
Es gibt in der Tat vieles, das vollkommen unbekannt ist, obwohl es eine sofortige Verbesserung bringen würde.
Dazu gehört das Wissen um den ÄTHER, der, wenn er von den Menschen im Einklang mit den Schöpfungsgesetzen angewendet würde, unmittelbar seine wohltuenden Wirkungen im Leben der Menschen entfalten würde.
Da die Menschen jedoch stets nur dem ihre Aufmerksamkeit schenken, was lauthals tönt und so die Aufmerksamkeit des Verstandes auf sich zieht, bleiben die wertvollsten Hilfen in ihrer Feinheit völlig fern der menschlichen Welt.
Man erwartet stets Auffallendes oder Großes, während sich das meiste wahre Wissen mit den kleinen, ganz alltäglich erscheinenden Dingen befaßt.
Als Beispiel sei hier die Möglichkeit genannt, viele Krankheiten durch die einfachste Bewegung, wie das Gehen, zu heilen.
Die meisten Menschen übersehen und unterschätzen gerade die gesundheitlichen Auswirkungen des Gehens, weil es als etwas Selbstverständliches angesehen wird und für einen Großteil der Menschen sogar als etwas Lästiges, was sie um jeden Preis vermeiden wollen.
Dennoch birgt die Bewegung des Gehens eine große Menge der heilenden Kraft des ÄTHERS, die so in den menschlichen Körper eindringen kann.
Bewegung ist die Grundlage für die Gesundheit alles Lebens auf der Erde.
Und die natürlichste Bewegung für jeden Menschen ist das Gehen.
Man kann mit Fug und Recht behaupten, daß der menschliche Körper direkt für die Bewegung des Gehens geschaffen ist.
Diese ist eine Grundlage, die weit mehr in sich birgt, als es die Menschen heute vermuten läßt.
Das Gehen in Verbindung mit der richtigen bewußten Atmung und der inneren harmonischen Einstimmung heilt neun von zehn Krankheiten.
Denn durch eine aufrechte, würdevolle Körperhaltung und die Wahrung der Anmut oder der Gewandtheit in den Bewegungen werden die Muskeln auf ganz natürliche Weise beansprucht, was jedoch den meisten Menschen nicht zu Bewußtsein kommt.
Gleichzeitig setzt die Arbeit der Lunge bei der Atmung den ZUSTROM DES ÄTHERS in Bewegung, der den Körper sofort in alle Richtungen durchdringt.
Das hier beschriebene Gehen unterscheidet sich jedoch grundlegend von dem, was die meisten Menschen als normale Bewegung betrachten.
Man kann auch sagen, daß das heutige Gehen enorm weit entfernt ist von dem ursprünglichen Gehen, das von einem freien und ungebundenen Geiste des Menschen erfüllt war.
Dies bestätigt nur, wie weit wir Menschen heute von allem Gesunden und Hilfreichen entfernt sind, das uns umgibt und uns erheben könnte.
Wobei es sich um ein Gehen handelt, welches vom ÄTHER durchdrungen ist.
Dieses Gehen enthält gleichzeitig alles, was für die Heilungsprozesse in allen Teilen des Körpers erforderlich ist.
DAS ÄTHER-GEHEN verbindet die Bewegungen des Körpers mit den Bewegungen in der Seele und führt die Bewegung somit zu einem lodern weiter in dem eigentlichen geistigen Funken des Menschen.
Es kann auch ein vom Geiste erleuchtetes und durchstrahltes Gehen genannt werden, das von jeher ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Lebens auf der Erde hätte sein sollen.
In ihrer Wirkung verbindet diese Bewegung alle Schleier oder Gewänder des menschlich geistigen Inneren.
So vereint sie diese zu einem harmonischen Einklang, welcher sich letztlich auch äußerlich im irdischen Körper als die daraus resultierende Heilung offenbart.
Denn das Gehen ist eine einheitliche Bewegung, die alle Ebenen des Schöpfungswerkes durchdringt.
Genauer gesagt, beinhaltet es neben der Natürlichkeit auch Würde und Erhabenheit, welche bisher nur den lichteren höheren Ebenen, weniger jedoch der irdischen Welt zugeschrieben wurden.
Selbstverständlich gibt es auch andere Bewegungen, welche der menschlich geistigen Art innewohnen, wie das Schweben oder das Bewegen unter dem Einfluß des geistigen Willens.
Diese Arten der Bewegung gehören jedoch gegenwärtig nicht zu den irdischen Gegebenheiten, weshalb es derzeit nicht angebracht ist, sie eingehender zu behandeln.
Wenn die geistige Entwicklung der Menschheit jedoch den rechten Weg zum Aufstieg einschlägt, werden hier eines Tages, in Verbindung mit einem zunehmenden Hellerwerden der grobstofflichen Materie des Universums sicherlich weitere, heute unbekannte Möglichkeiten der menschlichen Bewegung zum Tragen kommen.
Die Zeit für diese Entwicklung wird kommen, doch vorerst ist es noch nicht nötig, hier länger zu verweilen.
Womit man sich jedoch unmittelbar und direkt befassen kann, ist die im Gehen enthaltene Bewegung.
Die Lebendigkeit der Bewegung, die damit verbunden ist, blieb bislang noch unentdeckt, weshalb man noch nicht von einem edlen und zugleich heilenden Gehen der Menschen sprechen kann.
Die eigentliche Bewegung des Körpers beim rechten gedeihlichen Gehen muß mit der Einstimmung auf den FLUß DER ÄTHERKRÄFTE verbunden sein.
Dies geschieht ganz einfach durch die sensible Empfänglichkeit
und die Fähigkeit, die feineren Strömungen wahrzunehmen.
Es genügt, dem ÄTHER zu erlauben, alle Teile des Körpers durch die darin liegende Lebendigkeit zu durchdringen.
Es handelt sich jedoch nicht um einen Vorgang, welcher sich durch den rationalen Verstandeswillen oder gar durch Konzentration herbeiführen ließe, wie es heute den Menschen als ihre gewohnte Art des Wollens vertraut ist.
Die Aufmerksamkeit oder gar die Konzentration des Verstandes sind im Gegenteil ein Hindernis, das die für die geeignete Bewegung des Gehens unerläßliche Einstimmung stört.
Damit verbunden sind die bereits erwähnte rechte Atmung, der Herzschlag und vor allem ein in Harmonie geläutertes und eingestimmtes Nervensystem.
Es sollen Geist und Seele sein, welche den Körper beim richtigen Gehen bewegen.
Aus demText: