„ECHOS AUS DER GEISTIGEN HEIMAT“ TEIL III
Wie bereits erwähnt, das Wichtigste für die dauerhafte Existenz des menschlichen Geistes in einem Zustand der Glückseligkeit ist sein volles Bewußtsein seiner selbst in integraler, harmonischer Verbundenheit mit allem anderem Leben im Werke der Schöpfung.
Mit anderen Worten, es ist die Fähigkeit eines voll entwickelten Geistes in seiner Übereinstimmung der Schwingung mit dem Willen des Schöpfers, die in allen Teilen des Schöpfungswerkes ständig vorhanden ist.
Diese Mitschwingung ermöglicht es dem Geist, an der ganzheitlichen Harmonie alles Lebens teilzuhaben.
Es führt zu einem Grad edler Freude, welchen die Menschen auf der Erde niemals gekannt haben.
Der höchste Glückszustand für den Geist ist es, wenn sein reifes Selbstbewußtsein in höchster Erhabenheit mit der großen Harmonie des Schöpfungswerkes schwingen darf.
Selbsterkenntnis ist die Essenz des menschlichen Geistes, da sie zu seiner Rolle in der Schöpfung gehört.
Der Schlüssel zur Ewigkeit der menschlich-geistigen Existenz im Schöpfungswerk liegt im erreichten Reifegrad dieses Bewußtseins.
Man kann auch sagen, daß in der Fülle des Bewußtseins, das heißt im höchsten geklärten Bewußtsein, das durch viele wiederholte Erfahrungen der unterschiedlichsten Art erworben wurde, das Erreichen der geistigen Vollkommenheit liegt, nach der so viele Menschen streben.
Dieses Bewußtsein geht allem anderen voraus, was zum Leben im Paradies gehört und die äußere Form des Geistes in den geistigen Welten bildet.
Das Aussehen und die Form des geistigen Körpers werden gerade durch das reife Bewußtsein des menschlichen Geistes geformt.
Alles, was an Erfahrungen gewonnen wurde, spiegelt sich in feinster Form in der äußeren geistigen Form eines jeden Bewohners der glückseligen Ebenen wider.
Doch auch hier gilt, wie bei allem, was in den geistigen Welten geschieht, daß es sich nicht um etwas Monotones und Starres handelt, wie es beim irdischen Körper der Fall ist, sondern daß die Erscheinung die Unmittelbarkeit des Augenblicks der Gegenwart widerspiegelt.
Alles ist lebendig und verändert sich.
Es gibt viele Geister, die ihr äußeres Erscheinungsbild verändern und dadurch ihre Erfahrungen zum Ausdruck bringen möchten.
Gleichzeitig gibt es jedoch auch Geister, die dieselben bleiben, denn die höchste Erfüllung ihres persönlichen Bewußtseins ist der Wunsch, dem Anschein nach das zu sein, was sie wurden, als sie den Eintritt in die geistige Heimat erlangten.
Sie erfreuen sich daran, derjenige zu sein, der sie schon immer sein wollten, und daran, die vollkommenste Symmetrie und Harmonie zu erreichen, die durch die Ausstrahlung ihres Selbstbewußtseins ihr äußeres geistiges Erscheinungsbild prägt.
Auf den geistigen Ebenen gibt es nichts, was durch Stereotypen und Starrheit begrenzt oder gebunden ist, solange es im Einklang mit den Gesetzen der Schöpfung steht.
Und da die Ebenen geistiger Art ganz anderer Natur sind als die Materie des Werkes der Nachschöpfung, muß man sich die Lebendigkeit und Beweglichkeit, die allem dort innewohnt, ganz anders vorstellen als hier auf der Erde.
Diese höchste, transparente Lebendigkeit und Beweglichkeit ist genau das, was die geistigen Ebenen vollständig von allen materiellen Teilen der Schöpfung unterscheidet, denn alles ist eine Manifestation des Augenblicks der Gegenwart.
Dabei muß man immer davon ausgehen, daß alles dauerhaft von höchster Schönheit durchdrungen ist, die die große Harmonie des Ganzen widerspiegelt.
Im Paradies ist es nicht üblich wie hier in der irdischen Welt unter den Menschen, das Aussehen eines anderen einer kritischen Prüfung zu unterziehen.
Obwohl jeder dort leben Dürfende in der Vollkommenheit der Schönheit steht, ist es nicht im Entferntesten möglich, daß sich einer der Geister mit dem Grund für die Erscheinung irgendeines seiner Gefährten befaßt.
Die im geistigen Reich ansässige Lichtkraft läßt nicht zu, daß etwas entsteht, was die Harmonie stören könnte, in die die Beurteilung des auf der Erde erlebten Aussehens anderer Menschen gehört.
So etwas würde sofort aus der geistigen Welt verbannt.
Da sich bei den geschaffenen Geistern alles innerhalb dieser Grenzen entwickelt und die in den Welten des Werkes der Nachschöpfung heranreifenden, entwickelten Menschengeister erst durch ihre Entwicklung die Ausstrahlung erlangen müssen, die ihnen den Zutritt zur geistigen Heimat gestattet, kann es zu einer solchen Verletzung der Harmonie, die dort die Bedingungen der Art der Seligkeit schafft, nicht kommen.
Nur auf der Erde gerät die Harmonie oft leicht aus dem Gleichgewicht, weil die Gesamtabstimmung aller Menschen durch die Unreife jener Seelen beeinträchtigt wird, die noch nicht erkannt haben, wie wohltuend ihre eigene Selbstverbesserung für das Ganze ist.
Die Menschen verbringen ihre Zeit damit, andere zu beurteilen und zu verurteilen und verschwenden dadurch wertvolle Zeit, die ihnen für ihre eigene Entwicklung zur Verfügung steht.
Heute können wir sagen, daß die Menschheit im Allgemeinen mehr als die Hälfte ihrer wertvollen Zeit auf der Erde damit verbringt, darüber zu urteilen, was ihrer Meinung nach falsch ist und wer dafür die Schuld trägt.
Es ist ein bedauerliches Ergebnis der Unreife von Menschen, die keine persönliche Verantwortung für ihre eigene Existenz übernehmen wollen.
Irgendwann kommen sie an den Punkt, an dem sie fast immer anderen die Schuld für ihren eigenen Zustand geben und ihnen dann noch mehr Vorwürfe machen, weil es ihnen selbst nicht besser geht.
Darauf basieren die heutige Politik und auch die heutige Gesellschaftswelt.
Die Andersartigkeit anderer Menschen wird als Grund für deren Verurteilung genommen, was oft zu einem Mob-Phänomen der Verfolgung der Opfer führt, wenn sich mehrere Menschen derselben Rasse zusammenschließen.
Sie sind sich nicht darüber im Klaren, daß sie mit ihrer Haltung gegen die von Jesus aufgezählten Seligpreisungen verstoßen, die ihnen, wenn sie richtig verstanden würden, beim Aufstieg zum Licht von großem Nutzen sein würden.
Deshalb wird es für viele Menschen letztlich unmöglich sein, lichtere Welten zu erreichen, weil sie sich zu sehr um andere kümmern, statt ihre ganze Kraft in die eigene Verfeinerung und Entwicklung ihrer geistigen Gaben und Fähigkeiten zu benutzen.
Viele Menschen laufen Gefahr, durch die ständige Beurteilung anderer die reife Selbstklärung zu vergessen und sich so selbst davon abzuhalten, Bereiche zu betreten, in denen ein hohes Maß an geistiger Reife erforderlich ist, die sich unter anderem darin zeigt, sich davon zu lösen, andere Menschen aufgrund ihres Aussehens zu beurteilen.
Sie werden weit entfernt von den Toren des Paradieses bleiben und schließlich werden sie im wiederholten Kreislauf ihrer Inkarnationen in den materiellen Welten förmlich stecken bleiben müssen und dies vielleicht sogar für immer, weil es ihnen nicht gelingt, höher zum Licht hinaufzusteigen.
Indem sie ihre eigenen emotionalen Fähigkeiten nicht schärfen, schaffen sie letztlich ein Hindernis für die Erlangung des vollständigen Bewußtseins.
Dies und andere Dinge werden sie für immer davon abhalten zu verstehen, daß die sichtbare Schönheit des menschlichen Geistes gerade durch die Reife des Bewußtseins entsteht, das immer vom inneren Kern nach außen vordringt.
Damit schließen sie sich selbst von der Möglichkeit aus, in ihrer geistigen Heimat Glückseligkeit und Wonne zu erfahren.
Alles, was in der geistigen Ebene erlebt wird, geschieht immer unter Umständen, in denen es in und an sich nur Schönheit in ihrer vollkommenen Form enthält.
Hier ist jegliche Wandlung zu einer geistigen Veränderung immer nur im Rahmen äußerst schöner Formungen.
Trotz der Unerschöpflichkeit größerer und kleinerer Veränderungen in der äußeren geistigen Erscheinung, die den inneren Bewußtseinszustand widerspiegelt, bleibt der Geist in seiner Erscheinung äußerst schön und symmetrisch, wie es durch das Licht und die Harmonie bestimmt wird, die sich hier überall manifestieren.
Dies ist wiederum etwas für die Vorstellungskraft der irdischen Spezies nur schwer Vorstellbares, wenn selbst die höchste Anstrengung, sich geistige Schönheit in ihren Transformationen vorzustellen, an die Grenzen stößt, die durch die Gedankenarbeit des Gehirns geprägt sind.
Innerhalb dieser hiesigen Grenzen ist es schwierig, ein Verständnis für etwas so Lebendiges wie das Wesen der geistigen Welten zu erreichen.
Somit bleibt der irdische Mensch nur in den engen Grenzen des Verständnisses von Begriffen wie Schönheit, Glückseligkeit und Harmonie.
Hier auf der Erde wird er diesem Verständnis nie in dem Maße nahe kommen können, wie es auf den Ebenen des geistigen Ursprungs natürlich möglich ist.
Nur in entfernten Geistesblitzen kann er ein wenig davon empfinden oder erahnen und vielleicht sogar etwas davon als Abdruck oder Stempel in der Form lichter Bilder festhalten.
Bei der Überarbeitung dieser Bilder für weitere Erzählungen ist das Gehirn jedoch immer gezwungen, alles letztlich viele Ebenen tiefer zu ziehen, bevor es die Erlebnisse schließlich in Worte fassen oder in irgendeiner Form künstlerisch zum Ausdruck bringen kann.
So wird es trotz einer gewissen darin enthaltenen Glückseligkeit doch wieder weitgehend die starre Erfassung eines einzelnen Augenblicks bleiben, verglichen mit der Zeit, als die bloße Dauer der Lebendigkeit dem Bild nur eine Annäherung an die wahre Pracht der geistigen Welten verliehen haben würde.
Trotz aller Bemühungen zukünftiger Künstler, die Wege finden werden, Schönheit und Harmonie in verschiedenen Kunstformen zum Ausdruck zu bringen, von denen es heute auf der Erde kein Wissen gibt, werden irdische Formen immer eine notwendige Taubheit enthalten, die nur zu einem flüchtigen Blick auf den wahren Zustand führt, der in den transparenten Ebenen der geistigen Heimat existiert.
Dies allein wird jedoch eine starke Ermutigung für alle Bemühungen der Menschen sein, alle ihre Kräfte darauf zu verwenden, den Wunsch zu erfüllen, eines Tages wirklich die gegebenen Ebenen des Lichts zu erreichen.
Dadurch wird das innere Empfinden im Menschen immer weiter gestärkt und erreicht eine Bewußtseinsintensität, die heute noch weit hinter dem zurückbleibt, wo sie eigentlich sein sollte.
Das glühende Empfinden im Inneren eines Menschen ist genau jenes Bewußtsein des Geistes, das ständig gefördert und bis zum höchsten Grad an Adel weiterentwickelt werden muß.
Durch die Bemühungen um Selbstverbesserung wird das innere geistige Bewußtsein im Menschen gestärkt, das im Wesentlichen die Strahlende Kraft ist, die den menschlichen Geist prägt.
Man kann daher sagen, daß der Geist in Verbindung mit allem anderen, was im Schöpfungswerk zu finden ist, „in seinem eigenen Bewußtsein lebt“.
Erst dieses „Selbstbewußtsein“, gestärkt durch die vielen Erfahrungen der unterschiedlichsten Momente auf dem Reifungsweg, vereint die Selbsterkenntnis des Geistes, der als „Name“ im Buche des Lebens in Verbindung mit allem anderen in höchster Harmonie steht.
Und aus dem Grad der Verfeinerung des Selbstbewußtseins entsteht jene Ausstrahlung, die den geistigen Körper, die Kleidung und die gesamte Erscheinung des Geistes prägt.
Teilweise handelt es sich dabei um einen spontanen Prozeß, insbesondere zu Beginn der Entwicklung des menschlichen geistigen Funkens, der den Keim des Bewußtseins darstellt.
Doch allmählich, im weiteren Verlauf der Entwicklung auf dem Wege der Reifung, manifestiert sich die Stärke des Verlangens des menschlichen Geistes nach Nähe zum Licht in der Bildung seiner Erscheinungsform, die als reife Selbstverbesserung bezeichnet werden kann.
Das geistige Bewußtsein selbst bräuchte keinen Schleier, denn es würde sich erfüllt fühlen, wenn es sich dauerhaft an der Ganzheit von Gottes Universum erfreuen dürfte.
Doch im menschlichen Geist selbst liegt die Bedingung, sein Wesen nach außen zu manifestieren, die ihm von Anfang an innewohnt, und dies führt natürlicherweise zur Bildung von Erscheinungen als Mittel zur Erfüllung dieser Bedingung.
Der menschliche Geist entwickelt sich aus einem Keim oder geistigen Funken.
Sein Ursprung beruht daher auf derselben Grundlage wie der aller anderen Bewohner des Schöpfungswerkes, die sich ihrer selbst im Zusammenhang mit ihrer Manifestation in äußeren Formen bewußt sind.
Neben den menschlichen Geistern gibt es jedoch im gesamten Urwerk der Schöpfung auch geistige Strömungen, die aus einem wunderschönen, hohen geistigen Bewußtsein bestehen, das nie sichtbar gemacht werden mußte, um sich an der Möglichkeit zu erfreuen, „den Schöpfer loben zu dürfen“.
Dieses hohe geistige Bewußtsein durchdringt alle Ebenen und erfüllt wie ein stiller Klang alle Orte allgegenwärtig mit seinem Wissen.
Es ist eine unerschöpfliche Quelle ursprünglicher Weisheit für alles Leben.
Geistige Strömungen der genannten Art bedürfen keiner äußeren Hülle und sind doch ein wesentlicher Bestandteil der Gestaltung der genannten Harmonie im gesamten Schöpfungswerk, denn in ihnen liegt die Verbindung mit der allgegenwärtigen göttlichen All-weisheit.
Es handelt sich um eine neue Erkenntnis, die einen weiteren kleinen Schritt in der Weite der Sicht auf die Größe und Vielfalt alles Lebens im Werke der Schöpfung eröffnet.
Mit der Erwähnung der Existenz eines geistigen Bewußtseins, das keiner Umhüllung bedarf, um eine sichtbare Erscheinung zu erlangen, gelangen wir auf eine Erkenntnisstufe, auf der das irdische Wissen der Menschheit auf etwas stößt, was zunächst schwer zu akzeptieren sein wird, weil es dafür noch nicht genügend Begriffe gibt.
Es ist daher notwendig, zu Beginn von der Verflechtung geistiger Ströme durch das Schöpfungswerk zu sprechen, die zwar Weisheit höchster Art in sich tragen, jedoch keine äußeren Schleier besitzen und für immer nur unsichtbarer mitschöpferischer Teil der Schöpfung bleiben und durch ihr Wirken ein Abbild des Geistes Gottes sind.
Sie tragen auch einen Teil des Geistes Gottes in sich.
Der Geist Gottes ist somit im Schöpfungswerk in Form eines Atems als Teil einer eigenen Art geistigen Bewußtseins präsent, das sich auf der Ebene der stillen Allweisheit erfüllt.
Dies ist das Bewußtsein, das allen Ereignissen hilft, ohne daß ein Schleier nötig wäre, um sie sichtbar zu machen.
Am besten läßt es sich als die Weisheit bezeichnen, die im goldenen Glanz zu finden ist, der alle Teile des ursprünglichen Schöpfungswerks durchdringt.
Diese geistigen Strömungen benötigen für ihr Bewußtsein keine Schleier, also Sichtbarkeit.
In ihnen wohnt eine andere Art geistigen Wesens.
Dies ermöglicht diesen Strömen, ohne äußere Formen zu wirken, ohne sie in ihrem Zustand ständiger seliger Lobpreisung des Schöpfers einzuschränken.
Es sind dies urgeistige Strömungen, aus denen sich nach und nach alles Sichtbarwerdende herauslöste, um sich in der ganzheitlichen Harmonie des Schöpfungswerkes in allen seinen Abkühlungsstadien zu entfalten.
Jetzt haben wir eine andere Perspektive auf das Gesamtkonzept der Geistigkeit.
Neben allem geistig Sichtbaren im Schöpfungswerk gibt es auch eine Art geistiges Bewußtsein, das nie irgendwelche Manifestationen benötigte, um sichtbar zu werden und seine wertvolle Rolle zu erfüllen, die darin besteht, stillschweigend alle Ebenen zu durchdringen, um die integrale Harmonie in der Schöpfung mitzugestalten.
Alle selbstbewußten Geister, die eine äußere geistige Form haben, können mit diesen bewußten Strömen verbunden werden und ständig neues Wissen aus ihnen gewinnen, denn diese Ströme sind die nie endenden Träger von Inspirationen, die von der Größe des Schöpfers zeugen.
Der Unterschied zwischen den beiden genannten Arten geistigen Bewußtseins besteht darin, daß die erste unabhängig von Formen ist, um sich in ihrer allumfassenden Schwingung selig zu finden, während die zweite den äußeren Ausdruck von Formen sowohl für sich selbst als auch für die Wahrnehmung und das Verständnis von allem anderen benötigt, was als sichtbarer Teil des Schöpfungswerkes entstanden ist.
Der erste Teil braucht für sein Lob des Schöpfers keine sichtbaren Formen, weil er die Heiligkeit Gottes, des Vaters, ständig in sich selbst erfährt.
Die zweite Stufe bedarf in ihrer geistigen wesenhaften Grundlage äußerer Formen, um die Vollkommenheit wahrzunehmen, die in der äußeren Ausstrahlung der schöpferischen Kraft Gottes auf allen Ebenen des Schöpfungswerkes liegt.
Der menschliche Geist gehört seinem Ursprung nach einem anderen Bewußtsein an, das als geistiges Wesen äußere Formen benötigt und, um sich seiner selbst bewußt zu werden, auch einen eigenen Namen braucht, der Teil seines Bewußtseins ist.
Dadurch ist er immer auf der sichtbaren Ebene aktiv und weist daher äußere Formen lebendiger Ausstrahlung auf.
In gewisser Weise kann der reife menschliche Geist mit jenem Bewußtsein verbunden werden, das keiner äußeren Formen bedarf, um mit ihm mitzuschwingen und auch um daraus für seine Erkenntnis das Wissen des Schöpfers zu schöpfen, das grenzenlos ist und sich ständig erweitern kann.
Nur Menschen mit einem hohen geistigen Niveau, die in ihrer Reife und ihrem vollen Selbstvertrauen die Gärten des Paradieses betreten, können einiges von dem, was hier beschrieben wird, vollständig wahrnehmen.
Nur in der glückseligen Erfahrung der Lichtebenen erfährt der menschliche Geist die dort entstehende Verbindung mit dem allumfassenden Bewußtsein, das permanent durch die gegebenen Orte schwingt.
Es wird ihm eine neue Ermutigung sein, zu verstehen, wie groß und allumfassend das Werk Gottes ist, das auf Geheiß der Liebe Gottes zu einer Stätte tätigen Lebens werden konnte, welches erst in den Weiten, weit jenseits der Tore der Gralsburg, die im Reich des Göttlich-Wesenhaften liegt, zu seinem Bewußtsein gelangte.
Es ist ein großer Verlust für die irdische Welt, daß sich die Menschen heute nicht zumindest teilweise mit diesen Perspektiven auseinandersetzen, denn im Bemühen, sich auf die Höhen der Schöpfung einzustimmen, könnten ermutigende Inspirationen kommen, die, richtig erfaßt, nur zur Veredelung des menschlichen Lebens hier auf der Erde führen würden.
Auch zur Zeit der Flut der Kraft, zur Zeit der Erfüllung des Ereignisses der Erscheinung der Heiligen Taube über dem Gralsgefäß am Heiligsten Ort der Gralsburg, sind es die geistig bewußten Ströme, die die bildliche Botschaft dieses Ereignisses durch das gesamte Schöpfungswerk tragen.
Würden die Menschen auf der Erde darnach streben, sich mit diesen Bewußtseinsströmen geistiger Natur zu verbinden, könnten sie viel stärker empfinden, was mit diesen hohen Ereignissen zusammenhängt.
Viele wunderbare Inspirationen würden auf die Erde kommen, von denen heute nicht einmal die geringste Ahnung besteht.
Große Bilder, erfüllt von höchstem Leben, die Momente erhabensten Erlebens hoch in den Ebenen der Urschöpfung vermitteln, sollen festgehalten und durch irdische Künstler an andere irdische Menschen weitergegeben werden.
Der Geist Gottes strömt in diesen Augenblicken die erwähnten Ströme, die sich auf der Erde in einem bisher unbekannten Wissen durch die Schöpfung ziehen, um alles Wichtige für das Leben der Bewohner der geistigen Gattung zu vermitteln, zu der der menschliche Geist seinem Ursprung nach gehört.
Die Verbindung mit diesen gesegneten Strömen ist die große Aufgabe der Menschen, wenn sie eines Tages ihr volles Bewußtsein erlangen wollen.
Durch diese Ströme nähert sich der Geist Gottes in Form der Allweisheit um die Wahrheit.
Sie tragen eine Botschaft über den Anfang, die Gegenwart und einen Sinn für die von Gott gewollte Weiterentwicklung aller Ereignisse im Schöpfungswerk in sich.
In diesen geistigen Strömungen liegt die Vergangenheit vom Anfang der Entstehung der ursprünglich entstandenen Lebensformen in der Schöpfung.
Und gerade zur Zeit der Erneuerung der Flut der gnädigen Kraft Gottes in der Gralsburg fließen mit dieser Kraft auch die Ströme des Geistes Gottes.
Heute wird dieser Begriff von den Menschen noch nicht richtig wahrgenommen, weil er ihnen inhaltlich zu fern liegt.
Aber in Wirklichkeit ist es das Einfachste, was ein Mensch lernen kann.
In den bewußten geistigen Strömungen, die die Schöpfung durchdringen, ist der Geist Gottes als schöpferische Inspiration enthalten, aus der das Wesenhafte schöpft und, wenn der Mensch wollte, könnten auch die Menschen aus diesen Strömungen schöpfen.
Voraussetzung hierfür ist Offenheit, die in der reinen Kindlichkeit einer vertrauensvollen Haltung gegenüber Gott liegt.
Alles Weitere geschieht dann wie von allein.
Natürlich im Verhältnis zu der bereits erwähnten Reinheit und Kindlichkeit, welche die Grundlage jeder Verbindung sein muß.
Die Jünger Jesu, die sich zur Zeit der Ausgießung der Kraft des Heiligen Geistes versammelt hatten, dachten an das Versprechen ihres Meisters beim Letzten Abendmahl, als er ihnen sagte, er werde ihnen den Tröster senden, den besten Boden für den Empfang von Strömen, die einen Teil des Geistes Gottes enthielten, der wie ein verstärkter Lichtstrom zu ihnen herabsteigen und sich teilweise mit ihnen vereinigen konnte, um ihnen die notwendigen Fähigkeiten für die weitere Tätigkeit auf der Erde zu verleihen.
Bewußte Ströme, die den Geist Gottes tragen, können sich mit jedem verbinden, der sich ihnen in der Demut seines inneren Wesens öffnet.
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„🔗“CESTA GRÁLU / GRALSWEG„🔗“