ÜBER DEN FEINSTOFFLICHEN GÄRTEN
Im gesamten Schöpfungswerk wiederholen sich bestimmte Ereignisse und Formen, die den Bewohnern der einzelnen Ebenen die Möglichkeit bringen, sich nach oben zu verbinden, und gleichzeitig bilden sich auch Wege, die im Gegenteil weiter nach unten führen.
In einer Betrachtung von oben nach unten können wir von dem immer wiederkehrenden Prinzip der Spiegelung des lichteigenen Ausgangspunktes an der Spitze der Schöpfung sprechen, der sich anschließend in den Welten der einzelnen Ebenen wiederholt, die ähnlich wie Sedimente die Sphären der Schöpfung bilden, die von oben nach unten miteinander verbunden sind.
Der höchste und wahre Ausgangspunkt des Lebens im Schöpfungswerk ist die Lichte Gralsburg und auch die daran gebundenen Ur-inseln des edlen Dienstes am Licht, die die höchsten Sphären der Schöpfung ausfüllen, welche das Ur-geistige genannt werden, oder das stärkste geistige, wo wir die eigentliche Essenz des erwähnten Lebens finden, das außerhalb der Göttlichen Wesensebene geboren wurde.
So kann man sagen, daß die eigentliche Essenz des Lebens, die die Reinste Kraft der wahren geistigen Spezies in sich trägt, die nach dem Bilde Gottes entstanden ist, nur in der Ur-Ebene der Schöpfung zu finden ist.
Alles wurde hier als reines lebendiges Fundament geformt, das die Kraft des selbstbewußten Seins in sich trägt, dass man als den gottnächsten und lichterleuchtensten Teil der Schöpfung bezeichnen kann.
Es ist jedoch selbstverständlich, daß alle anderen geistigen Ebenen, die sich unterhalb der Ahnensphäre befinden, von einer so starken Lichtstrahlung durchdrungen werden, daß es mit der irdischen materiellen Welt hier keinen Vergleich geben kann.
Alles, was sich hier in der Materie befindet, auch mit seiner unbestreitbaren Schönheit und Harmonie, die wir vor allem in der Natur um uns herum finden und die ihren Ursprung in der Widerspiegelung geistiger Höhen hat, ist doch nur ein gewisser Spiegel der Höheren Sphären, die die Formen der trüberen irdischen Welt prägen.
Von oben nach unten können wir dies als die reinste Lösung von der Göttlichen Grundstrahlung beobachten, die die Grenze des Ortes, wo sich der Anfang des Urreichs im Gral an das Göttliche Reich anschließt, durchflossen hat, um sich sofort in Ihrer Reinen Kraft in die Sphären hinein zu formen, und in der alles zum glückseligen Dasein der dort lebenden Geschöpfe enthalten ist.
Nur dieser Ort ist die wahre Widerspiegelung des Göttlichen, und daher ist nur die Ur-Schöpfung mit ihren Bewohnern nach dem Ebenbild Gottes geschaffen.
Alles andere ist nur eine Fortsetzung von Ableitungen, die wir als immer schwächer werdende Sedimente der Ausstrahlung des Ursprünglichen Lebens selbst im Urzeitlichen mit all seinen dort gefundenen Formen bezeichnen können.
Und jede Abteilung einer solchen trennenden Sphäre hat ihren höchsten Ort, der an ihrem Gipfel mit der vorherigen Sphäre verbunden ist und dann nach unten führt, wo sich wieder eine weitere Strahlungsebene bildet, nach der das nächste Leben wieder eine ganz neue Art von Wesensherausbildung der Strahlung zeigt.
Wo also eine Grenzziehung zwischen einzelnen Strahlungsarten in der Schöpfung ist, da beginnt auch die nächste Ebene, die die bisherigen Formen eines Geistig und Wesenhaften stärkeren Lebens widerspiegelt.
Es ist vielleicht nicht möglich, sich die oben erwähnte Spiegelung in einem Bild auf einer ebenen Fläche vorzustellen, wie es bei der Spiegelung des grobstofflichen Himmels mit Sonne und Wolken auf der Oberfläche eines Sees der Fall ist, aber diese Spiegelung von Lebensformen dringt räumlich immer weiter nach unten und gleichzeitig zu den Seiten durch und wiederholt fortlaufend die vorhergehende, in Grundzügen stärkere Ausstrahlung, die sich hier an einem neuen Ort befindet, angepaßt an die Art der Kräfte und Ausstrahlung der gegebenen Ebene.
Bei richtiger Betrachtung dieses Bildes der Spiegelung stellt sich dem Betrachter ein Bild vor Augen, das ihn gleichzeitig verstehen läßt, daß neben der abnehmenden Helligkeit und Lebendigkeit der Ebenen in den einzelnen Teilen des Schöpfungswerkes auch eine gewisse Verarmung an Formen in ihrer Vielfalt vorhanden ist, so wie auch die Farbbrillanz, Detailtreue und deren Eigenschaften und Fähigkeiten, die folgerichtig mit jedem Level nach unten immer schwächer werden.
Wir haben dies geschildert, indem wir eine gewisse Dumpfheit beschrieben haben, die eine natürliche Manifestation der Schwächung des Lebensstrahls ist.
Dennoch können wir bei der gesamten Ur-Schöpfung, die auch alle Ebenen Geistiger Grade enthält, davon sprechen, daß dieser Teil der Schöpfung für den menschlichen Geist mit einer erfrischenden Leichtigkeit und Ausstrahlung durchdrungen ist, die der späteren Ausdehnung in der Nachschöpfung mehr oder weniger fremd ist.
So kann die gesamte Ur-Schöpfung, die Spaltungen verschiedener Arten geistiger Essenz enthält, als geschlossenes Ganzes bezeichnet werden, in dem sich das Leben in vollkommener Harmonie und im freudigen Weben aller Geschöpfe erfüllt.
Dies gilt auch für den untersten Teil der Urschöpfung, der sich zuletzt ausdehnte, um die geistigen Bewohner aufzunehmen, die als menschliche Geistesfunken zuerst die Evolutionswege der Ebenen des Werkes der Nachschöpfung durchlaufen haben, um ihre reife Vollendung zu erlangen, durch die sie dann automatisch in die wartenden Lichten Gärten des Geistigen Paradieses hinaufgetragen werden.
Und so finden wir auch hier, an diesem Ort, alle Erscheinungsformen der Spiegelung, welche die Gewißheit der Formung von allem in sich tragen, was als Widerschein dessen entsteht, was in Höheren Sphären bereits vorhanden ist.
So entstand in dieser untersten Geistigen Ebene der Urschöpfung, also in dem Geistigen Reiche, das Schloß des Lichts – Montsalvat, in dem die reinsten menschlichen Geistigen Diener wohnen und arbeiten.
Wie wir bereits geschrieben haben, ist Montsalvat eine geistige Nachahmung der Strahlenden Struktur derselben Widmung, die in den Höheren Teilen des Schöpfungswerks zu finden sind.
Ebenso spiegeln die Gärten, die sich unterhalb dieses Schlosses ausbreiten, die Inseln des Edlen Dienstes in Montsalvat wider.
In Montsalvat und in den erwähnten Gärten, wo die Allerseligsten Diener den Reinen Dienst verrichten, pulsiert und webt das Leben in einem wunderbaren Fluß, der einen Zustand Höchster Glückseligkeit in dem Geiste hervorruft, für diejenigen, welche hier hinein einen Blick erhaschen dürfen oder vielleicht sogar des Eintretens würdig befunden sind.
Das ganze Paradies, das dem wohnen dürfen menschlicher Geister geweiht ist, ist in seiner Klarheit ein Ort von unvergleichlicher allumfassender Schönheit und Vollkommenheit, wenn wir versuchen sollten, es mit den Welten der Materie in der Nachschöpfung zu vergleichen.
Der Erdenmensch, der hier so oft von der Schönheit der Natur gefesselt ist und ihre Übereinstimmung, Harmonie oder Vielfalt bewundert, kann sich daher nur hoffnungsvoll auf die Sphären der Geistigen Heimat im Paradiese freuen, wo alles irdische Schöne tausendfach von Formen und anmutiger Würde übertroffen wird, die ein fester Bestandteil aller Orte des Paradieses sind.
Bilder strahlten auch aus dem Paradies aus, aus dem die Hohen Wesensdiener von Walhalla Inspiration für die Erschaffung von Formen in ihren eigenen Gärten von Asgard schöpften, und auch später in den Ebenen der Feinstofflichen Gärten der sich entwickelnden Embryonen menschlicher geistiger Funken, die hier in den ersten Wolken auf ihrer Reise durch die Materien einströmten.
Da die inspirierenden Bilder von den Wesenhaften Alfars direkt aus den Bildern der geistigen Gärten des Paradieses gezogen wurde, sind auch die oben erwähnten höchsten Ebenen der Feinstofflichen Materie mit einer Ausstrahlung und Schönheit erfüllt, was den Seelen, die von Zeit zu Zeit auf ihrer Aufwärtsreise aus den Tiefen der materiellen Teile hierher ankommen, den Eindruck vermittelt, daß sie sich vielleicht schon im Licht selbst in der Nähe des Thrones Gottes befinden.
Das ist die Schönheit dieser zarten Orte, durch die die Nähe des wirklich nicht weit entfernten Geistigen Paradieses schwingt.
In diesen Gärten spiegeln sich auch viele Ereignisse, die hierher getragen werden von den helfenden Gedanken der Bewohner des Paradieses, die beständig viele segnende Ermutigungen in diese Gärten senden, um die inneren Funken des Geistes zu stärken und zu reifen.
Wenn es die Menschen hier auf Erden sehen dürften, auch nur in einem kurzen Aufblitzen eines einzigen Bildes, müßte sich alles in ihnen sofort zu einem größeren Schwingen bewegen, denn diese Gegenden sind wirklich ein Ort des stillen Webens von Liebesströmen, in der sich die geistigen Keimlinge hier in vollem Mutterschutz behütet fühlen.
In der Spiegelung des geistigen Lebens bilden sich hier viele Gebäude, die als Durchdringungszentren dienen, durch die sich Reife Geister von Zeit zu Zeit dem Nachschöpfungswerk nähern mögen, um mit ihrer Nähe als ein die Ermutigung stärkendes Licht zu wirken, indem sie die jungen Embryonen des menschlichen Geistes stimulieren.
Es gibt ein reines Weben von erhabenen Kräften, die hin und her fließen, um diesen Ort der Friedlichen Feinstofflichen Schwingung, den man die Gärten der Geistigen Keime nennen kann, zu ermutigen, zu erfrischen, zärtlich zu liebkosen und auch zu schützen.
Und gerade zum Schutze der erwähnten harmonischen Schwingung formte sich auf dieser Ebene aus dem Impuls der Ritterlichkeit in den Hallen von Montsalvat auch die hiesige Wächterburg des Lichts, die als leuchtendes Gebäude Gestalt annahm, das sich über die Gärten erstreckte und Schutz und Sicherheit weit in die Materie hinausstrahlte.
In goldene Wolken gehüllt steht diese Wächterburg hier, damit sich alles darunter sicherer und geborgener fühlt.
Das Schloß selbst wird von den mächtigen Gedanken der Geistigen Ritter durchstrahlt, von denen eine Form an der feinsten Grenze zwischen dem Paradies und dem ätherischsten Feinstofflichen verankert wurde, die in sich die Widerspiegelung der mächtigen Mauern und Türme des Geistigen Montsalvat aus dem Paradies trägt.
Die Burg wird durch die ständig übermittelten Ideen des Ritterlichen Schutzes aller Schwachen belebt, und nach und nach wurde darin auch der Boden für die Residenz einer gewissen Geistigen Garnison geschaffen, was sich ändert, wenn die aus den Hallen von Montsalvat gesandten Geistigen Ritter in einem gewissen rhythmischen Fluß hierherkommen, um den Schutzdienst aller Schwachen zu erfüllen.
Daß das Schloß von den Gedanken der Ritter von Montsalvat beseelt ist, macht diese Wachtburg über den Feinstofflichen Gärten der Geistigen Saat zu einer ganz besonderen Offenbarung, denn man kann von ihm sagen, daß es ein wirkliches Gebäude ist und zugleich nicht ist.
Seine besondere Ausformung hängt eindeutig mit dem stets wachsamen Schutzdienst der Ritter von Montsalvat zusammen.
Der Bau ist also direkt abhängig vom ständigen Zufluß übermittelter Gedanken der Ritter.
Wenn diese Gedanken jemals aufhören würden, vom Geistigen zu diesem Gebäude zu fließen, würde es anfangen zu welken und zu verschwinden, bis es vollständig verschwunden wäre, weil die materielle Subtilität dieses Ortes in der Kluft zwischen dem Geistigen und dem Feinstofflichen zur allmählichen Auflösung aller massiven Mauern der Hallen, Türme und goldenen Kuppeln führen würde, die es zu diesem mächtigen Baue machen, wie es allen erscheint, die zu ihm aus den Niederungen bis zur Grenze zwischen dem Werke der Nachschöpfung und den Geistigen Reichen aufsteigen mögen.
Dieses Ereignis würde eintreten, weil die Wachtburg in ihrer Ausstrahlung keine Grundlage im Wesenhaften hat, sondern direkt in der Geistigen schöpferischen Aktion ausruht, die bis in die feinsten Nebel der feinstofflichen Materie hinabsteigt.
In dieser Burg spiegelt sich also die Bedingung des selbständigen Treuen Dienstes der Ritterlichen Garnison im Geistigen Montsalvat wider, und dieser von ihr ausgestrahlte Ort ist mit ihrer Treuen Wachsamkeit im Dienste Gottes lebendig verbunden.
Dieses Gebäude hängt in seinem sein Sein und Nichtsein von der Dauer des Wachsamen Dienstes der Ritter ab, denn es war dieser treue Schutzdienst, der den Ort zu seiner Form werden ließ.
Und hier kommen wir zu der Frage, die viele ernsthafte Forscher oft zu tiefem Nachdenken führt, wo befindet sich jene mythische Burg, in der die ansässigen Ritter zu altern und zu verwelken beginnen, wenn sie keinen Lichteinfluß zu der Zeit erhalten, in der über dem geborgenen Kelch der Priester in der höchsten Halle dieses Schlosses die Taube nicht mehr empfangen werden kann, die von Gottvater gesandt wurde, um den Bund zu bestätigen.
In der unmittelbaren Verbindung der beiden Orte erfüllte sich die Spiegelung, die von der Geistigen Burg Montsalvat zu dem Ort der Wächter-Schutzburg über den Feinstofflichen Gärten der Geistigen Saat ausstrahlte.
So war es zu der Zeit, als Amfortas schwankte und in diesem Schwanken ihm durch das Licht und durch die streng gerechte Wirkung der Gesetze Gottes sofort die Möglichkeit genommen wurde, weiterhin einen gnädigen und ernsthaften Dienst bei der Enthüllung des Gefäßes zu leisten, das im Geistigen Montsalvat eine treue Nachahmung des Ahnengefäßes des Grals ist.
Hier in der Spiegelung in der Wächterburg über der Feinstofflichkeit zeigte sich dieses Schwanken sogleich als beginnendes Absterben und Abschwächen der strahlenden Formen der Örtlichkeit.
Dies geschah, weil Amfortas der stärkste der Ritter war, der seine Helfenden Gedanken für die Dauer und das Bestehen der Wächterburg ausstrahlte.
Er lenkte seine Aufmerksamkeit jedoch in eine andere Richtung und dies manifestierte sich sofort in einer Schwächung des Flusses seliger Macht für die untere Burg, die von den Ereignissen in Montsalvat abhängig war.
So hörte das Leben im Schloß über den ätherischen Gärten auf, und die Glocken, die bis dahin während der Feierlichkeiten der Ausgießung der Kraft des Heiligen Geistes zu inbrünstiger Andacht riefen, hörten sofort auf und schwiegen, ohne die selige Botschaft in die fernen ätherischen Ebenen zu tragen.
Alles in dieser zuvor Lichten Struktur wurde geschwächt und verfiel unweigerlich.
Dieses plötzliche Geschehen wurde von vielen Seelen beobachtet, die diesen Glockenklang sehnsüchtig erwarteten und den immer ankündigenden Ton mit einer heiligen Vorahnung von etwas Großem in der Schöpfung empfingen.
In dem Wunsch zu wissen, was wirklich geschah, in dem Erleben des ernsten Schwankens des Höchsten Dieners von Montsalvat, erhielten gewisse Seelen eine Reifung, in der sie für sich einen starken Drang sahen, ihre Geistige Flamme zu verstärken.
Sie erkannten, daß sie nicht länger von äußeren Ereignissen abhängig sein konnten, die sie ermutigen sollten, ihre Geistige Heimat zu erreichen, und daß sie daraus nicht immer Seligkeit für ihren angenehmen Aufenthalt in den Feinstofflichen Lichtebenen schöpfen konnten.
Das Miterleben dieses Ereignisses erschütterte viele Seelen zu der ermutigenden Erkenntnis, daß die Lichten Welten in der Materie nicht für ihr dauerhaftes Dasein vorgesehen sind, sondern daß sie ihre Evolution abschließen und höher zu den Toren der Wahren Heimat des Geistes aufsteigen müssen.
Die Nachricht von dem erwähnten plötzlichen Ende des Kräftezuflusses in den Feinstofflichen Gärten wurde wie eine schnelle Nachricht unter vielen Menschen nach unten getragen, bis sie die Orte erreichte, von wo aus sie auch als Inspiration zu den irdischen Menschen im Weltteil Ephesus gelangte, als einige der innerlich offeneren Dichter teilweise die Bilder des ernsten Ereignisses erfaßten.
Aus diesen Inspirationen entstand eine Geschichte, die im Unterbewußtsein der Menschen wie die bekannte Fabel des Ritters Artus nachklingt.
Arthus wird in der Geschichte erwähnt, weil genau zu der Zeit, als Amfortas in Montsalvat ins Stocken geriet, der Erste Ritter in der Wachtburg über dem Ätherischen ein Ritter namens Arthures war.
In Bildverzerrung und auch in einer gewissen poetischen Phantasie entstand unter anderem die Geschichte dieses Ritters als König, der mit den übrigen Rittern seiner Burg mit den Goldenen Mauern, die den Namen Camelot trägt, die schwachen Menschenseelen beschützt, die seiner Kraft bedürfen.
Arthus in der Geschichte ist jedoch eine Figur, die etwas anderes tut als der echte Arthures.
Auch die Person von Gwenifer in der Geschichte basiert auf einer echten Geistigen Person, die jedoch nicht zu Arthures gehört, sondern in den Gärten der Reinheit in der Nähe von Montsalvat dem Lichte getreu dient.
Ihr wahrer Name ist Gwenevier, und sie ist die erste Dienerin der Geistigen Gärten, in denen geistig tugendhafte Frauen und Mädchen Irmingard und ihrer Insel der Lilien in den HÖHEREN Ebenen hingebungsvoll dienen.
Von Zeit zu Zeit beugt sich Gwenevier zu den oben erwähnten subtilen Gärten menschlicher Geistiger Keime herunter, um eine Brise der Reinheit zu fördern, die unerbittlich jene Keime ermutigt, die nicht aus ihrem langen Schlummer zur notwendigen Bewegung erwachen wollen.
Die beiden separaten Dienste des Ritters Arhures und der edlen Dienerin der Reinheit Gwenevier wurden auf der Erde in einer gewissen Verstümmelung vermischt, die diese reinen Geister zu einer menschlichen Erzählung vereinte.
Obwohl in dieser irdischen Erzählung viel Weisheit enthalten ist, gibt es auch eine gewisse Anstrengung, die edlen Gefühle der Liebe auszudrücken, und deshalb kann man die Geschichte als Abirrung von der Wahrheit und damit als Verzerrung von der beispielhaften Erfüllung Geistiger Persönlichkeiten bezeichnen.
So sind die Geschichte des Ritters Arthures und der tugendhaften Keuschheitsdienerin Gweneviera tatsächlich getrennt und nicht so aufeinander bezogen, wie es die irdische Erzählung der Fabel inhaltlich zu beschreiben versucht.
Anders als König Artus war der Ritter Arthures derjenige, der der Versuchung Luzifers nicht erlag, der sich ihm auch in der Wachtburg näherte und ihn aus der Verbindung mit Montsalvat herauswerfen wollte.
Arthures jedoch bestand die Prüfung, und er war es, der nach Montsalvat zurückeilte, um die örtliche Ritterschaft, angeführt von Amfortas, vor dem Einfluß des gefallenen Erzengels zu warnen.
Er kam jedoch zu spät und als er sah, was passiert war, zögerte er nicht und ergriff mit seiner Hand das Heilige Schwert, das zuvor aus der Hand des schwankenden Amfortas gefallen war.
Arthures war auch derjenige, der den Mut hatte, dieses Schwert gegen den Versucher zu richten, der das Gralsgefäß hier und ganz Montsalvat bedrohte.
Obwohl es ihm unmöglich war, als menschlicher Geist gegen einen Erzengel Göttlichen Ursprungs zu kämpfen, bewies Arthures bei dieser Tat großen Mut.
Damit machte er den momentan gelähmten Rittern, die diesen Ort beschützten, sogar bis zu einem gewissen Grad wieder Mut.
Ein anderer Teil der irdischen Legende um Arthur und sein Schwert erzählt von diesem Ereignis, in dem wir wieder einen kleinen Teil der Realität finden, der Rest jedoch zu etwas anderem als dem wirklichen Ereignis kombiniert wird.
Über Arthures erklang auch jener Ruf der Verheißung Parzivals als Retter, der bei seinem Kommen die Wunde heilen, einen neuen Ersten Ritter und Priester von Montsalvat einsetzen und selbst das neue Gralsgefäß hier segnen würde.
So stellt sich manches nun anders dar, als die Menschen allgemein wissen und der Klärung näherbringen konnten, denn die Trennung der Welt der irdischen Menschheit von den anderen Teilen der Schöpfung führt immer zum Verlust des Wissens um die wirklichen Geschehnisse, die zu den großen Schicksalsgeschichten der Edlen Geister in der Schöpfung gehören.
Vieles wird noch der Läuterung und Berichtigung bedürfen, aber dies wird der Erkenntnis der Neuen Menschheit zufallen, die in einer größeren Befreiung ihrer geistigen Wahrnehmung als heute neue Perspektiven auf das über den dichteren Weltteilen angesiedelte Geschehen in der Nachschöpfung erhalten darf.
Allerdings werden die Menschen dazu ihr Inneres umwandeln müssen, damit der demütige Boden in ihrer Suche nach einer Verbindung mit dem Licht den bisherigen Wunsch ersetzt, alles besser zu wissen. Denn überall dort, wo Menschen etwas nicht verstehen, bleiben leider viele Mißverständnisse bestehen, da die Menschen meist allem neuen und was sich andersartigen feindlich oder abweisend gegenüberstehen.
Aber glücklicherweise nähern wir uns bereits der Zeitenwende, wo die vollständige Wiedergeburt der Erdenmenschheit angekündigt wird, die durchdringende Schritte von seiten Wesenhafter Diener herbeigeführt wird, denn erst dann wird es eine Richtungsänderung des bisherigen Denkens geben.
Nur dann wird hier auf der Erde allmählich eine größere Sensibilität der Menschen für die höheren Dinge des Lebens erreicht werden, und dies wird allmählich einen Weg eröffnen, der heute noch von der Schwere des Verstandes überschwemmt ist.
Dann kommt ein weit verbreiteterer Zustand, der heute nur noch ausnahmsweise vorkommt, wenn sich einsame Individuen ehrlich bemühen, den wahren Sinn ihres Seins zu erkennen, so daß ihnen so allmählich die seligen Ströme der Erkenntnis aufgehen dürfen, welchen sie mit immer größerer Freude in dem Wunsch nach ihrem Aufstieg die Ausblicke auf reale Welten der Geistigen Art eröffnen.
Mögen all diejenigen, die zu den Mutigen gehören, die bereits versuchen, im täglichen Kampf ihre Lebensgeister zu bewahren, mit diesem heutigen Bildansatz begrüßt werden.
Vielleicht merken sie es selbst nicht einmal, aber mit dieser Anstrengung geben sie ihrem irdischen Leben das Wertvollste, was sie hier erringen können.
Ihre wiederholten Konfrontationen mit Verstandesmenschen bringen ihnen jedoch eine Erfahrung, die als Stärkung der inneren Beweglichkeit bezeichnet werden kann, wenn ihr Geist lernt, Harmonie, Verständnis und Vergebung zu suchen, wo sie selbst vor einiger Zeit hart gehandelt hatten, indem sie ihre Nachbarn als geistig schlafend erscheinend verurteilten.
Alles soll sich zu einem weisen Wohlwollen entwickeln, in dem der menschliche Geist Wege finden kann, sich zu erheben, ohne dabei etwas von seiner Unterscheidungsschärfe zwischen Gut und Böse zu verlieren.
Wer den vorgenannten Umgang mit anderen Menschen annimmt, kann auch heute ein Echter Helfer werden, der aus dem Licht auf Erden gerufen wird.
Alles andere ist nur ein Spiel mit den Vorstellungen der eigenen Selbstinszenierung, ohne daß solche Annahmen auch einem reinen anständigen und sachlichen Umgang mit anderen Menschen entsprechen, was für das Licht eine bedingte Bestätigung der wahren Reife des Menschengeistes ist.
Glücklicherweise gibt es hier auf der Erde immer noch Menschen, die man wirklich reif und rein nennen kann.
Solche sind in dieser Zeit am wertvollsten, obwohl sie selbst in ihrer Demut bescheiden und einfach leben mögen.
Ihnen wird ein neues Erdenzeitalter verheißen, das sie erfrischen und ihre Lebensgeister noch mehr heben wird, damit auch ihnen viele neue Erkenntnisse über die großen Geschichten in den Lichtebenen der Schöpfung zuteilwerden, von denen die Menschen von heute keine Ahnung haben.
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