DIE WIRKUNG DER GÄRTEN VON MONTSALVAT AUF DIE MENSCHLICHEN GEISTER WÄHREND IHRER WANDERUNGEN DURCH DAS WERK DER NACHSCHÖPFUNG

Viele Menschen fragen, wie dem irdischen Menschen auf seiner Reise durch die Ebenen durch das Werk der Nachschöpfung geholfen wird.

 

Insbesondere glauben die Menschen oft, daß sie auf ihrer irdischen Reise voller Nöte und Leiden entweder gar keine Unterstützung von höheren Hilfsströmen erhalten, oder diese Unterstützung nur gelegentlich kommt und damit für ein anstrengendes Leben nicht ausreicht.

 

Daher lehnt ein großer Teil der Menschen auch völlig ab, daß es etwas Höheres als diese irdische Welt geben könnte, wenn es ihnen nicht als sichtbare, greifbare oder zumindest stark wahrnehmbare Hilfe kommt, die von der Existenz höherer Welten zeugen würde.

 

Viele betrachten es sogar als Beweis dafür, daß es keinen Gott gibt.

 

Leider gibt es viele Menschen, die so denken.

 

Gleichzeitig ist es möglich, die erwähnten Hilfsströme fast auf Schritt und Tritt wahrzunehmen, wenn ein irdischer Mensch dies wahrnehmen möchte und sich auch richtig auf diese Art von Hilfe einstellen könnte.

 

Deshalb fehlt hier im Erdenmenschen die notwendige innere Abstimmung, die eine Verbindung ermöglicht.

 

Dies ist die Falle vieler ansonsten wohlmeinender Menschen, weil sie die Fähigkeit verloren haben, etwas Höheres als die grobe Materie wahrzunehmen.

 

Es ist gerade die Dichte des irdischen Körpers und vor allem die Schwere des irdischen Gehirns, die sich durch den Verstand manifestiert und somit als Hindernis zwischen der irdischen Wahrnehmung des Menschen und allem Höheren steht, das sich über diesem grobstofflichen Raum befindet.

 

Der Alptraum, den die Menschen in der Unmöglichkeit erleben, sich auf die ermutigenden höheren Sphären der Schöpfung einzustimmen, liegt nicht in der Nichtverfügbarkeit oder Überdistanz der stärkenden Ströme, sondern in einer anderen Art von Schwingung, in der sich das Leben dieser Lichtebenen erfüllt, und von der sich gerade der Mensch mit seinem dichten irdischen Fokus fast vollständig distanziert hat.

 

Gleichzeitig ist der Zustrom der Ermutigung aus dem Licht für den Menschen immer und überall gegenwärtig.

 

Es ist ein helfender Einfluß von Schwingungen, in denen Inspiration und Kraft für jeden zu finden sind, wenn er sich nur innerlich darnach sehnt, sich mit diesen allgegenwärtigen Strömen des ermächtigenden Lichts zu verbinden.

 

Diese Strömungen waren schon immer da, also sind sie auch heute hier, und sie werden sicherlich immer da sein, solange dieser Teil des Universums mit dem Planeten Erde als Hintergrund für das Leben der Erdenmenschen existiert.

 

Die Menschen haben auch eine seltsame tief verwurzelte Vorstellung, daß man, wenn man versucht, sich mit den höheren Ebenen des Lichts zu verbinden, einen beschwerlichen Weg der geistigen Praxis einschlagen muß, um die Höhen zu erreichen, auf denen sich diese Ebenen befinden.

 

Die Realität sieht jedoch völlig anders aus.

 

Alles ist viel leichter und einfacher, denn der Schlüssel dazu ist das freudige Vertrauen eines Kindes.

 

Wir sind vollständig umgeben von Hilfen, die wie ein leichtes lichtes Netz fließen, deren Enden sich knapp über jedem Menschen befinden und darauf warten, daß er nach diesen Verbindungsfäden nach oben greift, um sie mit seiner inneren Abstimmung zu erfassen.

 

Eine Verbindung mit dem Licht, die zu glückseligen Orten führt.

 

Montsalvat ist immer noch um uns herum und bietet allen an, sich mit diesem durch ihre erhebenden Empfindungen zu verbinden, in denen wir selbst wirklich einen höheren Sinn unseres Lebens suchen.

 

In diesen Verbindungsfäden, die oft als lichte Fäden bezeichnet werden, liegt das Heil für jeden Menschen, denn wenn sich ein Mensch mit ihnen verbindet, übermitteln sie ihm sofort alles Notwendige zur vollständigen Stärkung des geistigen Inneren, damit der Mensch seinen Aufstieg beginnen kann, wo auch immer er sich in den Tiefen der Dunkelheit dieser Erde befindet.

 

Erreicht er mit seiner reinen Empfindung die Sehnsucht nach einem höheren und edleren Wesen als dem, in welchem er sich vielleicht jetzt hier auf der Erde befindet, wird sofort eine Verbindung hergestellt und dank dieser kann zu einem solchen Menschen alles Notwendige fließen und einen Zufluß von Kräften und Hilfe enthalten.

 

Es ist daher viel einfacher, als man denkt, hier auf der Erde eine Verbindung zu den Welten der geistigen Ebenen zu finden, in denen die ersehnte Harmonie und das glückselige Dasein der Bewohner dauerhaft herrschen.

 

Die Verbindung erfolgt automatisch sofort, sobald die notwendige emotionale Bewegung im Inneren der Person stattfindet.

 

Mit der erwähnten Bewegung des Inneren ist alles verbunden und auch schon erfüllt.

 

Alles spielt sich in feineren Schwingungen ab, für die die meisten Menschen heute schon ihre Empfänglichkeit und Sensibilität verloren haben.

 

Obwohl dies für einen Menschen oft nicht direkt wahrnehmbar ist, kann er dennoch sicher sein, daß er in dem Moment, in dem er sich nach etwas Höherem und Reinerem in seinem Leben sehnt, sofort helfende Kräften um ihn zu weben beginnen, die ihn nach oben treiben, entsprechend der Stärke und Beharrlichkeit seines Verlangens.

 

Anstatt durch eine verkümmerte geistige Wahrnehmung nach einer Verbindung mit dem Licht zu suchen, braucht der Mensch am Anfang nur das Vertrauen eines Kindes darauf zu setzen, daß es Helfer um ihn herum gibt, die ihn zur Auferstehung führen, obwohl er nichts wahrnimmt und unmittelbar um ihn herum keine weltbewegenden Veränderungen statt finden.

 

Obwohl es der irdischen Wahrnehmung äußerlich als ein ins Leere geworfenes Vertrauen erscheint, geschieht in Wirklichkeit unmittelbar große Hilfe um den Menschen herum, der sich in glühender Sehnsucht nach einem höheren und edleren Wesen sehnt.

 

Orientieren sich die Menschen zu sehr an den Bedürfnissen der irdisch sichtbaren Welt, so schwindet oft nach einiger Zeit des anfänglich wahren Willens ihr Vertrauen und die Willensrichtung fällt wieder auf irdische Ziele, wodurch ihre bereits geknüpfte frühere Verbindung abbricht.

 

Die Realität der hier beschriebenen Ereignisse wird erst sichtbar, wenn ein Mensch in die feineren Ebenen eintritt, wo eine höhere Sensibilität der Seele für die erwähnten Verbindungsfäden besteht, und er dann oft über sein Mißtrauen klagt, dem er in der Dichte der irdischen Welt erlegen ist.

 

Auch der Sohn Gottes selbst – Jesus – sah diese Falle bei vielen Menschen, die seinen Worten zuhörten und sagte deshalb: „Selig sind die, die nicht sehen, aber glauben.“

 

Die Grundlage für jeden, der sich auf seinem Weg Hilfe und Stärkung von den lichteren Ebenen der geistigen Art wünscht, ist ein inneres Vertrauen in die sich selbst tragende, dauerhafte Erfüllung des Gesetzes der Liebe Gottes, die darin immer mit Gewißheit wirkt, denn in diesem Göttlichen Gesetz wirken alle Ebenen des Lichts im treuen Dienst fortwährend freudig nach unten zu den unteren Ebenen.

 

Aus den Gärten von Montsalvat fließt dann auf diese Erde alles Notwendige für den vollständigen Aufstieg des Einzelnen und der ganzen Menschheit zu besseren Lebensperspektiven unter den hiesigen Bedingungen.

 

Wie bereits erwähnt, gliedern sich die erwähnten Gärten grundsätzlich in drei Orte.

 

In der Flut des Lichts finden wir direkt unterhalb von Montsalvat den Garten des liebevollen Webens, der auch Rosengarten genannt wird, dann der Garten des Treuen Dienstes der königlichen Justiz oder Gerechtigkeit und der dritte Ort ist der Garten der Reinheit oder der Garten der Lilie.

 

In diesen Gärten finden wir überall nichts als wunderbare, freudig tätige diensteifrige Bewohner, die hier leben.

 

Und in diesem Dienst gibt es eine sich selbst erfüllende Schwingung, die nach unten wirkt, um alles magnetisch anzuziehen, was mit dieser besonderen Art von Lichtdienst im Einklang ist.

 

Es ist etwas so Selbstverständliches, daß der Beobachter dieser Strömungen in dem Moment, in dem es ihm gestattet ist, sie in ihrem Goldenen Glanz in die unteren Regionen des Paradieses hinabsinken zu sehen, und von dort noch weiter nach unten zu den lichten Feinen Stofflichkeiten und dann noch weiter zu den dichteren Graden der Materie im Werke der Nachschöpfung.

 

Hier im Schöpfungswerk kann man nicht anders, als den Schöpfer in Freude zu preisen, daß in Seinem Schöpfungswerk alles so natürlich angeordnet ist.

 

Die treibenden Ströme wirken magnetisch anziehend auf alles Geistige, das in den unteren Ebenen verstreut ist, wo es sich seines Seins erfreut, wenn es schon reif und licht ist.

 

Oder es sucht nur nach seiner Richtung und seinem Daseinssinn, je mehr es geistig unbewußt ist und desto tiefer es auch in den Tiefen der Materie ist.

 

Wo immer das Geistige ist, es ist immer von einer bestimmten magnetischen Art von Schwingungen umgeben, die zu ihm rufen und in diesem Ruf auf eine absorbierende Weise wirken, als ob eine anziehende Kraft alles ansaugt, was sich mit seinem Gewicht an diese absorbierende Art von geistigen Kräften klammern kann.

 

Ganz anders ist es also, wenn die Menschen glauben, daß sie sich selbst zum Licht hinaufkämpfen.

 

Dieses Bild wurde von irdischen Kirchen und Lehren geschaffen.

 

Dieses Bild stellt den Kreislauf des Geistigen im Werke der Nachschöpfung falsch dar, da es den Menschen die Vorstellung eines schwierigen Kampfes im Zusammenhang mit dem Aufstieg zum Licht vermittelt.

 

Das Gegenteil ist der Fall, denn von dem Moment an, als die Ebenen des Werkes der Nachschöpfung entstanden, als die Hände der Diener des Wesenhaften die einzelnen Teile der Materie zusammenfügten und formten, wirkten die hier erwähnten Strömungen zusammen, so daß von dem Moment an, als die ersten geistigen Funken in diesen Teil der Schöpfung eindrangen, sie immer von einer absorbierenden und stärkenden Art von Magnetismus nach oben gezogen wurden.

 

Und wenn sie in der Kraft ihrer geistigen Ausstrahlung stehen können, wird es sie sofort in die geistige Heimat zurückziehen, denn dorthin gehören sie seit Anbeginn ihres Daseins.

 

So waren die notwendigen Inspirationsströme und beispielhaften Tugenderfüllungen und freudevolles, harmonisches Dienen schon immer in der grobstofflichen Materie vorhanden und fanden sich mit magnetischer Wirkung um die Erdenmenschen herum.

 

Die Verbindung mit ihnen ist auch viel einfacher als die Menschen denken.

 

In der Schöpfung ist alles klar, einfach und es bedarf keiner Komplexität, denn die Gesetze des Schöpfers, die Seinen Ursprünglichen Willen tragen, haben für alle Geschöpfe einen einfachen Weg vorbereitet, der leicht gemeistert werden kann, wenn sich die Geschöpfe nicht darin verstricken und sich freiwillig Schuld aufladen, die sie immer erst ablegen müssen, wenn sie aus der Nachschöpfung in die Geistigen Welten aufsteigen wollen.

 

Somit ist für den Menschen immer nur er selbst das Hindernis, damit er auf natürliche Weise von dem absorbierenden Strom inspirierender Schwingungen aus den höheren Orten der Spiritualität angezogen werden kann, denn seine Fehler und Schuld, die an den Wolken seines Geistes haften, lassen ihn nicht leicht aufsteigen.

 

Diese Belastung wird hier auf Erden durch irdischen Verstand noch verstärkt, die jeden kindlichen Aufstiegswillen bremst.

 

Wir haben bereits erwähnt, daß es gerade die allumfassende kindliche Freude ist, die einen Menschen immer sofort mit den erwähnten Lichtströmen bzw. Lichtfäden verbinden kann.

 

Besagte Fäden verschwinden nie, da sie durch das Wesen der Bewohner der Lichtebenen in den Geistigen Reichen der Schöpfung für jeden Moment immer wieder neu belebt werden.

 

Sie verlieren auch nicht ihren Magnetismus, der immer noch vorhanden ist.

 

Das Hindernis für die Wirkung dieser magnetischen Kraft von Strömen und Fäden aus dem Licht ist beim Menschen seine eigene Haltung, die langfristig von der reinen freudigen Sehnsucht nach der Erhabenheit seines Wesens entfernt ist.

 

In dem Moment, in dem dies in einem Menschen stärker zum Vorschein kommt, manifestiert sich sofort eine magnetische Kraft und kann das Innere eines Menschen zu höchster innerer Glückseligkeit erschüttern, die der beste Grund ist, sich zur Tat zu erheben.

 

Und nach dieser Einstimmung kann die Inspiration, die von den Regionen von Montsalvat kommt, sofort zu einer Person eilen.

 

Ein freudiger Wille zum liebevollen Umgang mit anderen Menschen mag ihn überkommen, ein gewisser Mut mag ihm zuströmen, seine Pflichten getreu zu erfüllen, in denen er den Sinn seiner rein königlichen Versprechenswahrung sieht, oder das Schwingen eines rein tugendhaften Wesens kann ihn überkommen trotz aller Hindernisse, die ihm im heutigen Aufbau der irdischen Welt in den Weg gelegt werden.

 

Diese Flut wirkt gleichzeitig wie ein Magnet, der den erwachten Geist immer weiter nach oben zieht, nach Hause in die Regionen des Paradieses.

 

Gleichzeitig kann direkt aus den Sälen der Burg Montsalvat der heroische Mut, die Kraft und die Überzeugung strömen, die zur Ritterlichkeit für das Licht gehören.

 

Diese und viele andere subtilere Arten der Inspiration kommen einem Menschen sofort entgegen, wenn es ihm durch seine einfache innere Abstimmung des freudigen Willens ermöglicht wird, sich mit einer der Strömungen zu verbinden, die sich ihm kraft des Gesetzes der Anziehung gleicher Arten nähert.

 

Auch eine stimulierende absorbierende Kraft wird sofort zu wirken beginnen, und wenn ein Mensch diesen Fluß nicht selbst durch Umstimmen seiner Gedanken durchquert, wo durch den Zustand seiner Einstimmung Bilder von Beispielen und Verhaltensmustern entstehen können, die für eine der Situationen, die sich dem Menschen nähern, geeignet sind.

 

Die Flut ist oft mächtig und kann den bisherigen Blick auf den Lebensweg eines Menschen komplett erschüttern.

 

Alles Bisherige kann plötzlich als Irrweg erscheinen, der nur zum Irren in der Wertlosigkeit des Seins geführt hat.

 

Dies ist auch der beste Moment für Veränderungen, die den Geist von so vielen erstarrten Lebensweisen befreien können.

 

Diese Zeit sollte nicht leichtsinnig in Tagträumen und bloßen Vorstellungen verbracht werden, sondern sollte voll und ohne Zögern für eine Transformation genutzt werden, die für einen Menschen auf seinem bisherigen Weg in seinem ganzen Wesen zu einem wichtigen Wendepunkt werden kann.

 

In der magnetischen Schwingung, die sich aus den Gärten von Montsalvat nähert, kann man unzählige Impulse für Kreativität und Verfeinerung von sich selbst und seiner Umgebung ziehen.

 

Gerade in Beziehungen zu anderen Menschen soll statt der zunehmend verschlossenen Distanz der Wille zur Offenheit und herzlicher Gastfreundschaft im Menschen entstehen.

 

Liebevolles Wohlwollen hat noch nie einem Geist auf seinem Weg Schaden zugefügt.

 

Im Gegenteil, eine kindlich freudige Herzlichkeit und der Wille zur Harmonie waren schon immer das, was die beiden Gottessöhne an den Menschen hier auf Erden am meisten schätzten.

 

Wie sehr vermissen die Menschen gerade die Verbindung mit dem Garten der Liebe, die eine gewisse kindliche Leichtgläubigkeit und gleichzeitig einen Nervenkitzel purer Begeisterung für jeden reinen Gedanken oder jede reine Tat vermittelt.

 

Der Rosengarten sendet so viele ermutigende Strömungen an die Menschen aus, findet aber gerade heute sehr wenig Verbindung zur irdischen Menschheit.

 

Reine und kindliche Freude gehört der Vergangenheit an und nur wenige Menschen können sie lange in ihrem Besitz behalten.

 

Die Kindlichkeit wird übertönt von der Lautstärke und Komplexität des Denkens, wenn der Mensch am Ende nur noch in seiner eigenen Gedankenwelt herumtastet und gleichzeitig vegeblich glaubt, daß seine eigenen Gedanken die richtigsten und wertvollsten aller anderen menschlichen Gedanken sind.

 

Denn Dünkel und Stolz auf den eigenen Verstand gehen immer mit dem Denken einher.

 

Das ist heute bei fast jedem Menschen der Fall, der sich das Werk des Verstandes hartnäckig über seinem Willen angeordnet hat.

 

Ehre den Ausnahmen, die heute noch einfach denken und handeln und auch immer genug Demut und Selbsterkenntnis in sich tragen, daß sie weit davon entfernt sind, zu glauben, daß sie genug über das wahre Wissen des Lebens wissen.

 

Nur wer sich von der rationalen Art der Abstimmung befreien kann und nicht an den vermeintlichen Besonderheiten seiner selbst festhält, kann den Schwingungen der Gärten der Liebe noch nahe kommen, in denen sich alles Leben in einem freudigen und freien Fluß glücklicher Begegnungen mit den Bewohnern der Gärten fabelhafter Rosenbüsche entfaltet, die in ihren Formen und Gestalten kein Ende haben.

 

Es ist auch bezeichnend, daß wir in diesem Garten die geistigen Kinder finden, die sich in der glücklichen vertrauensvollen Umgebung aller, die sich um sie kümmern, entwickeln.

 

Die oberste Hüterin dieser Gärten ist würdevoll in ihrer Schönheit und es strahlt gleichzeitig eine gewisse kindliche Ausstrahlung schlichter Reinheit von ihr aus.

 

Ihre Spezies ist auch die Grundlage, aus der sich die in der Grobstofflichkeit niedrigeren Rassen entwickelt haben, die zu den dunkelhäutigen Menschen gehören.

 

Sie selbst ist jedoch hellhäutiger, trägt aber immer noch ihre Art von starker kindlicher Ausstrahlung, in der wie ein Juwel eine sehnsüchtige Verbindung mit der Übertragung von Freude und purer Begeisterung für alles andere Leben leuchtet.

 

Pure und vertrauensvolle Begeisterung ist auch das, was durch alle Richtungen dieses Ortes schwingt, der der Garten der Zuneigung ist.

 

Vertrauen ist gewissermaßen untrennbar mit der Kindlickeit verbunden, weshalb wir es auch hier auf Erden dort finden, wo Kinder noch rein, unbefleckt von intellektuellem Denken oder nicht mehr von Unreinheit und Bosheit berührt sind.

 

Wenn Kinder oder auch Erwachsene ihre Kindlichkeit in sich behalten, besteht unmittelbar um sie herum eine gewisse Art von Verbindung zu den erwähnten Orten im Licht, wo sich der Rosengarten in der Nähe von Montsalvat befindet.

 

Glück ist überall um sie herum und in ihnen selbst, und sie leben einfach und vertrauensvoll mit all den anderen wunderbaren Geweben der Schöpfung.

 

Das vorgenannte Vertrauen ist also vielleicht nicht als bedingungslos ergebene Vertrauensseligkeit gegenüber den vielfältigen, oft auch hässlichen und bösen Taten anderer Menschen hier auf Erden gemeint, sondern dieses Vertrauen sollte von jedem Menschen in erster Linie in der Beziehung zum Schöpfer und zu allen denjenigen lebendig werden, die ihm bedingungslos dienen, wie die Wesenhaften Diener, Engel und Geistige Diener, die sich in den lichten Höhen befinden.

 

Auch das Vertrauen auf den Sieg des Lichtes in allen Umständen des menschlichen Lebensweges ist genau diese Bestätigung der wahren Kindlichkeit der geistigen Art.

 

Allen, die darnach streben, dieses reine Vertrauen auf Gott und seine ewigen Gesetze in sich zu erwecken, möge eine starke Ermutigung zuteilwerden.

 

Mit einer zärtlichen Liebkosung kann eine Verstärkung kommen, die den fröhlichen Fluß des Lebens im Rosengarten widerspiegelt.

 

Über den Rosengarten könnte viel gesagt werden, daher wird seiner Art eine eigene Abhandlung gewidmet.

 

Jetzt ist es nur möglich, das Grundlegendste zu erwähnen, damit wir uns auch auf die anderen beiden Gärten konzentrieren können.

 

Lassen Sie uns nun in der heutigen Beschreibung weiter fortfahren.

 

Wenn die Menschen Kindlichkeit in ihrem Handeln annehmen und mit allen Hilfsmitteln, die sie umgeben, in völliger Harmonie ihres Vertrauens stehen können, erst dann wird es möglich sein, in ihnen eine Verbindung zu allen Arten des Dienstes am Licht zu erwecken.

 

Dieses Dienen befindet sich im Garten, der mit den blauen Blumen in verschiedenen Schattierungen gefüllt ist und diesen Ort mit einer königlichen Ausstrahlung verbindet.

 

In diesem Garten finden wir eine Freude, die mit einer gewissen königlich-edlen Pflichterfüllung verbunden ist.

 

Im Vergleich zum Rosengarten ist hier mehr Ernsthaftigkeit wahrnehmbar, was mit dem Bewußtsein für den hohen Auftrag dieses Dienstes verbunden ist.

 

Dabei gibt es nicht einmal einen Hauch von Enge oder Anspannung, sondern wir finden hier eine frische freudige Harmonie.

 

Die Frauen, die hier hauptsächlich als edle Dienerinnen der königlichen Mission leben, übermitteln den anderen Ebenen ein weises Urteil für alles, was zur Führung anderer und zur stillen Verwaltung der Ereignisse in den Ländern aller Welten gehört.

 

Dies ist die wichtigste, aber nicht die einzige Art des Dienstes, die hier erfüllt wird, denn ein integraler Bestandteil ist die bereits erwähnte Diensttreue, die sich als reine Hingabe an einen Höheren Willen manifestiert.

 

Nur im Licht werden wir diese Art in lebender Erfüllung finden, ohne zu Unselbstständigkeit und Verleugnung unseres eigenen Willens zu führen.

 

In den Materien, wo wir unterschiedliche Reife- und Unreifegrade vorfinden, kann diese hohe Art der Loyalität nicht immer bedingungslos eingefordert werden, weil die hier anzutreffenden Menschengeister keine Position der bedingungslosen Hingabe in den Dienst eines anderen einnehmen können.

 

Die Distanz der Materie zum Licht verlangt eine wachsame Gefühlsunabhängigkeit gegenüber allem, was sich hier in den Materien abspielt.

 

Persönliche Verantwortung wird immer aus dem Handeln einer Person gebildet, und daher kann die geistlose Unterwerfung einer Person unter eine andere nicht von den Menschen verlangt werden.

 

Wer so etwas gewaltsam von einem anderen Menschen verlangt, überschreitet die Grenzen seiner Möglichkeiten, und solche Handlungen werden sich auch in seine eigenen Schicksalsfäden einschreiben, die er im Nachhinein ablegen muß, bevor die Gesetze der Schöpfung es ihm erlauben, nach oben zu steigen.

 

In den lichten Gärten, wo in allem alles vollkommen transparent ist, ist diese Hingabe an den Dienst des Höheren dagegen etwas Wertvolles und beispielhaftes als Fortsetzung der Erfüllung des erwähnten Vertrauens auf Gott und seinen in den Gesetzen wirkenden Willen der Schöpfung.

 

Im Garten des treuen Dienstes finden wir auch Männer und geistige, sich entwickelnde Kinder.

 

Ihre Aufgaben sind wiederum umfassend vielfältig und wirken unter anderem als Inspiration für geistige Menschenfunken, die in fernen Materien Verstärkung für ihre Entwicklung suchen.

 

Der dritte Garten ist mehr für sich und gehört rein zur Unterstützung der weiblichen Handlungsweise.

 

Seine Mission ist es, die Ströme des Reinen Webens zu empfangen und zu vermitteln, die durch das gesamte Schöpfungswerk schwingen, von den Höchsten Sphären bis zu den tiefsten Orten, wohin diese Ströme noch in ihrem Segen reichen können.

 

Diese Gärten sind mit der Insel der Lilien in der Urschöpfung verbunden und durch diese Insel auch mit Irmingard selbst, von der die Ausstrahlung kommt, die die kühle, erfrischende Schwingung der Reinheit Gottes bringt.

 

Aus diesen Gärten fließen viele ermächtigende Lichtströme in die irdische Weiblichkeit, die jede Bewegung in der Frau, die darnach strebt, die reinen Tugenden der geistigen Mission des weiblichen Gewebes in der Schöpfung zu entwickeln, sofort emporhebt und stärkt.

 

Gesegnet sind diese Gärten, und durch ihre wunderschönen Orte durchweht die erfrischende Ruhe und Milde die edle Harmonie weiblicher Zartheit und Ausstrahlung.

 

Wer sich einmal mit diesen Orten verbunden hat, wird für immer einen Hauch eines tiefen Vibrierens der Größe und Transparenz von Gottes Licht in seiner Reinheit und Helligkeit in sich tragen.

 

Wie bei den vorherigen Gärten ist es möglich, sich auch mit diesem innerlich zu verbinden.

 

Es ist einfacher, als sich viele vorstellen, denn in jedem Menschen liegt der Schlüssel zu diesen Orten.

 

Dieser Schlüssel ist das emotionale Verlangen des wahren reinen Wesens des Menschen, d. h. des Geistigen Wesens, das das Schöpfungswerk bewohnt.

 

Mehr ist nicht nötig, wenn wir natürlich zu einer notwendigen Basis einen tiefen inneren Drang zählen, uns mit diesen Orten hoch im Licht zu verbinden.

 

Mögen sich möglichst viele Menschen mit ihrer Empfindung an die Lichtfäden anschließen können, die sich hier im Treuen Dienst an Gott zu den Ebenen der irdischen Welt herabbeugen, um sie zu ermutigen und mit Reinheit und Liebe zu durchstrahlen.

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