Auf dem Weg der geistigen Entwicklung eignen wir uns bestimmte Überzeugungen an und legen andere ab, während uns die Lebenserfahrungen zeigen, wo wir richtig und wo wir falsch lagen. In diesem fortlaufenden Prozess festigen sich die Überzeugungen, die wir beibehalten (sofern sie wahr sind), immer mehr, bis sie zu tiefen, unerschütterlichen Überzeugungen werden.

Die Überzeugung ist eine Stufe weiter als der bloße Glaube; sie steht über dem Glauben. Die im Leben gewonnenen Überzeugungen bereichern den menschlichen Geist und prägen seinen Entwicklungsweg. Er muss lediglich darauf achten, seine Intuition stets offen und wach für das Licht neuer Erkenntnisse zu halten, damit er sich nicht gänzlich in seinen bereits gewonnenen Überzeugungen verschließt und nichts Neues mehr sehen oder hören will.

Der Tag Ohne Morgen

„Ohne eine gewonnene Überzeugung ist das Gewissen nutzlos.“

Fernando Sabino (1923–2004) Brasilianischer Schriftsteller.