
Manipulation ist eine der raffiniertesten Formen der Menschenkontrolle. Sie kommt nicht mit einer Waffe, sondern mit einem Lächeln, verhüllt in honigsüßen Worten und dem Versprechen von Güte. Sie ist nicht laut, denn sie muß nicht schreien. Sie wirkt unauffällig, durch Gefühle, Angst, Schuldgefühle oder ein falsches Pflichtgefühl.
Das Ziel des Manipulators ist es nicht nur, den Verstand zu überzeugen, sondern auch den empfindsamen Kern des Menschen zu treffen, sodaß dieser das Vertrauen in sich selbst verliert.
Dann verliert er seine Freiheit.
Seine Entscheidungen und Handlungen entspringen nicht mehr innerer Überzeugung, sondern fremden Einflüssen, die ihm als seine eigenen erscheinen.
Der Manipulator behauptet stets, besser zu wissen, was gut für andere ist, und genau hier offenbart sich das Wesen der Finsternis, die andere beherrschen will, anstatt sich selbst.
Doch die Gesetze der Schöpfung sind unerbittlich präzise.
Ein Mensch sollte sich selbst, seine Gedanken, Gefühle und Handlungen beherrschen.
Nur wer sich selbst beherrscht, kann frei sein.
Wer andere beherrschen will, wird zum Sklaven seiner eigenen Verdunkelung.
Manipulation hat viele Gesichter.
Manchmal schreit sie, manchmal lächelt sie.
Manchmal versteckt sie sich in den Medien, manchmal in der Familie, in der Kirche oder in der Politik.
Doch eines haben sie immer gemeinsam: Sie raubt dem Menschen seine Gedanken – und Gefühlsfreiheit und trennt ihn so von seiner inneren Führung.
Medienmanipulation funktioniert durch Bilder, Worte und die ständige Wiederholung derselben Ideen.
Es genügt, Halbwahrheiten und Lügen so lange zu wiederholen, bis die Menschen sie als Tatsachen akzeptieren.
Ziel ist es, eine einheitliche Meinung zu schaffen, unabhängiges Denken zu unterdrücken und Angst zu schüren, die die Gesellschaft gefügig hält.
So entsteht die sogenannte öffentliche Meinung, die in Wirklichkeit gar keine öffentliche Meinung ist, sondern das Ergebnis von Gehirnwäsche.
Sie stützt sich auf die Emotionen der Nation, die Sehnsucht nach Erlösung, die Verheißungen eines Paradieses auf Erden, aber auch auf den Druck der Gemeinschaft.
Politiker und gesellschaftliche Autoritäten bieten oft einfache Lösungen für komplexe Probleme an und verbergen dabei ihre eigenen Interessen und Machtambitionen.
Man darf sich jedoch nicht von Institutionen, Freunden oder Kollegen manipulieren lassen, die versuchen, einen zu Meinungen zu drängen, die nicht den eigenen entsprechen.
Die Masse, die sich nach einem Führer sehnt, vergißt, daß jeder Mensch in erster Linie sein eigener Führer sein sollte.
Kirchliche Manipulation ist umso gefährlicher, als sie sich dafür ausgibt, als daß sie sich an den Schöpfer wendet.
Statt geistiger Erweckung lehrt sie oft blinden Gehorsam, Angst und den Tauschhandel mit Vergebung.
So wendet sie den Menschen von der Wahrheit ab und führt ihn zu einem toten Glauben und Gehorsam, der sich nicht traut, Fragen zu stellen.
Wahrer Glaube hingegen hat nichts mit Angst zu tun; er gründet sich auf die Erkenntnis der Gesetze des Schöpfers, auf das Verständnis von Gerechtigkeit und auf das Vertrauen in deren vollkommenes Wirken.
Und schließlich gibt es die Manipulation in der Familie – die stillste und doch tiefgreifendste und gefährlichste.
Sie beginnt in der Kindheit, wenn Eltern, anstatt auf die innere Stimme des Kindes zu hören, ihre eigenen Vorstellungen über sein Leben durchsetzen.
Hat das Kind Talent zum Singen, drängen sie es zum Sport; hat es ein Gespür für Kunst, drängen sie es in einen „praktischen Beruf“.
Manchmal tun sie dies aus reiner Zuneigung, ohne zu verstehen, daß sie dadurch seinen inneren Kompaß, die sanfte Stimme, die von oben kommt, zerbrechen.
Indem sie das Kind zu blindem Gehorsam und nicht zu eigener Forschung anregen, hindern sie es daran, selbstständig zu erkennen und zu unterscheiden.
Und wer nicht lernt, auf seine innere Stimme zu hören, wird später zur leichten Beute für Manipulationen durch Medien, Politik oder Geistiges.
So lernen wir schon früh, Autoritäten statt der Wahrheit zu gehorchen – der größte Fehler unserer Zeit.
Wie können wir uns von der Manipulation befreien?
Der erste Schritt zur Freiheit ist Bewußtsein.
Man muß beginnen zu beobachten, wo und wie der Wille anderer, nicht der eigene, einen beeinflußt.
Manipulation läßt sich immer an einem Zeichen erkennen: Wo wir Druck, Angst, Schuldgefühle oder ein ähnliches Gefühl verspüren, handeln wir nicht mehr frei, sondern unter dem Einfluß einer fremden Macht.
Befreiung erlangt man nicht durch den Kampf gegen Manipulatoren, sondern durch die Stärkung des eigenen Inneren.
Niemand kann jemanden berühren, der weiß, wer er ist, was er empfindet und warum.
Wer in Unsicherheit lebt und die Anerkennung anderer sucht, bleibt manipulierbar.
Wahre Freiheit beginnt in dem Moment, in dem man lernt, zu unterscheiden.
Man hört auf, alles zu glauben, was man hört, und beginnt, auf die eigenen inneren Empfindungen zu achten.
Die Wahrheit drängt niemals, sie erzeugt niemals Angst; sie wirkt still, klar, rein und bestimmt.
Wer Wahrhaftigkeit, unabhängiges Denken und den Mut, nach seinen Überzeugungen zu handeln, pflegt, kann nicht länger gebunden sein.
Wahre Freiheit besteht nicht darin, zu tun, was man will, sondern darin, das zu tun, was man als richtig empfindet und zu wissen, warum man es tut.
Wer lernt, auf die Stimme der Wahrheit in sich zu hören, bleibt frei, selbst inmitten einer Welt, die ihn zu beherrschen versucht.