den Hauch einer Ahnung des Warum haben, kann sich ihre Stimmung scheinbar augenblicklich und ohne ersichtlichen Grund verbessern.
So etwas beeinflußt dann in ihnen die Art ihrer Gedanken, entweder hin zu Traurigkeit, Hilflosigkeit und Wut, oder im Gegenteil, es erwacht in ihnen ein freudiges und mutiges Sehnen, dessen Kraft aus dem Wollen nach einer Veränderung hin zum Besseren entspringt.
Die Menschen von heute wissen immer noch nicht genau, wie all das geschieht und was daraus entsteht.
Der Ursprung liegt jedoch stets in ihnen selbst, in den Schwingungen und Regungen des Wollens aus ihrem geistigen Funken.
Hier liegt der geheimnisvolle Kern aller menschlichen Stimmungen.
Die Stimmung kommt immer von innen.
Von außen mag alles Mögliche Einfluß nehmen, und doch, die innere Kraft ist stets der bestimmende Faktor für die Stimmung eines Menschen.
Jedoch die Menschen wissen das nicht, und sie wollen es auch nicht wissen.
Viele wehren sich sogar vehement dagegen, zuzugeben, daß der Ursprung ihrer Stimmung immer in den Wünschen ihres Inneren liegt.
Sie behaupten dann, daß die Außenwelt ihren Gemütszustand und somit auch ihre Stimmung beeinflußt.
Sie machen die Äußere Welt für ihre Stimmung verantwortlich.
Sie bezeichnen die Außenwelt als Ursache ihrer eigenen Unruhe, ihres Mißtrauens oder gar ihres Zorns und ihrer Niedertracht.
Dies liegt daran, daß sie die Kraft der inneren Entscheidung, die in den Schöpfungsgesetzen auf die Entwicklung der Schicksalsfäden einwirkt, nicht wahrnehmen und nicht erkennen.
Daher nehmen sie ausschließlich die Folgen des geistigen Wollens wahr, und zwar nur auf der Grundlage von Erscheinungsformen, die sie auf der Ebene der grobstofflichn Materie erreichen.
Dazu gehören unerwartete Ereignisse, die Schwierigkeiten mit sich bringen, wie es zerbrochene Beziehungen zu geliebten Menschen, langfristige Mißerfolge, seelische Überlastung, der Verlust der Gesundheit und vieles andere mehr tun.
Doch es gibt in reinen Bestrebungen, denen sich ein Mensch widmet, auch überraschend glückliche Phasen und Erfolge.
All dies sind legitime Erscheinungsformen einer inneren Wandlung oder Veränderung, die zuerst in den feinsten Fäden des Schicksals stattgefunden haben müssen.
Gleichzeitig verändern sich die unaufhörlich gewobenen Fäden des Schicksals bei den Menschen stark, da diese durch die allgemeine Unkenntnis des wahren Sinnes seines Lebens auf Erden beeinflußt werden.
So verflechten sich die Fäden miteinander, indem ein Teil von ihnen nach oben in klarere Sphären strebt, während ein anderer Teil den Geist wiederum nach unten zieht.
Und daraus entwickelt sich auch die Wahrnehmung der Stimmung des Einzelnen wie der gesamten Gesellschaft.
Hier auf Erden liegen Hoffnung und Verzweiflung stets nebeneinander.
Obwohl eigentlich immer nur die Hoffnung die begleitende Stimmung für das menschliche Wünschen und Wollen hätte sein sollen und die damit einhergehende Harmonie, erlebt heute die überwiegende Mehrheit der Menschen Sinnlosigkeit und Hoffnungslosigkeit.
Das Erleben einer bestimmten Stimmung ist ein Zeichen für den Beginn einer neuen inneren Ausrichtung, die sich jedoch stets zuerst auf einer feineren Ebene geistiger Art vollzieht.
In der materiellen Welt zeigt sich der größte Teil der Veränderungen dann erst nach einem langen Weg.
Die wichtigsten Veränderungen geschehen immer zuerst auf der Ebene des geistigen Wollens des Menschen und greifen durch ihr Aufkeimen und Entstehen vorerst nur teilweise unmittelbar in die äußere Welt ein.
Sie treten oft erst nach Monaten, Jahren oder Jahrzehnten irdisch in Erscheinung oder zeigen sich gar erst in einem der nächsten irdischen Leben.
Die Menschen haben jedoch durch den vermehrten Einsatz ihres irdischen Gehirnes sowie des Verstandes gelernt, nur jene Erscheinungsformen zu verstehen und zu erkennen, welche ihnen durch die wahrnehmenden Sinne des Gehirns zugänglich sind.
Daher nehmen sie Zusammenhänge hauptsächlich erst auf der äußersten und gröbsten Ebene der Erscheinungen wahr, auf der sich die Geschehnisse in der grobstofflichen greifbaren Welt ereignen.
Obwohl sie hier und da vielleicht gewisse Vorahnungen verspüren oder die leise Stimme des Gewissens in ihnen ertönt, ist ihre Fähigkeit, für alles Feinere empfänglich zu sein, stark geschwächt.
Der Verstand unterdrückt die feineren Ausstrahlungen ihrer menschlichen Empfindungen in dem Bestreben, den Geist im Innersten zu ersticken.
Dadurch gingen das Verständnis und das Vertrauen in alles Geistige nach und nach verloren.
In der irdischen Welt wurden nur noch die äußeren irdischen Geschehnisse als gültig wahrgenommen.
Schließlich ging es so weit, daß selbst Menschen, welche sich aufrichtig nach einer geistigen Erweckung sehnen, ihren eigenen inneren Beweggründen und Regungen nicht mehr vertrauen.
Dies führte zu einer Entwurzelung ihrer eigenen geistigen Empfindsamkeit.
Es ist traurig, daß viele Menschen sich selbst in demjenigen in ihrem Inneren nicht mehr vertrauen, was eigentlich immer die grundlegendste Gewißheit hätte sein sollen.
Sie mißtrauen daher den Regungen in ihrem Inneren, weil sie sich diese von den zweifelnden Gedanken des Verstandes zersetzen lassen.
So kämpft der Verstand gegen die eigene geistige Wesensnatur im Menschen.
Es könnte wohl keinen größeren Widerspruch geben als den zwischen dem geistigen Inneren und dem äußeren Verständnis durch das Instrument des Gehirnes innerhalb des Verstandes.
Dies führt zur Verwirrung und zur Erschütterung und Entwurzelung innerhalb der eigenen Welt der Werte.
Heute gibt es unzählige Menschen, die der Stimme in ihrem Inneren nicht mehr vertrauen, sondern vielmehr den Phrasen und Floskeln Glauben schenken, welche ihnen von außen her als der richtige Lebensweg untergeschoben und aufgezwungen werden.
Verzweiflung ergreift diejenigen, die sich selbst nicht mehr kennen und verstehen und bei jeder wichtigen Lebensentscheidung in ihrem Inneren wanken und zweifeln.
Es scheint, als sei die äußere Welt stärker als der Einzelne in seinem Inneren.
So dringt diese äußere Welt durch ihre gesellschaftliche Prägung mittels äußerer Formen des sozialen Umfeldes in das Innenleben der Menschen ein.
Dahinter steht das Bestreben des Verstandes, das Vertrauen in jegliches Streben nach einem kindlich einfachen, reinen Wollen zu dem allumfassenden Guten zu untergraben.
Ein solches Wollen und Bestreben wird als ungeeignet für die heutige Welt beschrieben, da es nicht die Kraft besitzt, unmittelbar und sofort etwas zu verändern.
Der menschliche Körper mit seinem Gehirn sei dafür zu schwach.
Dadurch wird langfristig das Vertrauen in den Sieg des Guten über das Böse untergraben.
In diesem Zusammenhang wird immer wieder, und oft von sehr gebildeten Menschen, auf Erfahrungen verwiesen, welche bestätigen sollen, wie sich ein solches Erstreben und Wünschen des Guten nicht auszahlt.
Äußerliche Erscheinungsformen sollen aufzeigen, daß das Streben nach dem Guten allein nicht die Kraft hat, etwas zu verändern.
Jedoch das Wichtigste liegt stets und allein in der inneren, geistigen Entscheidung und nicht erst in den sich später entfaltenden Folgen und Konsequenzen.
Dies läßt sich auch mit dem Drehen und Wenden des Ruders eines Schiffes vergleichen.
Das Drehen des Ruders nach Belieben des Steuermanns bestimmt zwar unmittelbar die Richtung des Schiffes, jedoch der eigentliche Bewegungsablauf des Schiffes erfolgt – proportional zu Größe und Gewicht – erst mit einer gewissen Verzögerung.
Dies ist auf den Widerstand, der in der Dichte des Wassers liegt, und auch auf den Einfluß der Strömung zurückzuführen, welche die konkrete Lage bestimmen, in welcher sich das Schiff befindet.
All dies muß der Steuermann berücksichtigen, um das Schiff einwandfrei, ordnungsgemäß und sicher in die gewünschte Richtung zu lenken.
Auch um sich der Richtigkeit der Kursführung des Schiffes sicher und gewiß zu sein.
Ein wirklich guter Steuermann zeichnet sich dann auch noch dadurch aus, daß er mit seinem feinen intuitiven Gespür beispielsweise auch solche Einflüsse wie Luftströmungen sowie Stärke und Höhe der Wellen berücksichtigt.
Dasselbe gilt für alle Entscheidungen, die aus dem tiefsten Inneren eines Menschen getroffen werden.
Die Entscheidung wird unmittelbar getroffen, doch die Erfüllung und die Verwirklichung der mit der Entscheidung verbundenen Absichten erfolgt erst nach einer gewissen Zeit.
Genau wie beim Segeln eines Schiffes werden auch die Wünsche des geistigen Inneren beeinflußt von den Umständen, welche einen Menschen in einem bestimmten Moment umgeben.
Sind die Umstände günstig, können sich äußere Erscheinungen schnell zeigen.
Herrschen jedoch ungünstige äußere Bedingungen, so stellen sich die Ergebnisse unter deren Einfluß erst später ein oder zeigen sich äußerlich in einer anderen Form, als man es hätte erwarten können.
Ein äußeres Geschehen verwirklicht sich infolge des Gesetzes der Bewegung und desjenigen der Schwere mit einer gewissen Trägheit, da die Vorgänge in der Materie erst eine festere verdichtete Form einnehmen müssen.
Und genau so verhält es sich auch im Leben der Menschen.
Und doch wollen viele Menschen dies nicht wahrhaben und erwarten, daß sich ihnen eine Veränderung, welche sie in sich selbst bewirken, sofort in allem Sichtbaren und Greifbaren zeigt und ihnen somit bestätigt, daß sie den richtigen Weg eingeschlagen haben.
Viele Menschen machen sich Vorstellungen von der Erfüllung ihrer Wünsche, ohne die in der Materie herrschenden gesetzmäßigen Bedingungen zugrunde zu legen.
Dies führt oft sehr schnell zu Enttäuschungen und daher entsteht in ihnen Mißtrauen gegenüber der gültigen Wirksamkeit von Gottes Gesetzen.
Man mag dies als Unreife bezeichnen, doch es ändert nichts daran, daß solche Erwartungen bei einer großen Anzahl von Menschen großen Schaden anrichten.
Ungeduld und die Erwartung von Ergebnissen, die sich in der Dichte der Materie nicht allsogleich verwirklichen lassen, sind oft der Grund dafür, daß man sich wieder von dem Bestreben abwendet, dem allumfassenden Guten nachzufolgen.
Es ist eine tiefe klaffende Wunde, die im Mißtrauen gegenüber der Erfüllung von Gottes Gesetzen besteht.
Dennoch würde man stets in Geduld und mit Vertrauen ein Ergebnis erwarten können, das dem ursprünglichen Wunsch des inneren Wesens entspricht.
Das Ergebnis würde trotz aller Hindernisse und Verzögerungen immer und ganz gewiß eintreten.
Die Hände der Weber würden das Ergebnis bringen, so wie es in der ursprünglichen Bewegung des inneren Wesens vorgesehen war.
Aus der Perspektive der Entwicklung der Geschehnisse ist die Entscheidung in dem innersten Wollen des Menschen stets das Wichtigste.
Wer nach dem Lichte strebt, kann ihm voll und ganz vertrauen.
Jeden Tag in diesem Vertrauen zu leben, führt eine Erstarkung und Befestigung der Gewißheit mit sich, daß der eingeschlagene Weg der rechte sei, auch wenn dieser Weg in der heutigen Zeit der großen Umbrüche nicht als ideal bezeichnet werden kann, und wenn daher die Erwartung, sich auf seinem Pfad eher wie auf Rosen gebettet zu sehen, eher und schlichtweg als eine gewisse Weltfremdheit bezeichnet werden muß.
Damit das Vertrauen in den Sieg des Lichtes zu einer beständigen Kraft im Menschen werden kann, welche ihn vorantreibt, muß die Erkenntnis der Lage und des Zustandes der heutigen Welt darin enthalten sein.
Aus dieser Perspektive ist es daher unermeßlich wichtig, die gesetzmäßigen Folgen zu kennen, die jede Regung in dem Inneren des Menschen mit sich bringt.
Wer diese Gesetzmäßigkeiten nicht kennt, kann oft sehr verwirrt sein, um dann in einer völligen Enttäuschung zu verharren.
Dabei ermöglicht es die Kenntnis der Schöpfungsgesetze sowohl dem einzelnen als auch der gesamten Gesellschaft, ihre weitere Ausrichtung vollständig zu verändern.
Und eben das geschieht gerade jetzt.
Nur haben die Menschen keinerlei Wahrnehmung dafür.
Die gesamte Bandbreite der feinsten Strahlungen verändert sich in dieser Zeit derart, sodaß die Wesenhaften Weber dem Menschen völlig neue Arten von Kräften zuführen können, sei es für den Aufstieg oder, wie es heute leider nun häufig in die Gegenwart eintritt, zum Niedergang oder zu der Zerstörung in der materiellen Welt.
Doch alles geht weiter, und jede sich wiederum anschließende Entwicklung hängt dann erneut von der Einstimmung des menschlichen Inneren ab.
Auf den Ebenen der feineren materiellen Welten gehen alle jene Entwicklungen viel schneller vonstatten.
Aber auch hier auf der Erde, in der Dichte der Materie, vollzieht sich der Strom der Ereignisse in dieser Zeit viel schneller als jemals zuvor.
Dieselben Kräfte, die aus der lebenspendenden Quelle Gottes entspringen, können in Erfüllung höchster Gerechtigkeit von den Händen der Wesenhaften Weber dergestalt verwoben werden, daß das äußere Geschehen dem einen hier einen Segen und einem anderen gleichzeitig Teile einer Katastrophe zu bringen vermag.
Ganz genau entsprechend der Art der geistigen Einstimmung des Menschen vollzieht sich heute in beispielloser Geschwindigkeit die Erfüllung der Göttlichen Gerechtigkeit durch das den Menschen bisher unbegreifliche Walten der Wesenhaften Weber – der Alfars.
Da darüber jedoch nichts bekannt ist, haben die Menschen nicht im geringsten eine Ahnung darüber, an welchem Schnittpunkt aller Strahlungen sich ihr geistiges Inneres nun befindet.
Jeder Mensch in seinem Inneren kann täglich die wertvollste Arbeit für sich selbst und für die ganze Welt verrichten, indem jede Ausstrahlung seines Wollens zu dem allumfassenden Guten notwendigerweise an der Gestaltung der äußeren Umwelt teilhat und diese mitgestaltet.
Dies geschieht jedoch oft erst im Nachhinein, das heißt, wenn die Menschen, welche das Gute wollen, nicht mehr auf der Erde weilen.
Dennoch geschieht es und wirkt sich wohltuend auf künftige Generationen aus, da auch hier die Trägheit wirken und Widerstand gegen den Willen der Menschheit erzeugen kann.
Heute ernten wir die Früchte des Strebens der vergangenen Jahrzehnte der Nachkriegszeit und der darauffolgenden Jahre am Ende des letzten Jahrhunderts.
Alles, was sich in den äußeren Formen widerspiegelt und auch in den Gedankenwelten wirkt, ist die Reifung der Früchte vergangener Jahrzehnte, die sich mit den Schichten früherer Formen verwoben haben, in denen wiederum vieles enthalten war, was heute keine Gültigkeit mehr besitzt.
Heute wirken die dogmatischen Einflüsse der Religion nicht mehr so stark, wie es vielleicht zu Beginn des letzten Jahrhunderts noch der Fall war.
Die Vorstellungen von der äußeren Versklavung unserer Mitmenschen sind nicht mehr haltbar, ebenso wenig die Vorstellungen von der Erniedrigung der Frau, noch die früheren übertriebenen Ideen nationaler Überlegenheit oder auch die naiven Ideenideale von einer möglichen kommunistischen Weltordnung gelten nicht mehr.
Es gelten jedoch völlig neue Denkgebäude, die herangereift sind und deren Einfluß auf die heutige lebendige Gegenwart der Welt wir nun beobachten können.
Auch in ihnen steckt noch viel Unreife, auch viel unwesentlicher Ballast, aber auch viel Gutes.
Daher der rasante Schwung des Wandels.
Diese Ideen entstanden vor einigen Jahrzehnten und sie prägen die heutige Welt seit fast drei Dekaden.
Durch ihr Wirken werden sie teils durch das aktuelle Geschehen in der Gegenwart bestärkt, zum Teil jedoch erreichen sie aber auch schon ihre Erschöpfung.
So können wir den Wandel der Denkformen in der direkten Beobachtung ihrer Entwicklung und ihres unmittelbaren Einflusses auf das Denken der Menschheit insgesamt erkennen.
Wir können daraus lernen und erkennen, wie wichtig es ist, Gedanken des allumfassenden Guten zu formen, welches in der Welt des Denkens noch immer unzureichend vorhanden ist.
Sobald eine ausreichende Ausstrahlung des Guten in der Welt des Denkens erreicht würde, kann sich früher oder später jede Form von Gewalt zwischen den Menschen auflösen.
Nicht nur äußere Gewalt, sondern vor allem die Gewalt in den Gedanken und in den Wünschen der Menschen, anderen Leid zuzufügen und daß diese in ihrem Leben irgendeine Art von Schmerz und Elend erleben mögen.
Dies wäre der Beweis für den Sieg des allumfassenden Guten im menschlichen Wollen.
Und erst auf dieser Grundlage kann sich dann der Aufbau eines neuen gesellschaftlichen Lebens der Menschen entfalten.
Jeder, der aufmerksam beobachtet, kann daraus leicht ableiten, wie viele Formen von Gewalt er durch seine eigenen Gedanken ermöglicht hat und vielleicht auch weiterhin noch ermöglicht.
Gleichzeitig bietet ihm jeder neue Tag, ja jede neue weitere Stunde die Gelegenheit, dieses zu beenden, indem wir die ganze Kraft unseres geistigen Inneren auf schöpferische, helfende Formen richten, welche den Weg des Aufstiegswunsches für jeden menschlichen Geist und sogar für jedes Geschöpf weisen und ebnen, dem die Möglichkeit gegeben wird, sich im Rahmen der göttlichen Gesetze zu entwickeln.
Nur sehr wenige Menschen sind bisher imstande, die Gabe des Tages auf diese Weise zu nutzen.
Viel zu viele Kräfte werden jeden Tag für Belanglosigkeiten verschwendet, welche keinerlei Einfluß auf die Verbesserung der Welt haben, oder – mehr noch – eine solche Konzentration auf gewisse Einzelheiten kann darüber hinaus dazu beitragen, eine unheilvolle Entwicklung in Form von Gewalt und Bosheit zu begünstigen.
Doch es ist höchste Zeit, mit einem umfassenden Wandel in allen Bestrebungen der Menschen zu beginnen.
Der reinste Glanz des allumfassenden Wollens zu dem Guten muß das Innerste durchdringen.
Denn ebenso wird, wenn eine starke Flamme entzündet wird, alles vollständig in eine neue Richtung gelenkt.
Nur aus einem solchen Wollen heraus sollen die Vanen nun die Fäden des Schicksals weben, damit die Alfars aus diesen leuchtenden Fäden dem Menschen wieder jene Formen und Ereignisse zurückbringen können, die ihm die Richtigkeit seines Lebensweges bestätigen.
Die durch die Nähe des Strahl Parzival beschleunigten Geschehen können dabei hilfreich sein, sodaß jeder eine fundierte Erkenntnis darüber erlangt, was zu dem Guten gehört und was das Schlechte ist.
Niemand muß in dieser Hinsicht unwissend bleiben.
Niemand muß fortan hoffnungslos und ohne Vertrauen im Dunkeln tappen und sich dort verirren.
Der Ausweg liegt in der vollständigen Erkenntnis der Wirkungsweise der Göttlichen Gesetze.
Es ist an der Zeit, sich diesem Thema völlig sachlich und konsequent zu widmen.
Wenn man hier die erforderliche Aufmerksamkeit aufbringt, wird sich den Menschen schnell die Rolle der miteinander wirkenden Kräfte offenbaren, die scheinbar in ihrem Ineinandergreifen aus den Ebenen des Unsichtbaren jene irdischen Umstände hervorbringen, innerhalb derer dann ein Mensch seine Lebensreise zu durchleben hat.
Nirgendwo gibt es Mängel oder Ungenauigkeiten, denn die Fäden des Schicksals sind ausnahmslos vollkommen gewoben.
Im übertragenen Sinne gilt das bekannte Sprichwort: „Was man säet, das wird man ernten!“
Das Einzige, was die Richtung der Schicksalsfäden beeinflussen kann, ist der freie Wille des menschlichen Geistes.
Er bringt Formen und Umstände auf der Erde hervor, die der Ernte der vorherigen Aussaat entsprechen; doch wie die Menschen unter diesen Bedingungen unmittelbar handeln und was somit Neues aus ihrem Willen entsteht, kann niemand außer ihnen selbst beeinflussen.
Es mag auf den ersten Blick unübersichtlich erscheinen, doch darin herrscht vollkommene und konsequente Gerechtigkeit.
Was in den Lauf der Gesetze gebracht wird, kehrt unweigerlich zurück.
Daraus ergibt sich jedoch ein klares Ergebnis: Wenn der Wille und das Streben nach dem dauerhaften, allumfassenden Guten gewahrt wird, ungeachtet der sich ständig wandelnden Umstände, wird eines Tages der Sieg des Lichtes und der Wahrheit für alle Geschehnisse auf der Erde kommen.
Es kann wahrlich kein anderes Ergebnis geben, als daß Gottes Gesetze die Früchte des Friedens, der Ruhe und die Erfüllung eines freudevollen, schöpferischen Seins für jeden Bewohner des Schöpfungswerkes hervorbringen.
Also wird all dies auf Erden als natürliche Folge eintreten, wenn der Wille einer ausreichenden Anzahl von Menschen auf das Gute und das Licht ausgerichtet ist.
Deshalb bietet jeder einzelne Tag auf Erden mit seinem Raum die Möglichkeit, aus dem Willen zum allumfassenden Wohl der größtmöglichen Anzahl von Menschen eine völlig Neue Welt zu erschaffen.
Eine neue Welt für den Einzelnen und für das Ganze.
Darin liegt eine große Macht, welche zeigt, daß der einzelne Mensch im Laufe der Weltgeschehnisse nicht so unbedeutend ist, wie er es der Kraft seines Willens bisher zuschrieb.
Er kann dadurch in jedem Augenblick die Richtung stärken, welche zur Befreiung von Milliarden von Menschen führt, die noch immer in den Sümpfen und Labyrinthen der bestehenden gesellschaftlichen Denkweise leiden.
Sein starker und klarer Wille zum Guten kann wie ein scharfer, leuchtender Speer wirken, der den Nebel der Unwissenheit durchbricht.
All dies gilt natürlich nur, wenn er die Welt um sich herum nicht mit einem wertenden Blick betrachtet und jeden um sich herum als geistigen Mitmenschen annimmt, der den Weg nach Hause sucht.
Nur in einer solchen Einstimmung können wir von einem allumfassenden Willen zu dem Guten sprechen.
Alles, was zur Verwirklichung und Erfüllung von Gottes Gerechtigkeit notwendig ist, wird von den Händen der Weber so gelenkt, daß am Ende das gewünschte Ergebnis mit Gewißheit für all jene erreicht wird, die in sich rein sind und anderen in schlichter Aufrichtigkeit nur Kraft zum Aufstieg in die geistigen Gärten des Lichts wünschen.
Sich damit täglich auseinanderzusetzen, ist nun eine Herausforderung für jeden.
So kann jeder Augenblick der Gegenwart ganz von der hohen Berufung erfüllt werden, an der Verwandlung der Bedingungen in ein Ergebnis mitzuwirken, sodaß im gesamten Werke der Schöpfung alles im Einklang mit Gottes Willen schwingt.
Schon ein einziger Tag, welcher ganz in diesem Einklang mit dem allumfassenden Streben nach dem Guten gelebt wird, kann einen gewaltigen Unterschied zum Besseren bewirken.
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