
Ein kleines Mädchen ging mit ihren Eltern zum Samstagseinkauf in den Supermarkt.
Sie liebte diesen Wocheneinkauf. Das Obst und Gemüse schimmerte in allen Farben, und ihre Mutter kaufte ihr oft Eis oder ein Spielzeug.
Plötzlich, als sie den Laden betrat, hörte sie eine Stimme:
„Du fängst an zu sehen“, und etwas Seltsames geschah.
Als sie die verschiedenen Produkte in den Regalen betrachtete, sah sie, daß die meisten in einen dunklen Schleier gehüllt waren.
Nur sehr selten leuchtete etwas.
Als sie die Obst- und Gemüseabteilung erreichten, legte ihre Mutter Bananen, Äpfel, Tomaten, Gurken und anderes Obst und Gemüse in den Korb.
Das kleine Mädchen konnte ihre Traurigkeit nicht verbergen, denn alles war dunkel.
Alles war gleich, und schließlich war der Korb fast nur noch mit dunklem Obst und Gemüse gefüllt. Nur der Reis leuchtete ein wenig.
Schließlich durfte sie sich ihr Eis selbst aussuchen und war überrascht, als sie Schokolade statt ihres Lieblingseises Vanille wählte.
Ihre Wahl fiel auf ein leuchtendes, handgemachtes Eis von einem Hersteller aus der Nachbarschaft.
Der Vater, der ebenfalls einkaufen war, fragte sein Kind schließlich:
„Warum bist Du so traurig?
Du gehst doch so gern einkaufen.“
Sie antwortete: „Das verrate ich nicht, es ist ein Geheimnis.“
Die Familie kehrte nach Hause zurück. Die Mutter begann, das Abendessen für Samstag vorzubereiten. Es sollte Gemüsesuppe geben.
Das Mädchen beobachtete in der Küche, wie ihre Mutter freudig und liebevoll Gemüse schnitt, und war sprachlos. Das dunkle, gekaufte Gemüse begann zu leuchten und wirkte nicht mehr so bedrohlich. Doch das Leuchten ließ noch auf sich warten.
Als die Suppe fertig war, rief die Mutter Vater und Tochter zum Tisch. Das Mädchen war immer noch traurig, aber das sollte sich bald ändern.
Wie jeden Tag sprach der Vater vor dem Essen konzentriert ein Dankgebet zu Gott und bat ihn um seinen Segen für das Essen.
Plötzlich begann die Suppe so hell zu leuchten, daß das Mädchen sich die Augen zuhalten wollte. Auch das Brot und das Obst neben der Suppe leuchteten.
Das Lächeln auf dem Gesicht des Kindes und ihre unverhohlene Freude ließen alle drei das einfache Samstagsessen mit Genuß verspeisen.
Ein paar Stunden später brachte die Mutter ihrer Tochter Eis, und zu ihrer Überraschung betete sie und aß es dann mit Genuss.
Kurz darauf hörte das Mädchen: „Du siehst nicht mehr“, und von diesem Moment an nahm sie die Energie des Essens nicht mehr wahr.
Diese Erfahrung veränderte unsere Heldin sehr.
Sie erzählte ihren Eltern erst viele Jahre später davon, aber von da an dankte sie Gott vor jeder Mahlzeit, selbst der kleinsten und bat um seinen Segen, und wenn sie eine Mahlzeit zubereitete, tat sie dies stets mit Liebe.
Laßt uns es ihr gleichtun!