UNBEKANNTE

GEISTIGE    FÄHIGKEITEN

So wie ein kleines Kind ein verzerrtes Bild von der Welt der Erwachsenen hat, so verhält es sich auch heute mit dem Wissen der Menschen über ihre geistigen Fähigkeiten.

 

Die Menschen wissen fast nichts darüber, was die Menschheit geistig reifen und sie somit wahrhaft großartig und fortgeschritten machen könnte.

 

Gleichzeitig glaubt ein Großteil von ihnen, wir stünden gegenwärtig auf dem Höhepunkt aller Erkenntnis, so daß wir frühere Generationen darin überragen und daß die Menschheit in ihrem Wissen heutzutage weit fortgeschrittener sei als je.

 

Diese Sichtweise basiert jedoch allein auf der verengten Anschauung aus der materiellen Erforschung der stofflich irdischen Welt.

 

Der Stolz auf den vermeintlichen Fortschritt gründet sich somit nur auf die enge wissenschaftliche Untersuchung der Details der irdischen Welt, ohne daß die Menschen irgend etwas Höheres, das eigentlich zum wahren Wert des geistigen Ursprungs des Menschen dazu gehört, in diese Sichtweise einbezogen haben würden.

 

Man kann sagen, daß dies nichts anderes ist als ein naives Spiel mit der eigenen Größe und anscheinenden Wichtigkeit.

 

Es ist ein Spiel mit der Erwachsenenrolle, wie wir es von den Kindern kennen.

 

Obwohl kleine Kinder in ihrer körperlichen Unreife keine wirkliche Kenntnis der Welt der Erwachsenen haben, glauben sie, daß sie aus ihrer Sicht den erwachsenen Menschen ebenbürtig sein könnten.

 

Wie bei den Kindern verhält es sich auch mit der Menschheit in dem Bezug auf die Frage ihrer geistigen Entwicklung.

 

Es mag hart klingen, doch es trifft zu, daß die Menschheit geistig noch immer höchst unreif ist.

 

Die wahren geistigen Fähigkeiten des Menschen liegen in seinem Inneren noch immer in einem trägen Schlummer.

 

Das liegt daran, daß den geistigen Fragen niemals genügend Aufmerksamkeit geschenkt wurde, da sie nicht im Interesse der materialistisch orientierten Menschen lagen, die seit jeher die große Mehrheit bildeten.

 

Doch die Voraussetzung für die Entwicklung jeder einzelnen geistigen Fähigkeit ist gleichzeitig die Reifung und Veredelung alles bereits Erworbenen und Errungenen.

 

Dies wurde bisher nur mit sehr wenig Enthusiasmus beachtet, wobei es bei den rational verstandlich orientierten Menschen sogar als Schwäche gilt, wenn jemand nach Ehrenhaftigkeit und Güte strebt.

 

Genau dies ist nun jedoch das große Hindernis für den geistigen Aufstieg.

 

Ein Wachstum kann sich nur in einem verbindenden Zusammenhang mit der Entfaltung eines allumfassenden Strebens nach dem Guten einstellen.

 

Die dem geistigen Funken für seinen Entwicklungsweg gespendeten Gaben oder Pfunde blieben daher langfristig ungenutzt, abgesehen von den wenigen Ausnahmen jener Mutigen, die sich trotz aller Hindernisse auf den Weg des Guten begaben.

 

Selbst die grundlegendsten Eigenschaften der menschlichen Empfindungswelt, wie die liebevolle Zuwendung und die Fähigkeit zum Mitgefühl mit der Mitwelt werden nur sehr halbherzig im menschlichen Umgang in die Anwendung gebracht.

 

Es gibt keine größere Anklage gegen die heutige Welt der Menschen, als daß sie sich in der Mehrheit immer noch wie die egoistischste oder auch niederträchtigste Spezies verhält, die sich über Jahrtausende geistig nicht einmal ein wenig in die Höhe entwickelt hat.

 

Wäre dem nicht so, gäbe es auf Erden nicht mehr diese Vielzahl der gegenwärtigen Ausprägungen von Hinterlist, Berechnung und Habgier sowie die daraus resultierenden Spannungen, welche zu den unterschiedlichsten Formen der Gewalt und sogar der Kriege führen.

 

Große Worte über die Notwendigkeit, für die Ideale der heutigen modernen Gesellschaft, nationale oder religiöse Fragen zu kämpfen, oder sogar die bloßen Ausreden für eine notwendige Selbstverteidigung müßten rasch in sich zusammen stürzen, da es sich zeigen würde, daß sich mit einem gutem Willen stets ein Weg zur Harmonie oder zumindest zu gegenseitigem Respekt eröffnet.

 

Dadurch wird jedoch auf lange Sicht auf dieser Erde die Fähigkeit zur Entfaltung wahrer geistiger Kräfte im Menschen verzögert, die ihm, wenn sie genutzt werden, doch die Erfüllung und das Glück bringen würden.

 

Die Bemühungen mancher Menschen, höhere geistige Fähigkeiten in sich zu erwecken, sind meist nicht von reiner Empfindung, sondern von dem Dünkel begleitet, etwas Außergewöhnliches in sich zu erwecken, welches Geheimnisvolle unerkannter Fähigkeiten in sich birgt.

 

Oftmals ist dieses falsche Wollen sogar von selbstsüchtigem Stolz und dem Bestreben geprägt, sich über andere emporzuheben.

 

Dies kann jedoch niemals wahres Glück und die Erfüllung bringen, weil darin der SEGEN VON GOTTES GESETZ DER LIEBE fehlt.

 

Dieses Streben wird mit den verschiedensten Namen bezeichnet und die mannigfachsten Wege werden beschritten, welche jedoch von Anfang an den Stempel des falschen Strebens tragen.

 

Wahre geistige Fähigkeiten können sich nur in vollkommener Harmonie mit einem reinen und edlen Wollen zu dem Guten entfalten, und dieses nicht nur für sich selbst, sondern vor allem für das Wohl seiner Mitmenschen und der gesamten Schöpfung.

 

Diese Ausrichtung fehlt jedoch fast gänzlich in den meisten der Ansätze, welche sich in einer kindischen Selbstverherrlichung mit der Entfaltung geistiger Fähigkeiten im Menschen befassen.

 

So mußte dieser gegenwärtige Zustand auf Erden entstehen, welcher heute in fast all ihren Handlungen als Teil der menschlichen Welt vorherrschend ist.

 

Es ist ein vollkommener Mangel an dem Segen wahrer geistiger Fähigkeiten, welche tief unter der dumpfen Kruste einer langfristigen materialistischen Schulung des rationalen Verstandesgehirnes in trägem Schlummer liegen.

 

Doch das wird sich nun ändern.

 

Die Zeit des Erwachens und damit auch der Augenblick für einen Wandel in der geistigen Erleuchtung einer größeren Anzahl von Menschen ist gekommen.

 

Dies erfordert nun einen evolutionären Wandel in der gesamten menschlichen Gesellschaft.

 

Dies hätte bereits vor Jahrzehnten eingetreten sein können, doch war diese Zeit geprägt von dem Unverständnis und der Unreife derer, die damals in grobstofflichen Körpern auf der Erde lebten.

 

So erhielten diese durch die hohe Führung geistiger Helfer wertvolle Anleitung, um zu der Erkenntnis DES WERKES der BOTSCHAFT DES GRALS zu gelangen.

 

DOCH OBWOHL SIE DEREN IRDISCHE FORM IN IHREN HÄNDEN HIELTEN, WAR IHR GEIST DAMALS NICHT FÄHIG UND IN DER LAGE, SICH VON DEM EINFLUß DER GEWOHNTEN EINGEFAHRENEN DENKPROZESSE ZU BEFREIEN.

 

So blieb ihnen der größte Teil des wertvollen Schatzes des Buches, das sie lasen, verschlossen.

 

Dies kann nicht als ein Versagen, sondern lediglich als Unverständnis jener WAHREN WERTE betrachtet werden, welche für den menschlichen Geist in der BOTSCHAFT DES GRALS enthalten sind.

 

WAHRE WERTE wurden aus Unverständnis beiseitegeschoben, während sich alles Interesse allein auf die alten Formen richtete, die man umzugestalten suchte, obwohl dies grundsätzlich nicht möglich war.

 

Diese Formen konnten dabei weder Bestand haben noch Segen oder Fortschritt bringen und führten daher stets lediglich zu höchst unterschiedlichen irdischen Gemeinschaftsformen, welche jedoch immer von etwas geprägt waren, das aus der Sicht der nun notwendigen Entwicklung bereits als veraltet und somit verwerflich anzusehen war.

 

Es war eine Zeit, welche man eines Tages als ein Umherirren in den Nebeln der Hoffnungslosigkeit beschreiben wird.

 

Gleichzeitig hätte alles von Anfang an klar sein können, denn Altes läßt sich nicht auf Neues übertragen.

 

DER DRUCK DER VON GOTT VERORDNETEN ENTWICKLUNG LÄßT DIES NICHT ZU.

 

DIE HÄNDE DERER, DIE DIE FÄDEN DER ENTWICKLUNG WEBTEN, MUSSTEN DARUM IMMER WIEDER JEDE ANSTRENGUNG, DIE VON ETWAS ALTEM GEPRÄGT WAR, BEISEITE SCHIEBEN UND SIE SCHLIESSLICH SO LENKEN, DASS SIE FÜR DIE WELT VERBORGEN WURDE, DENN ES WAR UNMÖGLICH, SIE WEITER FORTSCHREITEN ZU LASSEN, DAMIT SIE DAS NEUE NICHT BEFLECKTE, DAS IN EINEM REIN AUFRICHTIGEN STREBEN NACH DEN IN DER WAHRHEIT ERKANNTEN EDLEN ERHABENEN WERTEN ENTSTEHEN SOLLTE.

 

Der STRAHL PARZIVALS bietet nun die Möglichkeit, all dies bisherige Forschen durch jenes Wissen zu ergänzen, das für den evolutionären Entwicklungsschritt der Menschheit hin zu einer wahrhaften Vergeistigung des Alltagslebens notwendig ist.

 

Wer seine innewohnenden geistigen Fähigkeiten entwickeln möchte, muß sich daher zunächst von den engen Dogmen in seiner Gedankenwelt befreien, welche seiner Verbindung mit dem STRAHL PARZIVALS noch im Wege stehen.

 

Und solche Dogmen, die den Geist in seinem Aufstieg hemmen und behindern, sind noch immer weit verbreitet.

 

Hierher gehört beispielsweise auch schon so etwas Einfaches wie das Aneignen und Klären eines reinen Empfindens, das eigenständig und unabhängig von den Meinungen und Einstellungen anderer Menschen ist.

 

Diese grundlegende Voraussetzung des freien Willens stellt für viele Menschen bereits ein Hindernis dar, da sie gar nicht wissen, was ein freies Prüfen durch das eigene Empfinden in Wirklichkeit bedeutet.

 

Die alte Ausrichtung in dem Verharren innerhalb ihrer gewohnten Muster in dem Denken ist für sie ein gewaltiger Felsbrocken auf ihrem Weg aufwärts in die Höhe.

 

Man spricht viel über seine Empfindungen, verwechselt diese aber oft mit der Arbeit des Verstandes, welcher sich mit seinen Kenntnissen und auch Erfahrungen oder gar mit fremden übernommenen Ansichten und Meinungen ständig in den Vordergrund drängt.

 

Das liegt daran, daß die Denkmuster und Gedankenformen, welche gebildet wurden, um zu bestimmten Fragen des Lebens Stellung zu beziehen, so tief verwurzelt sind, daß sie sich stets vor das eigene Empfinden drängen, und zwar noch bevor dieses für den Menschen überhaupt erkennbar wird.

 

So steht es in der Mehrheit um die Menschen auf der Erde.

 

Doch auch dies wird sich nach und nach ändern, da die Schar der Geistigen wie auch der Wesenhaften Diener des HEILIGEN GOTTES sich den Menschen auf der Erde zunehmend immer mehr nähern wird.

 

Die Menschen sollten daher auf ihre inneren Regungen achten, sofern sie diese überhaupt noch in sich wahrnehmen.

 

Genau durch diese inneren Schwingungen werden die Menschen die Ermutigung durch die für sie bestimmten Helfer und Führer erreichen.

 

Und diese sind nicht nur da, um die Menschen zu erwecken, sondern auch, um die Menschen bei der Entfaltung ihrer geistigen Fähigkeiten zu führen und zu begleiten.

 

Es gibt so viele Wege und Möglichkeiten, die stets zur Verfügung stehen, aber dennoch ungenutzt verbleiben.

 

Da wäre es die Gabe der Ahnung oder Vorahnung, die Gabe, Einblicke in zukünftige Ereignisse zu gewinnen, die Gabe uralter früherer Erinnerungen des Geistes, die Gabe, auf den Rat der Wesenhaften zu lauschen oder diesen tief im Inneren zu vernehmen, die Gabe der tiefen Harmonie mit den ringsum wirkenden edlen Geistern, welche uns umgeben und über die herrlichsten Fähigkeiten in einem den heutigen Menschen unbekannten Ausmaß verfügen.

 

Jede dieser Fähigkeiten kann sich schließlich im irdischen Leben zum Wohle aller ausbilden und somit segensreich äußern, und dies zeigt sich vollumfänglich als sichtbares Zeichen des Aufwärtsschreitens in der geistigen Reife.

 

Diese Gaben sind in Wirklichkeit diejenigen, welche als Fähigkeiten in jedem Menschen angelegt sind und schlummern.

 

Um sie jedoch zu nutzen, muß der Mensch, wie bereits erwähnt, einen gewissen Grad einer Veredelung erreichen, damit die in ihn hinein gelegten schlummernden Fähigkeiten in ihrer vollen Pracht und Leuchtkraft erstrahlen können.

 

Erst dann erreicht er auf seiner Wanderung die höchstmögliche Stufe der Annäherung an den STRAHL PARZIVALS.

 

Dies wird für einen solchen Menschen ein gänzlich neues Kapitel in seinem irdischen Leben aufschlagen.

 

Alles, was er für sein erfülltes vollwertiges Leben in der körperlichen Hülle der grobstofflichen irdischen Welt benötigt, wird nach und nach in ihm umgewandelt.

 

Er wird in gewisser Weise neu werden, denn letztlich verwandelt sich auch seine irdische Hülle in der natürlichen Erneuerung seiner Zellen.

 

Der Geist muß in seinem freien Aufwärtsfluge nach oben alle Hüllen so stark durchdringen oder durchstrahlen, daß sich diese Hüllen seinem reinen, inbrünstigen und glühenden Streben beugen und beginnen, sich zu wandeln.

 

So auch der irdische Körper und mit ihm die Nervenzellen, aus welchen alle Teile des Gehirns bestehen.

 

Und wenn die Kraft des kraftvoll nach oben zu dem Lichte strebenden Geistes alte Zellen in neue verwandelt, dann wird sich eine völlig neue Einstellung zu dem menschlichen Leben in die Art des Alltagsbewußtseins einprägen können.

 

Sie wird als eine völlig neue Richtung des Strebens alles durchdringen, bei welcher der irdische Teil des Lebens nicht mehr von den übrigen Teilen des feinstofflichen Schöpfungswerkes getrennt sein wird.

 

Das Leben wird dann als ein einheitlicher geschlossener harmonischer Akkord der Sphären verstanden, in denen der Erdenmensch vorübergehend innerhalb der Grenzen der Möglichkeiten seines grobstofflichen Körpers vorübergehend verankert ist.

 

Obwohl diese Grenzen aus geistiger Sicht eine gewisse Beschränkung darstellen, können die Menschen dennoch eine völlig andere Wahrnehmung der Welt um sich herum erleben, da durch die Entfaltung der geistigen Fähigkeiten die Materie ihnen nach und nach durchscheinender und transparenter erscheinen würde als heute.

 

Die Grenzen, welche die Hülle des grobstofflichen Körpers dem Geiste auferlegt, wurden noch nie vollständig ausgeschöpft, da die im Menschen angelegten geistigen Fähigkeiten bisher noch nicht entfaltet worden sind.

 

Gleichzeitig würden gerade diese Fähigkeiten vielen, ja eigentlich allen Menschen rasch die Aussicht auf die dauerhafte Befreiung von all den Nöten eröffnen, die die Menschheit heute bedrängen.

 

Indem jeglicher trennende Zwiespalt zwischen den Menschen überwunden wird, an welche die ungeheuerlichsten Mittel aus den Gaben der Natur verschwendet werden, so könnten die Kräfte vieler Menschen auf die Ziele weit höherer Art umgelenkt werden.

 

Obwohl alles stets in reger und gesunder Bewegung bleiben muß, da dies die Reife jedes einzelnen Menschen bedingt, kann man dennoch von einer Zeit der Erfüllung und des Überflusses für alle sprechen.

 

Alles das, was die Menschen heute so quält, ist völlig unnötiges Leiden.

 

Die Menschen könnten sich sehr schnell dem sagenumwobenen GOLDENEN ZEITALTER auf Erden nähern.

 

Dieses Zeitalter ist an die Geistige Erleuchtung geknüpft, welche allmählich in das Denken aller Menschen Einzug halten wird.

 

Und geistige Ziele sollen zum vorrangigen Gegenstand jeglicher ernsthaften Forschung und für alle Menschen werden.

 

Genau dieses ist Teil der sich nahenden Zeit der Großen Geistigen Erleuchtung auf Erden.

 

Die Erforschung der Schöpfungsgesetze, so wie sie das menschliche Leben durchdringen und in diesem wirken, wird sich in naher Zukunft zu einem äußerst anziehenden Feld ernsthafter menschlicher Beschäftigung entfalten, so wenig in dem Innersten der meisten Menschen heute auch nur die geringste Ahnung davon vorhanden ist.

 

Dadurch werden sich den Menschen weit umfassendere Zusammenhänge in dem Verständnis des alltäglichen Geschehens eröffnen, als dies heutzutage der Fall ist.

 

Denn die Menschen sind ja viel stärker mit der unsichtbaren Welt verbunden, als ihnen dieses heute in ihrem Ahnungsvermögen aufzuscheinen vermag.

 

Es besteht eine beständige wechselseitige Beziehung zwischen dieser und jener Welt.

 

Und ausdrücklich in diesem Bereich schlummern die besten Voraussetzungen für die geistigen Fähigkeiten in den Menschen.

 

Diese Fähigkeiten ermöglichen es ihm, sich über die gegenwärtige grobstoffliche Welt zu erheben und so die Fäden des Schicksals zu erkennen beziehungsweise immer deutlicher zu erschauen, bis hin zu einem höheren bewußten Wahrnehmen alles dessen, was sich letztlich in den sichtbaren Ereignissen und Vorgängen der grobstofflichen Welt gestaltet.

 

Der Mensch ist für diese Ebene der sensiblen Empfänglichkeit durch die Fähigkeiten seines inneren Empfindens auf das Beste ausgerüstet.

 

Er ist zudem beständig von den Hilfen der Geister umgeben, die ihm beistehen und ihn durch ihre Führung aus den feineren Sphären darin fortwährend unterweisen.

 

So ist es in der Tat.

 

Jeder Mensch ist in jedem Augenblick von Helfern umgeben, die bereit stehen, ihm auf jeder seinem jeweiligen Verständnis – und Erfahrungsreifestufe neue Ausblicke seiner Erkenntnis zu eröffnen.

 

Dies ist jedoch bedingt durch den guten Willen des Menschen, durch die Aufrichtigkeit seiner Mühe in dem Streben nach dem Aufstieg sowie einen offenherzigen und unvoreingenommenen kindlichen Wissensdrang.

 

Eben das Beschäftigen mit der Frage, wie die Schöpfungsgesetze in allen Augenblicken seines Lebens wirken.

 

Es bedeutet auch, sich darum zu bekümmern, wie die Wesenhaften Diener dabei tätig sind, welche durch den WILLEN GOTTES dafür bestimmt sind, die Ausgestaltung der Welt innerhalb der genannten Gesetze der Schöpfung zu verwirklichen.

 

Um den Menschen herum gibt es keinen leeren Raum.

 

Alles ist erfüllt von einem regen, sich unablässig wandelnden und webenden Leben, welches die Auswirkungen der Schöpfungsgesetze zu jener Form verarbeitet und formt, die die Menschen die irdische Welt nennen.

 

Das Vordringen zu dieser Ebene der Erkenntnis wird schon bald das dringlichste Bestreben vieler Menschen sein.

 

Dies wird durch den Druck der sich ereignenden Geschehen sowie auch durch das Einwirken der Helfer auf das menschliche Innenleben bedingt sein, das zu einem wahren Bemühen gestärkt werden muß, um sich mit seinen Schwingungen über die erlernte verstandliche Denkbeschränkung hinaus zu erheben.

 

Dies wird allmählich zu einer vollständigen Umgestaltung der Gedankenformen der bisherigen Betrachtungsweise des menschlichen Lebens auf der Erde führen.

 

Die bisherige Oberflächlichkeit wird vollständig verschwinden, und mit ihr zugleich jene unwürdige Denkweise, welche seit mehreren Jahrhunderten als der atheistische Materialismus bezeichnet wird.

 

Die Maske, die den Eindruck wissenschaftlicher Erkenntnis erweckte, wird fallen, und es wird sich deutlich zeigen, daß dahinter nur eine geistige Lauheit und die Unwilligkeit zur Veränderung der gegenwärtigen Einstellung der Menschheit verborgen lagen.

 

Jeder Mensch, der auch nur ein wenig seine Empfindung zu betätigen vermag, kann leicht erkennen, daß der Grundbaustein des menschlichen Inneren ein geistiger Funke ist, welcher einen Sinn für das Edle, Erhabene und das Gute in sich trägt – und dies in einer Art, welche sich von dem unterscheidet, was durch den menschlichen Verstand jemals zum Ausdruck gebracht werden könnte.

 

Es ist etwas, das den Menschen ermutigt, sich mit jenen Fragen zu befassen, auf welche die irdische Wissenschaft bisher keine Antwort geben kann, da sie sich nur auf die begrenzte Erforschung der Materie stützt.

 

Daher kann die irdische Wissenschaft niemals eine Antwort auf die Frage geben, wie und warum sich das Leben in seiner Vielfalt an Erscheinungsformen überall entfaltet, wo immer wir unsere Augen auch hinrichten mögen.

 

Nur ein geistiger Funke in lebendigem Verständnis empfängt die Antwort, daß das Leben auf der Erde von den höheren Ebenen stammt, von denen die herabgesandte Strahlung mit den materiellen Hüllen und Körpern von Pflanzen und Tieren in Verbindung steht.

 

Es ist die Wesenhafte Strahlung, welche die Welt der Natur belebt – von den kleinsten Teilchen des Lebens bis hin zu den größten Tierarten.

 

Und im Falle des Menschen ist es die geistige Natur, die sich durch seine Fähigkeit zur fortwährenden Entwicklung und Reifung behauptet, sofern der menschliche Geist nicht selbst freiwillig in einem bestimmten Stadium seiner Entfaltung erstarrt und verkümmert.

 

Denn neue geistige Fähigkeiten können stets entdeckt und herausgebildet werden und warten nur darauf, genutzt zu werden.

 

Es wird diese Zeit jedoch erst noch kommen, welche deutlich zeigen wird, daß das Geistige im Menschen viele Fähigkeiten besitzt, die es ihm ermöglichen, sich vollständig mit all der Hilfe und den Inspirationen zu verbinden, die jedoch von Ebenen stammen, welche nur durch den reinsten Willen zu dem Lichte und dem Guten zu erreichen sind.

 

Dann wird man auf die heutige Welt der Menschen als eine Zeit großer Unreife und Rückständigkeit zurückblicken, wenn wir bedenken, wo die Menschheit heute stehen könnte, hätte sie sich in der Entwicklung ihrer geistigen Fähigkeiten stetig weiterentwickelt.

 

Das lange Verharren in der stagnierenden Erstarrung des Materialismus wird dann bitter bereut werden, denn gerade diese Zeitspanne hat der Erde so viele Schmerzen und Schäden bereitet, welche der Mensch den Wesenhaften Helfern der Natur zugefügt hat.

 

Vieles harrt der Sühne und der Wiedergutmachung seitens der Menschheit.

 

Der rechte Weg kann nur über die Entfaltung der reinen geistigen, also höheren Fähigkeiten gefunden werden.

 

Alles andere läßt sich nur als ein weiteres oberflächliches erdgebundenes Klügeln ohne einen Bezug zu wahrer Hilfe und Inspiration höherer Art bezeichnen.

 

Es gibt keinen Grund mehr zu warten.

 

Der richtige Weg ist offensichtlich und führt heraus aus den vielen Sackgassen, in welche sich die Mehrheit der Menschen durch ihre innere Trägheit hat hineinziehen lassen, und führt direkt zu den Lösungen.

 

Viele haben sich aus Bequemlichkeit die Maske des materialistischen Denkens aufgesetzt.

 

Diese Gesinnung hat sich jedoch bereits als Verderben für alles Höhere und Edlere im Menschen erwiesen.

 

Dabei ist es völlig irrelevant, welche Form des Materialismus gerade die Oberhand gewinnt.

 

Es ist gänzlich einerlei, ob es sich um eine totalitäre oder um eine offenere und scheinbar eher freiheitsstiftende Form handelt, denn der Materialismus führt stets nur zu Verfall und Niedergang und auch zu der Zerstörung der geistigen Wahrnehmung im Inneren der Menschen.

 

Wir können auch alle Formen früherer Religionen als Materialismus bezeichnen, denn auch in ihrem Fall war alles stets ausschließlich auf die Zweckdienlichkeit innerhalb der materiellen Welt ausgerichtet, wodurch sich sehr rasch lediglich Regeln und Vorschriften entwickelten, welche jedoch die Würde und die Größe der Empfindung innerhalb der Menschen ihrer Freiheit beraubten.

 

Daher ist zu erwarten, daß mit den Erschütterungen alles materialistischen Denkens auch ein Wandel aller falschen Haltungen und Ausrichtungen in allen religiösen Lehren einhergeht.

 

Das sich nahende Neue Zeitalter erfordert die volle, mutige Selbständigkeit des Menschen als Einzelpersönlichkeit.

 

Nur derart kann die Entfaltung aller in ihm schlummernden geistigen Fähigkeiten erreicht und errungen werden.

 

Deshalb sollte nun niemand mehr länger zögern.

 

Von den Geistigen Helfern ergeht ein starker Aufruf zur vollkommenen Selbständigkeit jedes einzelnen Menschen.

 

Im Vertrauen auf das Licht und im ständigen Streben nach dem Wollen zu einem guten, edlen Leben, welches der Harmonie mit dem gesamten Werk der Schöpfung zustrebt, liegt die Befreiung aus der gegenwärtigen dogmatischen Gedankenwelt, welche Milliarden von Menschen in Unfreiheit hält.

 

 

 

 

 

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