WER IN DAUERHAFTER UNWISSENHEIT VERHARRT, SCHLIEßT SICH SELBST VOM LEBENDIGEN FLUß DER SCHÖPFUNG AUS

Die Entwicklung ist die treibende Kraft alles Lebens in dem Werke der Nachschöpfung.

Sie schließt das Streben nach einem Fortschreiten ein.

Für den menschlichen Geist heißt es hier, sich von der unbewußten Unwissenheit zu einem vollen Bewußtsein zu entfalten, von der Unreife zu einem ganzheitlichen Wissen aufzusteigen, sowie auch sich von dem Mangel des begreifenden Erfassens zu dem weisen Gebrauch aller Gaben zu erheben.

In dem menschlichen Empfinden bedeutet dies, auf dem Wege von der Unfähigkeit, Harmonie zu erkennen und zu erleben, zu einem völligen Einklang mit ihrer segensreichen Wohltat zu gelangen.

Darin besteht die Veredelung der menschlichen Wahrnehmung bis hin zu einem hohen Maß des Mitempfindens mit allem anderen Leben.

Es gibt keinen Ort in der Schöpfung, an welchem ein unbewußter Menschengeist dauerhaft verweilen kann.

Dennoch finden wir solcherart Ebenen, welche sich bisher in ihrer Lauheit den Zustand eines gewissen Halbbewußtseins bewahrt haben, also den eines sehr schwachen Bewußtseins.

Es gibt sogar Bereiche, in denen die Unwissenheit wieder als ein für normal gehaltener Zustand zurückkehrt.

Hand in Hand mit der Unwissenheit gehen Selbstsucht, Engstirnigkeit und Kleinlichkeit im Denken, Unterdrückung alles Schwächeren und Gleichgültigkeit und Rücksichtslosigkeit gegenüber jeder Form von Leid.

Wir sprechen von jenen Ebenen, in denen in der Dichte der Stofflichkeiten des Werkes der Nachschöpfung die Entwicklung des Geistes beinahe zum Stillstand gekommen ist.

Das Wort „beinahe“ ist dabei zurecht angewendet, denn die Entwicklung kann in Wirklichkeit niemals vollständig zum Stillstand kommen.

Sie kann jedoch verlangsamt, gelähmt oder in die falsche Richtung gelenkt werden.

Denn wer die Wirkungsweise der Schöpfungsgesetze kennt, weiß, wie man so etwas bewirkt.

Und da der gefallene Erzengel, der zur Unterstützung der geistigen Entwicklung in das Werk der Nachschöpfung gesandt worden war, die Auswirkungen der Gesetze genau kannte, genügte es ihm, den Verlauf der Entwicklungslinie in eine andere Richtung zu lenken, als es ursprünglich vorgesehen war.

Anstatt daß nun alles dem Aufstieg zustrebte, sank die menschlich-geistige Art unter dem Druck des GESETZES DER BEWEGUNG in die Erstarrung hinab.

Dies war möglich, da Luzifer selbst aus der göttlich-wesenhaften Welt stammte.

Das Wissen um die Auswirkungen der Gesetze im Schöpfungswerk ist dort offenkundig.

Dieses Wissen war ihm daher tief innewohnend, als er sich auf den Weg machte, dem Prozeß der Entwicklung der menschlich geistigen Funken in dem Werke der Nachschöpfung beizustehen.

Doch ab jenem Augenblick, als er sich in einem Anflug seiner eigenwilligen Eitelkeit von der seligmachenden Verbindung mit dem WILLEN DES SCHÖPFERS trennte, begann er sich immer weiter von der GÖTTLICHEN SPHÄRE über der Schöpfung zu entfernen.

Die dadurch bedingte Abkühlung seines GÖTTLICHEN WESENSKERNS führte somit zu einer Trennung von GOTTES LIEBE.

So verlor seine ursprüngliche Mission für ihn ihre ursprüngliche Bedeutung, und er entschloß sich nach und nach, ihrem Sinn mehr und mehr entgegen zu handeln.

Schließlich mußte er durch das gemeinsame Einschreiten des Erzengels Michael gemeinsam mit seinem himmlischen Gefolge weiterer Engel aus der unmittelbaren Gegenwart der Göttlichen Sphären ausgestoßen und verbannt werden.

In seinem blinden aufwallenden Zorn wandte Luzifer seine Macht und seine Gaben gegen den menschlichen Geist – jene Schöpfung, zu der er einst aus Gottes Weisheit als edler und erhabener Helfer und Beschützer entsandt worden war.

Mit der starken Macht seines Einflusses lenkte er die Richtung der Bahn, in der sich die menschlichen Seelen bewegten, ab und verschob diese, indem er ihnen das Prinzip der Versuchung in den Weg legte.

Anstatt liebevolle Unterstützung zu bieten, legte Luzifer Hindernisse in Form von Fallen und Schlingen auf den Weg der geistigen Entwicklung, die auf die Schwächen der Seelen abzielten und diese steigerten.

Was als freudiger Aufstieg begann, stockte bald. Denn der Einfluß der Versuchung ließ die geistigen Keime der Menschheit wanken und Fehltritte begehen – Verfehlungen, die nach den unumstößlichen ewigen Schöpfungsgesetzen unumstößlich nach Sühne verlangten.

Die Bewegung gemäß den Schöpfungsgesetzen blieb weiter erhalten, es verlangsamte sich jedoch die Entwicklung der Menschen und unterlag mehr und mehr der Hemmung, und anstatt ihr geistiges Wahrnehmungsvermögen zu erweitern und sie somit ihrem gesunden Sichselbstbewußtwerden entgegen zu führen, um sie weiter zu veredeln, führte somit alles in die Erstarrung innerhalb der Stofflichkeiten.

Die lau gewordenen Seelen paßten sich der neuen Situation an, und viele begannen, in ihrem Streben nur noch nach sekundären nebensächlichen und im Rahmen der auf die stofflich materielle Welt begrenzten Möglichkeiten liegenden Zielen zu suchen.

Dies führte zu einer Schwächung des geistigen Wollens, nach GOTTES WILLEN zu suchen, was in der Folge schließlich zu einem verminderten Bewußtsein für alles, was seinen Ursprung über der irdischen Welt im Lichte hat, führen mußte.

Statt der freudigen Stärkung der Seelen in dem Wissen und Erkennen innerhalb des Werkes der Schöpfung trat eine Starrheit ein, die allmählich alles in eine Stockung und sodann zum Stillstand führte.

Ein solcher Zustand kann jedoch unter dem Druck der Schöpfungsgesetze in GOTTES WERK nicht auf die Dauer aufrechterhalten werden.

Die Folge alles dessen ist stets der finale Ausbruch der angestauten Kraft, welcher die Forderung nach erneuter Bewegung schließlich durchsetzt.

Diese Kraftansammlung entsteht durch die Verlangsamung und Verzögerung der ursprünglichen Entwicklung, welche die Vorherbestimmung der ALLWEISHEIT GOTTES in sich trägt.

Ähnliches läßt sich auch hier auf der Erde beobachten.

Die ursprüngliche Entwicklung des menschlichen Geistes hätte hier um ein Vielfaches höher sein sollen.

Dies kann man als eine tatsächliche Verzögerung und Verspätung bezeichnen.

Und diese Verzögerung wird schließlich zwangsläufig und unvermeidlich das Durchdringen und die Freisetzung der beschriebenen Kraftzunahme bewirken, welche – wo immer es noch möglich ist – Erwachen und Aufstieg bringen wird.

Für alle jene, die in einem Zustand dumpfer Unwissenheit verharren wollen, wird die gesteigerte Kraft der Wirkung einer Flutwelle gleichen.

Alles Lauwarme und träge Schlafende wird in eine Ferne hinweg geschwemmt, in welcher es mehr Gelegenheit für das Reifen gibt.

Die Bedingungen solcher Orte bieten jedoch nicht mehr so viel Raum, um Schönheit und Freude zu erleben, sondern diese ermöglichen nur noch das bloße Überleben.

An diesen Orten erhalten die Seelen nur das Notwendigste, um sie bei Bewußtsein zu erhalten.
Es sind Orte, weit entfernt von allem Glück und aller Erfüllung, wie sie in den lebendigeren und vom Licht stärker durchfluteten Ebenen zu finden sind.

An solchen lichtdurchsonnten Orten vermögen sich die lauen Seelen jedoch nicht zu entfalten, denn sie begreifen nicht, daß es unbedingt ihrer Verfeinerung und Veredelung bedarf, um in solcherart Weltgegenden auf lange Zeit hin leben zu können.

Nach einer gewissen Zeit beginnen solche innerlich abgestumpften Seelen allem anderen, dem Lichte mehr und mehr zugeneigten Leben Schaden zuzufügen.

Deshalb werden sie nach einiger Zeit durch den Druck des GESETZES DER BEWEGUNG immer weiter fortgeschoben, in eine noch größere Entfernung von dem Licht.

Hier gewährt ihnen die LIEBE GOTTES weitere Zeit und weiteren Raum unter Bedingungen, welche ihrem Zustand angemessen passend sind.

Dies sind weitaus rauhere Ebenen und Orte als diejenigen, welchen ihrem Zustand nach die heutige Erde angehört.

Die von den Alfars gestaltete Umgebung zeigt sich der abgestumpften Trägheit der Seelen in ihrer Art ganz angepaßt.

Und in diesen Teilen des Werkes der Nachschöpfung vergeht die Zeit so zäh und langsam, wie es der erstarrten Stofflichkeit entspricht, und alles Lebendige sehnt sich nach mehr Helligkeit und Licht, denn die meisten Seelen empfinden dieses Halbdunkel, welches jenen Raum erfüllt, mehr und mehr als Leid und Pein.

Und so können die Seelen, welche in solch tiefer dichter Erstarrung verfangen sind, allmählich wieder aufsteigen und sich Schritt für Schritt den Orten nähern, in welchen sich mehr Licht und Lebendigkeit hineingewoben vorfinden.

Es mag jedoch geschehen, daß manche Seelen selbst durch ein solches Erleben dem Lichte nicht näher entgegen rücken können oder wollen und daß sie weiter in ihrer Reglosigkeit verharren.

Doch auch hier wirkt der Druck des GESETZES DER BEWEGUNG.

Wenn also die schmerzlichen kargen Erfahrungen und Erlebnisse einer solchen Seele fernab eines freudvolleren Lebens nicht ausreichen, um sie aufzurütteln, sich emporzuerheben in eine gewisse Regsamkeit, wird sie letztlich diejenige sein, die sich als wahrhaft unbeweglich erweist und somit von der Schöpfung ausgeschlossen wird.

EIN AUSSCHLUß BEDEUTET DAS ENDE DER MÖGLICHKEIT WEITERER ENTWICKLUNG.

In Wirklichkeit bedeutet es jedoch nur die Erfüllung des Wunsches des geistigen Funkens in der Seele, nämlich den Wunsch, in einem dauerhaft unbewußten Zustand zu verbleiben.

Von außen betrachtet erscheint es wie ein ganz natürlicher Vorgang.

Auch ist es ein Geschehen, in dem sich mit aller Folgerichtigkeit die GERECHTIGKEIT GOTTES EBENSO WIE GOTTES LIEBE erfüllt.

GOTTES GEDULD ist weit größer als es menschliches Verständnis je erfassen oder begreifen kann.

Dennoch müssen die Schöpfungsgesetze letztlich den Ausschluß jener Seelen im sich nun vollziehenden Reinigungsprozeß bewirken, welche keinen Fortschritt hin zu einem höheren Bewußtsein und zu einer veredelnden Reife anstreben.

Somit bedeutet Ausschluß im Zusammenhang mit der geistigen Art dasselbe wie der vollständige Verlust des Rechtes auf eine weitere Möglichkeit des Daseins und Bestehens.

Wir sprechen hier von Vorgängen, welche sich über Milliarden von Erdenjahren erstrecken.

Dennoch gibt es notwendige Grenzen für alles, was eine Bestimmung hat und diese nicht erfüllt.

Und in der Schöpfung hat alles seinen Sinn, seine Bestimmung und seine Aufgabe.

Dies gilt sowohl für das Wesenhafte als auch für das Geistige.

Die Bestimmung der geistigen Wesensart in der Schöpfung ist es, zu einem Sichselbstbewußtsein sowie zu einem vollkommenen Einklang mit der allumfassenden Harmonie des Schöpfungswerkes heranzuwachsen.

Nur so erfüllt sich der sinnhafte Grund, um dessentwillen der menschlich geistige Funke in seinen Anfängen in der Sehnsucht erwachte, ein Bewohner des Schöpfungswerkes zu werden.

Das Wissen um diese Zusammenhänge ist nun die erforderliche Grundlage des Bewußtseins für alles menschliche Denken hier auf Erden.

Und mit dem ZUSTROM DER KRAFT DES STRAHL PARZIVALS geht die Forderung und auch das Bedürfnis nach einem inneren Erwachen einher und schafft so den Boden für die Große Geistige Erleuchtung.

Sie ist nun überall um die Menschen herum.

Das bisher getätigte Verschließen der Augen und der Ohren vor all dem oder der Versuch, diese Vorgänge durch eine gesteigerte Arbeit des Verstandes zum Schweigen zu bringen, wird den Druck, welcher auf die Seele des Menschen zurollt, nicht länger aufhalten können.

Wir sind nur noch ein kleines Stück des Weges von dem vollständigen Sieg der Geistigen Erleuchtung entfernt.

Wer jetzt schon offener ist, sollte daher angesichts des gegenwärtigen Zustands der Menschheit nicht verzweifeln.

Dieser gegenwärtige Zustand zeigt sich bereits in seiner unaufhaltsamen Entwicklung als Vergangenheit.

Die Gegenwart darf nicht als bestimmend für die weitere Entwicklung angesehen werden, die der Übermacht der Kräfte obliegt, welche in der ERFÜLLUNG DES GÖTTLICHEN
WILLENS ihre volle Kraft entfalten.

Da die meisten Menschen jedoch trotz ihrer Bemühungen in ihrem Streben nach geistiger Erkenntnis kein gefestigtes VERTRAUEN IN DIE ERFÜLLUNG DES GÖTTLICHEN WILLENS hier auf der Erde errungen haben, wird jedes Schwanken und Zögern in Erwartung des zukünftigen Geschehens zu einem üblichen alltäglichen Normalzustand.

Es ist sogar so weit gekommen, daß die Menschen, obwohl sie sich in ihrem Inneren nach dem Lichte sehnen, in ihre Vorstellungen und Gedanken über die Zukunft die Erwartungen über einen schlechten Ausgang formen.

Dies steht jedoch im völligen Gegensatz zu dem VERTRAUEN AUF DEN SIEG DES LICHTS, ein Sieg, zu dem das Fortschreiten alles Wissens gehört und mit dem Erwachen von Millionen schlafender Seelen untrennbar in den Wandel eingebunden ist.

Und es wird geschehen, auch wenn gegenwärtig noch nicht das Geringste davon zu spüren ist.

Schaut der Mensch jedoch nur einen Augenblick weiter der sich mehr und mehr verstärkenden Strahlung entgegen, welche von PARZIVAL, DEM VERHEIẞENEN ERFÜLLER DES WILLENS GOTTES DES VATERS, ausgeht, so erscheint sogleich der Ausweg vor den Augen, der sich mit Gewißheit eröffnen wird.

Wenn die Menschen von Wundern sprechen, tun sie dies oft mit einem gewissen geheimnisvollen Erschauern in ihrer Stimme.

Man kann spüren, wie sehr sie sich darnach sehnen, etwas Ähnliches zu erleben, und gleichwohl ist in ihrem Inneren auch noch der Wunsch verborgen, in dem Erleben doch noch eine Bestätigung für ihren in ihnen schlummernden nagenden und vom Mißtrauen genährten Unglauben zu finden.

Es ist noch immer dasselbe wie vor Jahrhunderten und Jahrtausenden, als die Menschen sich nach sichtbaren Geschehnissen in der Art eines Wunders sehnten und immer wieder um Hilfe für sich und ihre Mitmenschen riefen.

Zwar flehten sie um wundersame Hilfe, doch tief in ihrem Inneren nagte stets der giftige Dorn aus Luzifers Saat, der ihnen immer wieder zuflüsterte, daß sie tief in ihrem Herzen nicht an die Erfüllung des Wunderbaren glauben würden.
Und auch heute ist es noch so mit vielen Menschen, welche wieder auf der Erde sind und durch GOTTES GÜTE erneut die Gelegenheit erhalten, zu beweisen, wie sehr ihr VERTRAUEN IN DIE GESCHEHEN DES LICHTES gediehen ist.

Kaum jemand ist sich dessen so sicher, wie er es sein könnte, da ihm doch die Kenntnis von dem Wissen von GOTTES VERHEIẞUNGEN UND DEREN ERFÜLLUNG zuteilgeworden ist.

JETZT ABER IST DIE ZEIT GEKOMMEN, IN DER SICH DIE REIFE DES GEISTES DURCH DIESE GEWIßHEIT ERWEISEN MUß.

Dieser ist nicht länger unwissend oder betäubt und abgestumpft, sondern er klammert sich nur noch an die Überreste des unheilvollen Einflusses Luzifers, mit welchem dieser das VERTRAUEN AUF GOTTES MACHT erschüttert hat, die sich in den GESETZEN DER SCHÖPFUNG und dem Wirken der Schicksalsfäden durch die Hände der Wesenhaften Diener – der Alfars – erfüllt.

Der Fortschritt ist längst im voraus gegeben.

Es fehlte lediglich die Reife der irdischen Verhältnisse, welche durch die

OFFENBARUNG DER WAHRHEIT IM WERKE „DIE BOTSCHAFT DES GRALS“

auf Erden ermöglicht wurde.

Diese WAHRHEIT wurde in den Schicksalsfäden so verankert, wie es für das Eintreten eines Geschehens notwendig war, welches einen Wandel und letztlich die Große Geistige Erleuchtung herbeiführen wird.

Was in der Tiefe des geistigen Inneren in ihrer empfindsamen Lebendigkeit der Menschen vorbereitet ist, wird erweckt werden.

Doch was weiterhin schläft, wird allmählich an Orte gedrängt und fortgeschoben, an denen sodann die GEDULD DER GÖTTLICHEN GNADE auch in den dortigen Erfahrungen und Erlebnissen erprobt werden kann, welche von den Webern des Schicksals in völliger angemessener Gerechtigkeit vorbereitet wurden.

Es ist weder Rache noch ein Hinabstürzen in die schmerzhaften Tiefen, in denen jene leiden sollen, die in der Bibel als die Verdammten gekennzeichnet sind, sondern lediglich eine Folge der Schöpfungsgesetze für jene, die unter den Lebensbedingungen hier auf der Erde nicht erwachen können.

Letztlich ist es nur eine Anpassung der feinstofflichen und grobstofflichen Teile des Werkes der Nachschöpfung, damit sich die Seelen entsprechend ihrer Reife, die weit hinter der notwendigen und erwarteten Entwicklung zurückgeblieben ist, noch eine Weile langsamer entwickeln können.

DIES SIND ALSO KEINE BEDINGUNGEN, DIE DIE OFFENBARUNGEN DER GÖTTLICHEN STRAFE TRAGEN WÜRDEN, SONDERN VIELMEHR IST ES DIE ANPASSUNG DER LANGSAMEREN GANGART INNERHALB DIESER WELTEN IN GEDULDIGER ERWARTUNG DER REIFUNG JENER SEELEN, DIE MIT DIESEM TEIL DES WELTALLS NICHT SCHRITT GEHALTEN HABEN, UND IN DEM ES NICHT LÄNGER MÖGLICH IST, DIE NUN NOTWENDIGE ENTWICKLUNG NOCH LÄNGER HINAUSZUZÖGERN.

Wir können daher weiterhin nur von einem Geschehen sprechen, das höchst gerecht in vollem Umfange in den Wirkungen der Gesetze schwingt, welche stets nur segensreiche ermutigende Impulse für die Entwicklung enthalten.

Entwicklung ist in ihnen als unsichtbarer Druck angelegt, der sich letztlich auch auf allen Ebenen der materiellen Welten hin zu einem sichtbaren und greifbaren Fortschritt auswirkt.

Die Bewegung treibt alles vorwärts und bringt in diesem Moment des historischen Wandels auch eine große geistige Befreiung für alle jene, die die Last der Rückständigkeit tragen mußten, in der diese irdische Welt der Menschen lange Zeit gefangen war.

Sie besteht in einer gesteigerten Spannung, die schließlich bei vielen Menschen zum Erwachen und damit zu der Fähigkeit führen wird, sich von der bisherigen Starrheit zu befreien.

Es wird ein sehr überraschendes Erwachen sein, denn es wird die Erkenntnis bringen, wie leicht sich die Menschen dem Einfluß Luzifers gefügt haben, dem sie doch mit ihrer geistigen Kraft stets hätten widerstehen können.

Die Menschen waren niemals ohne HILFE AUS DEM LICHT.

Immer hatten sie alle nötigen Helfer um sich, die ihnen geduldig den Weg aufwärts zu Entwicklung und Reife wiesen.

Die äußere Welt der Menschen ließ sich jedoch beeinflussen und erlag den Regungen, die sie schließlich völlig von ihrem Wege abbringen und in ihrer Entwicklung im Vergleich zu dem vom Lichte erwarteten Verlauf hemmen mußten.

Die Menschen waren nie Opfer des Einflusses Luzifers, wie viele dies bis heute immer noch glauben, sondern ihnen wurde stets eine große Fülle an Hilfe zuteil, welche sie nicht wahrnahmen, weil sie sich solch eine Hilfe anders vorgestellt hatten.

Wenn ihnen die Hilfe jedoch nicht so zugereicht wurde, wie die Menschen es sich vorstellten, so verschlossen viele, innerlich erkaltet, ihre Augen und ihr Herz vor dem LICHT und wendeten sich stattdessen lieber unwichtigen Nebensächlichkeiten zu, denn in diesen waren sie stets von Luzifer unterstützt worden.

So haben sich die Menschen des Wertvollsten beraubt, das ihnen hätte nützen können – der Anstrengung des Geistes, welche stets von Vorteil und Nutzen ist, da sie zu regsamer Wachsamkeit und Klarheit in der Empfindung führt.
Auch wird dadurch im Inneren das VERTRAUEN IN DIE HILFEN UND WUNDER GOTTES gestärkt und dauernd lebendig erhalten.

Nur in einem solchen innerlichen Zustand geistiger Lebendigkeit und Wachsamkeit können Wunder einem Menschen zu Hilfe eilen, wenn er auf seinem Weg in die richtige Richtung wandert, und sie können ihn auf diese Weise unterstützend voranbringen.

Der Stillstand und die erstarrende Erkaltung brachten eine Stockung in allen Verhältnissen, welche sich hier auf der Erde entwickelten.

Dies mußte eine Herrschaft der Gefühllosigkeit und Berechnung nach sich ziehen, unter welcher es für innerlich geöffnete Menschen immer schwer ist zu leben, da es für sie bedeutet, viel Energie und einen großen Teil ihrer Kräfte in die Abwehr dieser gefühllosen Härte zu investieren, anstatt sich in jedem Augenblick des Tages dem freudigen jubelnden Voranschreiten auf ihrem Wege zu widmen.

An erster Stelle steht daher heute vorerst nicht das Aufbauen und Schaffen, sondern die Notwendigkeit, in höchster Wachsamkeit alle lichten Werte und Schätze des Lebens zu schützen und hochzuhalten, die uns auf der Erde noch geblieben sind.

Nun jedoch steht uns ein derartiger Wandel bevor, welcher einen Neuaufbau ermöglichen wird.

Diesem sollen wir daher freudig entgegen gehen und auch alles Menschenmögliche dafür tun, daß der Boden in den Menschen für diese Verwandlung auf das Beste vorbereitet ist.

Daher ist eine vollständige Befreiung von der bisherigen, so im Übermaß von dem luziferischen Prinzip der Versuchung heimgesuchten innerlichen Haltung des Geistes erforderlich.

Für diese innere Haltung wird in dem, was nun kommen wird, kein Platz mehr sein.

Die kommende Welt wird nach dem PRINZIP DER GÖTTLICHEN WEISHEIT UND SEINER LIEBEVOLLEN GÜTE gestaltet sein.

In dieser liebevollen Güte birgt sich dabei der Drang nach Bewegung, welcher auf alles Geistige in der Schöpfung einen Druck ausübt.

Und daher können wir eine weitere ungeheure STEIGERUNG DER BEWEGUNG in allem erwarten, was die Welt der Menschen betrifft.

DIE BEWEGUNG WIRD SO GEWALTIG SEIN, DAß SCHLIEẞLICH ALLES, WAS AUS FREIEM WILLEN IN EINEM ERSTARRTEN HALBBEWUßTSEIN VERHARREN WILL, VON DER FLIEHKRAFT ÜBER DEN RAND DES DASEINS GETRAGEN WIRD.

Diejenigen, welche nach dem Aufstieg streben, werden dann in der kommenden Geistigen Erleuchtung erkennen, wie weit sie zurückgefallen sind.

Mit größter Freude werden sie daraufhin all das in Angriff nehmen, was sie plötzlich als vernachlässigt und versäumt im Hinblick auf das Wissen des Geistes erkennen werden.

Es wird die Zeit eines gewaltigen Aufschwunges der Menschheit sein.

In jeden kann daher nun selige Hoffnung einströmen, denn die erwähnte Zeit des vielschichtigen Aufstieges des Lebens auf der Erde rückt mit jedem Tage näher.

 

 

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