DAS ENDE DER UNWÜRDIGEN KNECHTSCHAFT DES MENSCHLICHEN GEISTES

Wer einmal die Freiheit in seinem Geiste wahrhaftig empfunden hat, möchte nie wieder in die Fesseln des Verstandes zurückkehren.

Das volle Erleben des Begriffes der Freiheit offenbart dem Erkennenden die Größe des Daseins des menschlichen Geistes.

So hätte es immer sein sollen.

Doch leider sind wir in der heutigen Zeit noch weit davon entfernt.

Selbst viele gute Bemühungen um das Erreichen der geistigen Freiheit schwächen sich wieder ab und scheitern heute meist und enden erneut doch im Griff des Verstandes, welcher den Geist in den Schlingen der grobstofflichen Welt gefangen hält.

Der Geist wird durch seine Bindung an die grobstoffliche Welt geschwächt und besitzt nicht die nötige innere Entschlossenheit, sich kraftvoll nach oben zu erheben.

So bleibt er lange Zeit in dieser Materie versklavt.

Die Größe des Seins verbirgt sich in der VERHEIßENEN ERLEUCHTUNG des Geistes auf Erden und ist mit dieser verbunden, welche in ihrer vollen siegreichen Pracht erst noch kommen wird.

Heute ist das befreiende Wollen von den bindenden niederhaltenden Gedanken und Vorstellungen irdischer Natur, die den Menschen davon überzeugen, daß die Geistige Erleuchtung während seines irdischen Lebens unmöglich sei, vernebelt und überschattet.

Daher handelt es sich meist nur um kurze Momente einer klareren Wahrnehmung, die einigen Menschen in außergewöhnlichen Augenblicken eines kurzen sensibilisierten Gewahrwerdens und einer damit einhergehenden Klärung und Läuterung ihrer innerlichen Empfindungsfähigkeit gelegentlich widerfahren.

Obwohl es immer mehr erwachende Menschen gibt, welche die dringende Notwendigkeit erkennen, daß der Geist seine Vorrangstellung gegenüber dem Verstand einnehmen muß, führen die meisten von ihnen seit langem einen verzweifelten und dennoch nicht gänzlich siegreichen Kampf um ihre Geistige Erleuchtung.

Dies ist für die gegenwärtige Gedankenwelt der Menschen nicht einfach, da der stark überentwickelte und überzüchtete Verstand sich mit allen Mitteln dagegen wehrt.

Gegenwärtig gelingt es dem Menschen nicht, einen geistigen von einer höheren Warte ausgehenden Überblick über alles materielle Leben zu bewahren, da die von früheren Generationen übernommenen, engstirnigen Denkweisen nichts dergleichen beinhalten.

Dies bestätigt den schmerzlichen Zustand, daß der Mensch gar nicht mehr erkennen kann, an wie vielen Stellen der Verstand in die wahre Freiheit seines Geistes eingreift.

Das alltägliche Denken, wie es von der Mehrheit der Menschen erlebt wird, wirkt dem Geiste konträr entgegen, denn erdgebunden, wie es ist, ist es aufgrund seiner weltlichen und materiellen Ausrichtung nicht in der Lage zu erfassen und wahrzunehmen, was allein der empfindsamen Fähigkeit des Geistes vorbehalten ist.

Nur wenige Menschen erfassen wahrhaftig und dauerhaft, was mit der Harmonie des gesamten Schöpfungswerkes im Einklang schwingt und was nicht.

Daher kommt es vor, daß es in ganzen Wochen und Monaten nicht einen einzigen Augenblick gibt, welcher vom geistigen Inneren in wahrer Freiheit erlebt werden kann.

Das Tagesbewußtsein ist heute stets immer wieder angefüllt von einer sich Tag um Tag heranwälzenden Schar der Gedanken, die sich ausschließlich mit Materiellem und Stofflichem befassen, genau so, wie der Mensch sie durch Erziehung, Schule, angeeignete Gewohnheiten oder berufliche Pflichten in sich eingeprägt behält.

Der Druck der Knechtschaft durch den Verstand ist viel zu stark, als daß er dem Geiste erlaubte, sich langfristig zu befreien und seinen Willen wahrhaft frei, rein und in Würde einzusetzen, so wie es von ihm seiner Stellung gemäß zu erwarten wäre.

Das geistige Empfinden in unserem Inneren kann die Kruste des erlernten erstarrten Denkens noch immer nicht durchdringen.

Infolgedessen herrscht bei vielen Menschen Verwirrung darüber, was wirklich aus ihrem Geist kommt und was dem Einfluß des Verstandes zuzuschreiben ist.

Manche Menschen bezeichnen sodann ihre rein gedankliche Arbeit als geistige oder seelische Bemühung, wenn sie durch fieberhaftes Studium die Gedanken anderer auswendig lernen, um darin neue Kraft und Stärkung für ihren geschwächten Lebensmut zu finden.

Sie glauben, den Weg zum Licht studieren zu können, obwohl sie tief in ihrem Inneren eine Stimme hören, welche von der Notwendigkeit des reinen, erhebenden Erlebens durch die Empfindung kündet.

Und gleichfalls durch das endlose Mühen in dem Grübeln über die eigenen Fehler wie auch über die der anderen Menschen wollen sich manche in die höchsten Sphären der Geistigen Heimat erheben.

Sie studieren sich selbst, sie beobachten die Mängel und die Schwächen ihrer Mitmenschen und, in dem Glauben, daß dies richtig sei, kämpfen sie in ihrem Inneren darum, die Irrtümer und Fehler auszumerzen, die ihrer Ansicht nach ihren geistigen Aufstieg behindern.

Sie üben eine gewisse Selbsterniedrigung in der kritischen Verurteilung ihrer eigenen Natur.

Sie halten es sogar für die rechte Art der wahren Liebe, wenn vor allem nur die unerbittliche Strenge angewendet wird, die ihrer Meinung nach vom Schöpfer gefordert wird und deren fanatische Anwendung sie geradewegs bis zu den Geistigen Ebenen erheben wird.

All dies kann man als Knechtschaft unter dem Druck des Verstandes bezeichnen, denn es ist nichts anderes als ein übermäßiges Nachdenken, eine gewisse Überspanntheit, hervorgerufen durch die übermäßige Arbeit des Verstandes.

Was hier fehlt, ist der strahlende Ausbruch kindlicher Freude aus dem schlichten Bewußtsein, daß dem Menschen das Leben vom Schöpfer geschenkt wurde.

Nur hin und wieder erlebt ein Mensch etwas wahrhaft Lebendiges, das aus seinem tiefsten Inneren stammt.

In der Regel geschieht dies in Momenten, in denen er direkt etwas tun darf, das die menschliche Anwendung reiner Tugenden erweckt.

Ob es nun ein ermutigender Gedanke für einen Nächsten ist, eine Tat aus guter Absicht, eine Hilfe dort, wo sie gebraucht wird – wenn ein Mensch so etwas ohne Zögern, sofort und bedingungslos tut, wenn in einem einzigen Augenblick die Flamme reiner Begeisterung und ein Empfinden des guten Wollens auflodert, dann wogt darin stets eine Welle des höheren Wertes des menschlichen Lebens auf.

Dies erhebt dann selbsttätig das geistige Innere, und er erlebt unvermittelt etwas Derartiges wie den höheren Sinn des Lebens.

In diesem Augenblick ergreift ihn augenblicklich das freudige Wollen, denn die Verbindung mit den geistigen Grundsätzen der Tugenden ermutigt und erfrischt stets.

So erhebt sich der Geist empor zum Licht und in seinem Inneren nähert er sich der Geistigen Heimat an.

In dem Erleben eines solchen Augenblickes der Erleuchtung darf er einmal frei aufatmen.

Und dann sagt man sich, daß das Leben doch lebenswert ist.

Und genau das ist das Richtige.

Genau diese Begeisterung sollten die Menschen immer wieder anstreben und auch erfüllen.

Es sollte im Menschen sogleich belebt und gestärkt, vollständig ergriffen und entfaltet werden, wann immer ein solches Erbeben höherer Empfindungen in sein Leben tritt.

Es sollte ihn ermutigen, diese Einstimmung auch in Zukunft beizubehalten.

Es sollte den Willen erwecken, diese höhere Einstimmung im Inneren zu pflegen und zu entfalten, so wie der bedachtsame Gärtner jedes sprießende Pflänzchen hegt und pflegt, welches, sich gerade erst aus der kühlen Festigkeit der Erde befreiend, den Strahlen des Sonnenlichtes entgegenstrebt.

Sich zu erheben und so mit dem Lichte in Verbindung zu treten, indem sich der Mensch aus seiner starr gleichförmigen Lebensweise befreit, dies bedeutet in der heutigen Zeit die Erlösung von den Fesseln jener Knechtschaft, in der die Welt in ihrem Weltbild ganz dem Verstand unterworfen ist.

Wenn ein Mensch nach der inneren Harmonie in seiner Empfindung strebt, die sich in reinem Denken und Handeln offenbart, erst dann erlangt er in einem solchen Augenblick die Kraft, in seinem Geiste wahrhaft frei zu sein.

Obwohl dies eigentlich schon immer selbstverständlich sein sollte, ist es heute von unschätzbarem Wert.

Der Grund hierfür liegt in dem Mangel an kindlicher Unbefangenheit in der Gegenwart, wodurch sich die Menschen in der Folge von der Fähigkeit entfernen, sich dauerhaft nach dem allumfassenden Wollen zu dem Guten zu sehnen.

Und gerade diese kindliche Unbefangenheit ermöglicht es dem menschlichen Geiste, sich empor in die Höhe zu schwingen und sich schlichtweg so stark nach dem Guten zu sehnen, daß die zersetzende Gedankentätigkeit des Vorderhirns ihre Macht über ihn verliert.

Diese kindlich einfache Wahrnehmung löst den Geist aus dem Einfluß von gedanklichen starren Mustern und Fesseln, die ihn im Gegenteil mit der Kraft ihrer Überzeugung zu fesseln suchen, daß es unmöglich sei, vertrauensvoll rein und gut zu sein, da sich so etwas nicht auszahlt.

Die starren Muster der Verstandestätigkeit wirken mit der Enge ihrer Fesseln der Kindlichkeit direkt entgegen.

Sie dringen so lange und wiederholt in das Bewußtsein eines Menschen ein, bis sie die schlichte Art der reinen Einstimmung auf das Gute wieder schwächen.

Sie führen dann weiter zur Grübelei, die bei der wahren kindlich reinen Ausrichtung des Geistes in dem Menschen keine Gelegenheit zum Anhaften und Einhaken finden sollte.

Das Überwiegen schwerer und zerstörerischer Gedanken, die sich mit der Ausweglosigkeit und Ohnmacht in vielen Fragen des menschlichen Lebens befassen, wirken ähnlich wie der Rost am Eisen oder die Fäulnis an einer Holzkonstruktion.

Sie zersetzen und zerstören den bereits eingeschlagenen Weg zu dem freudigen Wollen.

Es ist zum Teil der natürliche Einfluß der Materie, aus der der Verstand entspringt und der somit seinen Tribut in Form der begrenzten Fähigkeit der Wahrnehmung dafür einfordert, daß der Mensch hier seine irdische Zeit des Daseins verbringen darf.

Doch niemals aber hätte es soweit kommen dürfen, wie es sich jetzt in der gegenwärtigen Gedankenwelt der Menschen abzeichnet.

Mißtrauen und das Ringen um die kleinen, irdischen Dinge des Alltags rauben den Menschen die lebendigen Kräfte der geistigen Art hinweg, welche für die Erlebensmöglichkeit der höheren Ideale bestimmt sein sollten.

Weil jedoch die irdische Welt in ihrer Entwicklung weit hinter dem ursprünglichen Grad zurückbleibt, in dem alles bereits in der Reife schon vorhanden sein sollte, zerstreuen und ermatten sich die Kräfte des Geistes seit langer Zeit immer wieder in dem Erleben von Mißtrauen, Unsicherheit und Angst um das weitere Dasein, was die Fähigkeit zu reiner Freude beeinträchtigt.

Dies ist jedoch nur der düstere Nebel der Zweifel, der das Vertrauen in das Wirken und die zuverlässige Arbeit der Schicksalsweber untergräbt, in deren Erfüllung sich stets die große Wirkung der vollendeten Sicherheit der Schöpfungsgesetze spiegelt.

Damit einher geht unmittelbar die Schwächung aller Kräfte in dem Menschen, Erschöpfung und Müdigkeit stellen sich ein und bei langanhaltender derartiger Einstimmung auch die Krankheit, wobei zuletzt und schließlich der völlige Verlust aller hoffnungsvollen Ausblicke drohen kann.

Daher: Fort von allen komplizierten Gedanken und Grübeleien über sich selbst und über die anderen Menschen.

Nichts dergleichen führt empor zum Licht.

Dem Geiste legen sich in dem Grübeln lediglich die Fesseln der Versklavung um, ohne daß es dem Menschen in seinem materiell gebundenen Denken überhaupt zu Bewußtsein kommen kann.

Zuletzt geht es sogar so weit, daß der Mensch sich ängstlich davor scheut, kindlicher zu werden, er seiner eigenen Offenheit für die reine Wahrnehmung mißtraut und in sich selbst jeden Gedanken daran unterdrückt, daß der Weg empor durch die kindliche Einfachheit des lebendig sprudelnden Geistes führt, der sich notwendig und dringend aus der betäubenden Erstarrung der bisherigen Denk – und Erlebensweise lösen muß.

Gerade in dem Einzigen, was allein dem Menschen helfen kann – nämlich in der freudigen, kindlichen Annahme von allem in dem Vertrauen darauf, daß alles zum Guten führt –, hat die größte Schwächung des menschlichen geistigen Inneren sich etabliert.

Für viele ist diese kindliche Offenherzigkeit zu einer verpönten und verspotteten Naivität geworden, ohne daß sie nun bemerken, daß sie sich selbst und ihr geistiges Inneres damit in das kalte, schattenhafte Gefängnis der Materie ketten.

Darum endlich fort und heraus aus all dem.

Nur in dem kindlichen Vertrauen auf das Wirken der Hohen Allmacht DER GÖTTLICHEN GERECHTIGKEIT in allem Geschehen, sei es nun ein bloßes Empfinden in dem Inneren oder durch die Kenntnis der Schöpfungsgesetze untermauert, liegt der siegreiche Weg zur Befreiung des Geistes aus allen Niedrigkeiten des erdgebundenen Denkens.

Das VERTRAUEN IN DIE GÖTTLICHE GERECHTIGKEIT, die untrennbar und ewig mit der GÖTTLICHEN LIEBE verbunden ist, gibt dem Menschen den Halt für den Beginn seiner Bemühungen, sich mit seinen Empfindungen und seinem Denken auf das kindlich reine Wollen zu dem Guten auszurichten.

Das Ende aller unwürdigen menschlichen Knechtschaft, die in dem mühseligen Nachjagen nach dem Materiellen besteht, hängt mit dem Erwachen der reinen Kindlichkeit im Inneren des Menschen zusammen.

Die Erneuerung des unverfälschten arglosen Wollens zu dem Guten für die ganze Welt und für alle Menschen ist die Ausgangsbasis, von der aus sich die Befreiung von jeglichem Mißtrauen, dem Verlust des eigenen Wertes und der Anhäufung neuer Enttäuschungen über andere Menschen wie auch über sich selbst entwickeln kann.

Die Fähigkeit, in allem zuerst das Gute und Bessere zu erkennen, ist mit der reinen geistigen Kindlichkeit des Menschen verbunden.

Denn diese Art der Wahrnehmung ist mit dem geistigen Inneren verbunden, in dem andauernd die ursprüngliche Wahrnehmung aus dem innigen Verbundensein mit den lichten Ebenen der Gärten der Kinderseelen sprudelt, wo jeder der Menschen zu Beginn seines Daseins im Schöpfungswerk weilte.

Die Freiheit des Menschen ist stets mit einem kindlich reinen Erleben des Vertrauens in eine bessere hoffnungsfrohe Zukunft verbunden.

Darin liegt die Kraft, alles Leben in die Neue Welt von morgen zu verwandeln.

Und da all diese Schätze in den geistigen Funken eines jeden Menschen hineingelegt sind, können sofort wirklich alle Menschen auf Erden damit beginnen.

Es ist möglich, das Vertrauen in das Gute genau in diesem Augenblick und sofort zu erwecken.

An diesem Tag sollte ohne weiteres Zögern und Aufschieben mit dem Vertrauen in alles Bessere, das kommen wird, begonnen werden.

Wenn der Mensch nur den lebendigen Willen und den Wunsch für das allumfassende Gute entwickelt, ohne zu wanken und wieder in Mißtrauen zurückzufallen, dann kann er gewiß darauf vertrauen, daß selbst nach der längsten Nacht die Morgenröte die Fäden seines Schicksals zu durchbrechen beginnt.

Der Anbruch neuer Möglichkeiten wird kommen, die aufgrund des Mißtrauens gegenüber einem möglichen besseren Leben nicht hätten kommen können.

Die Fesseln eines schwerfälligen, mißtrauischen Verstandes, die sich um den geistigen Funken geschlungen haben, mußten die gesamte Ausrichtung nach unten kehren, in eine immer tiefere Gebundenheit des inneren Menschen.

Die Knechtschaft gegenüber dem materiellen Verständnis des Lebens ist zu einer Lebensweise geworden, die die Menschen, in dem Glauben, es sei nicht anders möglich, leider freiwillig akzeptiert haben.

Doch gerade weil es möglich ist, und sodann mit der fortschreitenden Entwicklung nähern wir uns hier dem Punkt, an dem die Geistige Erleuchtung ganz ungeschönt die Würdelosigkeit der sklavischen Lebensweise von Milliarden von Menschen auf der Erde offenbaren wird.

Wer sich deshalb schon heute zu befreien vermag, der kann einer neuen Dimension des menschlichen Erlebens des Alltags entgegen schreiten.

Sein Vertrauen in das LICHT UND IN DAS GUTE birgt eine Kraft in sich, die seinen bisherigen Weg grundlegend verändern wird.

ER WIRD VON DER MAGNETISCHEN ANZIEHUNGSKRAFT DES BEFREIENDEN WISSENS WIE VON SELBST VORANGETRIEBEN.

NEUE AUSBLICKE ERMÖGLICHEN ES IHM, DER VERHEIẞENEN GEISTIGEN ERLEUCHTUNG ENTGEGENZUGEHEN – NOCH VOR ALL JENEN MENSCHEN, DIE HEUTE NOCH UNTER DEN FESSELN DER SCHWERFÄLLIGKEIT DES VERSTANDES LEIDEN.

SEIN GEIST WIRD SICH DEM GROẞEN WISSEN UM DAS WERK DER SCHÖPFUNG ZUWENDEN, DAS VOM LICHT KOMMT.

UND JEDES NEUE VERSTÄNDNIS DER ZUSAMMENHÄNGE, WIE ALLES VOLLKOMMEN VON DER ALLWEISHEIT GOTTES DURCHDRUNGEN IST, WIRD EIN ZUSTROM NEUER, BEFREIENDER KRAFT SEIN.

Das Wissen um das Werk der Schöpfung, vereint mit der kindlichen Reinheit des Geistes, wird bahnbrechende und segensreiche Veränderungen in dem Leben all jener bewirken, die sich nun wahrhaftig darnach sehnen, sich aus der Gefangenschaft der Grenzen des materialistischen Denkens zu befreien.

Die Arbeit ihres geistigen Inneren, die damit verbunden ist und die eine lebhafte Beweglichkeit der wahrnehmenden Empfänglichkeit durch die Empfindung und auch eine Anstrengung in gesundem Nachdenken erfordert, wird tausendfach durch die Wohltat des wahren Wissens belohnt werden.

Der Zustand der Erleuchtung, in dem ihre reife geistige Wahrnehmung alles im Menschen beherrscht, kann zu einer dauerhaften Präsenz werden.

Dieser Zustand wird jedem Menschen inneren und äußeren Frieden bringen.

Erst dann wird ein solcher Mensch den Begriff der Freiheit verstehen.

Wahre Freiheit ist mit geistigem Bewußtsein, mit dem Wissen um die Gesetze der Schöpfung und auch mit dem Wissen um all die Hilfen verbunden, die dem Geist auf seinem Weg der Reifung durch GOTTES LIEBE zuteilwerden.

Wahre Freiheit ist ein untrennbarer Bestandteil des Wissens um das Werk der Schöpfung.

Wer die Richtung seines Weges kennt und ihn mit kindlicher Offenheit für die Aufnahme neuen Wissens beschreitet, der ist in sich selbst wahrhaft frei.

Sein Geist kann dann nichts anderes mehr tun, als nur noch allem Guten zuzustreben, das ihm durch die richtig erkannten Gesetze in der Schöpfung in stetiger Verstärkung zuteil wird.

Gesegnet sind jene, die in Geist und Verstand wahrhaft frei sind.

Die GÖTTLICHE WEISHEIT schenkt ihnen reichlich Inspiration, um segensreiche Mittler des LICHTES und des GUTEN für sich selbst und andere Menschen zu werden.

Daher neigt sich nun das entwürdigende Umherirren von Millionen von Menschen dem Ende zu, die unter besseren Umständen gewiß den erfüllenden Weg durch das Leben erkennen würden.

Die Fesseln des starren, überreifen Denkens der Vergangenheit werden bald gesprengt.

Dies wird die Knechtschaft des Geistes beenden, der in Wahrheit rein und frei über allem Denken und Handeln stehen sollte, was ihm sein übersteigerter materialistischer Verstand bisher verwehrt hat.

Trotz der bisherigen und gegenwärtigen Verwirrung und des zunehmenden Wahnsinns der Massen kann man getrost ausrufen:

„Das Ende einer entwürdigenden Ära der Menschheit auf Erden naht!“

 

 

 

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