Worte besitzen immense Macht und das Potenzial für weitreichende Folgen. Sie können zum Aufbau von Frieden und Harmonie in der Welt beitragen oder so verheerende Schäden anrichten, dass diese nie wieder gutzumachen sind.

Leider verstehen nur sehr wenige die Wirkung menschlicher Worte wirklich und bemühen sich ernsthaft, diese zu beachten. Und selbst diese wenigen versäumen es oft, einem gegebenen Versprechen oder Wort die gebührende Bedeutung beizumessen.

In wichtigen Angelegenheiten halten sie ihre Versprechen, doch in sogenannten „Routineangelegenheiten“ tun sie dies in der Regel nicht. Gerade in den trivialsten Dingen sündigen sie daher am nachlässigsten und leichtfertigsten gegen die Wahrheit, denn ein gebrochenes Versprechen ist gleichbedeutend mit einer Lüge.

Die Gesetze der Schöpfung unterscheiden jedoch nicht zwischen wichtigen und alltäglichen Angelegenheiten, wenn es darum geht, sein Wort zu halten. „Ein Versprechen ist eine Schuld“, heißt es; wenn wir etwas versprechen, müssen wir es halten. Andernfalls müssen wir uns rechtzeitig rechtfertigen, um demjenigen, dem wir das Versprechen gegeben haben, keinen Schaden zuzufügen. Dieser Schaden ist nicht unbedingt sichtbar oder greifbar; er kann beispielsweise die Traurigkeit und Enttäuschung von jemandem sein, der auf etwas wartet, das nun nicht mehr erfüllt werden kann. Auch hier gilt das Prinzip der Wechselwirkung, egal wie einfach oder unbedeutend die Situation war, in der das Versprechen gebrochen wurde. Deshalb ist es tausendmal besser, gar nichts zu versprechen, wenn wir uns nicht absolut sicher sind, dass wir es halten können.

Eine alte indigene Weisheit besagt, dass, wenn wir unsere Versprechen nicht halten, der Faden unserer Handlungen sich löst und losee neben uns bleibt, sich schlussendlich in unseren Füßen verfängt, sodass wir nicht frei gehen können. Die zentrale Aussage dieses eindrucksvollen Bildes ist, dass niemand frei von den Fäden der Wechselwirkung ist, wenn er aufhört, ein Versprechen zu halten, sei es in einer ernsten Angelegenheit oder nicht.

Darüber hinaus offenbart der Mensch gerade in scheinbar trivialen Dingen sein wahres Wesen, denn die größten Dinge zeigen sich im Kleinsten. Dort enthüllen sie, für diejenigen, die sehen wollen, die Stärke ihres Charakters oder ihre Schwächen.

Jedes gebrochene Versprechen ist eine Lüge, die je nach Schwere des Vergehens entsprechendes negatives Karma nach sich zieht. Der Täter wird diese Konsequenzen früher oder später tragen müssen, wenn das unfehlbare Gesetz der Wechselwirkung in Kraft tritt.

Roberto C. P. Junior

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Der Tag Ohne Morgen

„Menschliche Worte sind zu Boten der Lüge geworden! Sie verbreiten menschlichen Verfall und Chaos… Sie wirken feindselig und zerstörerisch auf die menschliche Existenz ein… Jedes gebrochene Versprechen und jedes unerfüllte Wort zieht die Dämonen des Zerfalls nach sich…

Lügen sind ein Strom des Giftes, das alles überflutet. Jeder Gedanke ist von den Keimen dieses Giftes durchdrungen… Nichts ist verschont geblieben.“

Das Buch des Gerichtes

Milton hatte bereits viele Inkarnationen durchlebt. Da er sich nie veränderte, war der Zustand seiner Seele nach jedem irdischen Tod schlimmer als zuvor. Krankheitserreger aller Art hatten sich an vielen Stellen eingenistet. Um seinen Hals trug er eine rote Kette. Diese Kette bestand jedoch aus Hummeln, die in seine Haut eingebettet waren. (…)

Die Hummeln, die sich im Laufe der Zeit gebildet hatten, hatte er selbst zum Leben erweckt. Absichtlich, wegen der

unerfüllten Versprechen, mit denen er so vielen Menschen so viel Leid zugefügt hatte.

Milton hatte nicht vorhergesehen, dass jedes gegebene und nicht gehaltene Versprechen zu einer schweren Schicksalslast für ihn werden würde, denn mit dem Bruch seines Wortes wurden Dämonen der Zerstörung zum Leben erweckt, die verheerend auf sein Dasein einwirkten. (…)

Wäre Miltons Seele rein und schön gewesen, hätte dies gezeigt, dass er auf Erden ehrlich gelebt und niemandem geschadet hatte; vor allem aber, dass er jede Lüge vermieden hatte. Denn eine Lüge ist gleichbedeutend mit einem Wortbruch.

Jeder Mensch bestimmt sein Schicksal selbst

Hüte dich vor Worten, die zu Ungerechtigkeit führen! Denn du wirst weit mehr verlieren als den Menschen, den du erreichen willst! Vergiss nie, dass harte und ungerechte Worte Wunden schlagen, die Narben hinterlassen! Und dass sie Vertrauen und Freundschaft zerstören!

Saba, das Land der tausend Düfte

Möge jedes Wort, das deinen Mund verlässt, von Liebe gefiltert sein … und nur das übriglassen, was aufbaut, stärkt und segnet. Über alles andere schweige.

Gi Stadnicki Brasilianischer Schriftsteller.

„Sei ein Vorbild durch deine Worte, und es wird der Tag kommen, an dem du gar nichts mehr sagen musst. Deine Taten werden für dich sprechen.“

Augusto Branco, brasilianischer Schriftsteller.

„Die Auswirkungen menschlicher Worte, ob gut oder schlecht, summieren sich und können großen Segen bringen oder immenses Leid verursachen.“

Roberto C. P. Junior Brasilianischer Schriftsteller.

„Worte haben nur dann Bedeutung, wenn sie uns helfen, die Welt besser zu sehen. Wir lernen Wörter, um unsere Sichtweise zu verbessern.“ Rubén Alves (1933–2014), brasilianischer Schriftsteller.

Rubem Alves (1933 – 2014) Escritor brasileño.

„Worte sind so leicht wie der Wind und so gewaltig wie der Sturm.“

Victor Hugo (1802–1885), französischer Schriftsteller.

„Kein Spiegel spiegelt das Wesen des Menschen besser wider als seine Worte.“

Juan Vives (1492–1540) Jüdischer Humanist.