BEGINN DER VORBEREITUNGEN FÜR DIE FEIER DER AUSGIESSUNG DER KRAFT DES HEILIGEN GEISTES
Wiederum erreicht die Erde in dieser Zeit eine Aufforderung aus den Höhen, mit den Vorbereitungen für das große Ereignis des Geheimnisses der Göttlichen Güte zu beginnen.
Nur Gottes liebende Güte ermöglicht das Einströmen lebenspendender Kraft in alle Ebenen des Schöpfungswerkes.
Göttliche Barmherzigkeit erhält die lichtdurchfluteten Ebenen vollendeter Geister in Glückseligkeit, ebenso wie die stofflichen Welten in ihrem beständigen Kreislauf.
Ohne Gottes Liebende Güte, die immer wieder alles mit ihrer Kraft belebt, gäbe es weder Schöpfung noch Leben.
Ohne Gottes Kraft würde das Leben in der Schöpfung immer schwächer werden, erstarren, in seiner ständigen Entwicklung zum Stillstand kommen, erkalten, alles Pulsierende würde verwelken, und schließlich würde die gesamte Schöpfung in Nichts und Leere zerfallen.
Ohne den immerwährenden Zufluß der Göttlichen lebenspendenden Kraft kann nichts von selbst einfach fortbestehen.
Dieses Wissen sollte jeden Bewohner des Schöpfungswerkes seine Abhängigkeit vom Schöpfer erkennen lassen.
Durch Seinen Willen ist alles entstanden und bleibet bestehen.
Doch nur sehr wenige Menschen denken heute darüber nach.
Das gesamte tägliche Denken des Menschen ist heute hauptsächlich auf die kleinen Ziele seiner materiellen Art ausgerichtet.
Und die wertvolle innere Kraft des menschlichen Geistes, die gleichfalls eigentlich durch eine reine Hinwendung zum Lichte erneuert werden muß, wird nur für die Erreichung alltäglicher Kleinigkeiten genutzt, also für Dinge, die aufgrund ihrer Vergänglichkeit nur einen schwachen Eindruck auf der Seele hinterlassen.
Da dies jedoch zur mehrheitlichen Gewohnheit geworden ist, wird es hier als selbstverständlich hingenommen, und die meisten Menschen sehen darin den Sinn ihres Lebens.
Daher fehlen tiefe Eindrücke durch intensive Erlebnisse in der menschlichen Seele, die ein Mensch nur durch intensive Erfahrungen in der Erkenntnis Gottes und Seines Schöpfungswerkes erringen kann.
Die Erkenntnis Gottes, die Erkenntnis alles dessen, was aus der Gnade Gottes über den Kreis des Göttlichen hinaus ausstrahlte, um die einzelnen Ebenen des Schöpfungswerkes zu bilden, die äußeren Ausprägungen des Lichtes, in denen unter anderem der Mensch weilt, geriet fast vollkommen in Vergessenheit.
Solche Gedankenvorgänge passen nicht mehr in den Rahmen des heutigen menschlichen Denkens.
Und so ist die Menschheit von allen anderen Sphären und Welten abgetrennt, in denen jetzt, in dieser Zeit, die sehnsüchtige Erwartung des alles erneuernden Zustromes der Heiligen Kraft des Göttlichen erglüht.
Welch ein Unterschied besteht zwischen der Welt hier und den strahlenderen Ebenen, die sich aus Dankbarkeit gegenüber Gott in ihrer Inbrunst erheben.
Erhoben sind die leuchtenden ausgestreckten Hände, die in ihrer jubelnden Erwartung die Zeit bis zu dem kommenden wichtigsten Geschehen aller Schöpfungsereignisse in ihrem Inneren erleben.
Wieder senkt sich die Vorahnung der strahlendsten Ebenen der Urschöpfung herab.
In den einzelnen Teilen der Welten bereitet sich alles Leben in seliger Erwartung auf den Erhabenen Augenblick vor, in dem die Heilige Taube über dem Gralsgefäß auf dem Höchsten Punkt der Gralsburg erscheint.
Die irdischen Tage, die uns von diesem großen Ereignis trennen, bieten sich daher machtvoll als Zeit der Vorbereitung im inneren Bewußtsein des Geistes an.
Es ist etwas, das die Menschen noch nicht vollauf in sich entzündet haben, um dieses Geschehen auf die richtige Weise so zu erleben, wie es in den Gesetzen stehend wahrhaftig sein sollte.
Gleichzeitig ist in diesem Geschehen und in seinem vollbewußten Erleben, vieles, ja absolut alles enthalten, was für die Hinwendung der Menschheit auf ihrem Weg zum Licht notwendig ist.
Das große Geschehen, unvergleichlich mit allen anderen Vorgängen des Lebens im Werke der Schöpfung, erbebt in der lebendigsten Erfüllung der Nähe Gottes, die zum Augenblick der Höchsten Erfüllung wird.
Dieses Ereignis, das sich seit Anbeginn des Schöpfungswerkes unablässig und beständig erfüllt, ist Teil der heiligsten Hingabe der Diener, denen es vergönnt ist, in den Hallen des Grals, dem höchsten Punkt des Schöpfungswerkes, zu weilen.
Heilige Andacht ist für sie das Leben selbst.
Sie ist das Wesen und die Erfüllung ihres Seins, denn in ihr vollzieht sich alles, was für das Dasein der anderen Geschöpfe in der Schöpfung notwendig ist.
Dankbarkeit und Lobpreisung dem Ewigen Gott für seine gnadenreiche Liebe, in der Er sich unablässig seinem Werke zuneigt, sind für die Ewigen Diener in dem Gral die höchste Tat.
Und einen Teil des Abglanzes dieses dankbaren, glückseligen Erlebens der Diener im Gral ist in jedem Menschen gegenwärtig.
Jeder von uns Menschen kann dank des in uns wohnenden geistigen Funkens die Heiligkeit erkennen, die im Zustrom der erneuernden Kraft aus der Göttlichen Gnade enthalten ist.
Daß dies heute nicht geschieht, liegt nicht daran, daß es beim Menschen keine Voraussetzungen dafür gäbe, sondern lediglich daran, daß die Voraussetzungen nicht entwickelt wurden oder auch daran, daß die Bemühungen um ihre Entwicklung irgendwann nachgelassen haben und diese Voraussetzungen dadurch wieder verkümmert sind.
Ja tief in den Seelen vieler Menschen ruhen Momente erhabener Erlebnisse, die ihnen einst einen Sinn vermittelten und damit die Kraft zum Weiterwandern gaben.
Doch diese Eindrücke sind so sehr verblaßt, daß sie nur noch einen sehr schwachen Nachhall übermitteln.
Solch ein Echo genügt, wie man so allgemein sagt, gerade noch, um nach dem Geheimnisvollen zwischen Himmel und Erde zu suchen, doch es hat nicht mehr die Kraft, einen wirklichen Aufbruch hin zu einem wahren großen Erwachen zu wagen.
Daher kann man sagen, daß in dem Inneren vieler Menschen hier in dieser Welt ein kleiner Funke glimmt, doch fehlt dem Funken die starke Kraft, um aufzulodern.
Es braucht etwas Starkes, daß von außen kommt.
Doch genau dieser Ruf von außen wird von dem Verstand gesperrt, der alles Höhere leugnet und beiseite schiebt als etwas, das nicht in sein Alltagsleben paßt.
So bleiben all die zarteren und feineren Empfindungen im Menschen, die unter bestimmten Umständen zur vollen Flamme des geistigen Funkens führen könnten, unter der erstickenden Schicht sogenannter verstandlicher Nüchternheit unterdrückt.
Die Menschen sind so der materialistischen Nüchternheit verfallen, daß ihnen die Wahrnehmung dessen, was über die Materie hinausgeht, völlig verwehrt bleibt.
Die einst kritische Nüchternheit des Verstandes hat ihre ursprünglichen, natürlichen Grenzen längst überschritten und führt dazu, daß viele Menschen einfach unfähig sind, Ereignisse jenseits der materiellen Welt wahrzunehmen.
Man kann von der Verstummung des Geistes sprechen, der durch den Lärm des Verstandes nichts mehr wahrnehmen kann, was von erhabener und edler Größe erfüllt ist und was in seinem Glanz die menschliche Banalität und Kleinheit übersteigt.
Und genau deshalb vernimmt dieser menschliche Geist nicht die freudigen Regungen in den Reihen der Seligen, die sich in friedvoller Begeisterung darauf vorbereiten, das höchste Ereignis der Schöpfung zu erleben.
Sie bereiten sich auf den Zustrom der von Gott erneuerten Kraft im Gral vor.
Auch im Gral selbst ist alles von dankbarer Spannung und glühender Erwartung erfüllt.
Diese Spannung rührt von der Vorahnung der Nähe des höchsten Erlebens des Zustromes der Göttlichen Kraft her, die mit keiner der niederen Erlebnisintensitäten innerhalb der menschlichen Wahrnehmung zu vergleichen ist.
DER AUGENBLICK, IN DEM SICH DAS TOR ZUM URGEISTIGEN TEIL DES GRALES ÖFFNET UND DURCH PARZIVALS SEGEN GÖTTLICHE KRAFT EINSTRÖMT, IST DER GIPFEL HÖCHSTER GLÜCKSELIGKEIT.
DAS ERLEBEN DER NÄHE GOTTES, DIE IM EINTREFFEN DES GÖTTLICHEN LICHTES LIEGT, STRÖMT FÜR DIE ANWESENDEN URGEISTIGEN WESEN, DENEN ES VERGÖNNT IST, AN DIESEM MOMENT SELBST TEILHABEN ZU DÜRFEN, ALS JENE ALLUMFASSENDE GLÜCKSELIGKEIT IN IHR BEWUßTSEIN.
DAS GOLDENE TOR, DAS DIE SCHÖPFUNG VOM GÖTTLICHEN TRENNT, ÖFFNET SICH IN DIESER ZEIT FÜR EINEN KURZEN MOMENT, UM EINBLICK IN DAS WEIßE LICHT ZU GEWÄHREN, DAS DIE FÜLLE DES LEBENS IN SICH BIRGT.
UND IN DIESEM LICHT ERSCHEINT AUS DEM GÖTTLICHEN TEIL DES GRALES PARZIVAL UND STEIGT DIE STUFEN HINAB ZU DEM GEFÄß, DAS IN DEM STRAHLENDSTEN SAAL DES ERSTEN HEILIGTUMS DER SCHÖPFUNG STEHT.
EIN ROTGLÜHENDER SCHEIN DURCHFLUTET DAS GEFÄß, UND IN DIESEM AUGENBLICK STEIGT EINE WEIßE TAUBE AUS UNERMEßLICHER HÖHE IN EINER GOLDENEN LICHTFLUT HERAB ALS SYMBOL DES HEILIGEN GEISTES.
DIE TAUBE TRÄGT EINEN GOLDENEN ZWEIG ALS BESTÄTIGUNG DES HEILIGEN BUNDES ZWISCHEN GOTT UND SEINEM WERK.
DIE KRAFT IM GRAL VERWANDELT SICH IN EINE LEBENSPENDENDE LICHTFLUT, WELCHE AUSSTRÖMT UND EIN BESTÄNDIG ERFRISCHENDES BELEBENDES GESCHENK DES SCHÖPFERS FÜR DIE GESAMTE SCHÖPFUNG IST.
DIE AUSGIEßUNG DER KRAFT DES HEILIGEN GEISTES IST DAS HÖCHSTE GESCHEHEN FÜR JEDES GESCHÖPF,
sie findet sich selbst in den kleinsten Teilen der Materie.
Und diese Kraft wird von allen wahrgenommen und entgegengenommen; nur der Mensch ist fühllos geworden und spürt nichts mehr und ist sich dessen nicht bewußt.
Daher wird bereits heute ein Bild des bevorstehenden Geschehens vermittelt.
Im Einklang mit dem Erleben aller Bewohner des gesamten Schöpfungswerkes sollte hier von den Menschen auf Erden endlich nichts mehr versäumt werden, sondern alles in voller Vorfreude und im vollen Bewußtsein des wertvollsten Augenblicks auf das lebendigste genutzt werden.
Wer dafür offen ist, möge sich ab heute vorbereiten.
Die Vorbereitung besteht in der Verinnerlichung, ja die Voraussetzung für das Miterleben des überirdischen Geschehens zu entfalten und zu entwickeln, für das die Fähigkeiten in den Menschen bisher noch schlummern.
Nur inneres lebendiges Schwingen ermöglicht es dem Menschen, im Augenblick der Ausgießung der Kraft des Heiligen Geistes einen machtvollen Eindruck in seinem geistigen Inneren zu empfangen.
Diese Einprägung in der menschlichen Seele durch das Erleben der Teilnahme an dem wertvollsten Geschehen innerhalb des Schöpfungswerkes wird dieser für immer unauslöschlich bleiben.
Sie wird ein ewiger Abdruck sein, der zur Zeit der Erneuerung der Kraft Gottes immer wieder mit einem Ruf erklingt, welcher die dankbare Lobpreisung des Schöpfers ermöglicht.
DIE WAHRHAFTIGKEIT DES ERLEBENS ÖFFNET DIE TORE ZUR GEISTIGEN HEIMAT.
Es ist der Höhepunkt der geistigen Reife, wenn dieser die Momente des erhabenen Geschehens im Gral mit Dankbarkeit erleben darf.
Es ist die Vollendung des sich entwickelnden Geistes auf seinem Weg der Erkenntnis des Schöpfers.
Hätte der menschliche Geist schon längst die Stufe erreicht, auf welcher sich dieses Erleben des großen Geschehens im Gral in sein Innerstes einprägen könnte, so hätte er bereits in die Gärten des Paradieses in den Geistigen Ebenen der Schöpfung heimgerufen werden können.
Es ist zutiefst bedauerlich, wenn Menschen ihren eigenen Worten zufolge darnach streben, die höchsten Göttlichen Geheimnisse zu ergründen, und gleichzeitig aber völlig fern bleiben dem kostbarsten Augenblick, in dem die Kraft der Göttlichen Liebe in die Schöpfung ausgegossen wird.
Die Unkenntnis über die Hallen des Grals, über das Gefäß des Grals, über Parzival, den von Gott dem Vater auf dem Höhepunkt des Schöpfungswerkes anvertrauten Hüter des Gralsgefäßes, bestätigt abermals die Notwendigkeit einer weiteren Reifung des menschlichen Geistes.
Die Reifung dauert so lange an, bis sich das Innere des Menschen so weit öffnet, daß er die beseligende Erfahrung der Teilnahme an diesem Heiligen Geschehen vollständig aufnehmen kann.
Deshalb sollten die Menschen sich mit größter Lebendigkeit diesem Geschehen widmen.
Es sollte sie ganz erfüllen, damit sie die Größe des Göttlichen Segens erkennen, der darin für jedes Geschöpf enthalten ist.
Dieses Geschehen zu erkennen und voll zu erleben, ist die höchste Erkenntnis des Schöpfers, seiner Weisheit und Liebe, die dem menschlichen Geiste zuteilwerden kann.
Daher möge jeder, der dazu fähig ist, sein Inneres so weit öffnen, daß er sich vollkommen auf die sich nahende Erfüllung der Höchsten Offenbarung der Göttlichen Güte vorbereiten kann.
Das Ausgießen der Göttlichen Kraft in das Werk der Schöpfung naht, und jeder Tag sollte der Vorbereitung gewidmet sein.
Selbst wenn es nur ein Augenblick ist, nur wenige Momente im Laufe eines Tages, wird das Innere des Menschen dadurch einen unermeßlichen Wert gewinnen.
Er wird weit mehr erlangen, als ihm alle irdischen Schätze jemals geben können, wenn sein Innerstes an dem Heiligen Feste teilhaben kann, bei dem er in seinem Inneren während der Gralsfeier die Gabe der Unendlichkeit des Seins von der Kraft Gottes empfängt.
Der menschliche Geist benötigt diese Kraft, denn in ihr sind ihm alle Möglichkeiten zur Erfüllung der höchsten Glückseligkeit gewidmet.
PDF…….🔗 📘
„🔗“CESTA GRÁLU / GRALSWEG„🔗