DER UNSCHÄTZBARE WERT
EINES JEDEN EINZELNEN TAGES

Gegenwärtig besitzt ein jeder Tag auf Erden einen unermesslichen Wert.

Er ist so wertvoll wie die gesamte Existenz des menschlichen Geistes.

An einem einzigen Tag, oft sogar in nur einer Stunde, kann ein Mensch seinen Lebensweg völlig verändern und ihn entweder in ein erfülltes, glückliches Leben führen oder ihn in immer größere Schwierigkeiten oder gar ins Verderben stürzen.

Eine grundlegende Entscheidung fällt in einem einzigen Augenblick, wenn der Wille im Inneren des Menschen besonders stark erzittert.

Daher schenken viele ihrem inneren Willen nicht die nötige Aufmerksamkeit.

Mit der Veränderung, die aus dieser inneren Entscheidung resultiert, schießt eine Strahlung in den Raum hinaus, aus der sich augenblicklich die Fäden des Schicksals weben.

All dies ist ein Ereignis subtil-materieller Art, so weit entfernt von der äußeren Welt, dass es für die Menschen nicht wahrnehmbar ist.
Dennoch birgt es eine revolutionäre Kraft in sich, die alles Weitere durch die Fäden des Schicksals formen kann.

Dies gilt für den einzelnen Menschen sowie für die gesamte Menschheit.

Die Fäden, die die Erfüllung des weiteren Weges des Geistes in sich tragen, sind zwar anfangs auf Erden noch nicht vollendet, wirken aber dennoch von den ersten Augenblicken ihrer Entstehung an, ihrer Art entsprechend, rückwirkend auf das Innere des Menschen wie eine Art Beben.

Sie wecken entweder freudige Hoffnung oder Verzweiflung, Erschütterung, Spannung oder vielleicht sogar Zorn.

Es ist ein innerer Zustand, der im Menschen wirkt, sobald sich der Wille ändert.

Man nennt diesen Zustand gemeinhin Stimmung, da daraus notwendigerweise der Zustand der Umgebung entsteht, der den Menschen beeinflusst.

Er gleicht einem feinen Nebel, der außerhalb des Menschen und doch in ihm selbst liegt.

Er wirkt genau gemäß dem festgelegten Willen.

Die Menschen betonen jedoch nicht ihren Willen, sondern nehmen nur die Stimmung wahr, die aus dem Willen entsteht.

Sie sagen dann, sie seien nicht in der richtigen Stimmung, sie hätten sie verloren, jemand anderes habe ihnen die Stimmung genommen.
Oder im Gegenteil, obwohl sie keine Ahnung des warums haben, kann sich ihre Stimmung scheinbar augenblicklich und ohne ersichtlichen Grund verbessern.

So etwas beeinflusst dann ihre Gedanken, entweder hin zu Traurigkeit, Hilflosigkeit und Wut, oder im Gegenteil, erwacht in ihnen ein freudiger und mutiger Wille, dessen Kraft aus dem Wunsch nach Veränderung zum Besseren stammt.

Die Menschen von heute wissen immer noch nicht genau, wie all das geschieht und was daraus entsteht.

Der Ursprung liegt jedoch stets in ihnen selbst, in den Schwingungen des Willens, ihres geistigen Funkens.

Hier liegt der geheimnisvolle Kern aller menschlichen Stimmungen.

Die Stimmung kommt immer von innen.

Von außen kann alles Mögliche Einfluss nehmen, doch die innere Stärke ist stets der bestimmende Faktor für die Stimmung eines Menschen.

Aber die Menschen wissen das nicht, und sie wollen es auch nicht wissen.

Viele wehren sich sogar vehement dagegen, zuzugeben, dass der Ursprung ihrer Stimmung immer in den Wünschen ihres Inneren liegt.

Sie behaupten dann, dass die Außenwelt ihren Gemütszustand und somit ihre Stimmung beeinflusst.

Sie machen die Außenwelt für ihre Stimmung verantwortlich.

Sie bezeichnen die Außenwelt als Ursache ihrer eigenen Unruhe, ihres Misstrauens oder gar ihres Zorns und ihrer Boshaftigkeit.

Dies liegt daran, dass sie die Kraft der inneren Entscheidung, die in den Schöpfungsgesetzen auf die Entwicklung der Schicksalsfäden wirkt, nicht erkennen.

Daher nehmen sie ausschließlich die Folgen des geistigen Willens wahr, und zwar nur auf der Grundlage von Manifestationen, die sie auf der Ebene der grobstofflichn Materie erreichen.

Dazu gehören unerwartete Ereignisse, die Schwierigkeiten mit sich bringen, zerbrochene Beziehungen zu geliebten Menschen, langfristige Misserfolge, psychische Überlastung, Gesundheitsverlust und vieles mehr.

Doch es gibt in reinen Bestrebungen, denen sich ein Mensch widmet auch überraschend glückliche Phasen und Erfolge.

All dies sind legitime Manifestationen einer inneren Wandlung oder Veränderung, die zuerst in den feinsten Fäden des Schicksals stattgefunden haben muss.

Gleichzeitig verändern sich die unaufhörlich gewobenen Fäden im Falle des Menschen stark, da der Mensch durch die allgemeine Unkenntnis des wahren Sinns seines Lebens auf Erden negativ beeinflusst wird.

So verflechten sich die Fäden miteinander, einige weisen nach oben zu klareren Sphären, andere binden den Geist wieder nach unten.

Daraus entwickelt sich auch die Wahrnehmung der Stimmung des Einzelnen und der gesamten Gesellschaft.

Hier auf Erden liegen Hoffnung und Verzweiflung stets nebeneinander.

Obwohl der menschliche Wille eigentlich immer nur Hoffnung hätte haben sollen, die damit einhergehende Harmonie, erlebt heute die überwiegende Mehrheit Sinnlosigkeit und Hoffnungslosigkeit.

Das Erleben einer bestimmten Stimmung ist ein Zeichen für den Beginn einer neuen inneren Richtung, die sich jedoch stets zuerst auf der subtilen, geistigen Ebene vollzieht.

In der materiellen Welt manifestieren sich die meisten Veränderungen erst nach einem langen Weg.

Die wichtigsten Veränderungen geschehen immer zuerst auf der Ebene des geitigen Willens und beeinflussen die äußere Welt bei ihrem Auftreten nur teilweise.

Sie treten oft erst nach Monaten, Jahren oder Jahrzehnten ein oder zeigen sich in einem der nächsten irdischen Leben.

Die Menschen haben jedoch gelernt, nur jene Erscheinungen zu verstehen und zu erkennen, die ihnen durch die Sinne des Gehirns zugänglich sind.

Daher nehmen sie Zusammenhänge hauptsächlich auf der äußeren Ebene der Wahrnehmung wahr, wenn sich Ereignisse in der greifbaren Welt ereignen.

Obwohl sie hier und da Vorahnungen verspüren oder die leise Stimme ihres Gewissens hören, ist ihre Fähigkeit, für alles Subtilere empfänglich zu sein, stark geschwächt.

Der Verstand unterdrückt die subtileren Empfindungen, um den Geist zu ersticken.

Dadurch gingen Verständnis und Vertrauen in alles Geistige allmählich verloren.

In der irdischen Welt wurden nur noch äußere Ereignisse wahrgenommen.

Schließlich ging es so weit, dass selbst Menschen, die sich aufrichtig nach geistiger Erweckung sehnen, ihren eigenen inneren Beweggründen nicht mehr trauen.

Dies führte zu einer Entwurzelung ihrer eigenen emotionalen Wahrnehmung.

Es ist traurig, dass viele Menschen nicht mehr an das glauben, was eigentlich immer die grundlegendste Gewissheit hätte sein sollen.

Sie misstrauen ihrem Inneren, weil sie sich von den zweifelhaften Gedanken des Verstandes zersetzen lassen.

Der Verstand kämpft somit gegen seine eigene geitige Natur im Menschen.

Es gibt wohl keinen größeren Widerspruch als den zwischen dem geitigen Inneren und dem äußeren Verständnis durch das Gehirn.

Dies führt zu Verwirrung und zur Entwurzelung der eigenen Werte.

Heute gibt es unzählige Menschen, die nicht an sich selbst glauben, sondern an Phrasen, die ihnen von außen als der richtige Lebensweg aufgezwungen werden.

Verzweiflung ergreift diejenigen, die sich selbst nicht mehr kennen und bei jeder wichtigen Lebensentscheidung an sich zweifeln.

Es scheint, als sei die äußere Welt stärker als der Einzelne.

So dringt er durch äußere Einflüsse und das soziale Umfeld in das Innere der Menschen ein.

Dahinter steht das Bestreben des Verstandes, jedes Vertrauen in einen kindlich einfachen, reinen Willen zum allumfassenden Wohl zu untergraben.

Ein solcher Wille wird als ungeeignet für die heutige Welt beschrieben, da er nicht die Kraft besitzt, unmittelbar etwas zu verändern.

Der menschliche Körper, d. h. das Gehirn, ist dazu zu schwach.

Dies untergräbt das Vertrauen in den langfristigen Sieg des Guten über das Böse.

In diesem Zusammenhang verweisen hochgebildete Menschen immer wieder auf Erfahrungen, die zeigen, wie sich ein solcher Wunsch nach dem Guten nicht auszahlt.

Äußerliche Formen sollen bestätigen, dass der Wunsch nach dem Guten allein nicht die Kraft hat, etwas zu verändern.

Doch das Wichtigste liegt stets und allein in der inneren, geistigen Entscheidung und nicht in den späteren Konsequenzen.

Dies lässt sich mit dem Drehen des Ruders eines Schiffes vergleichen.

Das Drehen des Ruders nach Belieben des Steuermanns bestimmt zwar unmittelbar die Richtung des Schiffes, doch die eigentliche Bewegung erfolgt – proportional zu Größe und Gewicht – erst mit Verzögerung.

Dies ist auf den Wasserwiderstand und die Strömung zurückzuführen, in der sich das Schiff befindet.

Der Steuermann muss all dies berücksichtigen, um das Schiff korrekt und sicher in die gewünschte Richtung zu steuern.

Auch um sich der Richtigkeit der Schiffsrichtung sicher zu sein.

Ein wirklich guter Steuermann zeichnet sich dadurch aus, dass er mit seiner feinen Intuition beispielsweise Einflüsse wie Luftströmungen sowie Stärke und Höhe der Wellen berücksichtigt.

Dasselbe gilt für alle Entscheidungen, die aus dem tiefsten Inneren eines Menschen getroffen werden.

Die Entscheidung wird unmittelbar getroffen, doch die Erfüllung der damit verbundenen Absichten erfolgt erst nach einer gewissen Zeit.

Die beim Segeln eines Schiffes beeinflussen die Umstände, die einen Menschen in einem bestimmten Moment umgeben, den Willen seines geistigen Kerns.

Sind die Umstände günstig, können sich äußere Manifestationen schnell zeigen.

Herrschen jedoch ungünstige äußere Bedingungen, so erscheinen die Ergebnisse später oder in einer anderen Form als erwartet.

Ein äußeres Ereignis wird erst durch die gesetzmäßige Trägheit, die sich aus dem Bewegungsgesetz ergibt, Realität.

Diese Trägheit manifestiert sich in der Materie.

Genau so verhält es sich im Leben der Menschen.

Und doch wollen viele dies nicht wahrhaben und erwarten, dass sich eine Veränderung in ihnen sofort in allem Sichtbaren und Greifbaren manifestiert und ihnen bestätigt, dass sie den richtigen Weg eingeschlagen haben.

Viele Menschen machen sich Vorstellungen von der Erfüllung ihrer Wünsche, unabhängig von den äußeren Umständen.

Dies führt oft schnell zu Enttäuschung und daraus entsteht Misstrauen gegenüber Gottes Gesetzen.

Man mag es Unreife nennen, doch ändert das nichts daran, dass solche Erwartungen vielen Menschen großen Schaden zufügen.

Ungeduld und die Erwartung von Ergebnissen, die in der Fülle der Materie nicht gegenwärtig möglich sind, führen oft dazu, dass man sich wieder von dem Bestreben abwendet, das allumfassende Gute zu wollen.

Es ist eine tiefe Wunde, die im Misstrauen gegenüber der Erfüllung von Gottes Gesetzen besteht.

Dennoch kann man mit Geduld und Vertrauen stets ein Ergebnis erwarten, das dem ursprünglichen Wunsch des inneren Wesens entspricht.

Das Ergebnis wird trotz aller Hindernisse und Verzögerungen gewiss eintreten.

Die Hände der Weber werden das Ergebnis bringen, so wie es in der ursprünglichen Bewegung des inneren Wesens vorgesehen war.

Aus der Perspektive der Entwicklung der Ereignisse ist die wichtigste Entscheidung stets der innere Wille des Menschen.

Wer nach dem Licht strebt, kann ihm voll und ganz vertrauen.

Jeden Tag in diesem Vertrauen zu leben, stärkt die Gewissheit, den eingeschlagenen Weg richtig zu haben, auch wenn dieser Weg in der heutigen Zeit großer Umbrüche nicht als ideal bezeichnet werden kann und die Erwartung eines Spaziergangs durch einen Rosengarten als Abkehr von den irdischen Gegebenheiten der Materie zu deuten ist.

Damit das Vertrauen in den Sieg des Lichts eine beständige Kraft im Menschen sein und ihn vorantreiben kann, muss es Teil des Wissens um den Zustand der heutigen Welt sein.

Aus dieser Perspektive ist es daher äußerst wichtig, die rechtlichen Konsequenzen zu kennen, die jede Regung im Inneren des Menschen mit sich bringt.

Wer diese Gesetze nicht kennt, kann oft sehr verwirrt oder sogar völlig enttäuscht sein.

Und das geschieht auch jetzt.

Nur bemerken es die Menschen nicht.

Die gesamte Dimension der subtilsten Strahlungen verändert sich in dieser Zeit, sodass die wesenhaften Weber dem Menschen völlig neue Kräfte zukommen lassen können, sei es zum Aufstieg oder, wie es heute leider häufiger der Fall ist, zur Zerstörung der materiellen Welt.

Doch alles geht weiter, und jede weitere Entwicklung hängt wiederum von der Einstimmung des menschlichen Inneren ab.

Auf den Ebenen der subtilen materiellen Welten geht alles viel schneller vonstatten.

Aber auch hier auf der Erde, in der Dichte der Materie, vollzieht sich der Lauf der Ereignisse schneller als je zuvor.

Dieselbe Kraft, die von Gottes lebensspendender Quelle ausgeht, kann von den Händen der wesenhaften Webern zur Erfüllung der höchsten Gerechtigkeit so gewoben werden, dass äußere Ereignisse dem einen Segen und dem anderen Katastrophen bringen.

Ganz genau nach der Art der Einstimmung des Menschen geschieht die Erfüllung der göttlichen Gerechtigkeit heute in beispielloser Geschwindigkeit durch die bisher unbegreifliche Tätigkeit der wesenhaften Webern – der Alfars.

Da darüber aber nichts bekannt ist, haben die Menschen überhaupt keine Ahnung, an welchem ​​Schnittpunkt aller Strahlungen sich ihr geistiger Kern befindet.

Das Innere eines Menschen kann täglich die wertvollste Arbeit für sich selbst und die ganze Welt leisten, indem jede Ausstrahlung des Willens zum allumfassenden Gut notwendigerweise an der Gestaltung der äußeren Umwelt teilhat und diese mitgestaltet.

Dies geschieht jedoch oft erst mit Verzögerung, das heisst;wenn die Menschen, die das Gute wollen, nicht mehr auf Erden leben.

Dennoch geschieht es und wirkt sich positiv auf zukünftige Generationen aus, da auch hier die Trägheit wirken und Widerstand gegen den Willen der Menschheit erzeugen kann.

Heute ernten wir die Früchte des Willens der vergangenen Jahrzehnte der Nachkriegszeit und der darauffolgenden Jahre des letzten Jahrhunderts.

Alles, was sich in äußeren Formen manifestiert und in der Gedankenwelt wirkt, ist die Reifung der Früchte vergangener Jahrzehnte, die sich mit den Schichten früherer Formen vermischt haben, in denen wiederum vieles enthalten war, was heute keine Gültigkeit mehr besitzt.

Heute wirken die dogmatischen Einflüsse der Religion nicht mehr so ​​stark wie vielleicht zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

Die Vorstellungen von der groben Versklavung unserer Mitmenschen sind nicht haltbar, ebenso wenig die Vorstellungen von der Erniedrigung der Frau, noch die früheren übertriebenen Ideen nationaler Überlegenheit oder naive Vorstellungen von einer möglichen kommunistischen Weltordnung.

Doch völlig neue Denkformen, die gereift sind und deren Einfluss auf die heutige Realität wir beobachten können sind gültig.

Auch in ihnen steckt noch viel Unreife, viel Unwesentliches, aber auch viel Gutes.

Daher die Hektik des Wandels.

Diese Ideen entstanden vor Jahrzehnten und prägen die heutige Welt seit fast drei Jahrzehnten.

Durch ihr Wirken werden sie teils durch aktuelle Ereignisse bestärkt, teils sind sie aber auch erschöpft.

So können wir die Transformation der Denkformen in der direkten Beobachtung ihrer Entwicklung und ihres unmittelbaren Einflusses auf das Denken der Menschheit insgesamt erkennen.

Wir können daraus lernen und erkennen, wie wichtig es ist, Gedanken an das allumfassende Gute zu formen, das in der Welt des Denkens noch immer unzureichend ist.

Sobald eine ausreichende Ausstrahlung des Guten in der Welt des Denkens erreicht ist, wird früher oder später jede Form von Gewalt zwischen den Menschen verschwinden.

Nicht nur äußere Gewalt, sondern vor allem Gewalt in den Gedanken, der Wunsch der Menschen, anderen Leid zuzufügen und ihnen Schmerz und Elend zuzufügen.

Dies wäre der Beweis für den Sieg des allumfassenden Guten im menschlichen Willen.

Und nur auf diesem Fundament kann sich der Aufbau eines neuen sozialen Lebens der Menschen entfalten.

Jeder, der aufmerksam beobachtet, kann daraus leicht ableiten, wie viele Formen von Gewalt er durch seine eigenen Gedanken ermöglicht hat und weiterhin ermöglicht.

Gleichzeitig bietet ihm jeder neue Tag, jede neue Stunde die Gelegenheit, die ganze Kraft seines geistigen Selbst auf schöpferische, helfende Formen zu richten, die den Weg des Aufstiegswunsches für jeden menschlichen Geist und sogar für jedes Geschöpf ebnen, dem die Möglichkeit gegeben wird, sich im Rahmen der göttlichen Gesetze zu entwickeln.

Nur wenige Menschen sind imstande, die Gabe des Tages auf diese Weise zu nutzen.

Täglich werden viel zu viele Kräfte für Belanglosigkeiten verschwendet, die die Welt nicht verbessern, oder – mehr noch – eine solche Konzentration auf Details die eine falsche Richtung wie Gewalt und Bosheit begünstigen kann.

Doch es ist höchste Zeit, einen Wandel im menschlichen Willen einzuleiten.

Der reinste Glanz des allumfassenden Willens zum Guten muss das Innerste durchdringen.

Ebenso wird, wenn eine starke Flamme entzündet wird, alles vollständig in eine neue Richtung gelenkt.

Nur aus einem solchen Willen sollen die Vanes nun die Fäden des Schicksals weben, damit die Alfars aus diesen leuchtenden Fäden dem Menschen jene Formen und Ereignisse zurückbringen, die ihm die Richtigkeit seines Lebensweges bestätigen.

Die durch die Nähe des Strahl Parzival beschleunigten Ereignisse können dabei hilfreich sein, sodass jeder eine fundierte Erkenntnis darüber erlangt, was gut und was schlecht ist.

Niemand muss in dieser Hinsicht unwissend bleiben.

Niemand muss hoffnungslos und vertrauenslos im Dunkeln tappen und umherirren.

Der Ausgangspunkt liegt im vollen Verständnis der Wirkungsweise der göttlichen Gesetze.

Es ist an der Zeit, sich diesem Thema völlig objektiv und konsequent zu widmen.

Wenn man sich darauf konzentriert, wird sich die Rolle der miteinander verbundenen Kräfte den Menschen schnell offenbaren, die scheinbar in ihrem Zusammenwirken aus den Ebenen des Unsichtbaren die irdischen Umstände hervorbringen, unter denen ein Mensch seinen Lebensweg erlebt.

Es gibt nirgends Mängel oder Ungenauigkeiten, denn die Fäden des Schicksals sind ausnahmslos perfekt gewoben.

Im übertragenen Sinne gilt das bekannte Sprichwort: „Was man sät, das muss man erntet!“

Das Einzige, was die Richtung der Schicksalsfäden beeinflussen kann, ist der freie Wille des menschlichen Geistes.

Er bringt auf Erden Formen und Umstände hervor, die der Ernte der vorherigen Saat entsprechen.

Doch wie die Menschen unter diesen Bedingungen unmittelbar handeln, was Neues aus ihrem Willen entsteht, kann niemand außer ihnen selbst beeinflussen.

Es mag unklar erscheinen, doch darin liegt vollkommene Gerechtigkeit.

Was den Gesetzen unterworfen wird, kehrt zurück.

Daraus ergibt sich jedoch ein klares Ergebnis: Wenn der Wille zum dauerhaften, allumfassenden Guten gewahrt wird, ungeachtet der sich ständig wandelnden Umstände, wird eines Tages der Sieg des Lichts und der Wahrheit über alle Geschehnisse auf Erden kommen.

Es kann kein anderes Ergebnis geben, als dass Gottes Gesetze als Frucht Frieden, Ruhe und die Erfüllung eines freudvollen, schöpferischen Seins für jeden Bewohner des Schöpfungswerks hervorbringen.

So wird all dies auf Erden als natürliche Folge eintreten, wenn der Wille einer ausreichenden Anzahl von Menschen auf das Gute und das Licht ausgerichtet ist.

Deshalb bietet jeder einzelne Tag auf Erden mit seinem Raum die Möglichkeit, aus dem Willen zum allumfassenden Wohl der größtmöglichen Anzahl von Menschen eine völlig neue Welt zu erschaffen.

Eine neue Welt für den Einzelnen und für das Ganze.

Darin liegt eine große Kraft, die zeigt, dass der Einzelne im Lauf der Weltgeschichte nicht so unbedeutend ist, wenn er die Kraft seines Willens versteht.

Er kann dadurch jederzeit die Richtung stärken, die zur Befreiung von Milliarden von Menschen führt, die noch immer in den Sümpfen und Labyrinthen der bestehenden gesellschaftlichen Denkweise leiden.

Sein starker und klarer Wille zum Guten kann wie ein scharfer, leuchtender Speer wirken, der den Nebel der Unwissenheit durchbricht.

All dies gilt natürlich nur, wenn er die Welt um sich herum nicht mit einem wertenden Blick betrachtet und jeden um sich herum als geistigen Mitmenschen annimmt, der den Weg nach Hause sucht.

Nur in einer solchen Einstimmung können wir von einem allumfassenden Willen zum Guten sprechen.

Alles Notwendige zur Verwirklichung von Gottes Gerechtigkeit wird von den Händen der Weber gelenkt, sodass am Ende das gewünschte Ergebnis mit Gewissheit für all jene erreicht wird, die in sich rein sind und anderen in schlichter Aufrichtigkeit nur Kraft zum Aufstieg in die geistigen Gärten des Lichts wünschen.

Sich damit täglich auseinanderzusetzen, ist nun eine Herausforderung für jeden.

So kann jeder Augenblick der Gegenwart ganz von der hohen Aufgabe erfüllt werden, an der Transformation von Bedingungen in ein Ergebnis mitzuwirken, sodass im gesamten Werk der Schöpfung alles im Einklang mit Gottes Willen schwingt.

Schon ein einziger Tag, der ganz im Einklang mit einem allumfassenden Willen zum Guten gelebt wird, kann einen gewaltigen Unterschied zum Besseren bewirken.

 

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