DIE FREUDE DER SELIGEN
TEIL – II
Gäbe es mehr Wissen auf Erden und ein tieferes Verständnis all dessen, was jenseits der Grenzen dieser grobstofflichen Welt liegt, würden so viele Menschen sicherlich nicht das Ende ihres irdischen Lebens fürchten, wie es derzeit in den meisten Gesellschaften der Fall ist.
Dies ist ein Zeichen für das fehlende Verständnis der großen Zusammenhänge, die das menschliche Leben durchdringen.
Die irdische Welt war noch nie so weit von wahrer Erkenntnis entfernt wie jetzt, in der Zeit, in der der Verstand am stärksten regiert, wo die heutige Menschheit sich – seltsamerweise – arrogant für den Wissenszenit schlechthin hält.
Welch ein Widerspruch, wenn von „Wissenschaft“ die Rede ist und gleichzeitig von „wahrer Erkenntnis des Lebens“!
Die Wissenschaft weiß nichts über die wahre Erkenntnis des Lebens, insbesondere nicht im Zusammenhang mit dem emotionalen Inneren des Menschen.
Man könnte sich fragen, warum so viel Angst vor dem Unbekannten nach dem Tod herrscht, warum diese anhaltende Furcht davor besteht, wo wir doch laut Wissenschaft heute über ein so umfassendes Wissen verfügen, das uns zu der Überzeugung verleitet, der Mensch habe bereits fast alles um sich herum unter Kontrolle.
Das Ende des Lebens ist ein einfaches Ereignis, das seit Anbeginn der Menschheit auf der Erde präsent ist.
Und dieses Ereignis, das die Menschheit ständig begleitet, ist ein Grund zur Angst in der heutigen Gesellschaft – sowohl bei den ganz normalen Menschen als auch bei den bedeutendsten Wissenschaftlern, Professoren und Forschern, die in endlosen Diskussionen über die Entstehungstheorien des Universums debattieren.
Sobald die Zeit des menschlichen Todes gekommen ist, stoßen alle wissenschaftlichen Erkenntnisse und Theorien an ihre Grenzen, denn sie können keine Antworten auf solch schwerwiegende und zugleich fundamentale Fragen geben.
Die Wissenschaft liefert keine Antworten auf die Frage, was nach dem Ende des menschlichen Lebens auf der Erde geschieht.
All dies und vieles mehr, was über die Grenzen der grobstofflichen Materie hinausgeht, zeugt von der völligen Unkenntnis der heutigen Welt über den Sinn des menschlichen Daseins.
Gleichzeitig verdeutlicht es leider immer wieder die Sinnlosigkeit des wissenschaftlichen Ansatzes zum menschlichen Leben.
Das irdische Leben sollte in erster Linie als eine äußerst wertvolle Phase in der Entwicklung des in uns wohnenden geistigen Funkens anerkannt werden.
Doch das Geistige wird heute völlig vernachlässigt, obwohl es in Wirklichkeit von größter Bedeutung ist, um die Frage zu beantworten, warum wir diese Welt betreten und sie nach einer gewissen Zeit wieder verlassen.
Die irdische Wissenschaft ignoriert all dies und diskreditiert es gewissermaßen auch, indem sie die Theorie verkündet, dass nichts außerhalb dieser Welt bewiesen sei und daher nur das Irdische einen solchen Wert besitze, dass ihm Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse.
So etwas kann als ein völlig klarer Beweis für die völlige Unkenntnis des Sinns des menschlichen Lebens beschrieben werden.
Betrachten wir dies einmal in Ruhe und mit klarem Verstand.
Gäbe es nichts anderes, so gäbe es seit Jahrtausenden nicht so viele Fragen nach dem, was danach kommt.
Der Gedanke an das irdische Ende des Lebens müsste jeden Menschen innerlich vollkommen beruhigen, denn das wäre der natürliche Zustand des materiellen Kreislaufs.
Andererseits gibt es viele Phänomene, die bestätigen, dass das innere Wesen des Menschen fortbesteht, und deshalb herrscht so viel Unruhe in der Frage nach dem Wie.
Die Ablehnung und zugleich der unersetzliche Verdacht auf etwas, das fortbesteht, werfen genau die genannten Fragen auf.
Doch diese Fragen an sich können nicht als Wissen bezeichnet werden, sondern bestätigen lediglich die große Unwissenheit über das, was danach kommt.
Wir können also sagen, dass hier nur verwirrte Unwissenheit darüber herrscht, was nach dem Ende des menschlichen irdischen Lebens geschieht.
Die Wissenschaft hat sich jedoch stets bewusst geweigert, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, und jegliche Fragen dazu infrage gestellt.
Dadurch trägt sie maßgeblich zur allgemeinen Unwissenheit der meisten Menschen in dieser zweifellos schwerwiegenden Angelegenheit – dem Ende des irdischen Lebens – bei.
Durch diese Unwissenheit gerät jedoch alles andere zwangsläufig in eine verzerrte Richtung, denn wo das grundlegende Wissen fehlt, mag alles andere zwar vorübergehend als hohes Wissen verherrlicht und gefeiert werden, doch bleibt es stets zweitrangig und untergeordnet.
Die Wissenschaft kann und sollte die Lebensbedingungen der Menschen verbessern, sofern sie dabei stets im Einklang mit anderen hier wirkenden Kräften steht, beispielsweise mit den Wesenhaften.
Materielle Wissenschaft darf jedoch niemals über wahres Wissen gestellt werden, das den ganzheitlichen Weg des Menschen betrifft, also in erster Linie den geistigen Teil seiner Persönlichkeit.
Nur die Verwirklichung dieses von Anbeginn gegebenen geistigen Weges des Menschen in dem, was für diesen inneren Teil des menschlichen Daseins wirklich wichtig ist, führt zu wahrer Erleuchtung.
Und die Aussicht auf tiefere Erkenntnis dessen, was alles Teil des großen Wesens des menschlichen Geistes ist, steht nun bevor, sodass sich mit ihr vieles, ja fast alles, an der Prioritätensetzung des irdischen Lebens verändern wird.
In Wirklichkeit gibt es für den menschlichen Geist keine Grenze zwischen dieser Welt und allen anderen Existenzebenen.
Es gibt nur jenen unerbittlichen Moment der Trennung, der mit dem Verlassen der irdischen Hülle und der damit verbundenen Trennung des Lebensfadens verbunden ist.
Genau diese Unerbittlichkeit der Trennung erweckt bei materialistisch orientierten Menschen den Eindruck des Lebensendes.
Sie dringt so hart, unausweichlich und unumkehrbar in das Leben der Erdenmenschen ein, dass sie bei den meisten einen Schock auslöst, wenn sie ihr jemals nahekommen.
Diese Sichtweise gehört jedoch all jenen an, die den Übergang zu den subtileren Ebenen nur aus der Perspektive derer betrachten, die auf der Erde bleiben und ihn als Verlust von etwas sehen, das ihnen in der irdischen Dimension ihrer Zeitlichkeit Erfüllung gebracht hat.
Das Verlassen der irdischen Hülle, also das Ablegen der subtileren Schleier des Geistes, bedeutet für die heutigen Überlebenden meist nur Leid und Verlust.
Mit ihren Augen und all ihren materiellen Sinnen nehmen sie die reglose Hülle wahr, die eben noch voller Leben war, und empfinden darin einen Verlust, denn im Moment des Abschieds ist alles Vorherige vergangen.
Sie erkennen jedoch nicht, dass der Weg der Verstorbenen weitergeht und sehr oft zu Ebenen führt, die wir als so viel heller und glückseliger bezeichnen können als die irdische Welt, dass selbst ein Bruchteil des dort herrschenden Friedens und der Freude eine Revolution für die gesamte Lebensweise hier auf Erden bedeuten würde.
Dieser strahlende Frieden bleibt mit diesen Orten verbunden, gerade weil sich dort alles Reine und Innere manifestieren kann, was von den Menschen hier auf Erden gemeinhin als unpassend angesehen wird.
WAS IN DEN LICHTEREN, FEINSTOFFLICHEN BEREICHEN PERMANENT PRÄSENT IST, IST EIN HÖHERER GRAD AN REINER EMOTION, DEN DIE MENSCHEN HIER AUF DER ERDE IHREN MITMENSCHEN UND DER GESAMTEN WELT GEGENÜBER NICHT MEHR ZEIGEN KÖNNEN.
DIE MENSCHEN HIER AUF DER ERDE HALTEN DIES FÜR UNANGEMESSEN, DA SIE DIE VERLETZLICHKEIT IHRER MITMENSCHEN FÜRCHTEN, SOLLTEN SIE IHRE INNEREN, EDLEREN MOTIVE OFFENER ZEIGEN.
DAHER WIRD DIESE EMOTION GÄNZLICH ABGELEHNT, ANSTATT TEIL DER EMOTIONAL KALTEN UND LEIDER SEHR LEEREN WELT DER MENSCHEN HIER ZU SEIN.
ES GILT ALS UNANGEMESSEN, MIT OFFENEM HERZEN UND AUFRICHTIGEN GEFÜHLEN DURCH ALLE AUGENBLICKE DES TAGES ZU GEHEN, ALS ETWAS, DAS DEM MENSCHEN UND SEINER ERFAHRUNG ZUSTEHT.
DIE IN DIESER WELT AKZEPTIERTE DUALITÄT TEILT SIE IN ZWEI TEILE, DIE JEDOCH NICHT LANGE NEBENEINANDER EXISTIEREN KÖNNEN, OHNE DEM MENSCHEN ZU SCHADEN.
DIES ÄUSSERT SICH IN ENTWURZELUNG, UNEINIGKEIT UND EINEM ZUSTAND, IN DEM VIELERORTS LEERE UND SINNLOSIGKEIT DES HANDELNS HERRSCHEN.
DIES GILT FÜR ALL JENE, DIE KEIN GESPÜR FÜR HÖHERE WERTE MEHR IN SICH TRAGEN UND SICH NUR NOCH MIT DER EINFACHEN BEFRIEDIGUNG MATERIELLER WÜNSCHE UND INSTINKTE ZUFRIEDENGEBEN.
SOLCHE MENSCHEN HIER AUF ERDEN LEIDEN ZWANGSLÄUFIG UND ERLEBEN UNSAGBARE SPANNUNGEN, WENN IHR INNERES ETWAS ERFÄHRT UND SIE SICH ÄUSSERLICH ANDERS VERHALTEN MÜSSEN.
ES IST EINE MASKE DER IRDISCHEN WELT, DIE ALS NORMAL GILT.
TATSÄCHLICH GIBT ES VIELE MENSCHEN, DIE IMMER WIEDER SPÜREN, DASS DIE IRDISCHE WELT IHRE SEHNSUCHT NACH ETWAS HÖHEREM, EDLEREM UND SINNVOLLEREM DIE TIEF IN IHNEN IHREN GEIST BEWEGT, NICHT STILLEN KANN.
DIES IST DAS ECHO DER SEHNSUCHT NACH ALLEM HÖHEREN, DAS VON ORTEN ZUR ERDE DRINGT, WO REINE SEELEN SICH AN IHRER BEWUSSTEN VERBINDUNG MIT DEM WERK DER SCHÖPFUNG ERFREUEN UND SCHRITT FÜR SCHRITT DEM STRAHLENDEN LICHT NÄHERKOMMEN, DAS IHNEN ALS ALLES ÜBERRAGENDER STROM GÖTTLICHER LIEBE ZUTEILWIRD.
DA DIESE VERBINDUNG HIER AUF ERDEN FEHLT UND DIE AUSDRUCKSFÄHIGKEIT VON EMPFINDUNGEN UND GÜTE IM ALLTAG DER MENSCHEN GELÄHMT IST, GILT ALLES SUBTILERE, DAS SICH NACH DEN EBENEN DER FEINSTOFFLICHEN MATERIE SEHNT, ALS SCHWÄCHE UND FEHLVERHALTEN.
Mit dem verschwinden der höheren sensibilität hat sich die welt hier zurückgezogen und die verbindung zu den orten verloren, zu denen sich der grösste teil der menschlichen seele ihrem wesen nach hingezogen fühlt.
Denn in ihr brennt die Sehnsucht nach Güte und reiner Freude aus dem Wesen des inneren geitigen Funkens, der noch immer in ihr brennt und leuchtet.
Daher rührt der Widerspruch, den wir hier täglich bei den meisten Menschen beobachten und der sich allmählich auflöst, wenn die Seele wahrhaftig zu den Orten aufsteigen kann, zu denen sie gemäß ihrer inneren Schwingung und Reife gehört – Orte, die in ihr als natürlichste Manifestation des inneren geistigen Lebens brennen.
So können, nachdem die irdische Hülle abgelegt wurde, all diese Empfindungen und Sehnsüchte nach Güte und Reinheit allmählich zu einem natürlichen Bestandteil der Seelenmanifestationen in den feinstofflichen Welten werden.
Damit einher geht immer größere Freude, denn die Seele erkennt darin die große Weisheit und Natur, die sie leitet und allgegenwärtig umgibt.
All die Furcht und Besorgnis, die mit den üblicherweise angebotenen Formen des rein rationalen Denkens und Schlussfolgerns verbunden waren, wenn man jemals über das Leben nach dem Tod sprach, verschwinden rasch.
Die Seele erkennt, wie erschreckend engstirnig all dieses Denken über diese Dinge ist und wie sehr die Furcht und das Misstrauen zugenommen haben, die sich in der Gedankenwelt jener Menschen vervielfacht haben, die aufgrund ihres schlechten Lebens zu Recht fürchteten, was die Hände der Alfars aus ihren unglücklichen Neigungen und niedrigen Begierden als weitere Stufen ihrer Abweichung vom Licht weben und formen würden.
Doch die große Mehrheit der Seelen muss diesen Zustand der Furcht und Besorgnis nicht teilen, denn ihre Reisen durch die feinstofflicheren Ebenen sind vielmehr von der Aufrichtigkeit ihres Willens erfüllt, der im Grunde besser war, als er sich während ihres irdischen Lebens hatte manifestieren können.
Sobald die Seele den inneren Frieden findet, nach dem sie auf Erden stets gesucht hat, wird sie verstehen, wie sie sich von der trügerischen Welt der Erde beherrschen und fesseln ließ, obwohl dies niemals GOTTES PLAN entsprach, sondern durch die Denkweise jener Menschen auf Erden entstanden ist, die dem Verstand verfallen sind und damit einer gewissen Abstumpfung erlegen sind, die nach Jahrtausenden zur Norm für das „richtige irdische Leben“ geworden ist.
Eine Zeitlang ist sie innerlich zerrissen, denn in diesem Augenblick erkennt sie mit aller Schärfe die ganze Falschheit des Weges, der als das richtige Leben auf Erden gilt.
Sie möchte die Menschen auf Erden aufrütteln, doch sie erkennt, dass dies unmöglich ist, da sie selbst zur Zeit ihrer irdischen Inkarnation nicht anders war.
Dann wendet sie sich um und schreitet empor zum Licht, das sie immer mehr anzieht.
In diesem Augenblick manifestiert sich alles, was sie zu ihrem wahren Entwicklungsstand führt, auch in ihrem Seelenkörper.
War die Seele noch ein irdisches Kind, dessen Zeit im irdischen Körper aus irgendeinem Grund vorzeitig endete, so kehrt sie allmählich zu ihrer ursprünglichen Reife zurück.
Das Kind wird rasch zu einem Jungen oder Mädchen und schließlich zu der reifen Seele, die es vor der Verbindung mit dem irdischen Körper war.
Die Seele fühlt sich dann wieder so, wie sie sich vor der Verbindung mit dem irdischen Körper gefühlt hat.
Die kindliche Gestalt, die an das Alter des irdischen Körpers gebunden war, verschwindet rasch, und die Seele ist wieder das, was und wie sie sich immer gefühlt hat, zumindest teilweise im irdischen Körper ihres Kindesalters.
Dasselbe gilt für das irdische Geschlecht, wo die Seele oft zu ihrem früheren Zustand weiblicher oder männlicher Aktivität zurückkehrt, obwohl sie sich zuvor mit einem irdischen Körper zur Inkarnation vereint hat, die sie für ihre Reifung als notwendig erachtete.
Diese Transformation findet hier auf Erden niemals adäquate Bedingungen, da die grobstoffliche Materie stets ein Hindernis für die Vollendung einer vollständigen Transformation darstellt.
Je höher die geistige Ebene jedoch ist, desto leichter fällt diese Rückkehr zum ursprünglichen Zustand, da sie für alle dort Lebenden selbstverständlich ist.
Sie vermuten, dass dies für das Verständnis und den weiteren Reifeprozess notwendig war, und daher wird der Zustand der Seele, zu dem der Neuankömmling von seiner Reise auf Erden zurückkehrt, als wahrer Seinszustand betrachtet, der keinen Augenblick in Frage gestellt wird.
Es ist auch selbstverständlich, dass hier nicht einmal ein Hauch von Spott oder Zweifel daran aufkommt, wie so etwas im Falle einer bestimmten Seele möglich sein kann.
Das Licht dort verleiht allem ein gewisses Maß an bewusstem Verständnis, das hier auf Erden etwas Unerreichbares ist.
Die Reinheit und Reife der Lichtebenen der feinstofflichen Welten schließt jegliche Verletzung tiefer Gefühle aus, die hier auf Erden durch die Aggressivität der niederen Impulse unreifer und dunkler Geister bis zur Blutung gequält werden und vielen Menschen schwere innere Schmerzen bereiten.
Ähnliches findet sich an friedvollen Orten der Lichtebenen der Vergangenheit, wo die Seele sich gemäß ihren vom geistigen Funken ausgehenden Impulsen voll entfalten kann.
Daher sollte jeder menschliche Geist hier auf Erden danach streben, sich in seinen Gedanken und Tugenden zu erheben, denn dadurch bestätigt er seine wahre Zugehörigkeit zu höheren Ebenen, zu den Ebenen des Friedens und der schöpferischen Zusammenarbeit all jener Geister, die aufgrund ihres Wissens in ihrer Fähigkeit fortgeschritten sind, dauerhaft mit edlen Impulsen zu leben.
Die wahre Inbrunst inneren Strebens lenkt ihre weiteren Schritte auf Ebenen, wo lichtdurchflutete Orte der freien Erfahrung von Freude schenken, denn Orte, die von Strömungen der Erhabenheit und Reife erfüllt sind, wecken in jeder helleren Seele ein Empfinden der Verbundenheit der Heimat.
Hier findet sich alles, was die Seele auf Erden entweder gar nicht oder nur in sehr geringem Maße erhalten hat und wonach sie sich in ihrer Verbundenheit sehnte, da sie es als untrennbar mit dem Wesen des reinen menschlichen Lebens verbunden betrachtete.
Die Menschlichkeit, die auf Erden so lange unerfüllt geblieben war, verbunden mit inniger Sentimentalität, wird für die ankommende Seele plötzlich zu dem, wonach sie sich in höchstem Maße ihres Verständnisses von Güte und liebevoller Gegenseitigkeit zwischen den Menschen gesehnt hatte.
Plötzlich wird diese Welt für sie Wirklichkeit, entweder weil sie zuvor von dort auf die Erde gekommen war, um weitere Erfahrungen zu sammeln und ihre Unreife zu überwinden, oder weil sie durch ihre Entwicklung hin zu diesen Orten, getrieben von ihrer tiefen Sehnsucht nach Gottes Nähe, neu gereift ist, als sie in Gott mehr fand als nur einen Begriff für das starre dogmatische Bekenntnis der kirchlichen Vorstellungen vom Schöpfer.
So viele Seelen jubeln im Rückblick über den Augenblick, als sich ihnen im Moment des irdischen Endes ein neuer Weg eröffnete, der – entgegen den vorherrschenden Vorstellungen auf Erden – kein Weg der Strafe und Rache ist, sondern für die wandernde Seele ein Weg durch eine präzise gestaltete Umgebung, die jede lebendige Schwingung ihrer Empfindungen widerspiegelt.
Die anfängliche Angst wandelt sich in volles Vertrauen in die große Weisheit und Gerechtigkeit Gottes, in der jede innere Regung reiner Gefühle und höherer Tugenden ihren Platz findet.
Wie gewaltig ist doch der Unterschied zwischen diesen Ebenen, die trotz ihrer Klarheit und ihres Friedens noch weit entfernt sind von der wahren Heimat der Geister und der irdischen Welt mit ihren verzerrten Vorstellungen vom Jenseits.
Manche Seele ist ergriffen von der Gewissheit, wie wahrhaftig die Gesetze Gottes wirken, im Gegensatz zu den irdischen Vorstellungen der Menschen, die das Göttliche in ihre Formen der Gerechtigkeit zwängen.
So viel erhabene Schönheit und Reinheit umgibt die Seele, wenn sie den Willen zum Guten in sich trägt und in ihrer inneren Schwingung der Empfindungen Unterstützung für dieses Gute findet.
Glückseligkeit ist der Begriff, der in der Welt friedvoller Schöpfung und des Erwerbs neuen Wissens plötzlich die Dimension realer Erfahrung annimmt und hier wie ein heiliger Schutz in den innersten Momenten vollkommener Hingabe an das Licht weitergegeben wird.
Die Welten feinerer Ebenen der feinstofflichen Materie erscheinen der Seele, der es vergönnt war, so weit zu gelangen, so erhaben.
Gleichzeitig erkennt die Seele auch, wie viele Stufen noch vor ihr liegen, die sie durchlaufen und erfahren muss, um eines Tages bereit zu sein, die wahre Heimat der ewigen Gärten zu betreten.
Doch nichts davon ängstigt sie, sie kennt weder Furcht noch Sorge, denn sie wird von liebevollen Helfern geleitet und darf selbst denen helfen, die hinter ihr stehen.
Sie ist erfüllt von Glück, dies erfahren zu dürfen, und begreift allmählich auch die irdische Welt in ihrer Proportionalität als etwas Unvollständiges, das ihr die Möglichkeit einer Zeit der Erfahrung durch die Verbindung mit dem irdischen Körper eröffnete, den sie jedoch distanziert nur als Mittel zur Verbindung mit der grobstofflichen Materie betrachtet.
Im Rückblick misst sie all dem einen ganz anderen Wert bei als zu Lebzeiten.
Vieles erscheint ihr auch unverständlich:
WIE KONNTE SIE DEM ERLIEGEN UND SICH EINE ZEIT LANG VON DINGEN VERWIRREN LASSEN, DIE IHR AUF ERDEN WICHTIG ERSCHIENEN, OBWOHL SIE IN WIRKLICHKEIT IM VERGLEICH ZUM REINEN UND GUTEN WILLEN VÖLLIG NEBENSÄCHLICH WAREN?
Allmählich gehört es der Vergangenheit an, denn es gibt so viel Neues, dass Zeit und Raum fehlen, um alles zu begreifen und anzunehmen.
Die einzige Folge davon ist die tiefe Dankbarkeit, die aus dem Glück und der Freude erwächst, die alles durchdringen – ein alles beherrschender Zustand für die Seele.
Wenn doch nur dieses irdische Leben diesem Zustand eines Tages nahekäme!
So viel Erfrischung und Hilfe, wie darin verborgen liegt, würde wie das Wasser der Auferstehung über die Welt ergießen.
Doch eines Tages wird es kommen und auch hier gegenwärtig sein, wodurch unter anderem die Kluft geschlossen wird, die bisher zwischen dieser Welt der grobstofflichen Materie und den Ebenen bestand, zu denen jene gelangen, die in ihren irdischen Körpern ihr Ziel erreicht haben.
DANN WERDEN SICH VIELE FÄDEN VERBINDEN, DIE DIE ERFAHRUNG DER WAHRHEIT AUF DIE ERDE BRINGEN, UND DIE ERKENNTNIS DES WAHREN GEISTIGEN LEBENS WIRD ZUR GRUNDLAGE FÜR DIE INTUITION DER GROSSEN LIEBE DES SCHÖPFERS UND ZUGLEICH ZUR INTUITION DES AUSGANGSPUNKTES ALLEN LEBENS IN DIESEM SCHÖPFUNGSWERK, DER SICH IN DER HÖCHSTEN HALLE DER URBURG DES GRALS ZWISCHEN DER SCHÖPFUNG UND DER EBENE DES GÖTTLICHEN BEFINDET.
Mehr…….„🔗“ 📘
„🔗“CESTA GRÁLU / GRALSWEG„🔗“